Schlagwort-Archive: Lieferobjekt

Rückblick der Gruppe Benutzung

(Madeleine Völlmin)

Die Gruppe Benutzung beschäftigte sich während der Konzeptionsphase mit den drei Themen: «Konzept für den Umgang mit Benutzerdaten», «Definition gemeinsamer Ausleihbedingungen» und «Entwurf eines Konzepts für einen SLSP-weiten Kurierdienst».

«Bitte wo immer möglich konsolidieren!» lautete der Auftrag, den wir von der Projektleitung zu Beginn der Arbeiten erhalten hatten. In der Theorie waren wir uns schnell einig, diesen Auftrag so zu erfüllen, aber würde sich der auch in der Praxis umsetzen lassen?

Bei der Definition gemeinsamer Ausleihbedingungen zeigte sich, dass die einzelnen Institutionen Abstriche machen müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Es wurde schnell klar, dass im Rero-Verbund mit Virtua im Vergleich mit den Aleph-Institutionen aktuell sehr unterschiedliche Konzepte zur Anwendung kommen, die nicht zuletzt den heutigen Bibliothekssystemen geschuldet sind. Deshalb wurde in den Workshops zu den Ausleihbedingungen teils sehr engagiert diskutiert. Das Resultat mündete in einer Abstimmungsvorlage, die an der letzten Kernteamsitzung Ende Februar verabschiedet wurde.

Nicht viel einfacher gestaltete sich die Bearbeitung des Lieferobjekts «Entwurf eines Konzepts für einen SLSP-weiten Kurierdienst». Hier zeichnete sich eine hohe Heterogenität ab. Die Gruppe musste sich deshalb auf die Ist-Aufnahme beschränken. Als nächste Aufgabe ist vorgesehen, einen Logistik-Experten für die Ausarbeitung des zukünftigen Kurierdienstes beizuziehen.

Kurierlandschaft heute – exemplarisch

Für das Lieferobjekt «Umgang mit Benutzerdaten» wurden Mithilfe des Gruppenleiters Migration erste Szenarien für die Benutzerdatenhaltung und Migration erfasst. Auch dieses Lieferobjekt stellte sich komplexer dar als zuerst vermutet, da unklar war, was das zukünftige System an Funktionalitäten genau leisten kann.

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Team für die vielen Inputs und sehr engagierte Mitarbeit!

Arbeitsgruppe Regelwerke und Standards

(Iris Capatt)

Im Rahmen von SLSP hat es sich gezeigt, dass eine eigene Arbeitsgruppe notwendig ist, um die Frage der Regelwerke und Standards vertiefter zu diskutieren.

Metadatenmanagement wird gemäss Servicematrix zu den als „immediate / basic“ klassierten Dienstleistungen von SLSP gehören. Hierzu gehören Prozesse wie:  Einspielungen, Anreicherungen, Konversionen, Datenbereinigungen, Indexierung, Normdatenverknüpfung und Datenabzüge. SLSP legt hierfür gemeinsame Datenstandards fest (Regelwerke, Metadatenformate, Austauschformate, Normdateien) unter Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit.

Die hierfür notwendige Erarbeitung relevanter Standards für Metadaten wurde als Arbeitspaket in Teilprojekt 3 vorgesehen (LO 3.4 Definition relevanter Standards). Allerdings fühlen sich die Beteiligten von TP3 (Prozesse und IT-Anforderungen) nicht in der Lage, dieses Thema bzw. die damit zusammenhängenden Fragestellungen abschliessend zu behandeln, da sie nicht nur technische, sondern auch organisatorische und politische Fragen betreffen, und da solche Diskussionen bereits in anderen Gremien (SLSP-StGr, KDH, interne RERO-Arbeitsgruppe) laufen. Stattdessen haben Steuerungsgremium und Gesamtprojektleitung entschieden, eine eigene mehrsprachige Arbeitsgruppe einzusetzen. Die Schweizerische Nationalbibliothek (NB) hat sich bereit erklärt, eine koordinierende Rolle zu übernehmen. Gewünscht wird insbesondere, dass die Arbeiten und aktuellen Ergebnisse der groupe de travail romand RDA-DACH/GND/Rameau einfliessen.

