Mak (2010. Switzerland. Fiction. Court Métrage. 18′)

Eine junge Frau, aus Moldawien legt ihr Baby in das Baby-Fenster. Auf dem Weg dahin zögert sie und freundet sich mit dem Baby ein wenig an. Ein harter aber sehenswerter Film, der viele Fragen aufwirft:

Ist es wirklich so sinnvoll,

dass die Mütter der Babyfenster-Babies anonym bleiben? Was genau passiert mit diesen Babies? Wie genau funktioniert das Baby-Fenster? Gibt es wirklich keine weniger harten Zwischenlösungen? Und sind die Mütter, die dieses Fenster benutzen, nicht wesentlich schlechterm Zustand als die Hauptdarstellerin dieses Filmes, die doch, obowhl jung und in einem fremden Land, gesund wirkt und ihre Mutter an der Seite hat?

Languages: Moldovian, French
Subtitles: French, German, English

Ilinka : Roxane Delcroix
Rona : Ina Tosca
Mirela : Nora Seiwerth
Screenplay and Direction: Géraldine Zosso
Editing: Tirza Bosshardt
Director of photography: Carlotta Steinemann
Sound engineer: Markus Egloff
Production design: Noémi Fauconnet, Marion Pingoud
Costumes and Make-up: Magda Brozda

Synopsis (E)
In a photo booth, a baby is crying. A female voice
is heard saying comforting words. A photo appears
with a teenage girl and a baby cuddled in her arms.
Ilinka is 14 years old. She has been living in Switzerland
for a year with her mother and her aunt. Ilinka just gave
birth to a boy. Ilinka‘s mother has heard about a box
where babies can be deposited.

Synopsis (F)
Dans un photomaton un bébé pleure. Elle essaie de le
calmer en chuchotant de doux mots. Les photos apparaissent,
deux visages se pressent l’un contre l’autre.
Ilinka a 14 ans. Elle vit depuis une année en Suisse, avec sa
mère et sa tante. Elle vient d’accoucher. Sa mère a entendu
parler d‘une boîte dans laquelle on peut déposer les
bébés.

See also: http://www.facebook.com/gzosso#!/pages/MAK/405966115914

Laetarius (2010. Switzerland. Animationsfilm. 3’59”)

Wunderschön und gut gemacht, poetisch, witzig, tiefsinnig und ein wenig traurig. Frau und Mann treffen sich. Alles läuft wunderbar. Sogleich beginnt er, ein Haus für ihr gemeinsames Glück zu bauen. So baut er und baut und baut…

Marina Rosset: 1984 Born in Lausanne, Switzerland. Since 2008 survives as an independant director and producer on personal animated film projects and a freelance animator, image editor and illustrator.

King’s Road – Kóngavegur (2010. Iceland. Drama/Kommödie, 100′)

Sehr gute Ansätze (Absurde Situationen, spezielle Missstände, schöne isländische Landschaften, originelle Darsteller mit Humor) und ziemlich auf den Punkt gebracht.

Drehbuchautorin, Editorin und Regisseurin: Valdís Óskarsdóttir

Starring: Björn Hlynur Haraldsson, Daniel Brühl and Gísli Örn Garðarsson

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=3B-Hb3y3pII[/youtube]

Invisible Boy (2010. France. Kurzfilm. 6′)

Als wäre es ein Trailer von einem noch nicht fertigen Film. Starke, eigene Bildsprache, die im Kurzfilmformat bestätigt wird. Ein illegaler immigrant, ein kleiner Junge in China Town. Obsessive, immer stärker werdende Musik, welche einem nicht missfällt.

Film maker: Phillippe Parreno

Im Alter von Ellen (2010. Deutschland. Spielfilm. 95′)

Erfrischend, witzig, fein. Ein ermunternder Film, der zeigt, dass man auch in schwierigen Situationen auf die Hilfsbereitschaft (fremder) Menschen zählen kann, dass das Leben einem auffängt und weiterführt, dass ein Zusammenbruch oft ein Durchbruch ist.

Regie: Pia Marais

Drehbuch: Horst Markgraf, Pia Marais

Schauspieler/Innen: Jeanne Balibar (Ellen), Stefan Stern, Georg Friedrich, Julia Hummer, Alexander Scheer, Eva Löbau, Clare Mortimer, Ian Roberts, Jasna Bauer, Patrick Bartsch

Hugo Koblet – Pédaleur de Charme (2010. Schweiz. Dokumentarfilm/Drama. 97′)

Die Geschichte von Hugo Koblet, legendärer schweizer Radfahrer, von dem die meisten wahrscheinlich noch nie etwas gehört haben. Der Grund, warum dieser Film auf der Piazza gezeigt wurde, könnte mit grosser Wahrscheinlichkeit wegen dem Hauptdarsteller (Manuel Löwensberg) sein.  Er ist der Sohn von Alt Bundesrat Moritz Leuenberger. Der Film ist unterhaltsam, interessant als ein Stück Schweizer- und Sportgeschichte. Stilistisch ist der Film etwas überzeichnet. Lustig sind die Zeugenberichte der unterdessen alt gewordenen Kollegen von Hugo Koblet. Wie “piazzawürdig” der Film ist, entscheide jede(r) selbst.

