Westflügel: Bücher, Möbel und Veranstaltungen im Viaduktbogen 33, Kreis 5, Zürich

Westflügel: Bücher, Möbel und Veranstaltungen im Viaduktbogen 33, Kreis 5, Zürich.

El Social Die Tango Tanzschule Viaduktbogen 10, Kreis 5, Zürich.

1 Mai 2010 | Tag der Arbeit | Verlieren wir die Beherrschung.

«Der Sozialismus wird die Welt befreien!» So. «Schrott!», «naiv!», «das Letzte!», «verfänglich!» und «verantwortungslos!». Zusammengefasst: Aufs Festverbot pfeiffen. Genau.

Züri Like

Aside

001.
Mike ist tot. Kauf ein Komix. By Mike: Züri-like. Egal, hauptsache Mike.

002.
Ins Hive shaken gehen.

003.
MIt dem Velo ins Atelier fahren.

004.
ü30 Parties beschissen finden.

005.
Am Limmatplatz Caffé Latte Macchiato bestellen – und mit dem Schal – und vorallem der Sonnenbrille dem Chick da zuschauen.

006.
Fremde Religionen begöttern und den Eltern auf den Geist gehen.

007.
Auf Locarno ans Filmfestival gegangen sein und darüber reden.

008.
In die Flumsi schifahren gehen und mit Snow & Rail 10 Franken sparen.

009.
Am Flohmi am Bürkliplatz sein alter Grümpel vertschutten.

010.
Über Diversity quatschen und mega tolerant tun.

011.
Über Corinne Mauch mekkern und so politisch tun.

012.
Banken ins Visier nehmen und sein UBS Konto zügeln.

013.
Tee trinken.

014.
Einen Kolleg haben, der schwuul ist, und ihn akzeptieren so wie er ist.

015.
Ins Yoga gehen und vom Power Yoga träumen.

016.
Talentierte Kinder fördern und ins Frühchinesisch driven.

017.
Selbstsicherheit in der Stadt austrahlen und sich als Bauchnabel der Welt fühlen.

018.
Lonely Planets sammeln und einen der Schweiz dazustellen.

019.
Alle Schweizer Kantone schlecht kennen, ausser die Stadt Zürich.

020.
Ins Salsa gehen und sich über die geschlechtliche Disproportioniertheit erfreuen.

021.
Sprintbierli trinken und lauthals behaupten Kopfweh zu haben.

022.
Jemanden kennen, der in New York wohnt.

023.
Den ganzen Tagi gelesen haben.

024.
Im Kreis 6 ein Christkindli-Goof haben.

025.
Teile der NZZ lesen.

026.
Um 5 Uhr am Sonntag an den Bahnhof seckeln um zu Skitüürelen.

027.
Ein iPhone geschenkt bekommen haben und es allen zeigen.

028.
Ins Kafi Schnapps brunchen gehen und die Hübschen studieren.

029.
Roger Schawinski zitieren: “Findi guät.”

030.
Das Landesmuseum selber umbauen wollen und es sicher besser wissen.

031.
Immer nach einer besseren Altbauwohnung suchen und unzufrieden sein.

032.
Nachhaltigkeit in Person sein und Karton sammeln und bündeln.

033.
Schon mit der Freundin verabredet sein.

034.
Vegi mögen und im Tibitis selbständig sein Menu zusammen stellen.

035.
Stolz auf seinen Zürisack sein.

036.
Bööteln auf dem Zürisee und glauben er gehöre einem selbst.

037.
Velokurriere cool finden und belächeln.

038.
Radio Energy unterstützen und aber Radio 24 hören.

039.
20 minuten anschauen und wegschmeissen.