Den Auftrag der neuen Arbeitsgruppe Regelwerke und Standards finden Sie hier: SLSP_LO_5.7_AG_Standards_V 1.1

Beteiligt sind folgende Personen:

 

Aus dem Steuerungsgremium

(Iris Capatt)

Vergangenen Donnerstag hat sich das Steuerungsgremium von SLSP im Haus der Universität Bern ein weiteres Mal zu einer Arbeitssitzung zusammengefunden.

grosse_sitzung_335Seit der letzten Sitzung des Steuerungsgremiums am 02. Februar wurde im Rahmen der Projektarbeit wiederum ein grosses Arbeitspensum erledigt. So wurden durch die Mitarbeitenden in den Teilprojekten zahlreiche Arbeitspakete (= Lieferobjekte) vorbereitet und zum Teil auch bereits beendet. Eine wesentliche Aufgabe der Gesamtprojektleitung besteht in diesem Kontext dann darin, die Arbeitspakete inhaltlich zu koordinieren und für die jeweilige Sitzung des Steuerungsgremiums termingerecht aufzubereiten und abzustimmen.

Inhaltlich wurden in der 5. Sitzung vom 28. April folgende Themen behandelt:

  • Die im Teilprojekt 2 erarbeiteten Varianten für eine zukünftige Organisationsform von SLSP ebenso wie deren inhaltliche Bewertung wurden intensiv diskutiert und entsprechende Beschlüsse wurden gefasst.
  • Noch nicht abschliessend diskutiert wurde ein Modell für eine Projektbudgetierung für die 2. Phase von SLSP für die Jahre 2017-20. Hierzu gehörten auch erste Vorstellungen dahingehend, wie eine Finanzierung im Echtbetrieb ab 2020 aussehen könnte.
  • Eine paritätisch aus allen Landesteilen zusammengesetzte sogenannte AG Regelwerke und Standards wurde ins Leben gerufen und durch einen entsprechenden Arbeitsauftrag mandatiert.

Eine detaillierte Information über die erreichten Ergebnisse dieser Sitzung des Steuerungsgremiums sowie allgemein über den Stand des Projektes erfolgt für die eingeladenen Gäste an der Informationsveranstaltung zu SLSP am 10. Mai in Bern.

Hierüber hinaus informieren wir kontinuierlich über unseren Blog bzw. durch Vorträge zu unterschiedlichen Anlässen. Die Folien der Präsentationen an der genannten Veranstaltung nächste Woche werden wir über den Blog ebenso zur Verfügung stellen, ebenso wie kontinuierliche Berichte zur Arbeit in den Teilprojekten.

Das Steuerungsgremium trifft sich zur nächsten Sitzung im Juli 2016.

Vorschau: die nächsten Lieferobjekte

(Iris Capatt)

csm_Nachhaltigkeitsmassnahme_Vorausschau_Fotolia_44608065ffIn den letzten 6 Monaten sind die ersten 10 Lieferobjekte des Projekts SLSP Swiss Library Service Platform vom Steuerungsgremium abgenommen worden. Sowohl das Steuerungsgremium, wie auch der Sounding Board, waren voll des Lobes ob der grossen Leistung und dem Elan in den einzelnen Teilprojekten. Doch die Teilprojektleitungen und ihre Teams ruhen sich nicht auf ihren Leistungen aus, sondern sind bereits wieder mitten in der Bearbeitung der nächsten Lieferobjekte:

  • Das Teilprojekt 1 erarbeitet unter der Leitung von Dr. Christian Oesterheld und Elena Gretillat-Baila derzeit ein Modell für die Innovationsplanung. Parallel startet diese Woche die Verfeinerung des eben abgenommenen Grobkonzepts des Dienstleistungskatalogs. Eng verknüpft mit den Dienstleistungen – auch Services genannt – ist das Finanzierungsmodell, welches ebenfalls bereits in Angriff genommen worden ist.
  • Weniger Parallelität, aber nicht minderer Komplexität, sieht derweil das Teilprojekt 2 Wie im Blogbeitrag vom 21. Januar 2016 „Kommunikation der Projektleitung und des Teilprojektes 2“ erläutert, beschäftigt sich das Team unter der Leitung von Martin Kasser und Andreas Kirstein derzeit intensiv mit den möglichen Formen der Governance.
  • Aufbauend auf den bisherigen Arbeiten klärt das Teilprojekt 3 aktuell die Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Vorhaben ab. Demnächst lancieren die Projektleiter Basil Marti und Erich Scherer die Erstellung des Anforderungskatalogs der Plattform, welcher unter anderem die Basis-Anforderungen, welche an die IT-Lösung gestellt werden, beinhalten wird.

Sie sehen, die Inhalte der Lieferobjekte sind sehr vielfältig. Jedoch stehen die einzelnen Ergebnisse nicht gesondert dar, im Gegenteil: Sehr oft beeinflussen sich die Lieferobjekte, oder einzelne Aspekte daraus, gegenseitig. Die nächste Gesamtprojektleitungssitzung vom 19. Februar steht deshalb auch ganz im Zeichen, die Arbeiten in den drei Teilprojekten optimal zu koordinieren und Schnittstellen gemeinsam zu diskutieren.

