I wirde Meischterchoch ;-)
Februar 19th, 2008 by steinlicAvant:
Et après:
Avant:
Et après:
Äs paar vo Nd’s Jungs
D’Ngotti am zöpfle
![]()
Drei von meinen Mit-Studis
Lits de séchage
Anlieferung
frischer Schlamm
getrockneter Schlamm
Aussicht vom Büro, nicht schlecht ![]()
Eigentlich wollte ich ganz viele neue Bilder auf meine Seite schmeissen, aber die Leitung meines Nachbars weigert sich Daten zu transportieren – faules Ding! Ich bin mittlerweile im Alltagstrott angekommen und ging heute bereits das erste Mal nach vier Stunden Schlaf zur Arbeit. Es stimmt schon was mir meine ferne Erinnerung ans frühe Aufstehen gesagt hat: der Wecker schmerzt!
Zur Arbeit fahre ich mit den “Car rapide” oder den “Ndiaga Ndiaye”. Je nach Laune des Chauffeurs und des “Apprenti”, welcher hinten am Bus hängt, Geld einzieht und Kunden nachrennt um sie zum Bus zu bringen, dauert die Reise zwischen 40 und 60 Minuten. Die Reise kostet pro Bus 100 fcfa, da ich einmal umsteigen muss, bezahle ich 50Rp. pro Weg. Meine neuentdeckte Alternative sind die “Clandos”. Das sind Taxis ohne offiziellen Taxi-Status. Es sind meisten die zerbeultesten Autos und sie fahren die gleichen Strecken wie die Busse. Sie sind jedoch viel schneller (kein umherrennender Apprenti) und es fahren nur 4 Leute mit. Sie kosten jedoch geschlagene 12Rp. mehr
. Busfahren ist für mich sehr spannend hier. Die Busse sind klein und auf einer Bank haben unglaublich viele Leute Platz. Limitierend sind meistens die Beckenknochen, die lassen sich nicht verengen. So muss halt jeweils eine Person weiter vorne sitzen als ihr Nachbar. Zu hoffen ist jeweils nur, dass sich nicht eine der grossen, breiten (ich sage jetzt nicht dick) Frauen neben mich setzt – was sie jedoch von Zeit zu Zeit tun – uff! Abgesehen von den vielen Staus, den holprigen Strassen und den Umleitungen (da ja die ganze Stadt gleichzeitig im Umbau ist), sind die Fahrten angenehm. Die Leute sind sehr offen, erzählen mir jenste Geschichten und finden es super wenn eine Weisse mit dem Car rapide zur Arbeit fährt.
Mein Job hier gefällt mir ganz gut. Es geht darum die Performance von verschiedenen “Trocknungsbetten” zu vergleichen. Per Camions wird der “Faecal Sludge” aus den Gruben der Häuser gepumpt und zu uns in die Anlage gebracht. Dort wird er während einer Woche in einem ersten Bassin gelagert, damit sich die die schweren Teile absetzen und das Wasser obenauf liegt. Die Wasserphase wird dann in die Abwasserreinigung gepumpt und der verdickte Schlamm auf die Trocknungsbette. Dort wird er etwa einen Monat lang getrocknet und dann an die Bauern verkauft. Da theoretisch (in der Praxis siehts etwas anders aus) nur Sludge von Haushalten gebracht wird, sollte die der getrocknete Schlamm hygienisch genug gut sein um in der Landwirtschaft gebraucht zu werden. Test wurden jedoch noch nicht gemacht. Dies gehört auch zu unseren Aufgaben.