040.
Schadenfreude hegen.

041.
Sushi bestellen.

042.
Ein Tschiwauwau poschten und durch das Niederdörfli tragen.

043.
Stundenlang auf den Pizzakurrier warten.

044.
Hausratsversicherungen abschliessen und andere Versicherungen abschliessen.

045.
Einen Dokumentarfilm in Bangladesch drehen.

046.
Mit dem Smart vorwärts in einen queren Parkplatz fahren und die Parkgebühr trotzdem bezahlen.

047.
Eine restaurierte Vespa haben und rumfurzen.

048.
In den Globus gehen und sich mit der Manucure Dame über Produkte unterhalten.

049.
Ein Veloschloss haben und sein Velo überall abschliessen.

050.
Den MacDonalds meiden – wie der Teufel das Weihwasser.

051.
Recycling Produkte kaufen.

052.
Ins Fitnesscenter gehen und im Spiegel die anderen schauen.

053.
In die Migros Klubschule einen Töpferkurs belegen und unheimlich Spass haben.

054.
Die Scheidung einreichen.

055.
Kinder mit 50 adoptieren.

056.
Vom Böötlen reden.

057.
In der Kunstaustellung extrem interessiert tun.

058.
Teure Konzerte Deutscher Bands besuchen.

059.
Mörgeli imitieren und gigelen.

060.
Den Termin mit dem Karriereplaner organisieren.

061.
Nur um Zürcher sein.

062.
Einen Erasmus in Spanien machen.

063.
Im Tessin ein Häusschen haben.

064.
Weisse Wasserflaschen mit Züriwasser nachfüllen und in das Netzli des Rucksackes stecken.

065.
Designermöbel anschauen gehen.

066.
Bis am Morgen in der Langstrasse absauffen.

067.
Möglichst Billinguismus pflegen.

068.
ETHZ

069.
Auf das Tramm seckeln.

070.
Reitstiefel anziehen und laut laufen.

071.
Im Giardino Fuessball schauen gehen.

072.
Der Z das ein und alles.

073.
Am 6i Lüüte einen Cervalat bräteln.

074.
Seine 3 Zimmer Gnosseschaftswohnung gegen eine 4 Zimmerwohnung tauschen müssen.

075.
An der Wohnigsiiweihigsparty mit der Polizei noch lange diskutieren wollen.

076.
Im Facebook sein, es aber nicht gebrauchen.

077.
Auf Californien gehen und surfen.

078.
Am Montag im Cordon Bleu Jumbojumbo essen und danach eins Jassen.

079.
Im Coop Alkohol holen gehen.

080.
Behaupten der erste gewesen zu sein, der eine Freitagtasche gekauft hätte.

081.
Ans GC Basel Spiel gehen und joolen.

082.
Das Interiview von Roger DeWeck noch ziemlich interessant finden.

083.
Dem roten Haar mit grüner Jacke nachschauen.

084.
Alle Jahre eine neue Swatch kaufen.

085.
Sich so richtig die Härte geben.

086.
Sich mit Michèle Roten auseinander setzen.

087.
Fuck the Crisis schreien und in die Ferien gehen.

088.
Eins Rauchen.

089.
In Züri West ein Auto kaufen.

090.
Eine tibetische Gebetsfahne an den Balkon hängen.

091.
In die Halle Klettern gehen und nur die roten Griffe gebrauchen.

092.
Stolz auf sein TipTopf in der Küche sein.

093.
Nach 30 Kinder haben.

094.
Züri Oberländer Biomilch kaufen und mit Verstand trinken.

095.
Hausmann sein wollen.

096.
In der S stehen und gestresst wirken.

097.
An die Street Parade schauen gehen.

098.
Am Dolder vorbeischlendern und hineinspiezeln.

099.
Für e suubers Züri. Immer und überall.

100.
Chräis Chäib sagen und es nicht nötig haben.

101.
Seine Gäste am St.Galler Bratwurschtstand verpflegen.

102.
CO2 kompensieren und Kyoto selbst unterschrieben haben.

103.
Ganz schnell übers Cäntral laufen und so tun als würde man beobachtet werden.

104.
Das Letzirasenstück liebevoll giessen.

105.
Sich im Gemenge der Werdinsel einpferchen.

106.
Sein Obligatorisches auf dem Albis Güetli schiessen gehen.

107.
Und nur ja nicht Ausrufen.

108.
Inkorporierter Protestantismus verkörpern.

109.
Eine neue Sunebrüle am Paradeplatz kaufen.

110.
Anfangen Jus studieren und in der Zukunft in der Zunft sein.

111.
Kebab mit Ales essen.

112.
Eine platonische Freundschaft pflegen und leben.

113.
Immer ein bisschen schneller sein.

114.
Das Private vom Geschäftlichen trennen.

115.
Am Montag einen Tisch im Restaurant reservieren.

116.
Von der Goldküste kommen und nichts dafür können.

117.
Der Schmier voll vertrauen.

118.
Denen mit dem blauen Blinker platz machen und das Gefühl haben, in einer Grossstadt zu sein.

119.
Harry Hasler persönlich gesehen haben.

120.
Ins Kino gehen aber nur mit Originaltonfilmen.

121.
In die Roote gehen und einen Ziegel mit Kollegen trinken.

122.
In den Loitschenbach fern sehen.

123.
Sich für Publizistik einschreiben und studieren.

124.
Arbeitslos sein und Erwerbstätikeitsersatz als Werktätiger in Zwischenlohn umwandeln.

125.
Über den Starbucks meckern.

