Empörung | Philip Roth

Also. Fertig. Unter Morhpium liest man unter dem Kapitel ‘Unter Morphium’ ein Buch. Und weil einfach einfach einfach ist, stirbt die Geschichte schon auf Seite 50 (von 200). Shock. Es zieht einem einfach über den Tisch. Verarscht. Trotzdem, wie Du gerade, liest man eben einfach weiter. Anbei zwei nicht räpresentative Sätze aus Seite 178:

“Höschen! Höschen! Höschen!” Das Wort, für sie als Colegestudenten immer noch so berauschend wie zu Beginn der Pubertät, war der einzige von unten überschwenglich aufgenommene Schlachtruf, während oben in den Mädchenzimmern Scharen betrunkener Jungen – ihre Kleidung, ihre Hände, ihre kurzgeschorenen Haare und ihre Gesichter blau schwarz mit Tinte und karminesinrot mit Blut beschmiert und triefend von Bier und geschmolzenem Schnee – im grossen wiederholten, was ein beflügelter Flusser in meiner Kammer unterm Dach der Neil Hall ganz allein angerichtet hatte. Nicht alle von ihnen, bei weitem nicht annähernd alle von ihnen, nur die ausgemachtesten Dummköpfe unter ihnen – insgesamt drei, zwei aus dem ersten und einer aus dem zweiten Studienjahr, alle tags darauf unter den ersten, die des Colleges verwiesen wurden – masturbierten in entführte Höschen, masturbierten ungefähr so schnell, wie man mit den Fingern schnippen konnte, bevor ein jeder das feuchte, von ihm deflorierte und nach Ejakulat duftende Höschen in die emporgerechten Hände der frohlockenden Versammlung rotwangiger schneebedeckter Studenten schleuderte, die sie, drachengleich damfenden Atem verströmend, frenetisch von unten anfeuerten.

Tja, ich verstehe nicht, warum die Gesellschaft sich über “Feuchtgebiete” aufregen kann, wenn man ähnliches im neuen Roman vom grossen Philip Roth lesen kann.

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