Regie: Daniel von Aarburg

Buch: D. von Aarburg, David Keller, Martin Witz

Schauspieler/Innen:
Manuel Löwensberg – Hugo Koblet
Sarah Bühlmann – Sonja Koblet
Hanspeter Müller-Drossaart – Präsident Senn
Chantal Le Moign – Mutter Koblet
Max Rüdlinger – Trainer Alex
Dominique Müller – Dölf Koblet
Michael Schweizer Anliker – Göpf Weilenmann
Katharina Winkler – Waltraut Haas
Cheryl Graf – Majorette
Yannick Fischer – Hugo als Bub

Synopsis:
Der Schweizer Radrennfahrer Hugo Koblet gewinnt 1950 völlig unerwartet als erster Ausländer den Giro d’Italia. Der Bäckersohn aus dem Zürcher Kreis „Cheib“ wird schlagartig weltberühmt. Die Frauen liegen dem schönen und weltgewandten Koblet zu Füssen, die Radsportwelt bewundert ihn für seinen eleganten Fahrstil und die Presse reibt sich ob seiner zahlreichen Eskapaden die Hände. Nach dem Sieg der Tour de France ein Jahr später nimmt sein Höhenflug ein vorschnelles Ende – er ruiniert sich mit Dopingmissbrauch die Gesundheit. Zwar geniesst Koblet bis zum Ende seiner sportlichen Karriere noch einige glanzvolle Jahre an Sechstagerennen und etabliert sich durch seine Heirat mit dem Mannequin Sonja Bühl auch auf gesellschaftlichem Parkett. Als der notorisch grosszügige Frauenheld jedoch bald darauf vor dem Ruin und der Scheidung steht, rast er mit seinem Sportwagen in einen Baum. Ob es sich dabei um einen Selbstmord oder einen Unfall handelt, ist bis heute ungeklärt. (aus: http://www.hugokoblet.ch)

Hotel Belgrad (1998. Bosnien/Schweiz. Kurzfilm. 13′)

Ein Liebespaar im Hotel, im Bett, am sprechen. Kurz vor ihrer Reise in die Schweiz. Eine sehr gute Mischung aus Erotik, Geschichte, Drama und Hoffnung. Verarbeitung der Jugoslawien-Kriege.

Regie: Andrea Staka

Schauspieler/In: Vesna Stanojevic, Nebojsa Glogovac

Synopsis:
Erinnerst Du Dich an diesen Witz, den Patak immer erzählte?
Haso will dem kleinen Mujo das Schwimmen beibringen.
Er wirft ihn in die Drina und ruft ihm zu:
“Kraule, kleiner Mujo, kraule!”
“Kraule stärker, kleiner Mujo, stärker!”
“Stärker, hörst Du nicht, stärker!”
“Stärker!”
PAUSE
“Verdammt!”

Human Resources Manager (2010. Israel. Drama. 103′)

Eine tragische Kommödie um den HR Manager der grössten industriellen Bäckerei Israels. Der HR Manager gibt alles daran, um die Reputation seiner Firma zu wahren. Dabei muss er den Leichnam einer in einem Attentat getöteten rumänischen Immigrantin und Mitarbeiterin in die Heimat überführen…

Gut dosiert und gut gespielt. Etwas surreal und humorvoll Der Film ist aber doch auch menschlich berührend.

Director: Eran Riklis

Writer: Noah Stollman

Cast: Mark Ivanir, Guri Alfi, Noah Silver, Rozina Cambos, Julian Negulesco

Der Film gewann den Audience Award am Pardo 2010 in Locarno.

Hard Eight (1996. USA. Film Noir. 102′)

Ein Amerikanischer Klassiker: Las Vegas, Autos, Alkohol, … Beeindruckend wegen der sehr guten Bilder und Schauspielern. Es ist jedoch eine Geschichte und Scenerie, die man schon oft gesehen hat. Trozdem: Gutes, klassisches amerikanisches Kino.

Regisseur: Paul Thomas Anderson

Schauschpieler: Philip Baker Hall, John C. Reilly, Gwyneth Paltrow and Samuel L. Jackson