Twitter | Wie Wo Was? | Adieu facebook

Eigentlich bin ich erstaunt, dass Twittern in der Schweiz noch kein Durchbruch geschafft hat. Manchmal tun mir die Konservativen Schweizer fest leid. Sie facebooken wie gestört und regen sich dabei noch auf. Logo. Das ist typisch. Immer murren: “Weist Du, facebook scheisst mich an.” Also warum also bist Du noch dabei, respektive nicht bei Twitter?

Vorzüge von Twitter gegenüber facebook:

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Im facebook musst Du Intimitäten teilen, die Du nicht immer zu teilen bereit ist. Andere haben grossen Einfluss darauf, und der soziale Druck steigt wehement und unkontrolliert. Das ist bei Twitter nicht der Fall.

2

Twitter ist konziser, bedingt durch die Beschränkung auf 140 Zeichen.

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Der beste zu personalisierende News-Ticker ist z.Z. Twitter. Vorallem, wenn Du systematisch vorgehst und das ist möglich, weil das Handling sehr kinderleicht ist. RSS Feeds (alte Nachrichtenticker) werden der Vergangeheit angehören. “Staying up to date” mit Twitter wird schon fast zur Last, weil es zu faszinierend ist. Nicht alle Vorzüge sind Vorteile… besonders nicht, wenn alle 2 Sekunden ein SMS brimmelt. Lass Dir von Tweetdeck helfen.

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Die nördliche Welt ist ein Dorf geworden und so hast Du es noch nicht gesehen: http://twittervision.com/.

Ceterum Censeo Turicum Esse Delendam | Und übrigens bin ich der Meinung, dass Zürich zerstört werden sollte | “Luäg, das isch sLandesmuseum.” “Aber Mami, das isch doch äs Schloss?”

Corine Mauch. Was tut die? Kann Corine nicht mal den Schliff des Landesmuseums beauftragen? Fort mit diesem Pseudoschloss. Ich biete mich an, um die Sprengung zu dokumentieren. Schon als kleiner Bueb hatte ich mich gefragt, was ein Schloss neben dem Bahnhof soll? Ein Schloss gehörte für mich auf einen Berg. Strategisch, wegen den Kanonen natürlich. Ja, das ist mir eben schon in ganz jungen Jahren aufgefallen. Und seit dem ich weiss, dass es lediglich ein Schlossreplikat ist, seit dem wünschte ich mir das Unding fort. Statt dessen gehörte ein richtiger architektonischer Wurf hin. Es kann ja nicht sein, dass man eine Erinnerung an die Idiotie des Nachbauens eines Schlosses in echtem Stein erhaltet. Zuerst lassen wir uns von den Architekturstudenten ein Modell anfertigen (wer schaffts in nur einer Nacht?), dann setzen wir den Sprengsatz (wie versprochen, ich films), dann machen wir den “Läck Bobi Böög Knal” und dann, tja dann erigieren wir ein richtiges Landes Museum, das den Namen verdient. Was ist?

Ten Golden Rules for Networking

You make the biggest mistake if you think you should find the person which is the upper most useful for you yourself. Thus number one: have in mind to find out to which person you are most useful. Anyway, I will present the Ten Golden Rules the other way around:

10 There are no such rules.
09 Try to use some of the rules 01-09.
08 Networking is like playing billiard where you experience unimagined long range effects by an incredible indirect shot.
07 Try to take experience from your private life (cum grano salis) into your networking action field.
06 Do not tolerate intolerance.
05 Be authentic.
04 Do not play to much with emotions.
03 Seek to see the win-win situations.
02 Think, speak and act positive.
01 Be kind and try to help the other as much as you can.

M | Minchia | Magazin

Ja, und habe ich nicht vor einer Woche über die “Minchia Migros” geschrieben?

Artikel von letzter Woche: M | MM | MMM | Minchia

Und was habe ich gestern im Tagi? Ein von der Migros gespronsertes, gepachtetes und verunstaltetes “Tagi Magi”. Ja, es ging mir auf den Sack. Ein solches Tagi – gar nöd Magi. 100 Portraits, dem Migros-Wunsch-Kunden entsprechend. Ich nenne das schlicht und einfach Unterwanderung. Immer nur Migros-Rübli essen und 100 Jahre alt werden – ich glaube, so sieht es aus. Unglaublich wahr. Verdächtig schlau. Was genau hat ein Lebensmittelgeschäft mit einer unabhängigen, traditionsreichen Zeitungsbeilage zu tun? Das Tagimagi hat sich prostituiert.

M | MM | MMM | Minchia

Stell Dir vor, Du arbeitest bei Migros.

Stell Dir vor, Du hast eine Cumuls Card.

Stell Dir vor, Du hast eine M-Card-Maestro (Gold).

Stell Dir vor, Dein Konto ist bei der Migrosbank.

Stell Dir vor, Du telefonierst mit einer M-Budget prepayed Card.

Stell Dir vor, Du isst über Mittag im Migros Restaurant.

Stell Dir vor, Du tankst dein M-Budget Mobility Auto an einer Migrol Tankstelle.

Stell Dir vor, Du nimmst einen französisch Kurs an der Migros Club Schule.

Stell Dir vor, Du erlebst Deine Erlebnisse im Milandia Park am Greiffensee.

Stell Dir vor, Du trainierst in einem der Fitness Parks von der Migros.

Stell Dir vor, Du kauftst Dein Heizöl bei Migrol.

