Koni Kreis

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  • als Antwort auf: Ans_05423 #10865

    Koni Kreis
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    Du müsstest mir jetzt nur noch eine online verfügbare Kopie von L’Architecture Américaine, alle drei Teile bitte, finden. Dann müsste ich dafür nicht auch noch in der Welt (Zürich, Berlin usw.) herumreisen (;-)).

    Ich möchte nämlich zu jedem der 120 Bildarchiv-Bilder die zugehörige Bildtafel-Nummer in L’Architecture Américaine festhalten. Beim Band „American Victorian Architecture“ bin ich nicht in jedem Fall sicher, ob alles stimmt. Z.B. wurden dort die Bildtafeln I-4 und I-5 verwechselt. Beim Gegenüberstellen der Nummern habe ich auch schon einmal gesehen, dass im Bildarchiv ein Bild doppelt vorhanden ist, dafür eines der Originalbilder im ETH-Bildarchiv fehlt.

    Irgendwann, so hoffe ich, bin ich mit dieser Bildserie dann einmal fertig.

    als Antwort auf: Ans_05423 #10776

    Koni Kreis
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    Thomas, wir hätten uns Mühe und „Ertrag“ in der Sache gerne teilen können, zumal der entscheidende Hinweis auf das Buch „American Victorian Architecture“ von 1975 von dir kam.
    Aber ich erledige die letzten elf Bilder gerne; die Abklärungen sind doch sehr spannend, es geht um eine interessante Epoche der amerikanischen Geschichte und um bemerkenswerte, aus heutiger Sicht manchmal auch fast gruselige Baudenkmäler.

    als Antwort auf: Ans_05423 #10774

    Koni Kreis
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    So, Thomas, jetzt habe ich 11 der 22 Bilder von Ans_05423 angeschaut und Kommentare dazu abgeschickt.

    Mit dem Bildband „American Victorian Architecture“ ist es wirklich nicht schwierig, man muss nur das richtige Bild finden, denn die Nummern der Plates im Bildband stimmen manchmal mit der Nummerierung im ETH-Bildarchiv überein – meistens aber gar nicht.

    Man kann dann Gebäudebezeichnung, Ort/Bundesstaat und Architekt direkt unter der ganzseitigen Bilddarstellung ablesen, manchmal auch das Baujahr. Dann muss man immer zu den Notes am Buchende gehen, um Adresse, Bauzustand usw. herauszulesen. Aber nicht zu allen Gebäuden gibt es einschlägige Notes.

    Ich habe die Bilder mit „Ohne Titel“ erledigt bis -03-018; nun könntest du doch die letzten elf Stück machen, das gibt doch wieder Punkte in der Statistik. (Wie wir das Buch so rasch nach Graubünden beamen könnten, ist mir zwar unklar.) Ich selber gehe aus Gwunder einmal die bestehenden Kommentare durch; in der privilegierten Lage mit diesem Bildband darf ich mich ja gewiss als kritischer Spezialist gebärden…
    Herzliche Grüsse Koni

    als Antwort auf: Ans_05423 #10773

    Koni Kreis
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    Hoi Thomas

    So, jetzt habe ich diesen prächtigen Bildband „American Victorian Architecture“ vor mir. Er enthält je 40 ganzseitige Gebäudeabbildungen der Kategorien „Öffentliche Gebäude“, „städtische Häuser“ und „vorstädtische Häuser“.

    Ich gehe davon aus, dass das wirklich die gleichen Bilder sind wie die im Album Ans_05423 im ETH-Bildarchiv. Jedenfalls habe ich „mein“ Bild (Ans_05423-02-015-FL) von der Wall Street in New York schon im Bildband gefunden. Allerdings scheinen mir die Nummerierungen im Bildarchiv und im Bildband wesentlich verschieden. „Mein“ Bild ist im Bildarchiv im Abschnitt 2, im Bildband aber in der Kategorie 1.

