Archiv für den Monat: Januar 2016

1. Sitzung des Sounding Boards SLSP

(Iris Capatt)

Am Donnerstag, 21. Januar 2016, traf sich der Sounding Board von SLSP zu seiner ersten Sitzung im Rahmen des Projekts.

Die Präsidentin des Steuerungsgremiums, Prof. Dr. M. Baddeley, und der Gesamtprojektleiter Dr. W. Neubauer informierten über den aktuellen Stand im Projekt, schilderten die Arbeitsweisen und -ergebnisse aus den Teilprojekten und klärten die Rolle des Sounding Boards, welche wie folgt beschrieben worden ist:
„Der Sounding Board ist eine ‚kritische Feedbackinstitution‘, in der relevante Stakeholder nach Art eines Peer Review die präsentierten Projektergebnisse beurteilen.“

Anschliessend präsentierte Dr. W. Neubauer die bisher vorliegenden Lieferobjekte, wie die Arbeitspakete der einzelnen Teilprojekte im Projekt SLSP genannt werden. Der Sounding Board diskutierte offene Fragen zu den Lieferobjekten und nahm die Gelegenheit wahr, Stellung zu einzelnen Aspekten des Gesamtprojekts zu beziehen.
Im Fokus der Diskussion standen neben dem Zentralisierungsgrad des Distributionsmodells auch die Systemarchitektur: Die Datenhoheit und Datensicherheit werden auch in den folgenden Monaten ein zentrales Thema sein – und dies nicht nur für die Bibliotheken.
Ein weiterer Schwerpunkt lag bei den Kundengruppen. SLSP ist ein von der SUK-P2 gefördertes Projekt und richtet sich damit an wissenschaftliche Bibliotheken des Hochschulbereichs. Dies bedeutet, dass nicht-wissenschaftliche Bibliotheken derzeit nicht Kunden von SLSP werden können. SLSP legt den nicht-wissenschaftlichen Bibliotheken klar ans Herz, selbst rasch aktiv zu werden.

Die Voten aus dem Sounding Board werden nun in eine erste Version des Zwischenberichts eingearbeitet, welcher einer der Hauptthemen an der nächsten Sitzung des Steuerungsgremiums vom 2. Februar sein wird.

Referat anlässlich der Sitzung der NEBIS–Mitgliederkommission

NEBIS-iconsmall(Iris Capatt)


Projektleiter Dr. Wolfram Neubauer informiert heute über den Projektverlauf und die aktuellen Fortschritte von SLSP Swiss Library Service Platform anlässlich der Sitzung der NEBIS-Mitgliederkommission in Zürich.

Erfahren Sie mehr zur Veranstaltung

Kommunikation der Projektleitung und des Teilprojektes 2

(Dr. Wolfram Neubauer & Dr. Thomas Marty)

Das Teilprojekt 2 von SLSP hat die Aufgabe, eine sinnvolle Governance und Organisationsstruktur der künftigen «Swiss Library Service Platform» (SLSP) zu konzipieren. Im Rahmen dieser Arbeiten wird, neben anderen Szenarien, auch eine Partnerschaft mit bereits existierenden Organisationen geprüft.
In diesem Zusammenhang ist die Option der gemeinsamen Entwicklung einer Variante mit SWITCH naheliegend, da letztere schon diverse Grunddienstleistungen im Bereich Informationsversorgung für die Schweizer Hochschulen erbringt.

In seiner Sitzung vom 18. Dezember 2015 hat das Steuerungsgremium die Projektleitung von SLSP beauftragt, zwei Szenarien weiter zu verfolgen:

  • Die institutionelle Zusammenführung von SLSP mit SWITCH
  • Den Aufbau einer eigenständigen Organisation für SLSP

In einem Treffen der Projektleitung von SLSP mit der Leitungsebene von SWITCH wurde eine paritätisch besetzte Arbeitsgruppe eingesetzt, um folgende Aspekte zu klären und passende Modelle zu entwickeln:

  • Erbringung der geplanten Dienstleistungen von SLSP durch eine institutionelle Einbindung der bibliothekarischen Aspekte und Kompetenzen in die Strukturen von SWITCH
  • Organisatorische Massnahmen, die erlauben, die Interessen der Hochschulbibliotheken in der Stiftung SWITCHsowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene angemessen zu berücksichtigen
  • Sicherstellung der Sichtbarkeit von SLSP als Dienstleistungsplattform für die wissenschaftlichen Bibliotheken innerhalb von SWITCH
  • Finanzierungsmodelle für die SLSP Dienstleistungen und deren Erbringung im institutionellen Rahmen von SWITCH

Die gemischte Arbeitsgruppe hat den Auftrag, bis Ende März mögliche Varianten einer institutionellen Zusammenarbeit zwischen SWITCH und dem Projekt SLSP zu entwickeln.

