Archiv für den Monat: Februar 2016

„Ich erachte es als Privileg, einen aktiven Beitrag leisten zu dürfen.“

(Iris Capatt)

Scherer-Hug_AugustAm 1. April 2016 tritt Marianne Ingold, zurzeit Mitglied im Teilprojekt 2 „Organisation und Governance“ von SLSP und Bibliothekarin der Fachhchoschule Nordwestschweiz FHNW, ihre neue Stelle als Vizedirektorin der Universitätsbibliothek Bern an. Der Stellenwechsel ist auch für SLSP mit einer Neubesetzung verbunden: Die Mitarbeit im Teilprojekt 2 übernimmt an Stelle von Marianne Ingold August Scherer-Hug, Leiter des Medienverbunds der Pädagogische Hochschule St. Gallen. Wir dürfen August Scherer-Hug zu seinem Antritt ein paar Fragen zu seiner Motivation und seiner zukünftigen Tätigkeit im Rahmen des Projekts Swiss Library Service Platform stellen.

Sie haben das Projekt SLSP bestimmt von Beginn an mitverfolgt. Welche Erwartungen haben Sie an die Mitarbeit im Teilprojekt 2 „Organisation und Governance“?
Scherer-Hug: Es ist ja nie ganz einfach, nachträglich zu einer bestehenden Projektgruppe zu stossen. So richten sich meine Erwartungen momentan vor allem an mich selbst: Ich hoffe, dass ich mir rasch einen fundierten Überblick über den bisherigen Stand der Arbeiten verschaffen kann, um einen konstruktiven Beitrag für einen erfolgreichen Projektverlauf leisten zu können. Entsprechend würde ich auch meine Erwartungen an die Arbeit in der Projektgruppe formulieren, welche zielorientiert, sachlich, die eigenen Interessen zurückstellend und übergreifend denkend Vorschläge entwickeln soll, wie der Betrieb einer „Infrastruktur SLSP“ organisatorisch bestmöglich gewährleistet und unterstützt werden könnte. Nach der ersten Arbeitsgruppensitzung, an der ich teilnehmen durfte, habe ich den überaus positiven Eindruck gewonnen, dass die Dinge genau in diesem Geiste vorangetrieben werden. Zudem war ich überrascht, wie weit gewisse Arbeiten bereits fortgeschritten sind.

Sie wurden angefragt, an SLSP mitzuarbeiten. Warum haben Sie zugesagt?
Scherer-Hug: Wenn man die Projektziele sowie das grosse und breite Interesse unserer bibliothekarischen Community an SLSP betrachtet, darf man sicherlich ohne Übertreibung sagen, dass SLSP eines der zentralen Schlüsselprojekte für die Zukunft der wissenschaftlichen Informationsversorgung in der Schweiz ist. Von dem her erachte ich es als Privileg, hier einen aktiven Beitrag leisten zu dürfen, ganz abgesehen davon, dass es äusserst spannend und interessant ist, einen vertieften Einblick in sämtliche Projektarbeiten zu erhalten. Zugesagt habe ich aber auch, weil das Projekt nach meinem bisherigen Eindruck äusserst professionell geleitet wird – das zeigt sich beispielsweise auch in der kommunikativen Begleitung der Projektfortschritte, was sich, davon bin ich überzeugt, als mit entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Umsetzung erweisen wird. Und schliesslich hat mein Arbeitgeber, die Pädagogische Hochschule St. Gallen, meiner Mitarbeit ohne zu zögern zugestimmt, was ich überaus zu schätzen weiss.

Sie sind im Projekt auch als Repräsentant der Bibliotheken der Pädagogischen Hochschulen der Schweiz vertreten. Sehen Sie spezielle Herausforderungen für die PH-Bibliotheken in Bezug auf SLSP?
Scherer-Hug: Im wissenschaftlichen Bereich unterscheiden sich die Bedürfnisse unserer Benutzenden eigentlich kaum von den Anforderungen anderer Hochschulbibliotheken. Etwas anders sieht die Situation bei den umfangreichen Lehrmittelbeständen und den Unterrichtsmaterialien aus, wo in den Bereichen der Erschliessung (z.B. Einbindung von Lehrplänen oder nationale Schulstufenbezeichnungen) oder der elektronischen Medien spezifische Herausforderungen bestehen. Als eher kleine Bibliotheken sind wir uns aber gewohnt, dass Verbundstrukturen nur dann erfolgreich arbeiten können, wenn von allen Seiten Verständnis für Mehrheitsbedürfnisse aufgebracht wird und wenn immer wieder die Bereitschaft da ist, gemeinsam nach pragmatischen Umsetzungen zu suchen. Dieser Herausforderung werden sich im Rahmen von SLSP aber alle Bibliotheken stellen müssen, und ich bin sehr zuversichtlich, dass die derzeit Verantwortlichen für das wissenschaftliche Bibliothekswesen ein lösungsorientiertes Vorgehen in der Vordergrund stellen können und werden.

Welche Arbeitsschritte erwarten Sie als nächstes im Teilprojekt 2?
Scherer-Hug: Wir haben eben Kriterienkataloge für die Bewertung von Varianten zur institutionellen Governance und zu möglichen Organisationsstrukturen verabschiedet, welche demnächst als Lieferobjekt 2.4 der Projektleitung zur Verfügung gestellt werden sollen. Stark beschäftigt uns derzeit zudem die Erarbeitung und Beschreibung verschiedener Organisationsvarianten, die wir uns für SLSP grundsätzlich vorstellen könnten. Wir versuchen hierbei, uns nicht nur an bestehenden, naheliegenden Organisationsformen zu orientieren, sondern auch innovative Optionen zu prüfen, die den aktuellen Entwicklungen im Hochschulwesen gerecht werden. Da die Diskussionen in der Arbeitsgruppe aber noch rege laufen, wäre es verfrüht, einzelne Ideen an dieser Stelle bereits zu konkretisieren. Soweit ich es bereits beurteilen kann, sind die Arbeiten aber auch bei uns gut auf Kurs, und ich freue mich auf die nächsten Projektschritte.

