Ceterum Censeo Turicum Esse Delendam | Und übrigens bin ich der Meinung, dass Zürich zerstört werden sollte | “Luäg, das isch sLandesmuseum.” “Aber Mami, das isch doch äs Schloss?”

Corine Mauch. Was tut die? Kann Corine nicht mal den Schliff des Landesmuseums beauftragen? Fort mit diesem Pseudoschloss. Ich biete mich an, um die Sprengung zu dokumentieren. Schon als kleiner Bueb hatte ich mich gefragt, was ein Schloss neben dem Bahnhof soll? Ein Schloss gehörte für mich auf einen Berg. Strategisch, wegen den Kanonen natürlich. Ja, das ist mir eben schon in ganz jungen Jahren aufgefallen. Und seit dem ich weiss, dass es lediglich ein Schlossreplikat ist, seit dem wünschte ich mir das Unding fort. Statt dessen gehörte ein richtiger architektonischer Wurf hin. Es kann ja nicht sein, dass man eine Erinnerung an die Idiotie des Nachbauens eines Schlosses in echtem Stein erhaltet. Zuerst lassen wir uns von den Architekturstudenten ein Modell anfertigen (wer schaffts in nur einer Nacht?), dann setzen wir den Sprengsatz (wie versprochen, ich films), dann machen wir den “Läck Bobi Böög Knal” und dann, tja dann erigieren wir ein richtiges Landes Museum, das den Namen verdient. Was ist?

Rotieren mit Rotary

In freimaurerischen Gilden, Gefielden und Fängen hängen. Clubnadel stecken oder verrecken? War schon immer so: Den Reichen wird gegeben. Schlimmer ist nur, wenn die Reichen den Reichen reichen. Denn dann reichen die Reichen den Reichen nach. Und das riecht halt. Jetzt ist Krise und in der Krise wird geklotzt und nicht gekleckert. Umsomehr: Rotarier aller Ecken verzahnet euch, auf dass es wahrlich und fairerweise im Sinne der Freundschaft und des guten Willens dem Wohle aller Verzahnten und -stecknadelten nütze. Es lebe der Voodookult – den Kreolen sei Dank.

Handelsrichter? Nur von Rotarys Gnaden – News Zürich: Kanton – tagesanzeiger.ch.

Schule des Lebens | Theater Neumarkt | Zorn und Zeit und Ticket und Zorn

Ja, sind schon seit letzem Wochenende ausverkauft. Klar, die Tickets für die Eröffnungsveranstaltung heute Abend. Im Theater Neumarkt wird keinem kleineren als Peter Sloterdijk zugehört. Schade, da wär ich auch dabei, wenn ich noch Tickes gekriegt hätte – letztes Wochenende. Meine Frage an Peter Sloterdijk wäre, aus dem Kontext zusammenhangslos, folgende gewesen:

Kann man Ihr Buch “Zorn und Zeit” als Erklärungsversuch für Kriege in der Weltgeschichte deuten, die durch Potentialanhäufung in Zornbanken und deren thymotischer Zerstörung beruhen?

Natürlich weiss ich nicht, ob sein “Thymotik“-Begriff überhaupt veradjektivierbar wäre? Ergo, schade wird P.S. diese Frage nicht beantworten können. Aber es hätte mich dennoch interessiert. Wer hätte denn sonst das Buch geschrieben, (geschweige denn gelesen) und könnte auf diese Frage einsteigen? However, ich kenne niemanden, den ich kenne, der “Zorn und Zeit” so gelesen hätte, als könnte er auf diese Frage eintreten. Schade. However, ist ja eh schon Schnee von Gestern, denn der P.S. hat auch schon sein neues Buch geschrieben (und ich hoffe, andere hatten auch schon genug Zorn und genügend Zeit, dieses zu schlachten), und ich werde es vielleicht in 3 Jahren oder so gelesen haben, aber dann wird er ja schon das Buch nach dem Buch “Du musst dein Leben ändern” geschrieben haben werden. (Es wird übrigens komischerweise “Auch ich habe mein Leben ändern gemüsst” heissen. Antiparodie zu Nathans der Weise? (“Kein Mensch muss müssen”?)) Ja, da kann man einfach hinterherhinken oder vielleicht etwas Zorn als thymotisches Kapital ins hochdiversifizierte Portfolio der Bank einlegen. Auf jeden Fall wünsche ich den Auserwählten heute Abend viel Spass.

P.S. komm am Samstag vorbei.