Hierzu parallel wird das Teilprojekt 2 von SLSP weitere Organisationsvarianten ohne enge Partnerschaft mit SWITCH erarbeiten.

Alle Varianten für die beiden verfolgten Szenarien werden dem Steuerungsgremium von SLSP zur Beschlussfassung über das weitere Vorgehen vorgelegt.

 

Zürich, 21. Januar 2016

 

Für weitere Informationen :

Dr. Wolfram Neubauer, Projektleiter

+41 (0)44 632 31 64

wolfram.neubauer@library.ethz.ch

Viel Erfolg für SLSP im neuen Jahr!

(Prof. Margareta Baddeley)

Das nationale Projekt Swiss Library Service Platform SLSP entstand, weil mehrere grosse wissenschaftliche Bibliotheken und Bibliotheksverbünde der Schweiz ein neues Bibliothekssystem finden müssen, um ihr altes, funktional nicht mehr befriedigendes, zu ersetzen. Dank der Förderung durch die SUK-P2 «Wissenschaftliche Information: Zugang, Verarbeitung und Speicherung» ist es möglich, im Rahmen eines Vorprojekts, die Realisation einer solchen Plattform zu prüfen, und deren Umfang und die Kosten zu umreissen. Seit Juli 2015 arbeiten über 60 Personen aus den wissenschaftlichen Bibliotheken der potentiellen zukünftigen Partner und die Projektleitung unermüdlich an und für SLSP. Einen Einblick in das ausserordentliche Engagement aller Beteiligten gibt Ihnen unser Blog, der nach einer Anlaufphase jetzt voll funktioniert und laufend über die weiteren Arbeiten und Ergebnisse informiert.

Die zukünftige Plattform betreibt ein Bibliotheksverwaltungssystem der neuen Generation und schafft einen schweizweit einheitlichen Datenraum für alle wissenschaftlichen Bibliotheken und akademischen Partnerinstitutionen. Langfristig wird sie ihre Dienstleistungen auch einem breiteren Kreis von Bibliotheken anbieten können. SLSP wird Arbeitsgrundlagen auf der Basis von gemeinsamen internationalen Standards entwickeln, um damit die Führung der Kataloge und einer nationalen Benutzerdatei, die Pflege der Inhalte und Metadaten und den Austausch auf internationalem Niveau sicherzustellen.

SLSP wird als Bindeglied zwischen den Bibliotheken der Schweizer Hochschulen agieren. Es ist ein ehrgeiziges Projekt, weil die Interessen der Partner verschiedener Grössen aus drei Kultur- und Sprachräumen berücksichtigt werden müssen. Das Steuerungsgremium, die Projektleitung und die Mitarbeitenden der Teilprojekte sind sich dessen bewusst und streben danach, die sich daraus ergebenden Erwartungen bestmöglich zu erfüllen.

Ein Vorhaben von der Grösse dieser künftigen Plattform – mit derart vielen Partnern – ist notwendigerweise komplex. Umso wichtiger ist es, die Qualität der Quantität vorzuziehen und bei der Dimensionierung des Projekts realistisch zu bleiben. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in der ersten Phase so rasch wie möglich die für die Partner unumgänglichen Basisdienstleistungen zu evaluieren, um auf dieser Grundlage die Wahl einer geeigneten technischen und organisatorischen Lösung vorzubereiten.

Die grundlegenden Entscheidungen werden zwischen 2016 und 2017 fallen. Ein erster Zwischenbericht, der die Ergebnisse der Arbeitsgruppen 1, 2 und 3 zusammenfasst, wird mit einer Expertengruppe, dem Sounding Board, noch im Januar diskutiert. Das Steuerungsgremium wird den Bericht im Februar/März 2016 finalisieren, um ihn anschliessend den Partnerinstitutionen zu unterbreiten.

SLSP ist eine Herausforderung! Seit letztem Sommer sind alle beteiligten Personen mit grosser Begeisterung diese Herausforderung angegangen und dafür danke ich Ihnen. Ich freue mich, in dieser Dynamik weiterhin mit Ihnen zusammenarbeiten zu dürfen und wünsche Ihnen allen ein ausgezeichnetes Jahr 2016 mit der Aussicht auf konkrete und positive Ergebnisse aus unserem Projekt!

Prof. Dr. Margareta Baddeley
Vorsitzende des Steuerungsgremiums