meint m.j aus z., dass religiöse botschaften nicht in den öffentlichen raum gehören, da es sich dabei um privatsache handelt. eben nicht, finde ich.
und jetzt hab ich mich ein wenig durch habermas gelesen, der (zusammen mit dem jetzigen papst) über “vorpolitische Grundlagen des demokratischen Rechtsstaates” nachdenkt. und da schreibt der gute mann zum schluss: “Säkularisierte Bürger dürfen, soweit sie in ihrer Rolle als Staatsbürger auftreten, weder religiösen Weltbildern grundsätzlich ein Wahrheitspotential absprechen, noch den gläubigen MItbürgern das Recht bestreiten, in religiöser Sprache Beiträge zu öffentlichen Diskussionen zu machen”….ja es sei von den säkularisierten Bürgern zu erwarten, dass sie sich anstrengen, diese Beiträge aus der religiösen in eine öffentlich zugängliche Sprache übersetzten..
es liese sich natürlich fragen, inwiefern der inhalt der gelben schrift auf blauem hintergrund ein beitrag zu welcher öffentlichen diskussion ist. aber vermute, dass das doch bei den meisten zitaten der fall ist!?
und da dies ein blog unter der domain der eidgenössischen technischen hochschule ist, sei aus dem erwähnten Büchli die “Pathologie der Vernunft” erwähnt, die eine “Höhrbereitschaft der Vernunft gegenüber den grossen religiösen Überlieferungen der Menschheit braucht”. Meiner Meinung nach rennt die eidgenössische technische hochschule ohne beide Ohren ihrem Machbarkeitswahn nach, als wäre die Wahrheit dasjenige, was machbar ist.
