{"id":1394,"date":"2010-06-09T23:20:51","date_gmt":"2010-06-09T22:20:51","guid":{"rendered":"https:\/\/wpethzprd.ethz.ch\/id\/?p=1394"},"modified":"2010-06-10T07:49:11","modified_gmt":"2010-06-10T06:49:11","slug":"accessibility-update-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/2010\/06\/09\/accessibility-update-2010\/","title":{"rendered":"accessibility update 2010"},"content":{"rendered":"<p>vor fast genau einem jahr, am 10.6.2009, lud die credit suisse im namen der &#8222;fachgruppe accessibility der schweizer informatik gesellschaft&#8220; zu einem ganzt\u00e4gigen &#8222;accessibility day&#8220; in ihr forum im uetlihof ein, siehe meinen <a href=\"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/2009\/06\/10\/accessibility-day-2009\/\">blogeintrag<\/a>. gestern 9.6.2010 war nun die ETH z\u00fcrich gastgeberin. die veranstaltung wurde auf einen halben tag reduziert, war aber nicht minder interessant.<\/p>\n<p><!--more-->als ich den raum HG E1.1 betrat, fragte ich mich allerdings, ob hier nicht schon auf dem anweg die ersten fast un\u00fcberwindlichen barrieren bestehen: \u00fcber zahlreiche treppen ging\u2019s auf und ab und der raum selbst hatte sehr hohe stufen. eine person im rollstuhl h\u00e4tte wohl grosse m\u00fche, diesen raum zu erreichen, im raum selbst gibt es ebenfalls sehr wenig platz f\u00fcr rollst\u00fchle. die hohen stufen und schmalen durchg\u00e4nge waren f\u00fcr personen mit sehbehinderungen, die oft von einer zweiten person begleitet wurden, nur m\u00fchsam zu \u00fcberwinden. der zugang zum haupteingang ist zwar inzwischen rollstuhlg\u00e4ngig, im haus selbst happert es aber noch enorm. anderseits ist der zugang mit diesen holzlatten f\u00fcr damen mit bleistiftabs\u00e4tzen auch nicht wirklich geeignet, aber zugang f\u00fcr alle bezieht sich m\u00f6glicherweise ja gar nicht auf alle alle, sondern eben auf alle mit flachschuhen und rollst\u00fchlen.<\/p>\n<p>&#8222;\u00f6ppis isch immer&#8220;, pflegt mein vater in solchen situationen zu sagen und er mit seinen 81 jahren lebenserfahrung muss es ja wissen. damit w\u00e4ren wir auch schon beim thema des ersten vortrages: &#8222;Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Alter&#8220;. es gibt zahlreiche m\u00f6glichkeiten, Internet-nutzer und -nichtnutzer \u2013 sogenannte \u00d4\u00c7\u00d7onliner\u201e und \u00d4\u00c7\u00d7offliner\u201e zu kategorisieren: nach geschlecht, bildung, einkommen oder eben alter. das &#8222;Zentrum f\u00fcr Gerontologie (ZfG)&#8220; der universit\u00e4t z\u00fcrich hatte k\u00fcrzlich im auftrag der Pro Senectute und des BAKOM eine studie zum thema Internet-nutzung bei personen \u00fcber 65 durchgef\u00fchrt. \u00fcber 1100 teilnehmerInnen hatten fragen zur nutzung des Internets beantwortet. es stellte sich heraus, dass der &#8222;digitale graben&#8220; mit zunehmendem alter fast linear ansteigt. bei den 65-69 j\u00e4hrigen nutzen knapp 60% das Internet zumindest gelegentlich, bei den 85+ j\u00e4hrigen sind es gerade noch 8%. der gesamtschweizerisch anteil der &#8222;onliner&#8220; liegt bei 77%. bei denjenigen senioren, welche das Internet nutzen, liegt email an der spitze, gefolgt von informationsbeschaffung und dem SBB-fahrplan. diese angaben kann ich aus eigener erfahrung best\u00e4tigen, hat sich doch mein vater vor wenigen monaten sein erstes notebook gekauft und nutzt genau diese dienste. auch die aussage, ein positiv eingestelltes umfeld (familie, insbesondere enkel, aber auch kinder und freunde) w\u00e4re die beste motivation f\u00fcr senioren, sich im (fortgeschrittenen) alter noch mit IKT im allgemeinen und dem Internet im besonderen auseinanderzusetzen, trifft in unserem fall zu. damit senioren Internet-dienste auch nutzen k\u00f6nnen, m\u00fcssen diese altersgerecht angeboten werden. es gelten grunds\u00e4tzlich die gleichen anforderungen wie f\u00fcr menschen mit behinderungen, also gute strukturen, \u00fcbersichtliche layouts, verst\u00e4ndliche formulierungen, kein unn\u00f6tiger ballast usw. weiterf\u00fchrende informationen zu dieser studie und den bericht selbst finden man unter <a href=\"http:\/\/www.zfg.uzh.ch\/projekt\/ikt-alter.html\">www.zfg.uzh.ch\/projekt\/ikt-alter.html<\/a><\/p>\n<p>im n\u00e4chsten vortrag ging es sozusagen um personen am anderen ende der alters-skala: um studierende mit behinderungen. 