20 Jahre ETH Derk Valenkamp

Herzlichen Glückwunsch, Derk Valenkamp, zu deinem 20-jährigem ETH-Jubiläum!

Derk Valenkamp, ID INFRA
Derk Valenkamp, ID INFRA

Vor 20 Jahren bin ich per Zufall in das Netzwerkteam der ETH Zürich aufgenommen worden. Seitdem durfte ich die Digitalisierung und die immer stärkere Abhängigkeit von IT und deren Vernetzung mitgestallten und miterleben. Die Anforderungen an das Netzwerk sind vielfältig und stetig gewachsen.

Als gutes Beispiel dient sicher das WLAN, welches von ein paar installieren Access-Points (APs) im Jahr 2002 auf heute fast 6‘000 APs gestiegen sind. Ich mache mittlerweile keine Aussage mehr, wann die Anzahl APs nicht mehr steigt. Zur Anfangszeit haben wir noch jeden einzelnen AP von Hand konfiguriert und neue Software einzeln per TFTP auf den AP geladen bzw. installiert. Bei 6‘000 APs ist dies mittlerweile gar nicht mehr vorstellbar. Über die Jahre wurden wir jeweils am Semesteranfang von einer neuen Welle an zusätzlichen WLAN-Clients und Problemen überrollt. Unsere grosszügigen Wachstumsprognosen waren regelmässig zu tief und die DHCP-Pools zu klein. Die letzten 2 Jahre wurde das WLAN geschont. Mal schauen, was nach Corona auf uns zukommt.

Die Bandbreite im Core ist in dieser Zeit in verschiedenen Schritten von 100Mb/s auf bald 400Gb/s pro Link gestiegen. Nicht nur die Bandbreite hat sich vergrössert, sondern auch der Stromverbrauch und die Empfindlichkeit gegenüber verschmutzten Fasern. Der Schritt von 1Gb/s auf 10Gb/s zeigte schön auf, dass man im Labor nicht nur mit Ping testen sollte. Die neuen Router waren einiges grösser, produzierten mehr Abwärme, und 10Gb/s ist bezüglich dreckiger Glasfaserstecker massiv heikler. Es mussten somit alle Racks angepasst oder ersetzt werden und alle LWL-Stecker penibel geputzt werden, um die neuen Generation-Router in Betrieb nehmen zu können. Ein Raum war sogar zu klein für die neuen Router, und es musste ein neuer Raum gefunden werden.

Um die Bedürfnisse der ETH Zürich abdecken zu können, waren und sind wir gezwungen die neuesten Produkte einzusetzen. Dies führte dazu, dass wir regelmässig an Beta-Programmen die neueste HW und SW testen durften und so in engem Kontakt zu den Entwicklern der Hersteller waren und immer noch sind. Dank diesen Kontakten wurden einige Feature-Requests umgesetzt. Beim Debugging von Problemen direkt mit den Entwicklern konnte man auch jeweils viel lernen.

Obwohl wir schon viel erreicht haben, sehe ich noch genügend Verbesserungspotential und Challenges, sodass auch in den nächsten Jahren noch spannende und vielfältige Arbeit vorhanden sein wird.

Derk Valenkamp, ID INFRA, Data Networks

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