Zusammen mit zwei Studenten sollen wir nun die Performance von 5 Trocknungsbetten vergleichen. Zwei werden bepflanzt, die drei anderen bestehen nur aus Sandfilter, zwei davon aus Meersand, das dritte aus einem feineren Sand. Drei der Bette werden mir dem verdickten Schlamm genährt, die anderen direkt mit dem Schlamm aus den Camions. Was ist nun an der ganzen Geschichte meine Aufgabe? Ganz Umweltistudium mässig müssen um die Möglichkeiten und Limiten der verschiedenen Bette zu bestimmen die Inputs und die Outputs (Volumen, Konzentrationen diverser Stoffe) gemessen werden. Das heisst der frische Schlamm, das gefilterte Wasser, die Evaporation und der getrocknete Schlamm. Zusätzlich soll die hygienische Qualität des Schlammes nach der Entfernung vom Bett weiter verfolgt werden, sowie seine Trocknung in Funktion der Zeit, Tiefe und Position auf dem Bett gezeigt werden. Meine Aufgabe ist nun die Probenahme-Protokolle zu definieren, das heisst wo und in welcher Grösse sollen in welchen Intervallen Proben genommen werden. Natürlich wie immer möglichst wenige und möglichst repräsentativ
. Die Fotos von der Arbeit, den Studis und dem Schlamm zeige ich euch sobald ich auf einer weniger faulen Internetleitung arbeite…
Was gibts sonst noch so zu sagen? Alltag anderswo ist wie immer spannend und wieder einmal andere Lebensstile und Einstelllungen zu sehen tut gut. Es ist nicht immer einfach, da ich nicht einfach weiterreisen kann, wenn ich von irgendwas genug habe, aber um sich mir mir selber wieder mal zu beschäftigen ist es perfekt.
Und Highlight des Weekends (neben den Partys): es gibt Kletterfelsen in Dakar, nur 15 Min von hier. Ich bin dort rumspaziert gestern und die Felsen sehen ja so abartig umwerfend aus! Das Meer zu Füssen und vom Wasser bearbeitete Felsen. Es gibt verschiedenste Routen und jetzt fehlt mir nur noch(!!) Begleitung und Material!
Leiderleider hatte ich meinen Fotoapparat nicht dabei…
Grosse Schmatzer!
Chrigä
D’Christa hett ä Flug buechet! Sie chunnt vom 12.-27. April – juppiduu! I ha zuegseit zum Schaffe bis Ändi März, und när gsehni ändlech öppis vom Land
Grüessli
Hallöchen!
Nachdem die Eth leider alle Blogs seit Dezember gelöscht hat, habe ich nun meinen nochmals gemacht. Um euch weiterhin zu nerven mit Fotos von Hängematten, Wellen und Sonne
Bei mir hat sich einiges getan in der Zwischenzeit. Nach einer Krisenwoche in der ich mich zeitweise genevt habe, dass ich mir in den Kopf gesetzt habe mehrere Monate hier zu verbringen und nicht wie alle anderen Leute normale drei Wochen Ferien, habe ich diese Woche mit arbeiten begonnen und es ist super! Ich bin von “etwas mitarbeiten” zum offiziellen Sandec-Praktikanten upgegradet worden und verdiene nun auch einen senegalesischen Praktikanten-Lohn von 60’000 Fcfa im Monat, das sind sage-und-schreibe 150 CHF
Die Arbeit ist an der Station d’épuration von Dakar und es geht um Drying Beds, welche zum Teil bepflanzt und verschieden genährt werden. (Mischi, das wär dis perfekte Thema!) Mein Teil der Arbeit geht um die Methoden der Probenahmen. Wann, wo und wie grosse Proben muss man nehmen um die Geschehnisse korrekt zu repräsentieren? Wir sind zur Zeit 6 Studenten, die auf dem Gebiet arbeiten, wovon jedoch 2 nur selten zu sehen sind. Da sich die Sandec neben den thematischen Ergebnissen die Kapazitätsbildung zum Ziel setzt, sind alles andere senegalesische Studenten (und eine Studentin).
Bald erzähle ich mehr, seid gedrückt!
Chrigä
Post vom 28.01.08.
Dr Ndiouga und sini Jungs aus Party-Organisatore. Dr schneuscht Ufbou ever – Küse, da chönntsch öppis lerä
Ndiouga am uflege
Anti-Uswanderigs-Plakat
Juhu, dr Nachbar hett Wlan
Post vom 28.01.08.
Bis gligli, Chrigä
Post vom 24.01.08. – und wüu’s so schön isch gsi no äs paar meh
Usflug uf d’Ile de Ngor – definitiv dr schönscht Platz in Dakar