Brauchtum in der Schweiz

Dieser Tage beginnt die Fasnacht in den verschiedenen, vor allem katholischen Regionen der Schweiz. In der Regel beginnt die „fünfte Jahreszeit“ am schmutzigen Donnerstag und endet am Fasnachtsdienstag. Ende des Karnevals ist der Aschermittwoch und die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern beginnt damit. Bekannteste Ausnahme ist die grösste Fasnacht der Schweiz, die Basler Fasnacht. Sie beginnt am Montag nach Aschermittwoch um 4:00 Uhr mit dem „Morgestraich“ und dauert exakt 72 Stunden.

Altstätten : Rölleliputzen (Fastnacht). Comet Photo AG, Zürich, 1982. Diapositiv (Com_LC2112-1)

Masken in Urnäsch (Kanton Appenzell Ausserrhoden AR). Silvesterchlausen. Comet Photo AG, Zürich, 1992. Diapositiv (Com_LC1471-2-01)

Ein weiterer Brauch ist das Silvesterchlausen in Urnäsch, Kanton Appenzell Ausserrhoden. Der Brauch feiert die Jahreswende einmal nach dem aktuellen gregorianischen Kalender und einmal nach dem alten julianischen Kalender. Am 31. Dezember und am 13. Januar (Alter Silvester) ziehen die Silvesterkläuse noch heute mit ihren Schellen in Schuppeln (kleinen Gruppen) singend und „zauernd“ (ein Naturjodel) von Haus zu Haus, um ein gutes Jahr zu wünschen.

Zürcher Sechseläuten : Böögg. Comet Photo AG, Zürich, 1982. Diapositiv (Com_LC1000-20-04)

Die Stadt Zürich kennt mit dem Sechseläuten und der Verbrennung des Bööggs einen weiteren ortsspezifischen Brauch, der die Vertreibung des Winters am dritten Montag im April feiert. Der Böögg, ein künstlicher Schneemann, wird pünktlich um 18 Uhr angezündet. Je schneller der mit Feuerwerkskörpern gefüllte Böögg den Kopf verliert, desto schöner soll anschliessend der Sommer werden. Im Zürcher Sechseläuten verbinden sich brauchtümliche Elemente der Fastnacht und der Frühlingsfeste mit den Umzügen der Zürcher Zünfte.

Die Bilder sind Bestandteil des Archivs der Fotoagentur Comet Photo. Sie sind in digitaler Form über das Wissensportal oder das Bildarchiv online öffentlich zugänglich

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