Sarah auf Reisen

Archive for the 'Preparations' Category

Zanzibar

Posted by loerchs on 9th April 2008

Nach einer knapp vierstündigen Schifffahrt von Dar-es-Salaam (und knapp 2 Stunden Seekrankheit) sollten wir also Zanzibar City, die grösste Stadt der Gewürzinsel erreichen.

Haven Zanzibar Dhow

Dort blieben wir zunächst für drei Nächte um die historischen Gebäude der Stadt, wo sich arabische, afrikanische und europäische Stile mischen, ausführlich zu besichtigen. Leider regnete es während dieser drei Tage fast ausschliesslich (Regenzeit), sodass die engen Gassen mehrere Zentimeter unter Wasser standen und sich in kleine Flüsse verwandelten. Deshalb beschlossen wir weiter Richtung Osten in den etwas trockeneren Teil zu fahren. Wir nahmen also einen Minibus nach Bwejuu und blieben für zwei Tage um den Strand zu geniessen und etwas am der Insel vorgelagerten Riff zu schnorcheln, bevor wir zwei Fahrräder mieteten (eines fast ohne Sattel und eins fast ohne Bremse und beide eher für nicht ganz so grosse Leute) und in den Norden fuhren.

Kinderrad Dinner

Weil wir nur eine recht veraltete Karte von Zanzibar hatten landeten wir nicht wie geplant in Uroa sondern noch etwas weiter nördlich in Kiwengwa. Dort wunderten wir uns doch sehr als wir plötzlich von allen seiten mit “Ciao!” begrüsst wurden. Es sollte sich herausstellen, dass in Kiwengwa in der Schule Italienisch gelehrt wird, weil sich im Ort viele Hotelresorts befinden, die regelmässig von italienischen Touristen ausgebucht sind. Mit Englisch kam man dagegen nicht sehr weit, sodass wir unser etwas dürfriges Urlaubsitalienisch auspacken mussten. Dafür hatte wir Glück und bekamen ein günstiges Hotelzimmer direkt am Strand.

Kiwengwa Mehr Kiwengwa

Dort waren wir wieder die einzigen Gäste wie bereits zuvor in Bwejuu, später sollten wir erfahren, dass das Hotel eigentlich geschlossen war. Offensichtlich hat sich der Manager ein Taschengeld dazuverdient.
Mittlerweile sind wir wieder nach Stonetown zurückgekehrt und erledigten letzte Souvenireinkäufe auf dem Markt. Heute Abend nehmen wir dann die Nachtfähre nach Dar-es-Salaam und morgen geht auch schon das Flugzeug zurück nach Deutschland.

@ Night

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Route to Dar-es-Salaam

Posted by loerchs on 1st April 2008

Nach einer relativ wenig geruhsamen Nacht (ich wurde von einer Maus wachgehalten, die unseren letzten Muffin ausgesprochen gräuschvoll verspeiste) nahmen wir frühmorgens den Bus zur tanzanischen Grenze bei Rusumo, die wir auch dank der gut ausgebauten Strasse früh erreichten. Ebenso problemlos konnten wir die Formalitäten am Zoll erledigen und erreichten nach gesamt acht Stunden Kahama wo wir übernachteten, bevor es mit dem Bus in einer 18 Stunden Etappe weiter nach Dar-es-Salaam ging. An unserem ersten Tag hier genossen wir erst mals seit langem wieder den Luxus einer Dusche und erkundeten etwas Dar-es-Salaam mit den unzähligen Märkten.

Skyline Dar es Salaam Kigamboni Halbinsel (Nähe Dar es Salaam)

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Kigali

Posted by loerchs on 1st April 2008

Nach einem frühmorgendlichen Abschied von Butare machten wir uns auf den Weg nach Kigali, bevor wir Ruanda ganz verlassen sollten. Auf dem Weg lag allerdings noch Nyanza mit dem ehemaligen Sitz des Königs, welchen wir für einige Stunden besichtigten.

Gesamte Mwami Hütte Bett des Mwami Im Palast

Für Kigali hatten wir uns nicht mehr viel vorgenommen, ausser das Genozid-Memorial Center zu besichtigen und uns mit Jimmy, dem Captain bereits erwähtner Fussballmannschaft, zu treffen. Während der zwei Tage die wir in Kigali verbrachten setzte immer wieder starker Regen ein, der binnen Minuten die Strassen unter Wasser setzte und häufig zu kleineren Erdrutschen führte. Nichtsdestotrotz war nach einem halben Tag bis zur Abreise kein Tropfen Wasser mehr aus der Leitug zu bekommen.

