accessibility und linked data

der heutige konferenztag begann mit einer netten überraschung: die grauen wolken hatten sich verzogen und ein strahlend blauer himmel begrüsste uns.ich besuchte wiederum die parallel zu den workshops und tutorials stattfindende W4A-konferenz. in seiner keynote präsentierte james handler unter dem titel „increasing access to the Web of ‚broad Data‘“ eine etwas breitere sicht auf den begriff „accessibility“. es ging darum, dass inzwischen verschiedene regierungen zum teil riesige datenmengen öffentlich zugänglich machen, so z.b. die USA unter explore.data.gov. diese entwicklung wird sehr positiv bewertet. bloss sind die daten manchmal extrem schwierig zu interpretieren – auch eine form von unzugänglichkeit. das team um james handler hat sich zum ziel gemacht, diese daten verständlicher zu präsentieren, zum beispiel in grafischer form. ein ansatz dabei ist, die grafiken auf einer riesigen kinoleinwand zu betrachten, weil erst bei einer sehr grossen darstellung gewisse details sichtbar werden. vorallem aber wird die verständlichkeit erhöht, in dem daten aus unterschiedlichen quellen kombiniert und so aussagekräftiger gemacht werden, daher der begriff „linked data“, siehe auch linkeddata.org. james meint, museen würden schon lange sehr gute arbeit leisten, wenn es darum geht, informationen und daten verständlich zu präsentieren. die grosse herausforderung besteht nun darin, einen ähnlich guten job zu machen, wenn es darum geht, die riesige datenmenge auf dem web ebenfalls verständlich zugänglich zu machen.

eine andere gruppe hatte untersucht, wie weit der einsatz eines CMS die zugänglichkeit verbessern kann. zuerst wurde die barrierefreiheit von webseiten beurteilt, welche mit zwei  verschiedenen CMS mit standard konfiguration erstellt wurden. danach hatte man die templates, die integrierten editoren und die CMS selbst soweit als möglich verändert, um in sachen accessibility bessere webseiten zu produzieren. es hat sich gezeigt, dass benutzer zwar immer noch fehler machen können, welche sich negativ auf die zugänglichkeit auswirken, dass sich aber die qualität der webseiten mit geeigneten massnahmen durchaus verbessern lässt.

am nachmittag wurden dann verschiedene tools und vorgehensweisen gezeigt, welche einerseits webseiten für leute mit behinderungen zugänglicher machen oder die barrierefreiheit überprüfen können. eine interessante vorgehensweise ist beispielsweise das sogenannte „skimming“, d.h. ein text wird nach bestimmten regeln stark reduziert, damit z.b. eine blinde person sich nicht einen ganzen abschnitt vorlesen lassen muss, sondern nur eine art maschinen-generierte zusammenfassung. das resultat schien mir allerdings (noch) nicht ganz überzeugend.

schliesslich wurde einmal mehr der accessibility evaluation assistant vorgestellt, siehe arc.tees.ac.uk/aea/. noch fast hilfreicher scheint mir allerdings der achecker, siehe achecker.ca , damit habe ich meine persönliche webseite in sachen barrierefreiheit stark verbessern können.

am abend habe ich dann auf den gang in die stadt verzichtet, um das letzte finalspiel zwischen den ZSC Lions und dem SCB zu verfolgen. allerdings war die Internet-verbindung in die schweiz so träge, dass ich auf wilmaa nicht viel mehr als ein standbild sah, welches etwa jede minute einmal aktualisiert wurde. entsprechend war ich mir dann gar nichts sicher, ob der treffer 2 sekunden vor schluss wirklich zählte. inzwischen weiss ich aber: wir sind meister – schweizermeister ! und es fühlt sich wieder einmal richtig gut an, ein zürcher zu sein :-)

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