Erfolgreiche Durchführung der ETH Online-Prüfungen

«Online-Prüfung fehlgeschlagen an der Uni»

Anfang Jahr prangte diese Schlagzeile in Tagesanzeiger- und NZZ-Artikeln. Mehrere Tage hintereinander. Und ansteckend wie ein Virus breiteten sich diese Worte überallhin aus. Befielen weitere Bleistift-kauende, nach Sinn und Schlagzeilen lechzende Journalisten. Überfielen in rettender Manier Online-Redaktoren vor ihrem ins leere Weiss blinkenden Cursor. Und schafften es schliesslich sogar ins Ausland, in den einen oder anderen bekannte Titel, wie zum Beispiel «Spiegel Online», oder ins Fernsehen.

Uni ist nicht ETH

Es traf die Universität Zürich, die Rechtswissenschaftliche Abteilung. Ein abschreckendes Beispiel dafür, wie ein kleiner Fehler in der Planung, eine Unachtsamkeit der Techniker, fehlende Expertise rasch zu einem grossen Imageschaden und zu viel Häme für eine Universität führen können.

Online-Prüfungen der ETH Zürich

An der ETH Zürich finden schon seit Jahren in steigender Anzahl Online-Prüfungen statt. Sie werden abgelegt auf den normalen Windows-Rechnern in öffentlichen Computerräumen im Hauptgebäude. Oder unter Linux ebendort. Sie dauern vielleicht eine Stunde – oder aber auch sechs Stunden. Mal handelt es sich um eine kleine Gruppe von Prüflingen, 10 Personen; das andere Mal werden in zwei Kohorten von je 150 Kandidatinnen und Kandidaten und mit einem Schleusenverfahren 300 Studierenden geprüft. Aus allen Departementen der ETH Zürich kommen sie. Und mit den verschiedensten Verfahren und Tools werden Wissen und analytische Fähigkeiten getestet. Sogar international sind manche Prüfungen: Während in einem Saal im ETH-Hauptgebäude Studierende am Computer über den Prüfungsfragen brüten, sitzen zeitgleich in einem Raum an einer amerikanischen Hochschule drei Schweizer Austauschstudierende über genau denselben Fragen, online verbunden mit der ETH Zürich und an genau gleich abgeschotteten Computern.

Ich bin auch ein Prüfungsraum

Und weil der Platz ja nie reicht an einer Hochschule, wird jeweils noch schnell zu Beginn einer Prüfungs-Session ein grosser Zeichensaal der Maschinenbauer einfach mal ab- und umgebaut, wird bis zum Rand gefüllt mit 180 voneinander abgeschotteten Rechner-Prüfungsplätzen und gleich nach Ende der Prüfungs-Session wieder ab-und umgebaut, um in der Woche danach schon den Studierenden zum Semesterbeginn erneut zur Verfügung zu stehen.

Good News

Davon findet sich alles nichts in der Zeitung. Und zwar deshalb: Weil es funktioniert. Semester für Semester. Wie eine immer wieder sorgfältig überholte, jeweils aufs Neue startklar gemachte Raumfähre, pünktlich und im Fahrplan. Und die Mechaniker und Monteure, die Ingenieure und Techniker, die Logistiker und Planer, das sind alles wir: Die Mitarbeitenden in den Informatikdiensten, im Rektorat und LET, in den Betriebsdiensten und Immobilien. Damit die Prüfungen jedes Halbjahr wieder gut starten und sicher landen können. Mit allen Dozierenden und Studierenden an der ETH Zürich. So auch wieder in diesem Januar/Februar 2014. Ein Dankeschön an alle, die es möglich gemacht haben. (Text Reinhard Hess)

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