Dordaneh Arangeh: 20 Jahre ETH

Herzlichen Glückwunsch zum 20. ETH-Jubiläum an Dordaneh Arangeh, Sektionsleiterin IT Procurement & Portfolio.

20 Jahre – eine lange Story

Es war an einen regnerischen Sommertag im Jahr 2000 nach der Arbeit bei der ABB Hochspannungstechnik AG in Oerlikon, als ich die Sehnsucht nach einer Rückkehr an die ETH gespürt hatte. Der Gedanke, wieder an der ETH zu sein und sich wieder in den vier Wänden des HGs wie zu Hause zu fühlen, war einfach wunderbar. Ohne zu zögern hatte ich nach Jobinseraten der ETH gesucht. Schnell wurde ich fündig und hatte mich für die Stelle bei der damaligen ID-Kommunikation in der Gruppe Netzwerkmanagement beworben. Mit Erfolg. So war ich überglücklich wieder an der ETH zu sein, nachdem ich sie 1998 Richtung ABB verlassen hatte.

ETH Start Teil 2

Im November 2000 begann somit meine zweite Reise an die ETH. Die erste hatte ich mit einem Dipl. El. Ing. ETH-Titel in Department Elektrotechnik abgeschlossen. Eine sehr schöne und erfolgreiche Zeit, welche mich und mein Leben bis heute prägt. Meine Diplomarbeit war der mathematischen Simulation einer neuartigen Hochspannungsleitung gewidmet. Später als Entwicklungsmitarbeiterin der ABB konnte ich zusammen mit meinen Kollegen bei der ABB drei international registrierte Patente daraus anmelden.

Die knapp mehr als sechs spannenden Jahre bei der ETH im Netzwerkmanagement waren in Rekordzeit vorbei. Und so einiges geschah in dieser Zeit. Das schönste, beste und wertvollste Ereignis meines Lebens passierte 2003 als mein Sohn geboren wurde. Ich war natürlich überglücklich, Mutter zu sein und zu diesem Glück hat auch die ETH massgeblich beigetragen. Denn das Familienleben war und ist bis heute an der ETH grossgeschrieben. Als mein Sohn gerade zwei Jahre alt war, habe ich mich für das MAS-Studium im D-MTEC eingeschrieben. Ein mutiger aber sehr lohnender Entscheid. Ich gebe zu, es war keineswegs einfach. Viele Prüfungen habe ich auf irgendwelchen Spielplätzen vorbereitet während mein Sohn spielte oder nachdem die abendliche Ruhezeit (für ihn…) begann. Ich hatte fast keine Freizeit mehr, geschweige denn einen ruhigen Schlaf.

Beginn in der Direktion

Im Januar 2007 wechselte ich zur ID Direktion und widmete meine Diplomarbeit der damaligen grossen Reorganisation der ID und deren HR-Aspekten. Die Arbeit wurde unter der Aufsicht des Direktors, Andreas Dudler und der Betreuung von Prof. Gudela Grote geschrieben. Anschliessend nahm ich meine Tätigkeit im Direktionsstab auf.

2008 ging die ETH durch grössere Veränderungsprozesse. Der wichtigste von allem war die neue Schulleitungs-Organisation mit dem neu geschaffenen Vizepräsidenten für Personal und Ressourcen (VPPR) und Finanzen und Controlling (VPFC). Durch diese Änderung waren einige Stellen im Stab der Schulleitung frei. Ich war brennend interessiert, die Schulleitung der ETH etwas näher kennenzulernen. Somit hatte ich mich auf eine dieser Stellen als persönliche Mitarbeiterin des VPPRs beworben. Es klappte und plötzlich in Oktober 2008 war mein Büro im HG.

Stab der Schulleitung

Jeden Tag in HG hatte ich wahrscheinlich mehr gelernt als all die Monate zuvor. Es mag übertrieben erscheinen, aber es war für mich eine neue Welt von Erfahrungen und eine Geschwindigkeit im Alltag wie ich es noch nie zuvor in dieser Form erlebt hatte. Ich musste in Projekten im IT-Bereich, der Bibliothek, HPC und bei Immobilien und Finanzen mitarbeiten. Spannend war vor allem, dass viele Geschäfte mit den Departementen zu tun hatten. Die Vorbereitung der jährlichen Schulleitungsdialoge mit den Departementen waren intensiv aber zugleich spannend und lehrreich. Irgendwann nach etwa zwei Jahren hatte ich den Eindruck, ich wäre nun ein anderer Mensch. Ich sah vieles in der täglichen Arbeit nicht mehr so wie vor dem Jahr 2008. Mein Blick war ein völlig anderer als früher. Einfach ausgedrückt, die ETH Geschäfte haben mich erfahrener gemacht. Dies führte dazu, dass ich eine Veränderung in grösserem Stil wagte.

Während des Jahres 2010 gab es immer wieder Diskussionen bezüglich der Legitimität vom Neptun-Projekt, eine Infrastrukturgruppe an der ETH. Die Einmischung im Markt mit ETH-Logo war der Schulleitung nicht ganz recht, aber, dass das Projekt sehr nützlich war, war unbestritten. Zusammen mit dem damaligen VPPR, hatte ich an der Idee gearbeitet, aus Neptun eine eigenständige Spin-off-Firma zu machen. Die ETH hatte zuvor nie aus einem Infrastrukturdienst einen Spin-off gegründet. Wir konnten aber die Schulleitung davon überzeugen, dass auch Infrastrukturbereiche mit guten innovativen Ideen in Form eines Spin-offs vermarkt werden könnten. Mit dem Beschluss der Schulleitung im September 2010 war der Schicksal von Neptun besiegelt und die Firma «stonepine lab» als Spin-off der ETH geboren. Die News bewegte die Hochschulgemeinschaft. Nicht nur positive Meldungen auch viel Kritik wurde geäussert. Heute, weil wir in der Regel im Nachhinein schlauer sind, wissen wir, dass es der richtige Entscheid war.

Genau zu diesem Zeitpunkt, darf man sagen, war ID PPF geboren. Ich hatte die Ehre, als Sektionsleiterin ab Januar 2012 ID PPF aufzubauen und bis heute viele schöne berufliche Erfahrungen dabei zu sammeln. Ich verzichte all das zu erwähnen, denn es muss doch noch etwas für den nächsten Jubiläums-Beitrag übrig bleiben J

Text

Dordaneh Arangeh, Leiterin ID Procurement & Portfolio (ID PPF), Informatikdienste

 

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