Jimmy und ich

Eine weitere Kuriosität unserer Reise war, dass wir in unserem Guesthouse einen littauischen Musiker trafen (ein Star wie uns vom dem ihn begleiteten Reporter erfuhren), der für die abendliche Unterhaltung aller im Hotel Anwesenden sorgte.

Littauischer Musiker

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Bukavu-Butare

Posted by loerchs on 26th March 2008

Erneut hiess es früh aufstehen um das Boot um 7 an das am südlichen Ende des Kivusees gelegene Bukavu zu nehmen. Am Hafen wurde uns von zwei Beamten erstmal jeweils 5 USD pro Person abgenommen, von denen zweifelhaft ist, dass die “Gebühr” berechtigt war.

Buavu 1 Hafen von Bukavu

Leider hatten wir ziemliches Pech mit dem Wetter, da es auf der 6-stündigen Überfahrt stark bewölkt war und häufig regnete. Aber dennoch war die Bootsfahrt sehr unterhaltsam, da wir wieder unzählige Bekanntschaften machten und e-mail Adressen austauschten. Da Bukavu sich als gigantischer Matschhaufen entpuppte.

 

Schlamm und Dreck

und uns erneut eine “Gebühr” abgenommen wurde hatten wir wenig Lust länger im Kongo zu bleiben und wir nahmen ein Taxi zur Grenze. Dort verlief zu unserem Erstaunen alles reibungslos und ohne allfällige weitere “Gebühren”. Sehr müde erreichten wir Cyangugu. Dort liessen wir den Abend nach einem Abendessen in der Stadt auf der Restaurant Terasse unseres Guesthouses ausklingen. Tags darauf nahmen wir erneut früh den Bus zum Nyungwe Nationalpark, der sich allerdings als mehr als doppelt so teuer herausstellte als im Reiseführer angegeben, weshalb wir dann per Anhalter versuchten nach Butare zu gelangen. Bereits das erste Auto mit einer Gruppe belgischer Lehrerinnen nahm uns mit einem Abstecher über ein Genozid-Memorial in Murambi mit nach Butare. Dies verliessen wir fassungslos angesichts der Grausamkeit mit der die Hututruppen vorgingen. Alleine in Murambi wurden über 50000 Menschen ermordet als sie in einer Sekundarschule zuflucht suchten. In Butare angekommen schlenderten wir noch über den Universitaetskampus von Butare. Heute besichtigten wir das Nationalmuseum von Ruanda, wo wir auf eine Gruppe simbabwischer Medizinstudenten stiessen. Die Ausstellungsstücke im Museum handelten vor allem vom täglichen Leben der Ruander im frühen 20. Jahrhundert. Draussen befand sich noch eine Hütte wie sie für den Koenig – den Mwami – erbaut wurde.

Vor Museum

In der Hütte des Mwami

 

 

 

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Nyiragongo – 3470 m

Posted by loerchs on 24th March 2008

Nun war es also so weit und die lang geplante Vulkanbesteigung sollte losgehen. Wie abgemacht holte uns der Fahrer des Observatory um 6 Uhr ab und fuhr uns Zur Basis am Parkeingang. Auf der Fahr kamen wir immer wieder an Flüchtlingslagern und UNMOC-Basen vorbei. Davon abgesehen schien die Lage einigermassen stabil zu sein, wie uns auch von mehreren Seiten bestätigt worden war. Die Landschaft präsentierte sich wesentlich Flacher als im benachbarten Ruanda, nur die Vulkane stachen in der Ferne in den Himmel.

Blick Richtung Ruanda Nyiragongo aus der Ferne

Schusslöcher in Parkschild

 

Nachdem wir am Parkeingang letzte Formalitäten erledigt hatten begannen wir die Wanderung auf den Vulkan mit unseren beiden Guides. Diese legten zu Beginn ein flottes Tempo vor, sodass wir nicht nur vom Dichten Regenwald nass wurden. Kurz bevor wir von unserer ersten Raststätte wieder aufbrechen wollten kam uns eine Gruppe indischer UN-Soldaten von ihrem Abstieg entgegen. So blieben wir etwas länger und unterhielten uns mit ihnen, wahrend wir mit Ananassaft, Mandeln und Nüssen vom Tablett bewirtet wurden. Ausserdem wurden noch ausführlich Fotos geschossen.