Ten Golden Rules for Networking

You make the biggest mistake if you think you should find the person which is the upper most useful for you yourself. Thus number one: have in mind to find out to which person you are most useful. Anyway, I will present the Ten Golden Rules the other way around:

10 There are no such rules.
09 Try to use some of the rules 01-09.
08 Networking is like playing billiard where you experience unimagined long range effects by an incredible indirect shot.
07 Try to take experience from your private life (cum grano salis) into your networking action field.
06 Do not tolerate intolerance.
05 Be authentic.
04 Do not play to much with emotions.
03 Seek to see the win-win situations.
02 Think, speak and act positive.
01 Be kind and try to help the other as much as you can.

GENEVEROULE – OUVERTURE DE SAISON | NOUVEAUTES ET PROJETS

Quotidiennement, du 25 avril au 25 octobre 2009, 120 vélos de Genèveroule seront librement mis à disposition dans 5 lieux de prêt en ville de Genève et à Carouge.

Grâce au soutien de la Ville et du canton de Genève ainsi que de la ville de Carouge et de nos divers partenaires, le public pourra emprunter gratuitement pour 4 heures les vélos à l’arcade Genèveroule à Montbrillant, ou dans l’un des sites de l’association situés à l’entrée des bains des Pâquis, sur la place du Rhône, sur la plaine de Plainpalais ou sur la place de l’Octroi à Carouge. L’utilisateur pourra ramener les vélos à l’endroit de son choix. Le site www.geneveroule.ch renseigne en temps réel sur les disponibilités dans chaque point de prêt. Ces différents lieux, ouverts tous les jours de 9h.00 à 19h.00 (8h.00 à 21h.00 à Montbrillant), sont alimentés à l’énergie solaire photovoltaïque. Carougeroule proposera pour la première fois en prêt gratuit 10 vélos à assistance électrique (VAE) offerts par la commune.

Pour des locations de plus longue durée, Genèveroule offre un choix d’environ 150 vélos de différents types à son arcade de Montbrillant. Dès le mois de mai, il sera possible de réserver et payer les locations via le site.

Dans le cadre de ses partenariats avec les entreprises, Genèveroule loue désormais des vélos à assistance électrique.

Environ 150 vélos et VAE sont actuellement loués à l’année auprès de diverses entreprises dont la Télévision Suisse romande (TSR), la Fondation des services d’aide et de soins à domicile (FSASD), l’Hospice Général, l’Institut des Hautes Etudes Internationales et du Développement, Rolex ou encore l’Association Partage. Ces entreprises mettent les vélos à disposition de leurs employé(e)s pour leurs déplacements professionnels ou privés. Le contrat de location inclut l’aide à la gestion et la maintenance des vélos sur site par www.geneveroule.ch.

En vue de l’appel d’offre que la ville de Genève devrait publier prochainement pour l’établissement de vélos en libre service (VLS), Genèveroule se prépare à soumettre un projet intégrant la gestion complète du système et de la flotte de vélos.

Avec un parc actuel bien établi d’environ 500 vélos et une expérience éprouvée de la location et gestion de vélos en milieu urbain, l’association Genèveroule est confiante de pouvoir assurer un service efficace et convivial pour la fourniture de vélos en libre service à Genève. Tout comme l’association Lausanneroule qui a obtenu les mandats de gestion du VLS à Yverdon, Morges et sur le campus de l’EPFL, Genèveroule souhaite concilier la mise en place d’un tel système avec ses programmes d’insertion socioprofessionnelle. Le projet de Genèveroule s’est déjà vu décerné une mention dans le cadre de la bourse cantonale du développement durable en 2008.

L’insertion socioprofessionnelle au service de la mobilité douce.

Genèveroule emploie actuellement près de 90 personnes en haute saison et 50 en hiver. Outre les requérants d’asile, les chômeurs et les bénéficiaires de l’assistance qui constituent la majorité de nos collaborateurs, onze personnes en emplois de solidarité travaillent au sein de l’association. Genèveroule accueille également plusieurs jeunes stagiaires et engagera, très prochainement, un(e) apprenti(e). Le travail chez Genèveroule permet à ces personnes de se former dans les domaines de la mécanique, du service à la clientèle, des télécommunications, de la gestion et des langues. La formation est assurée en partie par l’échange d’expériences et de connaissances au sein des équipes ainsi que par les contacts réguliers avec les utilisateurs.

Pour plus de renseignements, consultez www.geneveroule.ch ou contactez Nicolas Walder, directeur, tél. 022 740 14 48, courriel : nicolas.walder@geneveroule.ch

Si vous souhaitez suivre le travail de Genèveroule, rencontrer ses employé(e)s, parler avec son directeur, recevoir des photos de nos activités – nous sommes à votre disposition à l’adresse de contact indiquée ci-dessus.

