King’s Road – Kóngavegur (2010. Iceland. Drama/Kommödie, 100′)

Sehr gute Ansätze (Absurde Situationen, spezielle Missstände, schöne isländische Landschaften, originelle Darsteller mit Humor) und ziemlich auf den Punkt gebracht.

Drehbuchautorin, Editorin und Regisseurin: Valdís Óskarsdóttir

Starring: Björn Hlynur Haraldsson, Daniel Brühl and Gísli Örn Garðarsson

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Invisible Boy (2010. France. Kurzfilm. 6′)

Als wäre es ein Trailer von einem noch nicht fertigen Film. Starke, eigene Bildsprache, die im Kurzfilmformat bestätigt wird. Ein illegaler immigrant, ein kleiner Junge in China Town. Obsessive, immer stärker werdende Musik, welche einem nicht missfällt.

Film maker: Phillippe Parreno

Im Alter von Ellen (2010. Deutschland. Spielfilm. 95′)

Erfrischend, witzig, fein. Ein ermunternder Film, der zeigt, dass man auch in schwierigen Situationen auf die Hilfsbereitschaft (fremder) Menschen zählen kann, dass das Leben einem auffängt und weiterführt, dass ein Zusammenbruch oft ein Durchbruch ist.

Regie: Pia Marais

Drehbuch: Horst Markgraf, Pia Marais

Schauspieler/Innen: Jeanne Balibar (Ellen), Stefan Stern, Georg Friedrich, Julia Hummer, Alexander Scheer, Eva Löbau, Clare Mortimer, Ian Roberts, Jasna Bauer, Patrick Bartsch

Hugo Koblet – Pédaleur de Charme (2010. Schweiz. Dokumentarfilm/Drama. 97′)

Die Geschichte von Hugo Koblet, legendärer schweizer Radfahrer, von dem die meisten wahrscheinlich noch nie etwas gehört haben. Der Grund, warum dieser Film auf der Piazza gezeigt wurde, könnte mit grosser Wahrscheinlichkeit wegen dem Hauptdarsteller (Manuel Löwensberg) sein.  Er ist der Sohn von Alt Bundesrat Moritz Leuenberger. Der Film ist unterhaltsam, interessant als ein Stück Schweizer- und Sportgeschichte. Stilistisch ist der Film etwas überzeichnet. Lustig sind die Zeugenberichte der unterdessen alt gewordenen Kollegen von Hugo Koblet. Wie “piazzawürdig” der Film ist, entscheide jede(r) selbst.

Regie: Daniel von Aarburg

Buch: D. von Aarburg, David Keller, Martin Witz

Schauspieler/Innen:
Manuel Löwensberg – Hugo Koblet
Sarah Bühlmann – Sonja Koblet
Hanspeter Müller-Drossaart – Präsident Senn
Chantal Le Moign – Mutter Koblet
Max Rüdlinger – Trainer Alex
Dominique Müller – Dölf Koblet
Michael Schweizer Anliker – Göpf Weilenmann
Katharina Winkler – Waltraut Haas
Cheryl Graf – Majorette
Yannick Fischer – Hugo als Bub

Synopsis:
Der Schweizer Radrennfahrer Hugo Koblet gewinnt 1950 völlig unerwartet als erster Ausländer den Giro d’Italia. Der Bäckersohn aus dem Zürcher Kreis „Cheib“ wird schlagartig weltberühmt. Die Frauen liegen dem schönen und weltgewandten Koblet zu Füssen, die Radsportwelt bewundert ihn für seinen eleganten Fahrstil und die Presse reibt sich ob seiner zahlreichen Eskapaden die Hände. Nach dem Sieg der Tour de France ein Jahr später nimmt sein Höhenflug ein vorschnelles Ende – er ruiniert sich mit Dopingmissbrauch die Gesundheit. Zwar geniesst Koblet bis zum Ende seiner sportlichen Karriere noch einige glanzvolle Jahre an Sechstagerennen und etabliert sich durch seine Heirat mit dem Mannequin Sonja Bühl auch auf gesellschaftlichem Parkett. Als der notorisch grosszügige Frauenheld jedoch bald darauf vor dem Ruin und der Scheidung steht, rast er mit seinem Sportwagen in einen Baum. Ob es sich dabei um einen Selbstmord oder einen Unfall handelt, ist bis heute ungeklärt. (aus: http://www.hugokoblet.ch)

