Kontakt über Mittag geht aufs Land

Und es geht gleich weiter! Bereits ein Tag nach dem Besuch von der Versuchsanlage für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie ging es für die diesmaligen Teilnehmenden von Kontakt über Mittag aufs Land – AgroVet Strickhof in Eschikon, Lindau zeigte uns ihre weitläufige, moderne Anlage und wir bekamen einen hautnahen Einblick in die Welt der Tier- und Pflanzenforschung.

Tiere ganz nah – Im Zentrum des Viehstalls

AgroVet Strickhof wurde 2017 bis 2018 mit zahlreichen Neubauten erweitert und ähnelt nun keineswegs mehr einem normalen Bauernhof. Dies ist er allerdings auch nicht – denn hier werden nicht nur eigene Produkte hergestellt und verkauft, es wird zusätzlich an Optionen geforscht, um die ganze Fleisch und Milchindustrie nachhaltiger zu machen. So wurde uns während unserer Führung auch gleich ein Einblick in eines ihrer jetzigen Experimente gewährt.

Der Rundgang

Dr. Hans-Rudolf Wettstein, Stv. Leiter Forschung, war unser heutiger Begleiter. Mit ihm gemeinsam konnten wir uns ein Bild des 100 Hektar grossen Gelände machen, angefangen im Milchviehstall.

Milchviehstall

Der Milchviehstall ermöglicht die Haltung von zwei getrennten Herden, wobei je eine Herde für die Aus- und Weiterbildung und die andere für die Forschung gehalten wird.

So lässts sich leben – Die Haltung in den Stallungen

Die Haltung der Ausbildungsherde wird so gestaltet, dass den Lernenden unterschiedliche Haltungsformen gezeigt werden können, die Haltung der Versuchsherde ist allerdings uniform.
Dr. Hans-Rudolf Wettstein zeigte uns Details, was die Haltung auf dem Strickhof so speziell macht; Die Fütterung erfolgt beispielsweise über Futterwiegetröge. Den Kühen wird nur Zutritt gewährt, wenn sie ihre Tagesration noch nicht gegessen haben. Ebenfalls werden die Kühe immer um die gleiche Zeit gemolken, was bessere Grundbedingungen für Messdaten liefert.

Einen ganz besonderen Einblick in die Technik auf dem Strickhof erhielten wir durch den Melkroboter. Die Kühe können selbst entscheiden, wann sie den Platz betreten wollen, wo sie eine Maschine inspiziert und ohne menschliche Hilfe melkt. Als Ansporn gibt es Kraftfutter.

Selbständiges Melken – Eine Live Cam zeigte uns den Beweis

Rindermast-Stall und Stoffwechselzentrum

Zweite Station war der Maststall bei dem uns von der Doktorandin Magdalena Kurrig ein aktuelles Experiment gezeigt wurde. Ziel des Experiments ist, eine nachhaltigere Fütterung für Mastvieh zu finden. Heutzutage benutzt man vor allem Sojaprodukte für das Protein im Futter, dies stammt aus Südamerika und ist somit stark umweltbelastend. Die dreissig-köpfige Gruppe von Munis wurde in 6 kleinere Gruppen aufgeteilt, jede davon bekommt eine andere Fütterung. Sobald sie ein bestimmtes Gewicht erreicht haben und geschlachtet werden, wird analysiert: Schlachtkörper, Fleischqualität, Zartheit und vieles mehr. Mit dieser Art von Experiment macht man einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit – und die ETH ist ganz vorne mit dabei.

Jedes Muni kennt seinen Platz

Letzte Station war das Stoffwechselzentrum. Hier werden Messungen jeglicher Art gemacht, Proben genommen und Daten erfasst. Eine ganze Weile verblieben wir beim aller letzten Punkt auf dem Plan, den Respirationskammern, bei welchen uns genaustens erklärt wurde, welche Massnahmen getroffen werden müssen, damit Erhebungen bei Tieren auch wirklich aussagekräftig sind. Vom Licht, über Komfort bis zu Musiklautstärke, alles muss beachtet werden.

Entspanntes Ausklingen

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der lokalen Mensa war das Event auch schon wieder vorbei. Einer der weitesten Ausflüge, die Kontakt über Mittag bislang gemacht hat -und es war jede Minute wert!

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Danke

Ein grosses Dankeschön an Sabine Hoffmann für die Organisation, Dr. Hans-Rudolf Wettstein für die spannende Führung und Magdalena Kurrig für die Einblicke in ihr Experiment!

Kontakt über Mittag

Seit 2011 organisiert Sabine Hoffmann, Head PR & Kommunikation, für die Informatikdienste der ETH Zürich einen Anlass mit dem Namen «Kontakt über Mittag». Mitarbeitende der Informatikdienste besuchen durch «Kontakt über Mittag» spannende Persönlichkeiten, interessante Forschungsgebiete und faszinierende Bereiche der ETH Zürich und lernen somit ihren Arbeitgeber, die ETH, besser kennen. Mehr zum Anlass «Kontakt über Mittag», die Idee dahinter und wo die Informatikdienste seit 2011 ETH-Forschung schnuppern konnten im PDF.

Kontakt und Organisation

Sabine Hoffmann, Informatikdienste – Direktion, Head of PR & Communication

Text von Kaja Walter, Praktikantin ID PR & Kommunikation T

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