Kenneth Arrow’s Impossibility Theorem | Unmöglichkeitstheorem bei Gruppenentscheiden

(English below)

Gibt es eine echte Regel für das Konstruieren einer sozialen Präferenz aus individuellen Präferenzen? Mit anderen Worten: Existiert überhaupt eine faire Prozedur für Gruppenentscheide?

Kenneth Arrow untersuchte diese Frage, indem er Kriterien aufstellte, welche berücksichtigt werden sollten, um ein akzeptables Regelwerk beim identifizieren von sozialen Präferenzen aus individuellen Präferenzen zu konstruieren:

1 Soziale Präferenzen sollten komplett sein. D.h., zwischen zwei Alternativen, A und B, können drei Fälle auftreten: A wird B vorgezogen (oder umgekehrt) oder es besteht Indifferenz in der Wahl.
2 Soziale Präferenzen sollten transitiv sein. D.h., wenn A gegenüber B vorgezogen wird und B gegenüber C, dann wird auch A gegenüber C vorgezogen.
3 Wenn jedes einzelne Individuum die Alternative A gegenüber B bevorzugt, dann sollte die gesamte Gesellschaft A favorisieren (schwaches Pareto Prinzip).
4 Soziale Präferenzen sollten unabhängig von einzelnen Individuen sein (Kein Diktator).
5 Soziale Präferenzen sollten unabhängig von irrelevanten Alternativen sein. D.h., Wenn die Gesellschaft die Alternative A gegenüber B vorzieht, dann sollte das unabhängig aller anderen Alternativen sein.

Ok, Kenneth Arrow hat mathematisch bewiesen, dass es kein Regelwerk geben kann, welches eine gesellschaftliche Präferenz aus individuellen Präferenzen, unter den aufgestellten Kriterien, herleitet. Mit anderen Worten: Sowie das Majorz-System, als auch das Proporz-Prinzip, oder irgendein-Prinzip, verletzt mindestens, unter gegebenen aber möglichen Umständen, eine der obigen Regeln, wenn eine Gruppe zu einer Entscheidungspräferenz kommen will.

Übrigens hat sich Kenneth Arrow hauptsächlich mit dieser Erkenntnis den Nobel Preis in Ökonomie geholt.

Den Ausweg gibt es nur durch den politischen Prozess. Wenn die individuellen Meinungen Gemeinsamkeiten aufweisen, können durchwegs Gruppenentscheide getroffen werden.

Trotzdem, Arrows „General Impossibility Theorem“ stellt nach wie vor für Sozialphilosophien ein Problem dar, bei denen – wie in der Demokratie – die sozialen Entscheidungen aus dem Willen der Einzelnen abgeleitet werden.

Ist es nicht so, dass wir ebensoviel Zeit brauchen um das Wahlsystem zu bestimmen, wie die eigentliche Wahl zu treffen?

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Is there a rule for constructing social preferences from individual preferences? In other words, does a fair procedure for group decisions even exist?

Kenneth Arrow examined the problem rigorously by specifying a set of requirements that should be satisfied by an acceptable rule for constructing socially preferences from individual preferences; i.e.,

* Social preferences should be complete in that given a choice between alternatives A and B it should say whether A is preferred to B, or B is preferred to A or that their is a social indifference between A and B.
* Social preferences should be transitive; i.e., if A is preferred to B and B is preferred to C then A is also preferred to C.
* If every individual prefers A to B then socially A should be preferred to B.
* Socially preferences should not depend only upon the preferences of one individual; i.e., the dictator.
* Social preferences should be independent of irrelevant alternatives; i.e., the social preference of A compared to B should be independent of preferences for other alternatives.

What Kenneth Arrow was able to prove mathematically is that there is no method for constructing social preferences from arbitrary individual preferences. In other words, there is no rule, majority voting or otherwise, for establishing social preferences from arbitrary individual preferences.

This was a major result and for it and other work Kenneth Arrow received the Nobel prize in economics.

There is one way out of this impasse for making social decisions through the political process. If the individual preferences have some commonality then social preferences can be constructed. If the alternatives can be represented as being elements of a spectrum and the preferences of the individuals exhibit single peakedness then social preferences can be constructed.