Stell Dir vor, Du gehst ins Hamam der Migros im Fitness Park.

Stell Dir vor, Du liest die Zeitung, die Mirgros Magazin heisst.

Stell Dir vor, Du gehst am Sonntag in das Migros Museum.

Stell Dir vor, Du gehst ins Theater welches vom Migros Kulturproduzenten ist.

Stell Dir vor, Du hast die Newsletter der Mbudget Party abonniert.

Stell Dir vor, Du nimmst an der M-Budget Mobile SMS Competition teil.

Stell Dir vor, Du organisiert Deine Geburtstagsparty mit dem Migros Partyservice.

Stell Dir vor, Du buchst Deine Ferien bei Mirgos ferien.

Stell Dir vor, Du entwickelst Deine Ferienfotos bei der Migros.

Stell Dir vor, Du machst an der online Erziehungsumfrage der Migros mit.

Stell Dir vor, Du schaust fern und ein Migros Werbespot läuft.

Stell Dir vor, Du hast putzereinweisse Socken an, die Du in der Migros gekauft hast.

Ich wünsche LIDL einen guten Start in der Schweiz.

Bankgeheimnis

Es gehört abgeschafft. Ganz einfach. Ganz klar. Hier ein bisschen Geschichte, entnommen aus dem Tagesanzeiger. Ansonsten geht es hier zum Beweis.

  • Am Ursprung des Schweizerischen Bankgeheimnisses stand eine Verhaftung in Paris: Die Polizei nimmt 1932 zwei hohe Vertreter der Basler Handelsbank fest und beschlagnahmt Verzeichnisse von französischen Kunden
  • Die Reaktion auf den Vorfall: Das Schweizer Parlament erlässt 1934 das Bankengesetz ohne Gegenstimme
  • Seither profitierten immer wieder auch Potentaten von der Verschwiegenheit der Schweizer Bankiers, so auch Hitlers Vize-Kanzler Franz von Papen.
  • Aufbruchstimmung nach dem Zweiten Weltkrieg. Für das Bankgeheimnis bedeutete es eine Kehrtwende. Gemeinsam machten die Alliierten Druck.
  • Im Washingtoner Abkommen 1946 verpflichtet sich die Schweiz zur Zusammenarbeit mit den USA. Bundesrat Ernst Nobs spricht im Bundeshaus über den Vertrag mit den Alliierten
  • Nationalratspräsident Robert Grimm (1881-1958, SP) analysierte den Deal: «Macht stand gegen Recht und Recht gegen Macht.
  • Bundesrat Max Petitpierre (links im Bild bei einem Staatsbesuch mit Fürst Rainier von Monaco und seiner Ehefrau Grace Kelly) stellte pragmatisch fest: «Wir brauchen Freunde in der Welt. Donquijotismus können wir uns nicht leisten.
  • Der erste grosse Skandal: Die Geheimpolizei von Spaniens Diktator Franco entdeckt 1958 eine Liste mit Konten von Landsleuten bei Schweizer Banken. Die Kunden werden verhaftet und gefoltert.
  • Im selben Jahr beschuldigt Washington die Schweiz der Kollaboration mit der UdSSR. 1962 lenkt Bern ein: Die Meldepflicht für herrenlose Vermögen aus dem Zweiten Weltkrieg wird eingeführt.
  • Der New Yorker Staatsanwalt Robert Morgenthau bezeichnet in den 1960er Jahren die Schweiz als ein Eldorado für die amerikanische Mafia.
  • Auch Präsident Richard Nixon übte zunehmend Druck auf das Bankgeheimnis aus.
  • Mitte der 1980er Jahre fliegt die Pizza-Connection auf. New Yorker Mafiosi hatten Drogengeld bei Schweizer Banken gewaschen. Mafiaboss Gaetano Badalamenti erhält eine lebenslange Haftstrafe.
  • Bundesrat Roger Bonvin verteidigte bereits Ende der 1960er-Jahre das Bankgeheimnis. Er betonte, dass gerade die ausländischen Übertreibungen den Mythos des Bankgeheimnisses geschafft haben.
  • Die bösen Kunden: Diktator Ferdinand Marcos von den Philippinen.
  • Der zairische Präsident Mobutu Sese Seko hatte ebenfalls sein Sparbüchlein in der Schweiz.
  • Der nigerianische Präsident General Sani Abacha eröffnete ebenso sein Konto in der Schweiz.
  • Heute betonen die Schweizer Banken, dass sie keine Potentatengelder mehr annähmen. Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung stand stets hinter dem Bankgeheimnis. Der Finanzplatzpatriotismus leidet erst mit der heutigen Krise.
  • Die Film- und Buchindustrie trug zusätzlich zum Mythos bei. Selbst James Bond stiess auf die unüberwindbare schweizerische Mauer des Schweigens.
  • Mitte der 1990er Jahre gerät der Bankenplatz erneut unter Druck aus den USA: Die Schweiz muss weitere Listen von nachrichtenlosen Konten aus der Zeit des Nationalsozialismus publizieren.
  • Verbale Kraftausdrücke der Regierung: Bundesrat Willi Ritschard bezeichnete das Bankgeheiminis als «unantastbar wie eine Klosterfrau».
  • Für Bundesrat Kaspar Villiger ist das Bankgeheimnis nicht verhandelbar.
  • Noch 2008 befindet Bundesrat Merz, dass sich die Gegner am Bankgeheimnis die Zähne ausbeissen würden.