Living Archive – Harald Naegeli in der Parkgarage der ETH Zürich

Living Archive – Harald Naegeli in der Parkgarage der ETH Zürich

Über vierzig Jahre lang gehörte die ETH Parkgarage zu Harald Naegelis Lieblingsplätzen. Die ersten Sprayzeichnungen, die er hier machte, datieren aus den 1970er-Jahren. Die letzten entstanden 2019. Auch in den über dreissig Jahren, in denen der Sprayer von Zürich seinen Wohnsitz aus politischen Gründen nach Düsseldorf verlegt hatte, kehrte er auf seinen kürzeren oder längeren Stippvisiten in seine Vaterstadt immer wieder an diesen Ort – oder Unort – zurück, um neue Graffiti zu machen oder bereits vorhandene, etwas in die Jahre gekommene, aufzufrischen oder zu ergänzen. Read more

Junge Frau mit Sugar Daddy: Albrecht Dürers moralisierende Darstellung eines ungleichen Paares

Junge Frau mit Sugar Daddy: Albrecht Dürers moralisierende Darstellung eines ungleichen Paares

Zu den frühesten Kupferstichen, die der junge Albrecht Dürer (1471-1528) anfertigte, wird gemeinhin ein Bild gezählt, das unter dem Titel Das ungleiche Liebespaar oder Der Liebesantrag bekannt ist. Zu sehen sind ein alter Mann und eine deutlich jüngere Frau, die sich gemeinsam in einer weitläufigen Landschaft niedergelassen haben. Read more

Alfred Hitchcock, die Architektur und das Set Design

Alfred Hitchcock, die Architektur und das Set Design

Der berühmte Filmemacher Alfred Hitchcock (1889, London – 1980, Los Angeles) begann seine Karriere anfangs der 1920er Jahre als Schriftenmaler und Filmarchitekt, bevor er als eigentlicher Regisseur auftrat. Dieses Interesse für das Set Design und für die vielen handwerklichen Fertigkeiten, welche vom Publikum leicht «übersehen» werden, obwohl sie die Qualität des Endprodukts entscheidend beeinflussen, liessen ihn nie los.

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Wisse, oder ruhe! Hendrick Goltzius’ Porträt seines Lehrers Dirck Volckertsz. Coornhert

Wisse, oder ruhe! Hendrick Goltzius’ Porträt seines Lehrers Dirck Volckertsz. Coornhert

Hendrick Goltzius’ Porträt seines ersten und einzigen Lehrers Dirck Volckertsz. Coornhert (1522-1590) gehört zu jenen Werken, deren reale Wirkung durch Reproduktionen stets nur unzureichend vermittelt werden kann. Das liegt nicht zuletzt an den Maßen des Blattes, das mit über einem halben Meter Höhe der größte Porträtstich im Werk Goltzius’ ist; es zeigt damit den Dargestellten fast in Lebensgröße, was wesentlich zu dessen raumgreifender Präsenz beiträgt. Read more

Von Architekten und Insekten

Von Architekten und Insekten

Seit März 2020 verfügen die Sammlungen und Archive der ETH Zürich über eine neue Strategie für die kommenden Jahre. Ein Schwerpunkt ist die interne Zusammenarbeit: «Zur Erhöhung der Sichtbarkeit und Wahrnehmung werden die enge fachliche Vernetzung und Kooperation der Sammlungen und Archive untereinander sowie mit den Departementen, Professuren und externen Partnern gestärkt» (ETH Zürich 2020). Read more

Copy & Paste im Jahr 1631: Christoph Scheiners Pantograf

Copy & Paste im Jahr 1631: Christoph Scheiners Pantograf

1631 liess der deutsche Physiker und Astronom Christoph Scheiner (1573-1650) in Rom ein Buch drucken mit dem Titel «Pantographice, seu Ars delineandi res quaslibet per parallelogrammum lineare seu cavum, mechanicum, mobile». Übersetzt lautet dieser Titel etwa «Der Pantograf oder die Kunst des Zeichnens mit einem linearen oder geraden, mechanischen und beweglichen Parallelogramm». Ein Blick auf eine der ersten Abbildungen des Drucks auf Seite 25 verdeutlicht, wie Parallelogramme beim Zeichnen helfen sollen:

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«Epos Schweizer Technik und Industrie» (Teil 2): Eine Hymne an die Ingenieurbaukunst

«Epos Schweizer Technik und Industrie» (Teil 2): Eine Hymne an die Ingenieurbaukunst

Krane und Gerüste auf der einen Seite, fertige Bauwerke auf der anderen Seite. Darstellerisch ist die Reihe der Ingenieurbauten im Zyklus zur Schweizerischen Technik, Industrie und Ingenieurbaukunst in den Gängen des Gull-Baus genauso vielfältig wie ihre Inhalte: Tunnel- und Brückenbau, Stau- und Kraftwerke aus dem Gebiet des Wasserbaus. Und das obwohl diese zum grössten Teil vom selben Künstler ausgeführt wurden, dem Landschaftsmaler und Architekten Wilhelm Ludwig Lehmann. Read more

Aus der Bibliothek des Sonnenkönigs: das Labyrinth von Versailles

Aus der Bibliothek des Sonnenkönigs: das Labyrinth von Versailles

Zum Garten des Schlosses von Versailles gehörte ein Labyrinth mit farbigen Brunnen und Wasserspielen. Während der reich geschmückte Irrgarten die Zeit leider nicht überdauert hat, wurden Abbildungen der Brunnen und die dazugehörigen Geschichten glücklicherweise in einem Buch festgehalten. Eine Ausgabe befindet sich im Besitz der ETH-Bibliothek und trägt auf dem Buchdeckel ein Supralibros mit dem Wappen des französischen Königs Ludwig XIV.

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