    Jedenfalls haben wir (momentan ich) alles, was wir für die genauen Bildbeschreibungen brauchen. Bei jedem Bild sind der Architekt, der Bauherr, der Ort / Staat und oft das Baujahr abgedruckt. In einem Anhang gibt es zu den meisten Bildern noch zusätzliche Notes, oft auch eine genauere Adresse.
    Bei „meinem“ Bild steht zum Beispiel: „Plate I.20: Queens Insurance Company Building, 37 and 39 Wall Street, New York, N.Y.; 1877; C. W. Clinton und J. W. Pirsson; destroyed“. Nur vom heutigen Nachbargebäude, dem Trump-Buildung, konnte der Bildband 1975 noch nichts wissen.

    Thomas, dann werde ich einmal elf der Bilder ohne Kommentare suchen und zu beschreiben versuchen. Ich kann dir ja dann Bescheid geben und von meinen Erfahrungen berichten, dann kannst du ja die letzten 11 erledigen. OK?

    Gruss Koni

    als Antwort auf: Ans_05423 #10756

    Koni Kreis
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    Hoi Thomas
    Du meinst also, die 120 Bilder von unserem Ans_05423 entsprechen genau den 120 Bildern im Buch von 1975, das ja ein ergänzter Reprint von „L’architecture américaine“ von ca. 1885 ist?
    Wie hast du denn das herausgefunden, wo das Buch ja noch bei der ETH liegt? Dann wäre es ja ganz einfach, die 22 fehlenden Kommentare abzuschreiben… Ich habe das Buch darum soeben für mich zur Ausleihe bestellt, da kann ich vom Zürcher Heimvorteil profitieren…
    Gruss Koni


    Koni Kreis
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    Harter Brocken!
    Wenn man nur ungefähr wüsste, wohin Mittelholzer von Rapperswil aus geflogen ist, auch erst in den Tagen darauf.
    Per Mail habe ich den Vorschlag ‚Braunwald‘ bekommen, aber wir konnten den Ort doch nicht dort festmachen.

    Aufgrund der Kratzer auf dem Bild ist anzunehmen, dass das Bild schon in der gleichen Kamera entstanden ist. Aber die Sonne scheint hier heller als auf den vorherigen Glarneralpen-Bildern.
    Manchmal zweifle ich bereits daran, ob auf dem Bild überhaupt Häuser erkennbar sind. In den Details ist es nämlich recht unscharf.
    Ich habe auch bereits alle Mittelholzer-Bilder von 1934 durchgesehen, nirgends gibt es ähnliche Bilder (mit Tiefflug, spärlicher Schneebedeckung, heller Sonne).
    Schön wäre es, wenn man in Mittelholzers Tagebuch blättern könnte. Ist denn das 83 Jahre nach seinem Tod immer noch gesperrt?
    Wenn das Bildnegativ bei mir im Keller lagern würde, dann wäre ich auch schon hinuntergestiegen und hätte mir das Negativ oder den Filmstreifen physisch angeschaut, um die Sequenz zu verifizieren.

    Jetzt dürfte dann gerne einmal der Kommissar Zufall auftreten…


    Koni Kreis
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    Leider kann ich noch keine Fortschritte vermelden.
    Da habe ich mir scheints etwas gar Schwieriges vorgenommen…

    Ich habe das Gebiet zwischen Alpstein und Vorderrhein und zwischen Chur und Rigi abgesucht, ohne Erfolg. Vielversprechend schienen mir der Alpstein, die Churfirsten und die Schwyzer Voralpen. Es gibt zahlreiche mittelhohe Berggipfel mit einem „Horn“, die fast wie der auf dem Bild ausschauen, aber eben nur fast.

    Momentan bin ich etwas ratlos. Ich stelle die Suche einmal auf Sparflamme und warte auf eine zufällige Wendung. kk

    als Antwort auf: Parallele E-Pics Sessions? (Frust) #10428

    Koni Kreis
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    Tatsächlich, mit Edge und Chrome kann ich parallele Bildarchiv-Suchaktionen durchführen. Das wäre ein Argument dafür, häufiger mit Chrome zu arbeiten. Vielen Dank für den Tipp!


