{"id":1323,"date":"2010-05-10T13:37:36","date_gmt":"2010-05-10T12:37:36","guid":{"rendered":"https:\/\/wpethzprd.ethz.ch\/id\/?p=1323"},"modified":"2010-05-12T11:41:34","modified_gmt":"2010-05-12T10:41:34","slug":"client-security-in-turbulenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/2010\/05\/10\/client-security-in-turbulenzen\/","title":{"rendered":"Client Security in Turbulenzen"},"content":{"rendered":"<p><em>In den letzen paar Monaten hat sich die Sicherheitslage bei Windows Arbeitsplatzrechnern substantiell verschlechtert. Die Incidentzahlen sind auf ein ziemlich hohes Niveau geschnellt. In manchen Umgebungen muss von einer eigentlichen Krise der Client Security gesprochen werden.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><em><\/em><\/p>\n<p>Jahrelang schien sich bei den ETH eigenen Windows Rechnern alles zum Guten zu wenden. Die Zahl der Security Tickets sank von 2005 bis 2008 kontinuierlich. 2009 begann die Zahl der Zwischenf\u00e4lle wieder zu steigen und schnellte in den letzten Monaten weiter in die H\u00f6he. Auf Jahresbasis erreichen wir eine Rate von 5% Security-Tickets f\u00fcr die rund 10\u2018000 Arbeitsplatzrechner. Wenn wir von den detektierten und mit Tickets bearbeiteten Zwischenf\u00e4llen mit einem Faktor drei auf die realen Zwischenf\u00e4lle schliessen, m\u00fcssen wir 15% betroffenen Maschinen rechnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/files\/2010\/05\/trend-2010-04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1324\" src=\"https:\/\/blogs.ethz.ch\/id\/files\/2010\/05\/trend-2010-04.jpg\" alt=\"\" width=\"633\" height=\"432\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Verteilung \u00fcber Organisationseinheiten ist sehr ungleich. Von den betroffenen Maschinentypen her l\u00e4sst sich aber eine klare Aussage machen. Betroffen sind vor allem nicht gemanagte XP Maschinen. Die massive Zunahme der Zwischenf\u00e4lle l\u00e4sst sich grossteils auf zwei Probleme zur\u00fcckf\u00fchren.<\/p>\n<p>Unmittelbare Ursache ist ein massives <strong>Defizit beim Patching von Applikationen<\/strong>. W\u00e4hrend in nicht gemanagten Umgebungen meist Microsoft Update aktiv ist und f\u00fcr das Patchen von Betriebssystem, Internet Explorer und Office sorgt, bleiben Anwendungen und Plugins sich selbst \u00fcberlassen. Der Angriffsdruck hat sich in den letzten zwei Jahren aber zunehmend auf Applikationen verschoben, in den letzten Monaten etwa auf den Adobe Reader oder das Flash Plugin.<\/p>\n<p>Eine zweite Ursache ist die verbreitete <strong>Vernachl\u00e4ssigung des \u00d4\u00c7\u00dcStand der Technik\u2018 Gebots<\/strong>. Die Fachcommunity ist sich einig, dass die Innovationsspirale von der Malwareseite mit hoher Energie am Rotieren gehalten wird. Wer noch mit Windows XP unterwegs ist, hat den Abstand zum Stand der Technik seit Jahren kontinuierlich anwachsen lassen. Die Folgen zeigen sich nun bei den nicht gemanagten Umgebungen, welche die relativen M\u00e4ngel von XP nicht durch Policies und andere Massnahmen kompensieren. Stand der Technik ist aber auch bei Anwendungen wichtig, etwa bei Webbrowsern. Hier sind allzu viele veraltete Vehikel unterwegs. Das Verharren auf veralteten Technologien schw\u00e4cht die Widerstandsf\u00e4higkeit eines Systems.<\/p>\n<p>Positiv kann vermerkt werden, dass das Element Virenschutz ziemlich optimal gehandhabt wird. Meist werden f\u00fchrende Produkte wie Avira oder Symantec verwendet. Allerdings zeigt die laufende Welle die Limiten des Virenschutzes auf. Ein sonst suboptimales System kann durch den Virenschutz allein nicht auf ein akzeptables Sicherheitsniveau gehoben werden. Allzu h\u00e4ufig haben uns Admins in den letzten Monaten gemeldet, dass die Maschine auf laufenden Avira, Symantec oder Sophos vorbei infiziert worden sind. M\u00f6glicherweise haben wird es mit einer verbesserten Logistik der Malwareverbreiter zu tun, neue Varianten sofort breit auf infizierten Websites zu platzieren.<\/p>\n<p>Es f\u00fchrt kein Weg daran vorbei, PCs permanent auf dem neuesten Versions- und Patchzustand zu halten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzen paar Monaten hat sich die Sicherheitslage bei Windows Arbeitsplatzrechnern substantiell verschlechtert. Die Incidentzahlen sind auf ein ziemlich hohes Niveau geschnellt. 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