Posted by Urs Meile on 15th November 2011
Die letzten Monate sehen unspektakulär aus, wenn man durch die PC-Prospekte blättert. Trotzdem stellen sich auf dem Marktplatz spannende Fragen.
1. Tablet versus PC – drängen die Tablets zurück? Die Zuwachsraten sind spektakulär. Allerdings nur bedingt auf Kosten der PCs. Computergestütztes Arbeiten dürfte sich auch in Zukunft auf tastaturbewehrten Maschinen abspielen. Die Verbreitung der Tablets in betrieblichen Kontexten ist entsprechend bescheiden geblieben. Im Bereich Medienkonsum ist aber abzusehen, dass sich Tablets einen dauerhaften Platz erobern. 2011 sollen rund 70 Mio. Tablets abgesetzt werden – verglichen mit etwa 350 Mio. PCs. In vielen Haushalten wird sich halt der ganze Gerätepark breitmachen – vom internetfähigen TV über PC und Tablet bis zum Smartphone.
2. Minimargen. Die Schlenker von HP um die Frage, ob sich der Konzern aus dem PC-Geschäft zurückziehen soll, werfen ein Schlaglicht auf die äusserst knappen Margen im Geschäft mit Standard-PCs. Den Kunden kann es recht sein. Die meisten Konzerne lassen in Sachen Design und Profil der Produktelinien die nötige Konsequenz vermissen. Beides macht Apple besser und kann darum saftige Margen kassieren. Das ist ein mehr als netter Trost, wenn man nach Stückzahlen nicht zu den 5 grössten gehört. Allerdings steigt der globale Marktanteil langsam, sodass Apple in den nächsten Quartalen unter den Top 5 erscheinen könnte.
3. Volkseigene PCs. Lenovo gehört unter den Mainstream-Produzenten zu den Aufsteigern. Die Staatsmanager haben sich bisher keine grossen Patzer geleistet, wenn es um den Erhalt des ebenso langweiligen wie seriösen Images der IBM-Thinkpad- Linie ging. Die ermunternde Hand der chinesischen Staatsführung dürfte bei der Erschliessung des riesig gewordenen chinesischen Binnenmarktes hilfreich sein. Lenovo fordert die US-Konzerne heraus, wie das Diagramm mit den globalen Marktanteilen zeigt.

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Posted by Urs Meile on 31st Januar 2011
Der Mainstream PC-Markt entwickelt wenig spektakulär. Dynamisch ist die Entwicklung am mobilen Rand.
2010 haben die Verkäufe von Media Tablets insbesondere dank der iPads ein sprunghaftes Wachstum verzeichnet: Es wurden rund 17 Mio. Stück verkauft, dieses Jahr sollen es gemäss IDC 45 Mio. Stück werden. Das Wachstum ist spektakulär, die Marktanteile vorläufig noch nicht. Verglichen mit den 346 Million PCs und Laptops macht das 2010 rund 5% und dürfte 2011 auf über 10% steigen. Wo wird sich das in fünf Jahren einpendeln?
Tablets werden ihren Platz finden, allerdings nicht in der ersten Reihe. Da bleiben einerseits für produktive Arbeiten Arbeitsplatzrechner und Laptops. Den mobilen Pol andererseits dürften Smartphones dominieren, die ja eher als Computerkategorie denn als Telefon gelten dürfen.
Tablets dürften aufgrund der massvollen Preise und spezifischer Nutzungsmöglichkeiten in der Freizeit erhebliche Stückzahlen erreichen, aber eher spezialisierte Nischen füllen. Für produktive Arbeit einerseits zu wenig ergonomisch, für unterwegs nicht so mobil und robust wie ein Smartphone, zum Lesen und Surfen unter freiem Himmel aufgrund der Displaytechnologie vorderhand ungeeignet: Seine Stärken können sich eher als gehobener Medienplayer und Surfstation zuhause, im öV oder Hotel zeigen.
Klar sind Tablets Computer. Ob sie bei Marktbetrachtungen mit PCs und Laptops in einer Gruppe betrachtet werden sollen, kann mit guten Gründen postuliert werden. IDC verfolgt die verschiedenen Kategorien separat. Wenn schon Enduser-Computer aggregiert betrachtet werden sollen, müssten logischerweise auch Smartphones dazu genommen werden. Das sind aber doch funktional und kommerziell verschiedene – wenn auch überlappende – Segmente.
Am PC-Markt bewegt sich nichts fundamentales – HP hat offenbar ein gutes Weihnachtsgeschäft erlebt:

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Posted by Urs Meile on 11th November 2010
Im dritten Quartal hat sich wenig weltbewegendes getan. Der Neuigkeitsbonus der Netbooks ist definitiv verschwunden, sie sind ein Teil des Laptop Marktes geworden. Diskutiert wird berechtigterweise die Frage, ob Tablets in Zukunft auch als normale Mitglieder der PC- und Laptop Familie erscheinen sollen. Das würde die Chancen für Apple verbessern, in den nächsten Jahren unter die Top 5 nach Stückzahlen vorzustossen. Hier die Marktanteile der einzelnen Mitspieler – IDC führt leider nur die top 5 respektive 6 auf.