 

Aus dem Steuerungsgremium

(Iris Capatt)

Am Dienstag, 02. Februar 2016, traf sich das Steuerungsgremium SLSP zu seiner vierten Sitzung auf Einladung von Dr. D. Odermatt im Haus der Universität in Bern.

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Im Zentrum dieser Sitzung stand die Diskussion der Vorversion des ersten Zwischenberichts des Projekt Swiss Library Service Platform.

Der Zwischenbericht fasst den Stand im Projekt, den Verlauf, wie auch die erzielten Ergebnisse zusammen. Neben den in der Sitzung des Steuerungsgremiums vom 18.12.2015 verabschiedeten Lieferobjekten beinhaltet er auch die in dieser Sitzung genehmigten Lieferobjekte:

  • „Erstellung grober Dienstleistungskatalog“
  • „Identifikation Kooperations- und Entwicklungspartner“
  • „Durchführung Bedarfserhebung (inkl. Umsysteme)“
  • „Marktübersicht mögliche Kandidaten für die IT-Lösung“
  • „Architektur zentral/dezentral: Szenarien
  • „Definition relevanter Standards“

Das Steuerungsgremium hat wichtige Anregungen und Beschlüsse zur Vorversion des Zwischenberichts eingebracht. Parallel haben die Teilprojektleitenden in schriftlicher Form Ihre Empfehlungen und Beurteilungen zum Zwischenbericht an die Projektleitung gesendet. Diese werden nun von der Projektleitung verarbeitet und zur erneuten Begutachtung im Projekt verteilt. Die endgültige Fassung des Zwischenberichts wird voraussichtlich Ende Februar fertiggestellt und übersetzt werden. Wir werden für Sie eine Publikumsversion auf dem Blog bereitstellen.

Ein weiteres Traktandum neben dem Zwischenbericht und den Lieferobjekten war der Stand im Projekt. Der Projektleiter Dr. Wolfram Neubauer kann weiterhin berichten, dass das Projekt in Bezug auf die Zeitplanung, den Ressourcenaufwand und das Budget auf Kurs liegt.

Das Steuerungsgremium trifft sich zur nächsten Sitzung im April 2016.

Die Dienstleistungen der künftigen Swiss Library Service Platform: eine erste Annäherung

(Dr. Christian Oesterheld & Alexandra Müller)

Welche Services wird die künftige Swiss Library Service Platform (SLSP) anbieten? Das Teilprojekt 1 (Dienstleistungen und Geschäftsmodell) hat ein Portfolio aller potenziellen Dienstleistungen erstellt.

Eine wichtige Aufgabe des Teilprojekts 1 (Dienstleistungen und Geschäftsmodell) ist es, die möglichen Dienstleistungen der künftigen Serviceplattform zu beschreiben. Dabei spielen auch Strukturfragen eine Rolle: Wie werden diese Dienstleistungen verteilt? Wer kann sie beziehen? Wie werden sie finanziert?

Die Kunden, die diese SLSP-Services in Anspruch nehmen, werden die Bibliotheken sein, nicht direkt die Bibliotheksbenutzerinnen und -benutzer. Sie sollen jedoch schliesslich davon profitieren. Bei der Gestaltung des Dienstleistungsportfolios startete das Teilprojekt 1 sozusagen auf der grünen Wiese. Wir wollten nicht nur Dienstleistungen ins Portfolio aufnehmen, die heute schon benötigt und erbracht werden, sondern auch solche, die erst in Zukunft relevant sein dürften.

So haben wir in einer breit angelegten Perspektive aktueller und künftiger Anforderungen bisher 44 Dienstleistungen für die Swiss Library Service Platform definiert. Diese reichen von der Administration und Koordination der Plattform über Aufgaben des Metadatenmanagements bis zur zentralen Lösung für die Langzeitarchivierung. Damit diese Dienstleistungen auch technisch umgesetzt werden können, arbeiten wir mit dem Teilprojekt 3 (Prozesse und IT-Anforderungen) zusammen.

