Open Source Debatte

Weshalb ist Biogemüse teurer als Industriegemüse, Open Source SW hingegen billiger als Industrie-SW?Wer macht eigentlich Ubuntu und wer Open Office -und warum? Sollen wir Google unterstützen, weil sie uns Google-Apps und Gmailschenken?

Warum wollen Leute mit Linux arbeiten, andere mit Mac und wieder andere mit Windows – und wollen sie das überhaupt?

Fragen über Fragen! Was kann man (ID) da machen?

Posted on
in Software, Arbeitsplätze Tags:

14 comments on «Open Source Debatte»

  1. Wir haben gelernt:

    Die ETH ist heterogen und soll das bleiben.
    Die ID bindet sich mit MS Office und MS Exchange an Microsoft, mit FOSS kann diese Abhängigkeit vermindert werden.
    Das Nebeneinander von Linux, Mac und Windows in einer Professur funktioniert wunderbar.
    Die ID sollen einen barrierefreien Zugang zu den digitalen Services schaffen.

    Soweit sind wir ja alle einverstanden und das alles funktioniert ja sehr gut: Netzwerk, File-, Print-,Web-, sogar Mailservices sind barrierefrei nutzbar, deshalb sind die Leute in oben genannter Professur ja happy. Nur wenn sie ÔÇ×digital„ zusammen arbeiten wollen, dann beginnt es zu harzen: Dokumentenaustausch, Termine, Kollaborationsplattformen. Da muss man sich arrangieren. Offene Standards sind zwar offen, aber das hilft in der Multikulti-Umgebung nicht viel. Standards haben es so an sich, dass man sich darauf einigen muss, zu allem Übel nicht nur ETH-intern, sondern auch mit externen Forschungspartnern. Dies ist das eine Problem. Das Zweite ist die Verfügbarkeit einer barrierefreien FOSS-Lösung zur Ablösung von Exchange, welche nachweislich ÔÇ×Enterprise-tauglich„ sein muss. Sie muss nicht gratis sein, aber wir können es nicht selber Programmieren. Falls Gmail genannt werden sollte, dann bitte eine juristische Abklärung beilegen, ob dies legal wäre.

    Es bleiben noch meine offenen Fragen hier anders formuliert, welche sich auf hauptsächlich FOSS on the desktop beziehen: Sind da uneigennützige Entwickler am Werk oder stecken handfeste wirtschaftliche Interessen dahinter? Weshalb sind Dinge gratis?

  2. „Netzwerk, File-, Print-,Web-, sogar Mailservices sind barrierefrei nutzbar,“

    Das stimmt so leider nicht ganz. Haben Sie sich schonmal die Webinterface vom Outlook Web Access unter einem anderen Browser als Internet Explorer angeschaut?!? Natürlich kann man seine Mails lesen, aber so grundlegende Funktionen wie „Suche“ gibt es unter z.B. Firefox nicht. Und zwar, weil sich MS ganz einfach nicht an Standards hält.

    Und deshalb verstehe ich, ebenso wie Marcus Dapp, nicht, warum man in einer Multikulti-Umgebung Standards nicht viel helfen.
    Egal worauf man Multikulti bezieht, um in einer Gesellschaft in Vielfalt zu leben, benötigt man Standards. Allerdings dürfen diese Standards nicht nur von einer Person festgelegt werden (das wäre Diktatur) und noch viel weniger darf es sein, dass man die Standards über trial-and-error herausfinden muss (das wäre Willkür).

  3. Dasselbe sehe ich am Dep. Architkektur, wo sich Mac und Windows etwa die Waage halten. Bereits dort wird es extrem mühsam, Daten auszutauschen, vor allem, wenn die Leute nur wenig Ahnung von der Benutzung der Software haben. So kann ich mit dem Windows nun mal keine Pagesdokumente öffnen. Der Export als doc oder ähnliches funktioniert zwar, doch muss dieser explizit angewählt werden. Warum ist es nicht möglich, standartmässig z.B. als rtf zu speichern? Da muss man jedesmal nachhaken und sagen, das man Windowsuser ist, bitte schickt mir das Dokument anders abgespeichert. Hoffen wir, dass sich dann wie angekündigt nächstes Jahr mit dem ODF etwas ändert.

