Speicher für die ETH

„Speicher“ – auf Neudeutsch: „Storage“ war das Motto des Forums für Informatik-Anwenderinnen und Anwender, das gestern am Hönggerberg stattfand. Circa 70 Besucherinnen und Besucher – meist mit ETH-IT Background – wollten mehr über dieses aktuelle Thema erfahren.

Als Veranstalter sind wir stets bestrebt, eine attraktive Mischung an Informationen über vorhandene Dienstleistungen und neuen Ideen bzw. Konzepten zusammenzustellen – was nicht immer einfach ist ;-)

Als Einstieg in das Thema wurde anhand einer Studie von McKinsey und einer kleinen Rechenübung mit den Neptun-Verkaufszahlen ein „Blick über den Tellerrand“ geworfen, der zeigte, dass in der Industrie sehr ähnliche Fragestellungen und Probleme im Zusammenhang mit Storage auftauchen (Meeting the demand for data storage, The McKinsey Quarterly, JUNE 2008, James M. Kaplan, Rishi Roy, and Rajesh Srinivasaraghavan).

Die Vorstellung der vorhandenen Speicherdienstleistungen machte klar, dass die ETH auf gutem Weg ist, aber die alte Vorstellung von „one size fits all“ beim Speichern von Daten nicht mehr gültig ist. Nach wie vor wächst der Speicherbedarf schneller als die Kosten sinken. Neue Kompressionsverfahren, wie Data-Deduplication und völlig neue Ansätze wie Wuala, werden dazu beitragen, die Lage zu verbessern, aber letztlich sind die Erzeuger bzw. Besitzer der Daten gefordert. Nur sie können entscheiden, ob die Daten wissenschaftlich wertvoll und unwiederbringlich sind und daher auf teuren, höchstverfügbaren Speichersystemen abgelegt werden müssen, oder eben nicht.

Diese Entscheidung erfordert eine wesentlich engere Zusammenarbeit zwischen IT-Dienstleistern und den Anwendern in Wissenschaft und Forschung. Mangelnder Informationsfluss zwischen IT-Dienstleistern und Storage-Endanwender wird in der erwähnten Studie als grosses Problem identifiziert. Die Tatsache, dass nur sehr wenige Endbenutzer den Weg in diese Veranstaltung gefunden haben, zeigt, dass wir auch in dieser Beziehung im Trend liegen …

In diesem Sinne verbleibe ich mit einer Bitte an unsere „Stammgäste“: Helft mit, mehr Kolleginnen und Kollegen aus der Forschung zur aktiven Teilnahme an Veranstaltungen wie dieser zu motivieren!

Wolfgang Korosec

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