Bei der Definition der Services zeigte sich, dass es unterschiedliche Dimensionen zu berücksichtigen gilt:

  • Es gibt Dienstleistungen, die mithilfe des zentralen Bibliothekssystems erbracht werden, und solche, die unabhängig vom System bereitgestellt werden – sei es mit sogenannten „Umsystemen“ (z.B. Publishing-Plattform), sei es ohne eine spezifische technische Basis (z.B. Beratungs- oder Ausbildungsangebote).
  • Bestimmte Services müssen für den Betriebsstart der SLSP zur Verfügung stehen, andere können zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt werden, sobald der Basisbetrieb stabil läuft.
  • Einige Services werden einmalig erbracht (z.B. wenn eine Bibliothek neu Kunde wird), andere müssen kontinuierlich bereitgestellt werden.
  • Bestimmte Dienstleistungen werden von allen Kunden benötigt, andere nur von einzelnen. Diese Unterscheidung muss auch beim Finanzierungsmodell berücksichtigt werden, das wir demnächst erarbeiten werden.

Im Teilprojekt haben wir uns dafür entschieden, Services oder Dienstleistungen in einem weiteren Sinne als Tätigkeitsfeld von SLSP zu verstehen. So bezeichnen wir auch Infrastruktur- und Standardisierungsaktivitäten, die der gesamten Community der Schweizer Wissenschaftlichen Bibliotheken dienen sollen, als Services.

Bei der Erarbeitung der Dienstleistungen wurde immer wieder das Thema der Mehrsprachigkeit diskutiert. Die – zweisprachige – Teilprojektgruppe war sich einig, dass die Mehrsprachigkeit bei vielen Services eine zentrale Rolle spielen wird. Für die tägliche Arbeit müssen Informationen, Regelwerke, Schulungsunterlagen usw. auf Deutsch und Französisch, vielleicht auch auf Italienisch vorhanden sein. Deshalb erachtet das Teilprojekt die Mehrsprachigkeit nicht als eigenen Service, sondern als Grundvoraussetzung für SLSP-Dienstleistungen.

Ähnliches gilt für Standards: Die Vereinbarung gemeinsamer Standards und – zumindest teilweise – gemeinsamer Prozesse ist ein Kernelement der Vision einer Library Service Platform. Synergien entstehen, wenn z. B. Katalogisierungsregelwerke, Datenformate, die Benutzerdatenverwaltung, Ausleihkonditionen und Endkundentarife weitgehend harmonisiert werden. Durch einheitlich gestaltete Kernprozesse werden in den Bibliotheken Ressourcen frei. Gleichzeitig erhöht ein einheitliches Erscheinungsbild die Attraktivität der Informationsangebote und vereinfacht den Zugang für Endnutzerinnen und nutzer zu den Diensten.

Bei dieser ersten Fassung des Portfolios konnten die Ergebnisse der Bedarfserhebung bei den Schweizer Hochschulbibliotheken noch nicht berücksichtigt werden, da zum Zeitpunkt der Erarbeitung noch nicht alle Antworten vorlagen. Die Auswertung der Umfrage wird in den detaillierten Dienstleistungskatalog einfliessen. Das Teilprojekt 1 wird diesen im Frühling 2016 ausarbeiten.

Aus dem Steuerungsgremium

(Iris Capatt)

Am Freitag, 18. Dezember 2015, traf sich das Steuerungsgremium SLSP zum dritten Mal seit Projektbeginn.

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Der Projektleiter Wolfram Neubauer konnte eine erfreuliche Zwischenbilanz ziehen: Zeitlich, inhaltlich und finanziell ist das Projekt zum Jahresabschluss auf Kurs.

Als zweites Traktandum stand die Kommunikation auf der Agenda: Die Projektleitung hat dem Steuerungsgremium den Kommunikationsplan vorgelegt und ein paar Fakten zur den realisierten und geplanten Kommunikationsmassnahmen ergänzt. Weiter präsentierte Wolfram Neubauer den Prototyp des druckfrischen Flyers in deutscher und französischer Sprache.

Die Rolle des Steuerungsgremiums innerhalb des Projektes liegt in der strategischen Ausrichtung aller Projektaktivitäten, sodass in jeder Sitzung des Gremiums die Diskussion und Genehmigung der wichtigsten Lieferobjekte die zentrale Aufgabe ist. In der Dezembersitzung 2015 standen folgende Lieferobjekte aus den Teilprojekten zur Diskussion:

  • „Identifikation Kunden und Kundengruppen“
  • „Erstellung grober Dienstleitungskatalog“
  • „Erarbeitung von Organisationsvarianten“
  • „Durchführung Bedarfserhebung“
  • „Marktübersicht möglicher Kandidaten für die IT-Lösung“
  • „Architektur zentral/dezentral: Szenarien“

Das Steuerungsgremium trifft sich zur ersten Sitzung im neuen Jahr im Februar 2016.