{"id":5186,"date":"2012-07-12T15:19:40","date_gmt":"2012-07-12T13:19:40","guid":{"rendered":"https:\/\/wpethzprd.ethz.ch\/id\/?p=5186"},"modified":"2012-07-12T15:19:40","modified_gmt":"2012-07-12T13:19:40","slug":"35-jahre-eth-zurich-jubilaum-karl-sidler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/2012\/07\/12\/35-jahre-eth-zurich-jubilaum-karl-sidler\/","title":{"rendered":"35 Jahre ETH Z\u00fcrich Jubil\u00e4um Karl Sidler"},"content":{"rendered":"<p>Nach Karl Sidlers Lehre als Elektromonteur und seinem anschliessendem Milit\u00e4rdienst war es infolge Rezession unm\u00f6glich f\u00fcr ihn, eine Arbeit in seinem gelernten Beruf zu finden. <!--more-->Somit war Karl Sidler froh, als er am 1. Juli 1977 seine Stelle als PeripherieOperator im ehemaligen Rechenzentrum an der ETH-Z\u00fcrich antrat, \u00fcberhaupt einer Besch\u00e4ftigung nachgehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/files\/2012\/07\/Karl_Sidler4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5248\" title=\"Karl_Sidler4\" src=\"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/files\/2012\/07\/Karl_Sidler4-234x300.jpg\" alt=\"\" width=\"234\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/files\/2012\/07\/Karl_Sidler4-234x300.jpg 234w, https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/files\/2012\/07\/Karl_Sidler4-799x1024.jpg 799w\" sizes=\"auto, (max-width: 234px) 100vw, 234px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>IT an der ETH<\/h3>\n<p>\u00abIn den ersten Jahren war ich an den peripheren Ger\u00e4ten der CDC Grossrechner im Rechenzentrum (Clausiusstr. 59) mit dem Bedienen diverser Input\/Output Ger\u00e4ten besch\u00e4ftigt (Endlosdrucker, Lochkartenstanzer, Lochstreifen, Film, Lochkartenleser, Tape Stationen etc.). Nach einer gewissen Zeit wurde ich auch einige Jahre an den Bedienkonsolen der Grossrechner eingesetzt. Dann bot sich die Gelegenheit, eine der Aussenstationen (Satelliten) zu \u00fcbernehmen, was ich ein paar Jahre tat. Als dann einer der beiden Posten als Schichtleiter im Rechenzentrum frei wurde, bewarb ich mich dort und war ab diesem Zeitpunkt wieder im Rechenzentrum t\u00e4tig. Damals gab es noch keine eigentlichen Kommunikationsnetze, einzig einige Teletypekonsolen oder Modems standen zur Verf\u00fcgung. Sp\u00e4ter kamen dann noch diverse Terminalr\u00e4ume dazu, von wo aus man die Grossrechner der ETH erreichen konnte.<\/p>\n<h3>Projekt KOMETH<\/h3>\n<p>Mitte der 80-er Jahre wurde das Projekt KOMETH (Kommunikation ETH) mit dem Ziel gestartet, die \u00dcbertragungsraten von 300 bit\/s auf sage und schreibe 19`200 bit\/s anzuheben und die Verf\u00fcgbarkeit zus\u00e4tzlich in die B\u00fcros zu bringen. Nach den Pilotprojekten in den Geb\u00e4uden RZ und HG, welche mit mehr oder weniger grossen Problemen erfolgreich abgeschlossen wurden, suchte man Personen welche sich der Betreuung und Wartung dieser Installationen annahmen. Diese Aufgabe interessierte mich sehr und ich \u00fcbernahm die Gruppe KOMETH mit diversen Mitarbeitern, welche ebenfalls aus dem Operating rekrutiert wurden. Anfang der 90er-Jahre war KOMETH fast \u00fcberall verf\u00fcgbar und es gab ca. 5\u2018000 installierte Terminalserver (T-Boxen). Schon w\u00e4hrend der Installationszeit von KOMETH wurden auch punktuell die ersten ETHERNET Installationen mit sogenannten ThickWire Ethernet Kabeln gemacht. Hier standen dann schon 10 mb\/s zur Verf\u00fcgung. Diese wurden haupts\u00e4chlich f\u00fcr das interaktive Rechnen mit Minicomputern ben\u00f6tigt. Sp\u00e4ter kamen dann auch ThinWire Kabel dazu, mit welchen sp\u00e4ter auch ganze Geb\u00e4ude ausger\u00fcstet wurden. Als sich die Anzahl Kabel und aktiver Ger\u00e4te explosionsartig vermehrte suchte man eine L\u00f6sung, die installierte Infrastruktur irgendwie abzubilden.