Back to Work oder Der Norden fehlte noch zur Erfüllung der Mission
Nach meiner Rückkehr aus der Casamance (ich war ehrlich gesagt etwas traurig), habe ich 5 Tage in Dakar verbracht. Endlich meinen Lohn bei der Bank abholen; mit Collé der Hausbesitzerin plaudern, welche aus Paris auf Besuch ist; Stoff kaufen und zum Schneider bringen; Busfahren-busfahren-busfahren; mit Pap, Bangoura und Déthié einmal mehr an Reggae-parties; Mangos essen und Dakar geniessen…
Seit letzten Sonntag bin ich nun in St.Louis in einem schicken Hotel am Meer und bilde mich weiter an einem Kurs mit dem Titel “Traitement des eaux usées par Lagunage et Gestion des Boues de Vidange”. Der Kurs wird organisiert von CREPA (Centre régional de l’eau potable et de l’assainissement), in Zusammenarbeit mit der Université de Liège und der Sandec. Wir sind 20 Kursbesucher, wobei ich die einzige Weisse und die Jüngste bin. Ja genau, die haben mich eh nur wegen den Connections meines Chefs genommen… Der Kurs ist spannend, aber anstrengend. Er dauert noch bis zum 30. Mai. Gestern und heute haben wir die Abwasserreinigungen von Louga und St.Louis besucht. Beides sind Abwasserreinigungen per Lagunage, wobei diejenige in Louga recht gut funktioniert, diejenige in St.Louis jedoch während 20 Jahren nicht gepflegt wurde. Die Kursbesucher werden gebraucht, es wartet Arbeit im Bereich des Assainissements auf sie!
Lagunage in Louga
ARA-Besuch wie mit den Umweltis der Eth
Alles ganz okey – bis zum Austritt aus der Station…
…das frisch gereinigte Wasser sollte mangels natürlichem Gewässer versickern. Rund um den Bach hat sich jedoch eine Siedlung gebildet, auf illegalem Gebiet. Frisch gereinigt, frisch verschmutzt…
…jedoch erfrischend.
Lagunage in St.Louis. Das Becken wurde seit der Errichtung in den 80er Jahren nicht geleert. Neben den Becken wird Gemüse angebaut, es hat sich eine Siedlung gebildet. Und mittlerweile haben sich die Gärten bis in die Lagune ausgeweitet. Die Lagune wird kleiner und kleiner.
Nach der Lagunage bleibt nicht mehr viel Wasser übrig. Praktisch, so muss man nicht überdenken wohin man das gereinigte Wasser fliessen lässt. Jedoch sind nicht alle Wege auf denen das Wasser verschwindet zu unterstützen. Die erhöhte Verdunstung durch die Evapotranspiration der Typha ist okey – der Kanal zur Bewässerung der Gemüsebeete mit dem noch ungereinigten Wasser ist weniger unterstützenswert.
Die Zukunft der senegalesischen Abwasserreinigung
Juni 4th, 2008 at 12:12
hey chrigä! tuusig liebi grüess us de schwiiz!!!!