Empörung | Philip Roth

Also. Fertig. Unter Morhpium liest man unter dem Kapitel ‘Unter Morphium’ ein Buch. Und weil einfach einfach einfach ist, stirbt die Geschichte schon auf Seite 50 (von 200). Shock. Es zieht einem einfach über den Tisch. Verarscht. Trotzdem, wie Du gerade, liest man eben einfach weiter. Anbei zwei nicht räpresentative Sätze aus Seite 178:

“Höschen! Höschen! Höschen!” Das Wort, für sie als Colegestudenten immer noch so berauschend wie zu Beginn der Pubertät, war der einzige von unten überschwenglich aufgenommene Schlachtruf, während oben in den Mädchenzimmern Scharen betrunkener Jungen – ihre Kleidung, ihre Hände, ihre kurzgeschorenen Haare und ihre Gesichter blau schwarz mit Tinte und karminesinrot mit Blut beschmiert und triefend von Bier und geschmolzenem Schnee – im grossen wiederholten, was ein beflügelter Flusser in meiner Kammer unterm Dach der Neil Hall ganz allein angerichtet hatte. Nicht alle von ihnen, bei weitem nicht annähernd alle von ihnen, nur die ausgemachtesten Dummköpfe unter ihnen – insgesamt drei, zwei aus dem ersten und einer aus dem zweiten Studienjahr, alle tags darauf unter den ersten, die des Colleges verwiesen wurden – masturbierten in entführte Höschen, masturbierten ungefähr so schnell, wie man mit den Fingern schnippen konnte, bevor ein jeder das feuchte, von ihm deflorierte und nach Ejakulat duftende Höschen in die emporgerechten Hände der frohlockenden Versammlung rotwangiger schneebedeckter Studenten schleuderte, die sie, drachengleich damfenden Atem verströmend, frenetisch von unten anfeuerten.

Tja, ich verstehe nicht, warum die Gesellschaft sich über “Feuchtgebiete” aufregen kann, wenn man ähnliches im neuen Roman vom grossen Philip Roth lesen kann.

M | MM | MMM | Minchia

Stell Dir vor, Du arbeitest bei Migros.

Stell Dir vor, Du hast eine Cumuls Card.

Stell Dir vor, Du hast eine M-Card-Maestro (Gold).

Stell Dir vor, Dein Konto ist bei der Migrosbank.

Stell Dir vor, Du telefonierst mit einer M-Budget prepayed Card.

Stell Dir vor, Du isst über Mittag im Migros Restaurant.

Stell Dir vor, Du tankst dein M-Budget Mobility Auto an einer Migrol Tankstelle.

Stell Dir vor, Du nimmst einen französisch Kurs an der Migros Club Schule.

Stell Dir vor, Du erlebst Deine Erlebnisse im Milandia Park am Greiffensee.

Stell Dir vor, Du trainierst in einem der Fitness Parks von der Migros.

Stell Dir vor, Du kauftst Dein Heizöl bei Migrol.

Stell Dir vor, Du gehst ins Hamam der Migros im Fitness Park.

Stell Dir vor, Du liest die Zeitung, die Mirgros Magazin heisst.

Stell Dir vor, Du gehst am Sonntag in das Migros Museum.

Stell Dir vor, Du gehst ins Theater welches vom Migros Kulturproduzenten ist.

Stell Dir vor, Du hast die Newsletter der Mbudget Party abonniert.

Stell Dir vor, Du nimmst an der M-Budget Mobile SMS Competition teil.

Stell Dir vor, Du organisiert Deine Geburtstagsparty mit dem Migros Partyservice.

Stell Dir vor, Du buchst Deine Ferien bei Mirgos ferien.

Stell Dir vor, Du entwickelst Deine Ferienfotos bei der Migros.

Stell Dir vor, Du machst an der online Erziehungsumfrage der Migros mit.

Stell Dir vor, Du schaust fern und ein Migros Werbespot läuft.

Stell Dir vor, Du hast putzereinweisse Socken an, die Du in der Migros gekauft hast.

Ich wünsche LIDL einen guten Start in der Schweiz.

[Wallagh-Films] | Leben mit Körperlicher und Geistiger Behinderung

“Sind wir nicht alle ein wenig behindert?”

Hier geht es zum Kurzfilm: [Wallagh-Films]

Daniel Farrèr schreibt selbst über seinen 20 minütigen Dokumentar Film in Mundart:

Es liegt etwas in der Luft im Heilpädagogischen Zentrum Sunnebüel. Der Circolino Pipistrello macht für eine Woche halt in Schüpfheim, um mit den Bewohnerinnen und Bewohner des Zentrums ein Zirkusprogramm nach deren Wünschen auf die Beine zu stellen. Wallagh Films konnte eine Bewohnerin und einen Bewohner durch diese aufregenden Tage begleiten.