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Posted by Urs Meile on 19th Juli 2010
Seit der letzten Marktbetrachtung ist wieder etwas Zeit verflossen und die Lage verändert sich ständig. Offenbar hat Asus in den letzten Monaten Apple als Nummer 6 im globalen PC/Laptop Markt überholt. Das zeigen die Zahlen von IDC, wo der Mainboardhersteller aufgrund seiner Erfolge bei Nettops in der Top 5 Liste erscheint – prozentual gleichauf mit Toshiba. Mit 3.47 Mio. verkauften Mac hat Apple einen Anteil von 4.3% am Weltmarkt, wo in diesem Quartal 81.5 Mio. Rechner abgesetzt wurden. Das ist weder für Apple und schon gar nicht für seine Aktionäre ein Problem. Der sehr profitable Konzern ist aus der IT-Branche hinaus in den Top Level Bereich der elektronischen Konsumgüter hinein gewachsen.
Bemerkenswert ist der Aufstieg von Lenovo. Asien weist sehr viel höhere Wachstumsraten auf als die USA und Europa. Lenovo hat die günstige Situation auf dem Heimmarkt effizient genutzt.

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Posted by Urs Meile on 4th Dezember 2009
Immer mal wieder werfen wir einen kurzen Blick auf die Entwicklung des globalen PC/Laptop Marktes. Auffällig sind der Aufstieg asiatischer Firmen und die Probleme von Dell. Teilweise sind diese mit der starken Orientierung auf Geschäftskunden erklärbar, die in der Krise ihre IT-Budgets gekürzt haben. Leider werden von ICT nur die Marktanteile der Top 5 dokumentiert. Apple dürfte mit etwa 4% auf Rang 6 erscheinen. In absoluten Zahlen wurden im 3. Quartal 78,2 Mio. Rechner verkauft.

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Posted by Urs Meile on 20th Juli 2009
Der weltweite Markt für PCs und Laptops ist im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um 3.1% geschrumpft.
Spannend ist der Kampf um Platz 2, wo Acer Dell auf die Pelle rückt. Der taiwanesische Konzern ist Weltmarktführer im Notebookbereich. Mit der Positionierung im preiswerten Bereich profitiert Acer sowohl von der Kristenstimmung wie auch von der Entwicklung der Emerging Markets.
Bemerkenswert ist der Konzentrationsprozess in der Branche. Innerhalb eines Jahres ist der Marktanteil der Big Five von 55 auf 60 Prozent gestiegen. Die Herausbildung mehrerer starker Player in einem erbitterten Konkurrenzkampf ist für IT-Kunden nur von Vorteil.
2Q2009 1Q2009 (1Q2008)
1. HP 19.8% 20.5% (18.5%)
2. Dell 13.7% 13.6% (15.2%)
3. Acer 12.7% 11.6% (10.1%)
4. Lenovo 8.7% 7.0% (7.0%)
5. Toshiba 5.3% 5.4% (4.5%)
Zusammen 60.2% 58.1% (55.3%)
Quelle: IDC
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Posted by Urs Meile on 20th April 2009
Spannend sind die Entwicklungen auf dem PC Markt allemal – insbesondere in Krisenzeiten. Die jüngsten Zahlen von IDC zum ersten Quartal 2009 zeigen einen robusten Markt. Global ist die Zahl der verkauften Systeme im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent geschrumpft, in den USA gar nur um drei Prozent. Das ist erstaunlich moderat, angesichts der konjunkturellen Hiobsbotschaften der letzten Monate. Möglicherweise hat das neue Segment der Netbooks den Markt gestützt. Total wurden 63.46 Millionen Maschinen (ohne Server) verkauft.
Der Markt zeigt einen Trend zur Konzentration. Die globalen top fünf haben nun einen Marktanteil von 48.1% gegenüber 45.3% vor einem Jahr. Und HP dominiert noch ausgeprägter als zuvor.
Dell schlingert und Lenovo kann seinen Weltmarktanteil stabil halten, weil Gewinne in Asien die Anteilsverluste im Rest der Welt kompensieren. Wir dürfen gespannt sein, wie sich der Staatskonzern auf dem IT-Markt behauptet, nachdem das seriöse ThinkPad-Image von IBM nun langsam verblasst.
Erstaunlich ist der Wiederaufstieg von Toshiba, dem führenden Laptop-Produzenten der 90er Jahre. Nach dem Rückzug in eher randständige Gefilde der gehobenen Business-Laptops verspürt der japanische Hersteller Aufwind.
1Q2009 (1Q2008)
1. HP 20.5% (18.5%)
2. Dell 13.6% (15.2%)
3. Acer 11.6% (10.1%)
4. Lenovo 7.0% (7.0%)
5. Toshiba 5.4% (4.5%)
Weiterhin nicht unter den Top 5 erscheint Apple mit einem Marktanteil von etwa 4%. Das mag für den Konzern bedauerlich sein. Für die Nutzer hat das durchaus Security-Vorteile. In der Nische stürmt es etwas weniger heftig als auf offener See.
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