Wir und die Inder von UNMOC

Als wir weiter gingen erreichten wir sogleich den Waldrand und es ging für einige Zeit über Geröll, bevor wir wieder durch ein Waldstück liefen. Zwischenzeitlich wurde auch das Wetter zunehmend unfreundlicher, denn es hatte zu regnen begonnen und war bereits spürbar kälter. Immer häufiger konnten wir auch Stellen entdecken, an denen Gas aus dem Erdinneren strömte.

Gas

Mittags gegen ein Uhr erreichten wir die beiden Hütten in denen wir unsere Nacht verbringen sollten.

Bei den hütten Nachts in der Benny

Wir waren nun doch ganz froh, dass wir ein Zelt den Berg hoch geschleppt hatten, da die Hütte aufgrund einiger fehlender Seitenwände doch recht zugig war und der Wind zu dem den Regen hinein drückte. Zu dem war es auf nun mehr als 3000m auch recht kalt (laut unserem Guide 6°C). Wir stellten also unser Zelt auf und ruhten uns nach einem kleinen Mittagessen aus, bevor wir um 17 Uhr den abschliessenden Aufstieg zum Kraterrand wagten. Dieser ging direkten Weges über den erkalteten Lavastrom. Wir hatten grosses Glück, da die Sicht ausgesprochen klar war und wir so den 500m tiefer gelegenen Lavasee beobachten konnten. Wie uns der Vulkanologe erklärt hatte gibt es das weltweit nur 3 Mal, wobei dieser der grösste sei.

Lavasee von der Ferne

Lavasee näher

Wieder unten teilten wir mit unseren Guides das Abendessen und verkrochen uns frueh in unsere Schlafsaecke, da der Abstieg bereits fuer 6 Uhr geplant war.

Leider wachte ich nachts um 11 auf; da ich neben einer undichten Stelle im Zelt lag und sich mein Schlafsack mittlerweile voller Wasser gesogen hatte. Den Rest der Nacht war ich dann damit beschäftigt mich irgendwie warm zu halten und ich war doch froh als endlich 5 Uhr war und wir für den Abstieg zusammenpackten.

Bereits kurz vor 9 erreichten wir die Basis an der sich drei belgische Vulkanologen für den Aufstieg bereit machten. Sie waren bereits seit 2 Monaten im Kongo unterwegs und erzählten uns, dass die seit ihrem Studium davon träumten den Nyiragongo zu sehen. Während wir auf unseren Fahrer warteten, sahen wir sie allerdings wieder zusammenpacken und davon fahren. Wie wir erführen hatten sie zwar die gleichen Dokumente, die sie zur Vulkanbesteigung berechtigten, aber der Verantwortliche weigerte sich dennoch sie in den Park zu lassen. Auf Nachfrage erklärte er mir er zweifle daran, dass die Erlaubnis offiziell sei. Uns hätte er hochgelassen, weil wir mit dem Auto der Vulkanologen gekommen waren. Es scheint so als hätten wir wieder einmal ausgesprochen Glück gehabt, oder wie einer der Belgier gesagt hatte: “Das ist Kongo. Im Kongo geht nichts, und im Kongo geht alles.”

Mittlerweile wurde es immer später und unser Fahrer tauchte nicht auf und war auch nicht auf dem Handy erreichbar, da das Netz wieder einmal nicht funktionierte. Glücklicherweise nahm uns ein Major mit nach Goma (und das ganz umsonst!). So kamen wir erneut unbehelligt durch die unzähligen Militärkontrollen unterwegs.

Für den abend verabredeten wir uns mit Michel, der uns mit seinem Schwager abholen kam. Dieser schien Politiker zu sein, wie wir einigern Bemerkungen entnehmen konnten. Er lud uns alle zum Abendessen in einem ausgesprochen edlen Hotel am See zum Essen ein.

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Abschied

Posted by loerchs on 24th March 2008

Eigentlich wollten wir mit Dr. Rugango an unserem letzten Tag aufs Land in ein Health Center fahren, doch leider war schlussendlich kein Platz mehr für uns, da so einiges an Medikamenten mit musste. Dafür hatten wir wenigstens genug Zeit uns ausführlich von allen zu verabschieden.

Fuer unsere letzte Nacht mussten wir ausserdem unsere Herberge wechseln, da unser bisheriges Heim ausgebucht war. Im neuen Hotel trafen wir sogleich auf zwei Norweger -Erik und Jesper – welche wir dazu einluden mit uns und ein paar Leuten aus dem Krankenhaus abends etwas zu feiern.