    Koni Kreis
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    Ich hab’s jetzt gefunden (mit der Methode Kompass-stellen-und-Gebiet-geduldig-abfliegen…). Aber von einer Vorburg oder gar einer ganzen Burg keine Spur…

    Also: Unten im Tal, links leicht über der Mitte liegt Saint-Ursanne (JU) am Doubs. Wir schauen nach Westsüdwesten (WSW).
    Da unten beschliesst der Doubs, linksumkehrt zu machen und von uns weg nach Frankreich und Richtung Mittelmeer zurückzufliessen. Oben links die Hügelkrete des Clos du Doubs. Der Fotograf steht etwas unterhalb des Col des Rangiers, westlich des Hotels La Caquerelle in der Gegend Noire Combe.
    Standort des Fotografen: etwa 47°22′40.910″N 7°12′14.876″E, Gegend: Noire Combe

    Ich frage mich immer noch, woher der falsche Ausdruck ‚Vorburg‘ gekommen ist. Zwar ist der Vorbourg von Delémont in der Nähe, er ist für die Aufnahme des Bilds aber viel zu weit weg (mind. 8 km) und zu tief gelegen. Ich kann mir nur vorstellen, dass ‚Vorburg‘ einfach diesen erhöhten Standort über dem Tal des Doubs bezeichnen sollte. Bei der Überlieferung des Bildtitels muss etwas schief gegangen sein.

    Danke an alle, die die Suche nach der Vorburg mitverfolgt haben. Jetzt können alle wieder skifahren gehen.


    Koni Kreis
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    Ich habe mich verschrieben. Das Bild heisst ja <b>Aussicht von Vorburg. Das bedeutet noch klarer, dass wir von einem Burgstandort hinunter blicken in ein kleines Tal.

    Die Sonne scheint von links, wir blicken also etwa nach Westen (Südwest bis Nordwest). Links hinten ein grosser langer Hügel mit verstreuten Gebäuden darauf, was gegen einen Bergzug in der Höhe des Chasseral spricht.

    Im Tal über der Mitte im Hintergrund sind Nebelfetzen zu erkennen; da scheint Hochnebel (vom Mittelland? von der Rheinebene?) hereinzudrücken.

    Links der Mitte ein kleines gewundenes Tal, gewiss viel kleiner als das Val de Travers.

    Eigentlich müsste jetzt alles klar sein, aber ich komme nicht drauf.

    als Antwort auf: Ans_05145-03-009-AL – Ans_05145-03-023-AL #10374

    Koni Kreis
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    Ich kann dir nur zustimmen.
    Die kleine Unsicherheit bei der punktgenauen Verortung würde ich ausdrücken mittels „ungefähr auf der Höhe der Alten Römerstrasse“.
    (Bei Kolumbus hat man es ja ähnlich korrigiert, sein „Indien“ verbesserte man auf „Westindien“.)

    Dein „kleines Wäldchen“ sieht man sehr schön mitten auf dem Luftbild von Werner Friedli, „Grosses Moos“, LBS_H1-016970, von 1954. Hier sieht man die Alte Römerstrasse nördlich des Aarekanals und die Stromleitungen beidseits der Strasse sehr deutlich. In deinem „kleinen Wäldchen“ steht heute übrigens der markante Wasserturm von Gimmiz.

    Auf deinem Bild Ans_05145-03-017-AL sieht man übrigens links im Hintergrund am flachen Hügel einen weissen Fleck: Dies könnte der Steinbruch im Gebiet „Hölle“ in der Gemeinde Bühl bei Aarberg sein, der auf der Landkarte von 1916 eingezeichnet ist. (Wir brauchen hier halt jeden Flecken, der plausibel ist und unserer Verortung nicht widerspricht… (;-))

    als Antwort auf: Ans_05145-03-009-AL – Ans_05145-03-023-AL #10334

    Koni Kreis
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    Auf LBS_MH01-004513 von 1925 sieht man rechts aussen am Ufer noch so etwas wie Strommasten und auf dem nördlichen Kanalufer noch nackte Uferböschungen, die vielleicht 10 Jahre früher bei den Übersetzübungen freigelegt worden sind.

    Leider ist die Aufnahme sonst recht unscharf und hat auch horizontale Kratzer drauf. Nicht jede horizontale Linie ist eine Stromleitung!

    als Antwort auf: Ans_05145-03-009-AL – Ans_05145-03-023-AL #10333

    Koni Kreis
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    Lieber Thomas
    ich will wirklich nicht mit dir streiten. Die Verortung dort am Aarekanal scheint mir klar zu sein.

