AIP – digitale ETH-Drehscheibe nimmt Fahrt auf

AIP hier, AIP da – der Begriff taucht in immer mehr Projekten und Gesprächen auf. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter der Application Integration Platform (AIP)? Und vor allem: Was bringt sie uns konkret?

Was ist die AIP?

Die digitalen Anforderungen der ETH wachsen rapide – neue Projekte wie Digital Campus und cloudgestützte Services entstehen laufend. Ohne eine zentrale, intelligente Integrationsplattform würde jedes Projekt wieder eigene Schnittstellen zu bestehenden Systemen bauen müssen. Das führt zu mehr Komplexität, höheren Kosten und verschärft technische Schulden. Die AIP löst dieses Problem: Sie schafft eine einmal gebaute, mehrfach wiederverwendbare Grundlage.

Die AIP wird die zentrale Datendrehscheibe der ETH Zürich. Statt unzähliger direkter Verbindungen zwischen einzelnen Systemen gibt es künftig einen intelligenten Hub, der alles orchestriert – sowohl vor Ort als auch in der Cloud. Das Resultat: weniger Komplexität, höhere Geschwindigkeit, bessere Datenqualität.

Bildlich gesprochen ist die AIP die moderne Telefonzentrale der ETH-IT: Für Nutzende unsichtbar, aber entscheidend dafür, dass alle Gespräche zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommen.

Wofür man die AIP einsetzen kann

Drei konkrete Beispiele zeigen die Einsatzmöglichkeiten:

  • Asynchrone Kommunikation für mehr Stabilität: Wenn sich Studierende in academyFIVE – dem künftigen Campus-Management-System der ETH – einschreiben, publiziert das System ein Ereignis. Die AIP verteilt diese Information an IAM, SAP und alle weiteren interessierten Systeme – und zwar so, dass jedes System unabhängig voneinander funktioniert. Fällt ein System kurzzeitig aus, empfängt es die Information später. Diese Entkopplung sorgt für deutlich mehr Stabilität in der gesamten Systemlandschaft
  • Sichere Migration grosser Datenmengen: Beim Umzug von mehreren Tausend Studierendenprofilen von der alten Lehrbetriebs-Plattform zu Digital Campus sorgt die AIP dafür, dass Daten sauber extrahiert, in ein einheitliches Format gebracht und verlustfrei geladen werden
  • Synchrone Kommunikation für sofortige Antworten: Bevor eine neue Person in academyFIVE angelegt wird, stellt das System über die AIP eine direkte Anfrage: Existiert diese Person bereits irgendwo an der ETH? Die Antwort kommt sofort zurück – synchron, in Echtzeit. Das vermeidet Doppelanlagen und verbessert die Datenqualität massiv

Aktuelle Fortschritte

Die AIP ist keine Zukunftsvision mehr – sie nimmt konkret Gestalt an:

  • Das Steering Committee hat das Programm Ende Oktober 2025 freigegeben (PgM200) und damit grünes Licht für die Durchführungsphase gegeben
  • Der technische Durchstich mit Digital Campus ist gelungen: academyFIVE lässt sich via AIP in die ETH-Systemlandschaft integrieren
  • Neue Perspektiven: Weitere Projekte interessieren sich für die AIP. Das Architecture Competence Center (ACC) hat zudem vorgegeben, dass künftige Integrationsprojekte die AIP nutzen müssen – sie wird damit zum verbindlichen Standard

Was das bedeutet

Mit der AIP entsteht eine wiederverwendbare Plattform, die nicht nur für Digital Campus funktioniert, sondern für alle künftigen Integrationsvorhaben an der ETH. Was einmal gebaut wird, kann mehrfach genutzt werden – das spart Zeit, Kosten und Nerven.

Für alle, die neue Services entwickeln oder bestehende modernisieren: Prüft frühzeitig, ob die AIP eine tragende Rolle in euren Integrationsprojekten spielen wird. Das AIP-Office steht für Fragen und Abstimmungen zur Verfügung: aip-office@ethz.ch

Die AIP arbeitet im Hintergrund – damit an der ETH im Vordergrund alles reibungslos funktioniert.

Kontakt

Michael Werner, Project Manager Informatikdienste der ETH Zürich (ID CCR)

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