Gerhard Mercator und sein Atlas sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et Fabricati Figura

Diesen Monat  jährt sich der Geburtstag des grossen Mathematikers, Kartographen und Philosophen Gerhard Mercator zum fünfhundertsten Mal. Bekannt und heute noch präsent ist Mercator vor allem wegen der von ihm erfundenen und nach ihm benannten Mercator-Projektion, die auch in der modernen Kartographie noch Anwendung findet.

Sein grösstes Projekt, an dem er bis kurz vor seinem Tod gearbeitet hatte, war aber der Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati  figura (Atlas – oder Gedanken eines Kosmographen über die Erschaffung der Welt und die Gestalt des Geschaffenen). Herausgegeben wurde der Atlas von Mercators Söhnen 1595, ein Jahr nach dessen Tod. Als Kosmographie konzipiert, enthält er in einem ersten Teil auch theoretische Schriften zur Schöpfungsgeschichte. Der zweite Teil besteht aus 107 Karten.  Neben Abbildungen der Welt, sowie den Kontinenten und Ländern beinhaltet der Atlas auch Kartenausschnitte, die kleinere Regionen abdecken, zum Beispiel das Zurichgow.

  

Bildnachweis: Orbis terrae compendiosa descriptio und Zurichgovv et Basiliensis provincia. Beides in: Gerhard Mercator: Atlas sive Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati  figur, Faksimile-Ausgabe, Lachen, Coron Verlag 1988.

Im Lesesaal Spezialsammlungen in der Freihandbibliothek der Kartensammlung kann unter der Signatur KA 020 WELT 1595 eine Faksimileausgabe des Mercator-Atlas‘ von 1988 eingesehen werden. Zum 500. Geburtstag des Kartographen ist ausserdem eine neue Faksimileausgabe geplant, die bald erscheinen soll.

In der ETH-Spezialsammlung Alte Drucke findet sich zudem eine weitere, verkleinerte Ausgabe des Atlas‘ mit dem Titel Atlas minor Gerardi Mercatoris.

http://www.library.ethz.ch:80/search/action/dlDisplay.do?docId=ebi01_prod002145323&vid=DADS

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