Am Donnerstag wollten wir eigentlich früh zur Bank und dann gleich über die Grenze nach Goma in den Kongo. Dies scheiterte allerdings an der lokalen Buergermeisterwahl, da alle wichtigen Angestellten der Bank deshalb abwesend waren. So war es erst spät mittags möglich Geld zu bekommen. Stattdessen verbrachten wir noch einen Letzten Vormittag am Strand, wo wir wie immer für Menschenaufläufe sorgten. Als wir nun endlich unser Geld hatten machten wir uns sogleich auf den Weg ins “Herz der Finsternis”, welches sich nicht so schlimm wie befuerchtet paesentierte. Bereits der Zollbeamte gab uns Tips für günstige Übernachtungsmöglichkeiten (vielleicht war’s auch sein Cousin der Hotelbesitzer) und ausserdem trafen wir noch Michel, einen nach Deutschland ausgewanderten Kongolesen, mit dem wir Telefonnummern tauschten. Gegen Abend suchten wir das Volcanic observatory of Goma auf um alles für unsere Vulkanbesteigung zu regeln und das Zelt abzuholen.

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Ibitaro ya Gisenyi

Posted by loerchs on 20th March 2008

Bevor wir heute endgültig unsere Koffer packen und Gisenyi in Richtung Kongo verlassen stelle ich heute endlich erste Fotos von unserem Krankenhaus online. Zu unserem Tagesablauf, wie ich schon geschrieben habe beginnen wir (zumindest theoretisch) um 7 und arbeiten (meist auch nur theoretisch) bis um 15 Uhr. Meist stehe ich so um kurz vor 6 auf um noch im See schwimmen zu gehen. Einige male wurden wir auch schon von einer Fussballmanschaft aus Gisenyi geweckt, weil sie um 6 Uhr ihr Training vor unserem Zimmerfenster begannen.
Zunächst ist um 7 Uhr die Morgenbesprechung an der Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, sowie der Apotheker teilnehmen. Es ist allerdings nicht selten, dass um 7:15 noch kein einziger Arzt anwesend ist. Danach beginnt die Arbeit in der Apotheke oder für Benjamin auf einer der verschiedenen Stationen. Die Struktur der Apotheke ist anderst aufgebaut als bei uns in Europa. So war ich die meiste Zeit im grand stock (=Lager) und die Medikamente wurden an speziellen Ausgabestellen (eine für Antituberkulosemedikamente, eine für Retroviralien und eine für den Rest) verkauft, bzw. ausgegeben. Zu tun gab es für mich ehrlichgesagt nicht viel, ausser gelegentlich meine Unterschrift irgendwo darunter zu setzten, Inventur zu machen oder Medikamente ins Regal räumen (das kam allerdings auch nur einmal vor, weil die Bestellung nur alle 1-2 Monate gemacht wird).
Jeden Mittag gegen 1 Uhr kamen die drei Söhne meiner Arbeitskollegin Cecile (die Dame auf dem Foto) mit einem Eimer herein und brachten uns das Mittagessen. Meist ass ich dann gemeinsam mit Cecile und 1-2 anderen Frauen aus dem Krankenhaus aus einer grossen Schüssel in der Apotheke (Männer nicht erwünscht). Bis zum Dienstschluss um 15 Uhr war meist nicht mehr viel zu tun. Meistens kam noch einer der Radiologen vorbei und es wurde gemeinschaftlich im Internet gesurft, bzw. nach Stipendien an europäischen oder amerikanischen Universitäten gesucht. Was genau unser Chef gemacht hat, blieb mir allerdings während der gesamten 4 Wochen verborgen (der Herr auf dem Foto vor dem Computer).

Vorgestern Abend waren wir noch in einer Ärzte WG eingeladen (siehe Foto).
Für die kommenden Tage versuchen wir uns eine Tour auf den Nyiragongo im benachbarten Congo zu organisieren (siehe Vulkan im Hintergrund auf dem ersten Foto aus dem letzten Blogeintrag). Danach wollen wir mit einem Schiff von Goma aus nach Süden nach Bukavu, dann weiter in einen Nationalpark und nach einem Abstecher in die Universitätsstadt Butare zurueck nach Kigali, von wo aus es dann wahrscheinlich weiter nach Tanzania geht. Die geplante Route nach Dar-es-salaam führt von Kigoma mit dem Schiff nach Süden über den Tanganjika-See und von Mbeya aus weiter mit dem Zug nach Dar-es-salaam, wo wir noch einige Tage auf Sansibar ausspannen wollen. Je nach dem, ob wir Zeit haben machen wir einen Umweg nach Sambia zu den zweithöchsten Wasserfällen Afrikas.