<\/p>\n<h3>Inventar erstellen und UTP \u2013 Nummern<\/h3>\n<p>Deshalb fingen wir an, ein Inventar zu erstellen und alle Kabelanschl\u00fcsse und aktiven Ger\u00e4te zu beschriften und mit einer an der ETH einmaligen Nummer zu versehen. Dies sieht man auch heute noch in jedem B\u00fcro mit der dort (hoffentlich) vorhandenen UTP \u2013 Nummer. Das ThinWire Zeitalter war leider auch ziemlich st\u00f6rungsanf\u00e4llig. Wenn zum Beispiel ein Mitarbeiter am Wochenende nach Hause ging und seinen Rechner mit dem T-St\u00fcck aus der Verkabelung l\u00f6ste, konnten seine Kolleginnen und Kollegen auch gleich nach Hause gehen, da an diesem Segment nichts mehr lief. Somit durften wir etliche Stunden unter Pulten rumkriechen um St\u00f6rungen zu finden und zu beheben. Als dann die ersten UKV Installationen realisiert wurden, war unsere Arbeit schon mal wesentlich einfacher, da es sich ja nun nur noch um eine Punkt-Punkt-Verbindung handelte. Der n\u00e4chste Schritt war, von den unz\u00e4hligen Subnetzen, welche m\u00fchsam \u00fcber fast die ganze ETH physikalisch verbunden werden musste, auf die neue Infrastruktur mit den virtuellen Subnetzen (VLAN) zu wechseln. Hier gab es einige Monsterprojekte, welche zu bew\u00e4ltigen waren, galt es doch alle aktiven Ger\u00e4te durch neue zu ersetzten.<\/p>\n<h3>Organisation der ID<\/h3>\n<p>Zu dieser Zeit ging es auch punkto Organigramm Schlag auf Schlag. Zuerst bekamen wir einen Informatikdirektor (Dr. Seehars) welcher das ehemalige Rechenzentrum \u00fcbernahm. Die Sektion Kommunikation erhielt mit Dr. Hille einen Chef, welcher half, die neue Infrastruktur \u00fcber die ganze ETH auszubreiten. Zuerst wurde die Glasfaservernetzung RNETH (R\u00fcckgradnetz ETH) \u00fcber s\u00e4mtliche Geb\u00e4ude der ETH gezogen. Anschliessend wurde die UKV Verkabelung in allen ETH eigenen Geb\u00e4uden realisiert. Nun, in der Zwischenzeit haben wir die aktiven Ger\u00e4te unserer Netzwerkinfrastruktur schon weitere dreimal gewechselt, die Anzahl zu betreuenden Geb\u00e4ude w\u00e4chst und w\u00e4chst und damit ja nat\u00fcrlich auch die zu betreuenden Netzwerkanschl\u00fcsse. Somit ist auch sichergestellt, dass es uns nicht langweilig wird.<\/p>\n<h3>35 interessante Jahre<\/h3>\n<p>Zum Abschluss m\u00f6chte ich es nicht verpassen, mich bei der ETH f\u00fcr die 35 interessanten Jahre die ich hier verbringen durfte zu bedanken. Es war bis jetzt eine spannende Zeit mit vielen neuen Technologien, welche sich manchmal durchsetzten und manchmal auch schnell wieder verschwanden. Die ETH war stets ein sehr guter und fairer Arbeitgeber.\u00bb<\/p>\n<h2>Hier noch einige interessante Links zu den obigen Themen<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Teletype_Model_33\" target=\"_blank\">http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Teletype_Model_33<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ethistory.ethz.ch\/rueckblicke\/verwaltung\/informatikdienste\/netzwerke\/netzwerke\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.ethistory.ethz.ch\/rueckblicke\/verwaltung\/informatikdienste\/netzwerke\/netzwerke\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ethistory.ethz.ch\/rueckblicke\/verwaltung\/informatikdienste\/material_dokumente\/datenkommunikationsinfrastruktur.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/www.ethistory.ethz.ch\/rueckblicke\/verwaltung\/informatikdienste\/material_dokumente\/datenkommunikationsinfrastruktur.pdf<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. 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