Windows 7 Installationstest
Posted by Urs Meile on 15th Mai 2009
Seit ein paar Tagen liegt Windows7 Release Candidate (RC) für mehrere Wochen zum Download und Testen bereit. Wir haben das neue Betriebssystem virtuell und auf einem älteren PC installiert.
Erwartungsgemäss kaum Probleme zeigen sich auf einer einfachen Virtual Machine von Microsoft, dem Virtual PC. Hier kann direkt das heruntergeladene .iso File ab Memorystick oder einer USB-Harddisk in eine VM eingebunden und dann installiert werden. Zu beachten: Die Simpel-VM von Microsoft emuliert nur ein 32-Bit System, es muss also die 32-Bit Version von Windows7 runtergeladen werden. Dabei ist ein Ausdruck oder Screenshot des Produkt Keys aufzubewahren und am Schluss der Installation einzugeben. Das ganze dauert etwas über 20 Minuten.
Harte Ware
Einen Eindruck vom Installationskomfort erhält man allerdings erst auf echter Hardware. Wir verwenden hier die 64-Bit Version von Windows7 und einen angejahrten PC von transtec aus dem Jahr 2006 mit einem Pentium 4 mit 3MHz und 2GByte RAM. Die Installation lässt sich in drei Phasen unterteilen.
1. Intitialisieren und erste Eingaben: Sie besteht aus dem Booten von DVD, ersten Installvorgängen und den Eingaben von Sprache und Installationsmodus (Upgrade / neu mit Sichern einer allfälligen früheren Version). Dauer 3 Minuten.
2. Auspacken und Installieren: Expandig Files, Installing Features, Updates. Mit einem Restart und Preparing for First Use geht diese Phase nach 19 Minuten zu Ende, während denen keine Useraktion erforderlich ist.
3. Letzte Usereingaben und Ferstigstellen: Nun sind noch Angaben wie Kontoname, PW, Produkt Key, Update settings und Zeitzone erforderlich. Nach einigen Harddiskschüben und weiteren 3 Minuten ist das Betriebssystem Gebrauchsfertig installiert.
Checken
Die Installation des Betriebssystems hat 25 Minuten gedauert, bei einem ersten Check funktioniert alles. Wir wollen es aber genauer wissen und hätten gern eine Übersicht über Probleme beim Installieren. Ohne in die Logs gehen ist das über “Problem Reports” möglich. Hier werden über die Lebensdauer einer Installation Probleme gelistet, die auf Wunsch selektiv Microsoft für automatisierte Lösungsvorschläge unterbreitet werden können. Eine mehr technische Sicht bietet der “System Diagnostics Report” der jederzeit generiert werden kann.
Sichtbar werden zwei Treiberprobleme – für ein IPMI Verwaltungs-Interface von Intel und für die inzwischen veraltete serielle Schnittstelle (siehe Bilder unten). Beides möchten wir gar nicht in Betrieb nehmen und verzichten auf eine Suche nach Treibern. Die Maschine ist für den Alltagsgebrauch einsatzfähig.
Ein Labortest ist nie Real Live. Die Installationsprozedur macht aber einen reifen Eindruck. Wie ich in Reviews sehe, ist die Treiberausstattung auch für neuere Geräte ziemlich gut. Die Grundfunktionen sollten sich für Maschinen aus den letzten zwei, drei Jahren out of the Box in Betrieb nehmen lassen.
INFO
Ed Bott: What to expect from Windows 7 (bespricht verrschiedene Aspekte)
c’t heise: Das soll es sein – Der erste Release Candidate von Windows 7 (Review)
Microsoft: What’s New in Windows 7 for IT Pros (Ausführliche Beschreibung)
Abbildungen: Report Windows
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