126.
Ein Wochenende in London machen.

127.
Mit grossen Augen Aktienkurse studieren.

128.
Durch die Stadt twiken.

129.
Einen Malkurs besuchen.

130.
In der Beckeranlage spazieren gehen.

131.
Beim Xenix auf dem Kies Bier trinken

132.
Im Frosch Schauschpielfilme schauen.

133.
Prosecco trinken

134.
Im Tram den Gummihälsen wunderlich zuhöhren.

135.
Mit dem Porsche schaffen gehen.

136.
Im Solarium hoffen, Roger zu sehen.

137.
Das Knabenschiessen mitverfolgen.

138.
Auf der Chinawiese saufen.

139.
Primitif witzlen

140.
Google googlen.

141.
2 Wochen im Voraus im Rosso reservieren

142.
Den oberen Letten den anderen überlassen.

143.
Roger zitieren: “Isch miini Idee xii!”.

144.
Ungeniert den Kafi mit dem tausender Nötli bezahlen.

145.
Von der Pfnüselküschte rüber schauen.

146.
Immer stressen.

147.
Es immer anders machen und denken, die anderen machen es eh gleicher.

148.
Schere – Stein – Papier

149.
So geil.

150.
Im Tram so richtig auf die Glocke hauen.

150.
Im Tramm so richtig auf die Glocke hauen.

Münster Zürich

Kreide am Paradeplatz

Angekreidet. Saubere Sache. Viele Wünsche gingen in Erfüllung. Wer träumt nicht einmal davon, am Paradeplatz gearbeitet zu haben – und das, wie es sich gehört, am Rande der Legalität? Kapitalation kratzt an Kapital und Kapitulation – ein neuer Kapiteltitel. Was heisst das, wenn 400 kreative Kreidemaler sich via Facebook organisieren? Nichts. Vielleicht ein bisschen Arbeitsbeschaffung für den ERZ – der sich ahnscheinend für besser hält, als der nächste Regen. Der übereifrige Zürcher Amtschimmel wäre ja ein ERZ-Bünzli, wenn er das kostenpflichtig machen würde. Andere Städte wie Luzern und Basel kämpfen da mit echteren Auswüchsen (Fasnacht), zwischen CS und UBS ist es ja nur ein Sprüngli weit. Der Paradeplatz, das teuerste Pflaster im Monopoly, hat einfach merhfach an Wert gewonnen. Schade, dass ich das erst heute erfahre. Neidisch. Die YouTube Doku ist ein kleiner Trost.

The Firm Exhibits

Letzten Freitag, da war ich mit einer Freundin aus Genf in Zürich. Und wenn sie schon mal da ist, dann hat sie einen Plan. Erster Punkt war eben die Vernissage der Schmuck.Inc. und die Schmuck.Inc. ist ein Kollektiv. Ein Künstlerkollektiv an exquisiter Adresse. Strehlgasse 26. Finance and Luxury ist surrounding. Das Konzept passend: Ein Konzern mit Departementen. Sales and Trade (S&T), Corporate Social Responsability (CSR) und Research and Development (R&D). Sehr geil sind hackige Bitnik. Stell Dir vor, Du gehst die Bahnhofstrasse entlang, und alles was Du siehst, ist allein das Bild der nächst-installierten Überwachungskamera. Objektivste Meta-Pose. Und jetzt kommts: Es ist möglich. Da die Überwachungskameras sehr oft wireless übertragen, können deren Signaldaten gekapert werden. Statisches Hoovern ist Realität und heisst Sousvillance.

Ceterum Censeo Turicum Esse Delendam | Und übrigens bin ich der Meinung, dass Zürich zerstört werden sollte | “Luäg, das isch sLandesmuseum.” “Aber Mami, das isch doch äs Schloss?”

