Das Ei in der Materialsammlung

Nicht nur zu Ostern, sondern das ganze Jahr über liegt in einer Vitrine in der Materialsammlung im HIL-Gebäude auf dem Hönggerberg ein Ei.

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Natürlich ist es nicht irgendein Ei, sondern ein auf Hochglanz poliertes, an dessen Oberfläche sich das Licht spiegelt. Ist es ein Hühnerei oder vielmehr ein Ei aus Marmor oder Alabaster? Ist es zerbrechlich oder hart? Was macht dieses kuriose Stück, das man zum Bauen wohl kaum verwenden kann, in der Materialsammlung, die durch das Ei ein klein wenig zur Wunderkammer wird?

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Das Ei ist eine Leihgabe der Künstlerin Karin Sander, die am Departement Architektur der ETH eine Professur für Architektur und Kunst innehat. Es handelt sich tatsächlich um ein Hühnerei, aber im Unterschied zum Osterei ist dieses weder gekocht noch ausgeblasen, sondern roh. Zum Kunstobjekt aufpoliert wurde es im Jahr 1994.

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Durch die Politur werden Eigenschaften und Materialität des Alltagsobjekts Ei artikuliert und zugleich so verändert, dass es mit geschärfter Wahrnehmung neu betrachtet werden kann. Die Veränderung von Oberflächen durch verschiedene Formen der Bearbeitung ist auch ein Schwerpunkt der Materialsammlung. Viel Spass beim weiteren Entdecken!

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