Archiv für den Monat: April 2016

Aufbruchstimmung in der NEBIS-Verbundzentrale

(Jürgen Küssow)

NEBIS-iconsmallSchon bevor das Projekt Swiss Library Service Platform (SLSP) auf den Weg geschickt wurde, standen für die NEBIS-Verbundzentrale (NVZ) alle Zeichen auf Veränderung. Veränderung ist dabei in den vergangenen Jahren praktisch zu einer Konstante für die Verbundzentrale und den NEBIS-Verbund geworden, dem grössten Bibliotheksverbund der Schweiz. Bereits 2012/2013 führte die Aufnahme des Bibliotheksverbunds der Universität Zürich (Projekt INUIT) zu einer Umstrukturierung des NEBIS mit angepassten Entscheidungsebenen und neuen Gremien zur Repräsentation der Mitglieder und der strategischen Führung des Verbunds. Als Folge wurden die Prozesse im NEBIS auf die erweiterte Situation angepasst, die Verbundzentrale vergrössert und mit neuen Personen besetzt. Einen zusätzlichen Schub brachte im Frühjahr 2014 die Ankündigung des zweitgrössten schweizerischen Bibliotheksverbunds IDS Basel/Bern, dem NEBIS beitreten zu wollen.

Der „frische Wind“ in der NVZ sowie die Fusionserfahrungen aus den vergangenen Jahren und die Multilingualität im NEBIS mit einem beträchtlichen Anteil nicht-deutschsprachiger Bibliotheken kann nun gewinnbringend zur erfolgreichen Durchführung des Projekts SLSP eingebracht werden, in dem Teammitglieder der NVZ direkt beteiligt sind. Die in der NVZ herrschende zukunftsorientierte Dynamik wird entscheidend durch die Zusammensetzung des Teams getragen. Es wurde in den vergangenen zwei Jahren systematisch auf junge Kräfte gesetzt, die zusammen mit erfahrenen Bibliothekaren für ein neues Profil der Verbundzentrale und einer modernen innovativen Servicekultur sorgen. In dem Masse wie die NVZ sich in den vergangen zwei Jahren neu positioniert hat, wurde von Anfang an das NEBIS-Verbundteam von einer Begeisterung für SLSP und die Teilhabe an der Ausarbeitung der zukünftigen schweizerischen Verbundlandschaft getragen. Alleine diese hohe Motivation in der NVZ trägt einen grossen Anteil an den bisherigen durchweg positiven Erfahrungen im Projekt SLSP und sorgt für grosse Zuversicht innerhalb der NVZ, die Zukunft in SLSP erfolgreich mitzugestalten. Wir schauen daher gebannt auf die kommenden Monate, in denen SLSP zunehmend Gestalt annehmen wird und hoffen, dass unsere Begeisterung SLSP weiterhin zum Fliegen verhilft.

 

Innovation in der Wolke

(Iris Capatt)

Am 13. April konnte das Teilprojekt 1 „Dienstleistungen und Geschäftsmodelle“ der Gesamtprojektleitung SLSP das LieferobjektInnovationsplanung“ präsentieren. Teilprojektleiter Christian Oesterheld verwies an dieser Stelle unter anderem auf die Komplexität der Innovationsplanung innerhalb von SLSP. So betrifft die Innovationsplanung beispielsweise auch die Organisationsform und dem Finanzierungsmodell der Swiss Library Service Platform.

Eine gegenseitige Abhängigkeit mit Innovationen besteht insbesondere auch mit den Möglichkeiten, welche die Bibliothekssysteme der neuen Generation bieten. So beschreibt Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Direktor der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin, in seinem Beitrag im B.I.T. online die Chance, „Big Data“ im Bibliothekswesen dank cloud-basierter Systeme Realität werden zu lassen. Gelichzeitig zeigt er aber auch auf, dass dieses Potenzial nur dann genutzt werden kann, wenn die Prozesse in der Bibliotheksarbeit entsprechend verändert werden.

Hier finden Sie Degkwitz‘ Artikel „Innovationspotenziale cloud-basierter Bibliothekssyteme“