Die Entstehung des ID-Logos

Kommt ihnen dieses Logo bekannt vor? Ziemlich sicher. Doch wissen sie auch was es darstellt?

Offizielles Informatikdienst-Logo (ID-Logo)
Offizielles Informatikdienst-Logo (ID-Logo)

ID-Geschichte Teil 1

Seit bald 30 Jahren sind die Informatikdienste (ID) ein zentraler Bestandteil der ETH Zürich. Über 300 Leute arbeiten bei der ID in verschiedensten Bereichen. Viele davon sind schon seit Jahrzehnten Teil der Dienste, andere erst seit ein paar Monaten. So sind die Informatikdienste im stetigen Wechsel, was zum einen positiv ist, um mit Entwicklungen in der ganzen ETH mithalten zu können, zum anderen jedoch die Ursprünge der Informatikdienste immer stärker verblassen lässt, sodass viele gar kein klares Bild von den Informatikdiensten in ihren Kinderschuhen mehr haben. Aus diesem Grunde möchten wir gerne in den folgenden Blogbeiträgen eine Reise in die Vergangenheit unternehmen, um die Informatikdienste in unseren Köpfen jung zu behalten. Der heutige Beitrag ist unserem persönlichen Logo gewidmet – dem ID-Logo.

ID-Logo

Das ID-Logo wird sowohl intern für Postfächer, kleinere Karten und anderes gebraucht, als auch extern auf Plakaten oder Flyern publiziert.

ID-Logo für Drucksachen in Deutsch
ID-Logo für Drucksachen in Deutsch
 ID-Logo für Drucksachen in Englisch
ID-Logo für Drucksachen in Englisch

Es verleiht den Informatikdiensten einen Wiedererkennungswert nach aussen und ein Gemeinschaftsgefühl nach innen. Den meisten sollte dieses Logo bekannt sein doch vielen ist der Hintergrund des Bildes oder was es überhaupt repräsentiert unbekannt. Aus diesem Grund habe ich mich mit einem der kreativen Köpfe hinter diesem Logo zusammengesetzt, um mehr darüber zu erfahren.

Ursprünge des ID-Logos

Nathalie Schmidig, tägig bei den ID Multimedia Services, ist die Gestalterin und Grafikerin hinter dem Logo und konnte mir so ganz genau erklären, was die Bedeutung hinter dem Bild ist: Die Ursprünge des Logos liegen in der Kuppel der ETH, da wo auch unsere Wurzeln sind.

Das Originalbild, Zwischenschritt und Endresultat
Das Originalbild, Zwischenschritt und Endresultat

Die ETH-Kuppel

Ein simples Foto der beeindruckenden Architektur, geschossen von Hans Hiltbrunner (ID Systemdienste, jetzt pensioniert), rief die Idee ins Leben, den Informatikdiensten einen gewissen Wiedererkennungswert mit einem einheitlichen Logo zu verleihen. Nathalie Schmidig damals noch bei ID SD setzte das Vorhaben in die Tat um. Doch warum genau die ETH-Kuppel? Zum einen ist die Kuppel das Wahrzeichen der ETH. Sie ist von weiter Distanz aus bereits erkennbar und macht die Hochschule einzigartig. Doch dies ist lange nicht der einzige Grund. Die Kuppel ermöglicht eine Vielfältigkeit von Interpretationen, die ihren Fokus immer auf etwas Anderes legen. Die Stützpfeiler, die von der Mitte des Kuppeldachs nach aussen führen erinnern an ein Spinnennetz und unterstreichen so die Zentralität der Informatikdienste. Zusätzlich zeigt es den Zusammenhalt innerhalb unserer Organisation und dass nicht jeder Bereich einzeln arbeitet, sondern alle übergreifend als Team.

Alles begann in der Kuppel

Der wohl mit Abstand wichtigste Punkt ist allerdings ein anderer: Die Informatikdienste hatten ihre Anfänge in der Kuppel!

