Living Archive – Harald Naegeli in der Parkgarage der ETH Zürich

Living Archive – Harald Naegeli in der Parkgarage der ETH Zürich

Über vierzig Jahre lang gehörte die ETH Parkgarage zu Harald Naegelis Lieblingsplätzen. Die ersten Sprayzeichnungen, die er hier machte, datieren aus den 1970er-Jahren. Die letzten entstanden 2019. Auch in den über dreissig Jahren, in denen der Sprayer von Zürich seinen Wohnsitz aus politischen Gründen nach Düsseldorf verlegt hatte, kehrte er auf seinen kürzeren oder längeren Stippvisiten in seine Vaterstadt immer wieder an diesen Ort – oder Unort – zurück, um neue Graffiti zu machen oder bereits vorhandene, etwas in die Jahre gekommene, aufzufrischen oder zu ergänzen. Read more

Wisse, oder ruhe! Hendrick Goltzius’ Porträt seines Lehrers Dirck Volckertsz. Coornhert

Wisse, oder ruhe! Hendrick Goltzius’ Porträt seines Lehrers Dirck Volckertsz. Coornhert

Hendrick Goltzius’ Porträt seines ersten und einzigen Lehrers Dirck Volckertsz. Coornhert (1522-1590) gehört zu jenen Werken, deren reale Wirkung durch Reproduktionen stets nur unzureichend vermittelt werden kann. Das liegt nicht zuletzt an den Maßen des Blattes, das mit über einem halben Meter Höhe der größte Porträtstich im Werk Goltzius’ ist; es zeigt damit den Dargestellten fast in Lebensgröße, was wesentlich zu dessen raumgreifender Präsenz beiträgt. Read more

«Epos Schweizer Technik und Industrie» (Teil 2): Eine Hymne an die Ingenieurbaukunst

«Epos Schweizer Technik und Industrie» (Teil 2): Eine Hymne an die Ingenieurbaukunst

Krane und Gerüste auf der einen Seite, fertige Bauwerke auf der anderen Seite. Darstellerisch ist die Reihe der Ingenieurbauten im Zyklus zur Schweizerischen Technik, Industrie und Ingenieurbaukunst in den Gängen des Gull-Baus genauso vielfältig wie ihre Inhalte: Tunnel- und Brückenbau, Stau- und Kraftwerke aus dem Gebiet des Wasserbaus. Und das obwohl diese zum grössten Teil vom selben Künstler ausgeführt wurden, dem Landschaftsmaler und Architekten Wilhelm Ludwig Lehmann. Read more

Das rote Fass von Roman Signer

Das rote Fass von Roman Signer

Kaum ein Kunstwerk im öffentlichen Raum dürfte in den 1980er-Jahren so viel Unmut erregt haben wie das rote Fass von Roman Signer im Grabenpärkli in St. Gallen. Dabei ist es doch offensichtlich mit dem kürzlich im Zusammenhang mit dem Jahr des Kulturerbes angesprochenen Touristenmagnet Manneken-Pis in Brüssel verwandt. Zumindest die Grundidee des Wasserstrahls ist dieselbe und deshalb kann Signers Fass auf Stelzen auch als eine zeitgenössische Übersetzung des Manneken-Prinzips gelesen werden.  Read more

Manneken-Pis, ein eigenartiges, hybrides Objekt

Manneken-Pis, ein eigenartiges, hybrides Objekt

In unserer losen Folge zum Jahr des Kulturerbes folgt heute eine weitere Bronzeplastik im Stadtraum. Das „wasserlassende Männlein“, welches von Jérôme Duquesnoy im Jahr 1619 geschaffen wurde, ist eine bekannte Brunnenfigur in Brüssel. Catherine Emerson bezeichnet die Figur als merkwürdiges, hybrides Objekt: Read more

Geister und Grazien an der ETH Zürich: Der Silver Ghost von Bernhard Luginbühl

Geister und Grazien an der ETH Zürich: Der Silver Ghost von Bernhard Luginbühl

Geister und Grazien gaben den Titel der ersten Kunstführung an der ETH Zürich am 31. Oktober 2016. Nachdem die drei Grazien von Eduard Zimmermann mit ihrem Brunnen im Beitrag vom 27. Januar 2017 vorgestellt wurden, ist es nun Zeit den „silbernen Geist“ der ETH Zürich ins Rampenlicht zu holen. Read more