12% aller studierenden sind menschen mit behinderung oder chronischer krankheit. das ziel des projektes &#8222;Accessible-Education&#8220; der &#8222;z\u00fcrcher hochschule f\u00fcr angewandte wissenschaften&#8220; (ZHAW) ist es, curricula, pr\u00fcfungen und studienrelevante informationen in barrierernfreier form anzubieten. dies bedeutet, dokumente \u2013 insbesondere PDFs \u2013 m\u00fcssen in barrierenfreier form angeboten werden. multimediale inhalte, z.b. aufzeichnungen von vorlesungen, m\u00fcssen mit untertiteln versehen oder in geb\u00e4rdensprache \u00fcbersetzt werden. schliesslich sollen f\u00fcr studierende mit motorischen behinderungen elektronische karten f\u00fcr barrierenfreien zugang erstellt werden. im rahmen dieses projektes sollen beratung und schulung angeboten und die \u00f6ffentlichen institutionen auf die bed\u00fcrfnisse von studierenden mit behinderungen sensibilisiert werden. es sollen richtlinien f\u00fcr barrierefreie unterlagen und spezial SW zur produktion von barrierefreien dokumente erstellt werden. bis jetzt konnten barrierefreie stundenpl\u00e4ne produziert werden und es wurde ein Word-plugin zur erstellung barrierefreier dokumente programmiert. dieses kann in den n\u00e4chsten tagen \u00fcber die website der ZHAW heruntergeladen werden, siehe <a href=\"http:\/\/accessible-education.zhaw.ch\/\">accessible-education.zhaw.ch<\/a>.<\/p>\n<p>nach der pause wurde ein weiterer \u00e4usserst n\u00fctzlicher vortrag gehalten: die &#8222;Stiftung zur behindertengerechten Technologienutzung&#8220; (&#8222;zugang f\u00fcr alle&#8220;) pr\u00e4sentierte eine aktualisierte checkliste um die barrierefreiheit einer website zu pr\u00fcfen und ein werkzeug, um PDF-dateien auf barrierefreiheit zu testen. die checkliste wird in verschiedenen formaten angeboten, u.a. als Word- und Excel-datei und kann von der website <a href=\"http:\/\/www.access-for-all.ch\">www.access-for-all.ch<\/a> heruntergeladen werden. der PDF accessibility checker wird in k\u00fcrze \u00fcber die gleiche adresse verf\u00fcgbar sein. die checkliste basiert auf den <a href=\"http:\/\/www.w3.org\/WAI\/intro\/wcag\">Web Content Accessibility Guidelines V2.0<\/a> (WCAG) des <a href=\"http:\/\/www.w3.org\/\">W3C<\/a>.<\/p>\n<p>zusammenfassend m\u00f6chte ich den nachmittag als \u00e4usserst gelungene, informative und n\u00fctzliche veranstaltung bezeichnen. dass mit herrn professor carl august zehnder eine herausragende pers\u00f6nlichkeit aus der IT-welt durch die veranstaltung gef\u00fchrt hatte, zeigt wie ernst dieses anliegen in der fachwelt genommen wird. umso bedauerlicher scheint mir, dass die kollegen aus der HK auch dieses jahr wieder durch abwesenheit gegl\u00e4nzt haben \u2013 hatte die veranstaltung doch praktisch vor ihrer b\u00fcrot\u00fcr stattgefunden &#8230; und wurde accessibility zu einem wichtigen anliegen im rahmen des ETHZ-webrelaunch erkl\u00e4rt. weitere informationen zu dieser veranstaltung findet man unter <a href=\"http:\/\/www.ict-accessibility.ch\">www.ict-accessibility.ch<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vor fast genau einem jahr, am 10.6.2009, lud die credit suisse im namen der &#8222;fachgruppe accessibility der schweizer informatik gesellschaft&#8220; zu einem ganzt\u00e4gigen &#8222;accessibility day&#8220; in ihr forum im uetlihof ein. gestern 9.6.2010 war nun die ETH z\u00fcrich gastgeberin. <\/p>\n","protected":false},"author":880,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1179,898],"tags":[2538,891,148,2539],"class_list":["post-1394","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-mail-web","category-support","tag-accessibility","tag-web","tag-www","tag-zugang"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/wp-json\/wp\/v2\/users\/880"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1394"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1394\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}