Die Informatikdienste waren nicht schon immer so organisiert, wie sie es jetzt sind. Im Gegenteil, alles hat ganz klein begonnen. Jürgen Winkelmann, Leiter der Sektion Systemdienste, war von Anfang an mit dabei. Seine Karriere begann im Rechenzentrum der Dornier Flugzeugwerke am Bodensee. Manfred Flemming, der damalige Bereichsleiter Statik bei Dornier, folgte Mitte der ‘80er Jahre einem Ruf als Professor ans Institut für Grundlagen der Maschinenkonstruktion der ETH Zürich. Ziel war es, angehende Maschineningenieure in der Anwendung IT-gestützter Konstruktion und Fertigung (CAD/CAM) auszubilden. Um dieser damaligen Spitzentechnologie angemessene Sichtbarkeit zu verleihen, wurde mit der Kuppel des Hauptgebäudes ein prominenter Ort gefunden. Mit der Betreuung der CAD-Anlage in der Kuppel wurde damals Jürgen Winkelmann betraut, der von der Kuppel aus bald deutlich mehr als nur das Institut von Prof. Flemming mit CAD/CAM Technologie, aber auch mit allgemeinen Informatikdienstleistungen versorgte. Dies stand in einem gewissen Konflikt mit Dienstleistungen der damaligen Informatikdienste (zu jener Zeit Rechenzentren genannt). Dieser Konflikt wurde nach einer etwa dreijährigen Übergangsphase gemeinsamer Dienstleistungserbringung durch Integration der CAD/CAM-Dienstleistungen ins Portfolio der Informatikdienste gelöst. Ähnliche Integrationen ursprünglicher Dienstleistungen aus Instituten führten sukzessive zu den Informatikdiensten, wie wir sie heute kennen. An die damalige Zeit erinnert, neben dem Logo der Informatikdienste, noch heute der Schriftzug «CADETH Zentrum» an der Tür zum Kuppelraum, nicht zu verwechseln mit dem nicht existenten «Kadettenzentrum der ETH» nach welchem Besuchergruppen zu jener Zeit häufig fragten, da CAD noch nicht Bestandteil eines allgemeinen Wortschatzes war.

Auge, Sonne oder doch Blume?

Ich meinerseits nahm zu Beginn meiner Zeit an der ETH an, dass das Logo ein Auge darstellt. Als ich das Originalbild gesehen habe, dachte ich, dass ich mich völlig auf dem Holzweg bewegt habe, doch es stellte sich heraus, dass es kein abwegiger Gedanke war, wie Nathalie Schmidig mir erklärte. Es war sogar einer der weiteren Gründe, warum dieses Logo passend schien: Die Ähnlichkeit zu verschiedenen natürlichen Objekte so wie ein Auge, die Sonne oder eine Blume. Letztere beide strahlen Freundlichkeit und Wärme aus und ersteres Sicherheit – ein wachsames Auge, das auf die ganze ETH Acht gibt.

Die ersten Anwendungen des ID-Logos und Vorgaben zur Verwendung
Die ersten Anwendungen des ID-Logos und Vorgaben zur Verwendung

Ähnlichkeiten mit…

So einzigartig wie das Logo wirkt ist es allerdings doch nicht ganz. Nathalie Schmidig erzählte mir von internen Stimmen die anmerkten, dass das Logo an die japanische Kriegsflagge erinnert. Bei dieser Erwähnung wurde auch anderen die Ähnlichkeit erstmals bewusst. Ebenfalls machten sich auch andere Organisationen das simple dreidimensionale Trichterförmige Muster in blauweiss zu Nutze, weshalb unser Logo auch in Luzern an einer Plakatsäule zu finden ist… fast zumindest.

Ähnlichkeit zur japanischen Kriegsflagge
Ähnlichkeit zur japanischen Kriegsflagge

Plakatsäule in Luzern mit Logo-Ähnlichkeit
Plakatsäule in Luzern mit Logo-Ähnlichkeit

Dies waren und sind allerdings nur witzige Anekdoten und Zufälle, die man sich gerne erzählt. Negative Stimmen von aussen hat man keine gehört. Und so entstand 2003 ein zeitloses Logo für die Informatikdienste, das nun bereits seit über 16 Jahren in Gebrauch ist. Unsere Dienste sind längst nicht mehr so unscheinbar wie sie es einmal waren und dies alles aufgrund einer einzigen kleinen Veränderung.

Kontakt

  • Sabine Hoffmann, ID PR & Kommunikation, Informatikdienste
  • Text Kaja Walter, Praktikantin ID PR & Kommunikation

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