Suchen Sie nach Stadtkreisen auf Bildarchiv Online!

Lesezeit: 5 Min.

Haben Sie sich auch schon gefragt, was Ihnen und uns der riesige Aufwand in sMapshot eigentlich bringt? Was ist der Mehrwert der monatelangen Georeferenzierungen?

Zusätzliche geografische Metadaten dank sMapshot

Wir erhalten durch die Georeferenzierung genaue Geokoordinaten der Luftbilder. Da es sich grösstenteils um Schrägaufnahmen handelt, bilden die Geokoordinaten kein Rechteck, sondern ein Polygon. Was das genau heisst, zeige ich weiter unten beim sogenannten Footprint. Zunächst aber zu den neuen Metadaten am Beispiel des folgenden Luftbilds von Zürich mit Löwenbräuareal und Escher-Wyss-Platz.

Mittelholzer, Walter: Zürich, Löwenbräuareal und Escher-Wyss-Platz, 1918-1937 (LBS_MH03-1387, http://doi.org/10.3932/ethz-a-000492415) oder in sMapshot: https://smapshot.heig-vd.ch/map/?imageId=12772

Im unten stehenden Screenshot sehen Sie die von sMapshot gelieferten Metadaten wie sie in unserem Backend in der Bilddatenbank eingepflegt werden. Die Metadaten werden in der Regel nach Abschluss einer sMapshot-Kampagne in unsere Bilddatenbank importiert.

Wichtige Informationen zum Bild liefern die Felder geographische Länge und Breite sowie die Höhe des errechneten Kamerastandpunktes (sMapshot-Latitude, sMapshot-Longitude, sMapshot-Altitude, zusammengefasst in sMapshot-Point).

sMapshot-Metadaten des Luftbildes von Zürich (Screenshot)

Mit Swissnames zu den Stadtkreisen

Zentral für die Suche in E-Pics Bildarchiv Online ist das neue Metadatenfeld sMaphsot-Swissnames, das in die Stichwortsuche integriert wurde, wie etwa auch das Feld Kommentar. Im Moment können also im Suchschlitz die georeferenzierten Mittelholzer-Bilder (LBS_MH01 und LBS_MH03) aus Zürich auch nach Stadtkreisen oder Namen von Stadtquartieren gesucht werden. Für einen ersten Sucheinstieg ist dies sicher sinnvoll. Das Feld Swissnames selber wird in E-Pics nicht angezeigt, man kann also nicht nachvollziehen, woher Treffer kommen. Wie immer bedeutet dies, dass man über die Stichwortsuche im Suchschlitz viel mehr Treffer erhält, als wenn man über die Kategorien und Schlagworte sucht. Man kann beispielsweise im Nachhinein eine sehr grosse Trefferliste über die Kategorien einschränken.

Suche von Orten im Hintergrund

Im unten stehenden Beispiel sind dank der Georeferenzierung mit sMapshot ebenso weitere geografische Metadaten dazugekommen. Der Bildtitel und das Ortsschlagwort sind lediglich „Bonstetten“. Denn auf dem Bild ist Bonstetten prominent abgebildet. Stallikon ist im Hintergrund links abgebildet und ist dank den Swissnames nun auch auffindbar.

Friedli, Werner: Bonstetten, 25.09.1950 (LBS_H1-013668, http://doi.org/10.3932/ethz-a-000355733) oder in sMapshot: https://smapshot.heig-vd.ch/map/?imageId=24098

Hier der Ausschnitt der Swissnames in unserem Backend. Wie bereits erwähnt, diese werden auf E-Pics nicht angezeigt, sondern werden nur für die Suche verwendet.

Swissnames des Luftbildes von Bonstetten (Screenshot)

Der Schnitt ist bei 10 km angesetzt

Sie sehen, insbesondere beim 2. Beispiel, die Fülle der Metadaten ist enorm! Und das wiederum kann natürlich zu Problemen führen. Ein fiktives Beispiel soll dies veranschaulichen: Soll nun etwa das Matterhorn, das nur noch ganz klein im Hintergrund sichtbar ist, auch über die Metadaten durchsuchbar gemacht werden, mit dem Risiko, dass wir den Nutzer/innen zu viele Treffer zumuten? Oder ist vielleicht jemand sehr froh, wenn er einen weniger bekannten und weniger oft abgelichteten Berg eben gerade deshalb findet, und zwar nur im Hintergrund, aber manchmal ist schon jedes einzelne Bild „Gold“ wert? Wir haben diese Frage breit diskutiert, im Bildarchiv-Team und mit den sMapshot-Entwicklern. Wir haben uns nun für einen Schnitt bei 10 km entschieden. Das ist natürlich, wie auch schon die obigen Swissnames selber zeigen, nur eine rechnerische Annäherung. Oben sieht man, dass bei den Swissnames auch im Falle von Zürich mehr angezeigt wird, als was im Bild wirklich zu sehen ist.

Der Footprint

Der Footprint ist ein erster Hinweis, was im Bild alles abgebildet ist. Hier sollte die Regel mit dem Cut bei 10 km bereits wirken. Allerdings haben wir auch schon Beispiele gefunden, bei denen dies nicht stimmt. Der Footprint sieht folgendermassen aus. Man sieht die Kamera sowie das Polygon in orange, das ist der Footprint.

Footprint des Luftbildes von Buochs (Screenshot)

Es handelt sich um ein sehr tief geflogenes Luftbild von Buochs, es wurde gemäss Metadaten von Walter Mittelholzer aus 400 m gemacht.

Mittelholzer, Walter: Buochs v. S. S. W. aus 400 m, 1925 (LBS_MH01-004926-AL, http://doi.org/10.3932/ethz-a-000296815) oder in sMapshot: https://smapshot.heig-vd.ch/map/?imageId=8592

Schliesslich noch die dazugehörigen sMapshot-Metadaten.

sMapshot-Metadaten Buochs (Screenshot)

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Falls Sie selber Bilder recherchieren möchten, aber nicht wissen wie, schauen Sie sich unser Videotutorial an.

Falls Sie mehr an Georeferenzierung von Bildern interessiert sind, besuchen Sie unsere neue Plattform sMapshot! Die zweite grosse Kampagne mit Swissair-Luftbildern von Werner Friedli startete am 30. April 2018 mit Teil 1 von 3 (1939-1953), am 1. Juni 2018 startete der Teil 2 von 3 (1954-1962).

Vollständige Bildinformationen

Mittelholzer, Walter: Zürich, Hauptbahnhof, Sihl v. O. aus 100 m, 1919 (LBS_MH01-001792, http://doi.org/10.3932/ethz-a-000342512)

DOI Link: https://doi.org/10.35016/ethz-cs-6283-de

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