Bilder und Geschichten
Montag, April 28th, 2008Nein, kein böses Tier hat mich gefressen… und vergessen habe ich euch auch nicht. Nur habe ich meine Zeit nicht vor dem Computer verbracht. Oh Wunder, wenn man so viele spannende Sachen sieht, hört und riecht… Keine ruhige Minute habe ich gehabt seit Christa angekommen ist
und gestern ist sie bereits wieder abgereist. Nach stagiaire à Dakar habe ich nun auch das Touristen-Dasein erleben dürfen – mit all seinen Vor- und Nachteilen. Die letzten zwei Wochen waren für mich umwerfend! Merci Chris!
Nach einem kurzen Aufenthalt in Dakar, sind wir mit Pape zu seiner Familie in Kaolack gereist. Kaolack ist eine Stadt mit ländlichem Charme, hat einen umwerfenden Markt und ist ein Verkehrsknotenpunkt. Auf den Fotos sehr ihr die Salzherstellung in Kaolack, die bezöpfelt werdende Christa in mitten der Familie und den chaotischen Busbahnhof.
Ja genau, mit dem Ndiaga Ndiaye (weisser Bus) sind wir nach Tambacounda gefahren. Die Fahrt dauerte 15 Stunden und wir haben alles erlebt was dazugehört: Polizeikontrolle und der Fahrer hat seine Ausweise nicht; gefrorene Fische auf dem Dach … danach aufgetautes Eis und Löcher im Dach; Halt in irgendeinem Dorf damit der Chauffeur ein paar Stunden schlafen kann; hunderte Kilometer und tausende Schlaglöcher, Bruch der Vorderachse und stundenlange Reparatur. Die Fahrt war umwerfend und ich möchte sie nicht missen … und nicht wiederholen.
Die Strasse zwischen Kaolack und Tambacounda (Foto der Rückfahrt, mit dem komfortablen 4×4 von Franc aus Belgien):
Unser nächster Halt hat uns in den Nationalpark Niokolo-Koba geführt. Da die Automiete schweinisch teuer ist, haben wir in Dar Salam übernachtet und uns morgens um 7 Uhr vor den Park gesetzt und auf eine Mitfahrgelegenheit gewartet. So haben wir den belgischen Franc kennen gelernt und den Park besuchen können.
Da sich die Verlängerung meines Visas verzögert hat, (senegalesische Bürokratie ist genau so umwerfend wie man sie sich vorstellt!), haben wir unsere Pläne ändern müssen. Anstelle der Rückkehr nach Tambacounda und Weiterreise in die Casamance haben wir den fernen Osten besucht. Die bergige (!) Region Senegals. Und es war umwerfend! Heiss zum umfallen, aber jedenfalls mehr als unsere zwei Tage wert! Guinée Konakry ist nur einige Kilometer vom Dorf Dindéfelo entfernt, und seit ich Guinea von weitem gesehen haben, kenne ich das Ziel meiner nächsten Afrika-Reise! Wir haben unsere kurze Zeit in dieser umwerfenden Region ausgenutzt, einen schönen Wasserfall besucht, den fast-Urwald bestaunt, einen Berg bestiegen, eine Höhle besucht und das Dorfleben kennen gelernt.
Nach einer angenehmeren Rückreise nach Kaolack, haben wir Klima und Flora gewechselt und sind ins Delta des Siné-Saloum gereist. Auf den ersten Blick sieht die Landschaft aus wie Kanada, es ist jedoch angenehm warm und die Bäume sind Mangroven und keine Tannen. Begleitet waren wir diese zwei Tage von Pape, wir sind rumspaziert, haben die Natur genossen und die Mangroven bei Ebbe und Flut bestaunt, haben gebadet und tonnenweise frisch gegrillte Cashew-Nüsse gegessen – Super!