Kreide am Paradeplatz

Angekreidet. Saubere Sache. Viele Wünsche gingen in Erfüllung. Wer träumt nicht einmal davon, am Paradeplatz gearbeitet zu haben – und das, wie es sich gehört, am Rande der Legalität? Kapitalation kratzt an Kapital und Kapitulation – ein neuer Kapiteltitel. Was heisst das, wenn 400 kreative Kreidemaler sich via Facebook organisieren? Nichts. Vielleicht ein bisschen Arbeitsbeschaffung für den ERZ – der sich ahnscheinend für besser hält, als der nächste Regen. Der übereifrige Zürcher Amtschimmel wäre ja ein ERZ-Bünzli, wenn er das kostenpflichtig machen würde. Andere Städte wie Luzern und Basel kämpfen da mit echteren Auswüchsen (Fasnacht), zwischen CS und UBS ist es ja nur ein Sprüngli weit. Der Paradeplatz, das teuerste Pflaster im Monopoly, hat einfach merhfach an Wert gewonnen. Schade, dass ich das erst heute erfahre. Neidisch. Die YouTube Doku ist ein kleiner Trost.

Die Art der axiomatischen Ontologie in Kunst

Der Mensch, der Kunst macht, verändert unbeabsichtigt den Grad der Entropie. Es ist jedoch keine Kunst, den Grad der Entropie willentlich zu verändern. Kunst kostet; daher bezahlt, wer Kunst kostet. Es kostet jedoch nichts, über Kunst her zu ziehen oder sich an Kunst zu stossen. Billig ist, Kunst in sich als Kunst zu sehen, weil das ist die pure Kapitulation der Auseinandersetzung. Gleichwohl, wo Kunst sich selber definiert, hört die Kunst auf. Kunst mit Stil müsste mindestens von der eigenen Position Abstand nehmen können – obschon, ontologisch, Kunst muss nichts müssen.