Étude de l’ADBU sur les conséquences économiques et organisationnelles d’un passage à un SGBM

(Elena Gretillat-Baila)

ADBU

Cette étude mandaté par l’ADBU est extrêmement enrichissante à lire pour nous qui sommes dans cette phase de transition.

Tout ce qui touche à cette thématique du passage dans le cloud doit nous permettre d’en appréhender le contexte et si, de plus, on peut en tirer des conseils et enseignements, cela est d’autant plus intéressant. Bonne lecture / enjoy reading!

Vorschau: die nächsten Lieferobjekte

(Iris Capatt)

csm_Nachhaltigkeitsmassnahme_Vorausschau_Fotolia_44608065ffIn den letzten 6 Monaten sind die ersten 10 Lieferobjekte des Projekts SLSP Swiss Library Service Platform vom Steuerungsgremium abgenommen worden. Sowohl das Steuerungsgremium, wie auch der Sounding Board, waren voll des Lobes ob der grossen Leistung und dem Elan in den einzelnen Teilprojekten. Doch die Teilprojektleitungen und ihre Teams ruhen sich nicht auf ihren Leistungen aus, sondern sind bereits wieder mitten in der Bearbeitung der nächsten Lieferobjekte:

  • Das Teilprojekt 1 erarbeitet unter der Leitung von Dr. Christian Oesterheld und Elena Gretillat-Baila derzeit ein Modell für die Innovationsplanung. Parallel startet diese Woche die Verfeinerung des eben abgenommenen Grobkonzepts des Dienstleistungskatalogs. Eng verknüpft mit den Dienstleistungen – auch Services genannt – ist das Finanzierungsmodell, welches ebenfalls bereits in Angriff genommen worden ist.
  • Weniger Parallelität, aber nicht minderer Komplexität, sieht derweil das Teilprojekt 2 Wie im Blogbeitrag vom 21. Januar 2016 „Kommunikation der Projektleitung und des Teilprojektes 2“ erläutert, beschäftigt sich das Team unter der Leitung von Martin Kasser und Andreas Kirstein derzeit intensiv mit den möglichen Formen der Governance.
  • Aufbauend auf den bisherigen Arbeiten klärt das Teilprojekt 3 aktuell die Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Vorhaben ab. Demnächst lancieren die Projektleiter Basil Marti und Erich Scherer die Erstellung des Anforderungskatalogs der Plattform, welcher unter anderem die Basis-Anforderungen, welche an die IT-Lösung gestellt werden, beinhalten wird.

Sie sehen, die Inhalte der Lieferobjekte sind sehr vielfältig. Jedoch stehen die einzelnen Ergebnisse nicht gesondert dar, im Gegenteil: Sehr oft beeinflussen sich die Lieferobjekte, oder einzelne Aspekte daraus, gegenseitig. Die nächste Gesamtprojektleitungssitzung vom 19. Februar steht deshalb auch ganz im Zeichen, die Arbeiten in den drei Teilprojekten optimal zu koordinieren und Schnittstellen gemeinsam zu diskutieren.

 

Aus dem Steuerungsgremium

(Iris Capatt)

Am Dienstag, 02. Februar 2016, traf sich das Steuerungsgremium SLSP zu seiner vierten Sitzung auf Einladung von Dr. D. Odermatt im Haus der Universität in Bern.

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Im Zentrum dieser Sitzung stand die Diskussion der Vorversion des ersten Zwischenberichts des Projekt Swiss Library Service Platform.

Der Zwischenbericht fasst den Stand im Projekt, den Verlauf, wie auch die erzielten Ergebnisse zusammen. Neben den in der Sitzung des Steuerungsgremiums vom 18.12.2015 verabschiedeten Lieferobjekten beinhaltet er auch die in dieser Sitzung genehmigten Lieferobjekte:

  • „Erstellung grober Dienstleistungskatalog“
  • „Identifikation Kooperations- und Entwicklungspartner“
  • „Durchführung Bedarfserhebung (inkl. Umsysteme)“
  • „Marktübersicht mögliche Kandidaten für die IT-Lösung“
  • „Architektur zentral/dezentral: Szenarien
  • „Definition relevanter Standards“

Das Steuerungsgremium hat wichtige Anregungen und Beschlüsse zur Vorversion des Zwischenberichts eingebracht. Parallel haben die Teilprojektleitenden in schriftlicher Form Ihre Empfehlungen und Beurteilungen zum Zwischenbericht an die Projektleitung gesendet. Diese werden nun von der Projektleitung verarbeitet und zur erneuten Begutachtung im Projekt verteilt. Die endgültige Fassung des Zwischenberichts wird voraussichtlich Ende Februar fertiggestellt und übersetzt werden. Wir werden für Sie eine Publikumsversion auf dem Blog bereitstellen.

Ein weiteres Traktandum neben dem Zwischenbericht und den Lieferobjekten war der Stand im Projekt. Der Projektleiter Dr. Wolfram Neubauer kann weiterhin berichten, dass das Projekt in Bezug auf die Zeitplanung, den Ressourcenaufwand und das Budget auf Kurs liegt.

Das Steuerungsgremium trifft sich zur nächsten Sitzung im April 2016.