Eduhub Days 2020, Bern

Die Eduhub Days sind der von SWITCH organisierte jährliche Treffpunkt der Schweizer E-learning Community. In diesem Jahr gab das Thema „Video in der Lehre“ Anlass für einen Besuch der gastgebenden Universität Bern.

Dementsprechend wurde in den verschiedenen Formaten (Workshops, Bar Camp etc.) über unterschiedliche Varianten des videobasierenden Lehrens und Lernens gesprochen, ebenso aber über die dafür notwendige Infrastruktur und Software.

Von besonderem Interesse waren zwei der drei Keynotes: Emily Nordmann einerseits mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die im E-Learning nicht sonderlich wohlgelittene traditionelle Vorlesungsaufzeichnung, die insbesondere diejenigen Studierenden fördert, die unter nicht idealen Bedingungen (Sprache, Beeinträchtigungen, Beruf, Familie etc.) lernen.

Und andererseits Martin Merkt, der zu den für das erfolgreiche Lernen relevanten Merkmalen von Videos forscht: So hat ihm zufolge etwa der „Talking Head“ in Kombination mit Lerninhalten keinen positiven Einfluss auf die Lernergebnisse, was den an der ETH üblichen Verzicht auf eine Kamera in der Vorlesungsaufzeichnungen durchaus rechtfertigt.

Anderseits ist gerade in der „virtuellen“ Lehre eine direkte Ansprache durch die Lehrenden sinnvoll, wie sie im Videostudio der ETH als Eingangssequenz für Lernvideos empfohlen wird.

Insofern konnte die Rückreise mit dem beruhigenden Gefühl angetreten werden, zumindest nicht alles falsch zu machen in Sachen „Video in der Lehre“.

Konferenzseite, Aufzeichnungen

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