    Über die Problematik von IE und dem Rest wollen wir gar nicht anfangen, die Foren sind ja bereits voll davon. Obwohl ich unter Firefox auch die Möglichkeit „als ungelesen markieren“ vermisse im Outlook Mail Access.

    Und mich würde auch interessieren, was die ID zu Marcus Fragen zu sagen hat.

  4. Zitat Roland Dietlicher: „Standards haben es so an sich, dass man sich darauf einigen muss, zu allem Übel nicht nur ETH-intern, sondern auch mit externen Forschungspartnern. “

    Und irgendwer müsste ja den Anfang machen mit den Standards. Und da wäre ja die Eth prädestiniert: Hier werden Leute ausgebildet und denen man die Nutzung der Standards mitgeben könnte ins spätere Leben. Des weiteren sehe ich nicht ein, wieso sich die ETH an externe Forschungspartner anpassen muss. Schliesslich ist sie eine der grössten Forschungsinstitute der Schweiz und wenn die ETH einen Standard einführen würde, könnte sich auch der Rest anpassen.
    Aber man muss eben wollen, nur sagen, das es schön wäre und das man an Traditionen nichts ändern kann, bringt nichts…

  5. Wie gehts jetzt weiter. Die ID hat gefragt, was sie zum Thema Open Source machen soll, was wird sie jetzt machen?
    Herr Dietlicher, mich interessiert, was konkret läuft bei der ID bezüglich Open Source und offene Standards.
    Gibt es bei der ID eine Strategie und konkrete Ziele?

    Mit freundlichen Grüssen
    Christoph Meier

  6. Der Thread scheint wohl gestorben. Liebe ID-Leute, die Diskussion ist wichtig!! Herr Dietlicher, Sie haben gefragt und Antworten bekommen. Jetzt erwarten wir auch Antworten auf unsere Fragen.

    Mit freundlichen Grüssen
    Christoph Meier

  7. Also gut, ich bin noch da. Leider interessieren sich offenbar nur ein paar wenige für das Thema. Das wirkt sich negativ auf meine Motivation etwas zu schreiben aus. Aber beginnen wir mit MS-Exchange:
    Wir haben ein für alle sehr gut funktionierendes Mailsystem (und mit sehr gut, meine ich sehr gut!) und ein für viele sehr gutes Kalender-System, welches leider für einige nur befriedigend ist. Wenn ich nun Exchange ablösen will, bin ich in einer ganz anderen Lage als vor acht Jahren, wo ich das nicht hatte. Deshalb komme ich heute niemals auf die Idee, ein Produkt einzusetzen, welches sich nicht in einem ähnlichen Umfeld voll bewährt hat. Insofern wurde eine meiner Fragen nicht beantwortet. Trotzdem habe ich mal Google angefragt, was sie so zu Open Source Mail/Calendar-Systemen haben und wer das einsetzt. Ich habe keine handfeste Referenz gefunden. Ich warte also noch ein wenig auf Eure Hinweise.
    Linuxräume: Wir betreiben Linuxräume mit aktuellen Versionen und Marcus hat recht, es gab da mal eine Durststrecke, aber die ist vorbei. Heute haben wir überall Dualboot-Systeme auf lautstarken Wunsch der Linux-Gemeinde. Dreimal darf man raten, welches OS denn nun meistens auf diesen Maschinen läuft. Der Wunsch nach reinen Linuxräumen kommt bestimmt.
    Die Fragen von Christoph habe ich schon beantwortet: Ja wir nutzen Open Source und werden dies auch weiterhin tun. Und wir verwenden auch alle offenen Standards, die es gibt. Das ist unsere Strategie. Aktuell evaluieren wir konkret ein Open Source Trouble Ticket System.
    Oder habe ich etwas falsch verstanden??

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.