Das Blatt des Lebens

Du kommst als weisses Blatt zur Welt. Es werden Striche darein gemalt – feine und auch weniger feine – eckige und auch runde. Später beginnst Du, selber hineinzukritzeln. Plötzlich schreibst Du – feines und auch weniger feines – eckiges und auch rundes. Dann, mutig jetzt, Du machst ein Neues Blatt – mit grossen Hoffnungen und in Liebe. Du schickst Dich an, die ersten feinen Striche in dieses zu übertragen – feine und auch weniger feine – eckige und auch runde. Später schreibt dieses, anfangs noch so reine und unbeschriebene Blatt, in Deines, so dass es noch reicher wird an Malen – feinen und auch weniger feinen – eckigen und auch runden. Keine freie Stelle bleibt, der Dichtung wegen, und es scheint, es liessen sich keine Erfahrungen mehr zeichnen. Nun kommt der Punkt, wo Du also mit Kreide über Alles zu malen beginnen wirst – feines und auch weniger feines – eckiges und auch rundes.