    Die Stromleitung vom Mittelholzer-Bild von 1934 scheint mir einfach nicht mehr die gleiche zu sein wie die vom Bild Ans_05145-03-017-AL von 1915, wo ja sogar zwei Leitungen mit zwei markanten Eisenmasten am nördlichen Kanalufer sichtbar sind. Die Masten am Ufer sind nicht mehr vom gleichen Typ, und 1915 scheinen die Masten noch viel näher zueinander gestanden zu haben. (Allerdings scheinen Dinge in Teleobjektivaufnahmen manchmal näher als in der Realität.)
    Das nicht genau datierte Mittelholzer-Bild LBS_MH03-1582 vom Elektrizitätswerk Kallnach in der Nähe zeigt, dass die vom Elektrizitätswerk ausgehenden Leitungen früher (wann?) mit extrem nahe zueinander gesetzten Masten ausgerüstet waren.

    Aber es ist trotzdem plausibel, dass es 1934 die gleiche Stromleitungs-Trasse mit zwei Masten am Aarekanalufer war wie 1915 (und wahrscheinlich auch, dass es immer noch eine Stromleitung ausgehend vom EW Kallnach war).

    als Antwort auf: Ans_05145-03-009-AL – Ans_05145-03-023-AL #10331

    Koni Kreis
    Teilnehmer

    Ja, das kann ich alles unterschreiben.

    Zu 1.: Man erkennt auf dem Mittelholzer-Bild auch schön die sog. Alte Römerstrasse, für die es natürlich keine Brücke über den Aarekanal gibt. Die Truppen werden zwischen der Stromleitung und dieser Alten Römerstrasse irgendwo übergesetzt haben.

    Übrigens sieht man links auf dem Mittelholzer-Bild auch gut die Anlandestelle und das steile Gegenufer von den Bildern -004 bis -008.

    Zu 2.: Leicht über der Bildmitte wäre so der Weiler Gimmiz zu sehen. Und darüber ist meines Erachtens das Waldgebiet über Hermrigen und Merzligen zu erkennen.

    Die einzige offene Frage: Wo ist die Stromleitung (?), der hohe Mast von Bild Ans_05145-03-015-AL geblieben? Auf dem Mittelholzer-Bild keine Spur davon. Allerdings hat Mittelholzer 19 Jahre später geknipst, also ist diese Frage kein Hinderungsgrund.

    Ich erkläre mir das Übersetzmanöver so: Verschiedene Truppenteile müssen sich zum Sperrriegel ins Seeland verschieben und können keine Brücken benützen, weil der Feind die Brücken besetzt oder die eigene Armee die Brücken unbrauchbar gemacht hat.

    als Antwort auf: Ans_05145-03-004-AL – Ans_05145-03-006-AL #10320

    Koni Kreis
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    Danke, Thomas, für die Überprüfung der Verortung ‚Aarberg‘.
    Die Bilder vom Bundesarchiv und die darauf angezeigten Türmchen von Aarberg waren ein Glücksfall, wie man ihn sich wünscht.
    Leider habe ich hier kein schönes Mittelholzer-Bild dazu, sondern nur dies: LBS_MH01-004512. Man sieht die Gegend nur knapp, oben, leicht links der Mitte.

    So im Nachhinein war das Finden der Anlandestelle schon eine sinnvolle Sache. Es zeigt einem nämlich besser den Kontext der Aktion im Ersten Weltkrieg. Man stelle sich nämlich vor, was geschehen wäre, wenn der Ernstfall eingetreten wäre und die Franzosen oder die Deutschen hätten durchmarschieren und den Durchmarsch des Gegners hätten stoppen wollen. Unsere Kavallerie wäre dann kaum ungeschoren aus dem Seeland zurückgekehrt.

    Zu den Folgebildern hast du ja schon einen neuen Thread eröffnet. Sicher kann ich dir nicht widersprechen, dass die Übersetzung in der Ebene über den Aare-Hagneck-Kanal geschieht. Es sind aber wahrscheinlich andere Kavallerietruppen, denn die Einheit mit den Pferden, die an den Pontons mitschwimmen, sind ja schon über der Aare angelangt.

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