Corine Mauch. Was tut die? Kann Corine nicht mal den Schliff des Landesmuseums beauftragen? Fort mit diesem Pseudoschloss. Ich biete mich an, um die Sprengung zu dokumentieren. Schon als kleiner Bueb hatte ich mich gefragt, was ein Schloss neben dem Bahnhof soll? Ein Schloss gehörte für mich auf einen Berg. Strategisch, wegen den Kanonen natürlich. Ja, das ist mir eben schon in ganz jungen Jahren aufgefallen. Und seit dem ich weiss, dass es lediglich ein Schlossreplikat ist, seit dem wünschte ich mir das Unding fort. Statt dessen gehörte ein richtiger architektonischer Wurf hin. Es kann ja nicht sein, dass man eine Erinnerung an die Idiotie des Nachbauens eines Schlosses in echtem Stein erhaltet. Zuerst lassen wir uns von den Architekturstudenten ein Modell anfertigen (wer schaffts in nur einer Nacht?), dann setzen wir den Sprengsatz (wie versprochen, ich films), dann machen wir den “Läck Bobi Böög Knal” und dann, tja dann erigieren wir ein richtiges Landes Museum, das den Namen verdient. Was ist?

Schule des Lebens | Theater Neumarkt | Zorn und Zeit und Ticket und Zorn

Ja, sind schon seit letzem Wochenende ausverkauft. Klar, die Tickets für die Eröffnungsveranstaltung heute Abend. Im Theater Neumarkt wird keinem kleineren als Peter Sloterdijk zugehört. Schade, da wär ich auch dabei, wenn ich noch Tickes gekriegt hätte – letztes Wochenende. Meine Frage an Peter Sloterdijk wäre, aus dem Kontext zusammenhangslos, folgende gewesen:

Kann man Ihr Buch “Zorn und Zeit” als Erklärungsversuch für Kriege in der Weltgeschichte deuten, die durch Potentialanhäufung in Zornbanken und deren thymotischer Zerstörung beruhen?

Natürlich weiss ich nicht, ob sein “Thymotik“-Begriff überhaupt veradjektivierbar wäre? Ergo, schade wird P.S. diese Frage nicht beantworten können. Aber es hätte mich dennoch interessiert. Wer hätte denn sonst das Buch geschrieben, (geschweige denn gelesen) und könnte auf diese Frage einsteigen? However, ich kenne niemanden, den ich kenne, der “Zorn und Zeit” so gelesen hätte, als könnte er auf diese Frage eintreten. Schade. However, ist ja eh schon Schnee von Gestern, denn der P.S. hat auch schon sein neues Buch geschrieben (und ich hoffe, andere hatten auch schon genug Zorn und genügend Zeit, dieses zu schlachten), und ich werde es vielleicht in 3 Jahren oder so gelesen haben, aber dann wird er ja schon das Buch nach dem Buch “Du musst dein Leben ändern” geschrieben haben werden. (Es wird übrigens komischerweise “Auch ich habe mein Leben ändern gemüsst” heissen. Antiparodie zu Nathans der Weise? (“Kein Mensch muss müssen”?)) Ja, da kann man einfach hinterherhinken oder vielleicht etwas Zorn als thymotisches Kapital ins hochdiversifizierte Portfolio der Bank einlegen. Auf jeden Fall wünsche ich den Auserwählten heute Abend viel Spass.

P.S. komm am Samstag vorbei.

Martin Alder | Wahlkampfleiter von Mauch | Parteisekretär SP Stadt Zürich

Als Martin noch klein war, spielte er Bass. Tut er’s heute noch? Oder hat er doch zuviel Philosophie studiert?

Hey, Alder,

wie wär es mal mit einem “Blue Kakadou”-Revival? Wir müssten nur noch Luchsi, den Schlagzeuger, überzeugen. Matthias Urech wird uns leider an die Wand spielen… Der ist jetzt Profi: http://www.myspace.com/matthiasurech Wer war da sonst noch dabei? Schneebeli?

Da Du, lieber Alder alias “Seebär”, neuerdingsda Sekretär der SP der Stadt Züri bist, wär es doch ein Pappenstiel für Dich, mal was zu organisieren? Gehst Du auch an die 1. Mai Demo?

Viele Grüsse und bis bald.

Mike Shiva | Street-Parade | Hymne | Lustiger Augur Zwitschert

Wer mag Unmögliches imaginären? Der lustige Augur “Mike Shiva”, alias Soprano der Street-Parade-Hymne quacksalbert: Mini Glücks-Charte isch mini Lieblings-Charte. Möge Glück, Sonnenschein und Segen der Street Parade beschert sein. Aber, Shiva, scher dich fort. Kassier gute 4.50 für einen Vogeldeut, interpretier Kaffesatz-Zukuft als soft recycling im sustainability age, aber, um Himmels Willen, schone Deine musischen Talente.