Hotel Belgrad (1998. Bosnien/Schweiz. Kurzfilm. 13′)

Ein Liebespaar im Hotel, im Bett, am sprechen. Kurz vor ihrer Reise in die Schweiz. Eine sehr gute Mischung aus Erotik, Geschichte, Drama und Hoffnung. Verarbeitung der Jugoslawien-Kriege.

Regie: Andrea Staka

Schauspieler/In: Vesna Stanojevic, Nebojsa Glogovac

Synopsis:
Erinnerst Du Dich an diesen Witz, den Patak immer erzählte?
Haso will dem kleinen Mujo das Schwimmen beibringen.
Er wirft ihn in die Drina und ruft ihm zu:
“Kraule, kleiner Mujo, kraule!”
“Kraule stärker, kleiner Mujo, stärker!”
“Stärker, hörst Du nicht, stärker!”
“Stärker!”
PAUSE
“Verdammt!”

Human Resources Manager (2010. Israel. Drama. 103′)

Eine tragische Kommödie um den HR Manager der grössten industriellen Bäckerei Israels. Der HR Manager gibt alles daran, um die Reputation seiner Firma zu wahren. Dabei muss er den Leichnam einer in einem Attentat getöteten rumänischen Immigrantin und Mitarbeiterin in die Heimat überführen…

Gut dosiert und gut gespielt. Etwas surreal und humorvoll Der Film ist aber doch auch menschlich berührend.

Director: Eran Riklis

Writer: Noah Stollman

Cast: Mark Ivanir, Guri Alfi, Noah Silver, Rozina Cambos, Julian Negulesco

Der Film gewann den Audience Award am Pardo 2010 in Locarno.

Hard Eight (1996. USA. Film Noir. 102′)

Ein Amerikanischer Klassiker: Las Vegas, Autos, Alkohol, … Beeindruckend wegen der sehr guten Bilder und Schauspielern. Es ist jedoch eine Geschichte und Scenerie, die man schon oft gesehen hat. Trozdem: Gutes, klassisches amerikanisches Kino.

Regisseur: Paul Thomas Anderson

Schauschpieler: Philip Baker Hall, John C. Reilly, Gwyneth Paltrow and Samuel L. Jackson

Fratelli (2010. CH. Kurzfilm. 25′)

Image

Zwei Geschwister, beide irgenwie in Drogengeschichten verwickelt in einem tessiner Berghaus. Sie finden den Zugang zueinander nicht. Unglaubwürdig, dass die Geschichte im Tessin spielt (wenn man im Tessin selbst aufgewachsen ist). Mittelmässige Schauspieler, viele Fragen die nicht beantwortet werden: “Warum ist Laura so schweigsam?”, “Kommt sie aus dem Gefängnis?”, wenn ja: “Warum?”, “Was ist der familiäre Hintergrund der Familie?”. Die ästhetische Bildsprache ist nicht stark genug um diese Löcher zu überbrücken. ansatzweise gut und poetisch gefilmt und gute Musik.

Regie: Fabrizio Albertini
Actors: Silvia Alù, Andrea Miglio Risi

Fratelli nel Ticino

Frucht Deines Leibes, Die (1996. Austria. Kurzfilm. 27′)

Ein Mädchen beschäftigt sich mit Auflärungsfragen in der Vorweihnachtszeit im streng katholischen Elternhaus. Sehr subtil, poetisch, süss und witzig. Die Gefahren des absoluten Glaubens…

Die Frucht Deines Leibes

Director: Barbara Albert

Schauspieler: Julia Gaitzenauer, Stefanie Letofsky, Norbert Hintermayer