Tiago Meier
Wer kennt sie nicht, die birnenähnliche Form, die gelborange Farbe und den süssen Geschmack – alles Markenzeichen der Papayafrucht. Tiago Meier, Doktorand am Institut für Pflanzen- und Mikrobiologie in der Gruppe von Prof. Dr. Ueli Grossniklaus hat sich auf die Spuren der Papayafrucht begeben. Er ist zum Ursprung der Pflanze nach Mexico, ins Reich der Maya , gereist und ist auf Hinweise gestossen, die auf eine frühe Kultivierung der Papayapflanze deuten. Die Maya wählten Papayapflanzen mit für sie vorteilhaften Eigenschaften aus, nämlich zwitterige Pflanzen, die sich selbst befruchten können. Die Spanier verteilten die Papaya in ihrem Kolonialreich, wodurch sie zu einer wichtigen wurde. Jedoch hat das sich veränderndes Klima auf unserem Planeten auch Folgen für die Papaya. Eine durch Umwelteinflüsse verursachte Geschlechtsumwandlung von Zwittern zu Männchen führt zu Sterilität und beeinträchtigt dadurch die Papayaproduktion.
Tiago untersucht die Blütenentwicklung der Pflanze, um das Problem der Geschlechtsumwandlung besser zu verstehen und um zu möglichen Lösungen beizutragen.