 

Apotheke Medikamentenstock Apotheke Materialstock Cecile
Blick aus der Apotheke, rechts die Tuberkulosestation Theogene (Chef) Frauenstation

Doc-WG Fussballmannschaft am Trainieren Kochstation des Krankenhauses

Häftling am Arbeiten (im orangenen Overall, schneidet die Zehen-Nägel seines Aufpassers) Nigerianischer Augendoc und ich

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Fotos von der Huegelwanderung

Posted by loerchs on 16th March 2008

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Letztes Wochenende

Posted by loerchs on 16th March 2008

Nach einer relativ unspektakulaer verlaufenen letzten Woche haben wir nun unser letztes Wochenende in Gisenyi genossen.

Am Freitagabend wurden wir dann von unseren Krankenhausdocs in das Nachtleben Gisenyis eingeweiht. Erst waren wir in einer Bar am See zu Abendessen (sehr guter Tilapia) und anschliessend in einer Hoteldisco (viel 70er Jahre Musik und ab und zu was tanzaniisches), wo unsere Docs sich gegenseitig beim einsammeln von Telefonnummern der anwesenden Damen ueberboten (Gewinner ist Dr. Pierrot, der sich leider nicht mehr an denselbigen Abend erinnern kann. Es bleibt offen, ob das am Alkoholkonsum oder seinem Sturz ruecklinks auf die Tanzflaeche liegt)

Am Samstag sind wir ein par Kilometer gen Sueden zu ein paar heissen Quellen gefahren und sind dort noch ueber eine Halbinsel geschlendert. Wie fast immer wenn wir hier unterwegs sind hatten wir innerhalb kuerzester Zeit Begleitung. Zurueck ging es wieder mit dem Bus, wobei es sich diesmal um ein Exemplar in aussgegewoehlich miserablem Zustand handelte. Das Abendessen verbrachten wir dann in Gesellschaft unserer Radiologen und dessen Mitbewohner.

Fuer Sonntag hatten wir zunaechst geplant einen Ausflug in den Kongo nach Goma zu unternehmen, aber nachdem wir feststellen mussten, dass es nur Single-entry visa gibt und die 35 USD kosten und wir am Mittwoch sowieso nach Goma zur weiterreise muessen, entschlossen wir uns dazu die Besichtigung Gomas zu verschieben. Statt dessen goennten wir uns erst mal ein ausfuehliches Fruehstueck in einem der luxurioesen Hotels am See. An einem der Nachbartische speisten mehrere Offiziere der ruandischen Armee und als wir das Hotel verliessen staunten wir nicht schlecht, als eine halbe Armee vor dem Hotel Wache stand.

Den Rest des Vormittages verbrachten wir mit der Wanderung auf einenen Huegel wobei wir uns stets in der Begleitung einer Meute Kinder befanden (mittlerweile reicht mein Kinyarwanda auch soweit dass ich ein paar Worte mit ihnen Wechseln kann). Die Leute in den Doerfern waren auch sehr ueberrascht, als wir durchspazierten. Es kommt wohl nicht oft vor, dass sich Weisse hierhin verirren.

Wieder zu Hause angekommen trafen wir zufaellig jemanden, den wir vor zwei Wochen in Kibuye getroffen hatten und gingen mit ihm in eine Bar am See, bevor wir weiter zum Fischessen zogen. Heute Abend war ich dann noch schwimmen, wo ich wie fast jeden Morgen Jean-Pierre, einen Juristen aus der Gegend traf.

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Gorilla Tracking

Posted by loerchs on 10th March 2008

Für dieses Wochenende hatten wir uns ursprünglich vorgenommen in die Berge nach Ruhengeri zu fahren und dann weiter an ein paar Seen und im Reiseführer beschriebende Fischerdörfer. Nachdem wir am Freitag aufgrund eines dazwischen gekommenen Kaiserschnittes etwas verspätet losgekommen waren, erreichten wir Ruhengeri erst nach Einbruch der Dunkelheit.

Da es am Samstag vormitag wie aus Kübeln zu regnen begonnen hatte, verschoben wir unser vohaben zum See hinauszufahren und beschlossen uns nach einer Lizenz fürs Gorilla-tracking zu erkundigen. Wir hatten Glück und konnten noch kurzfristig eine für den folgenden Tag ergattern und so standen wir am Sonntag morgen um 6 vor dem Hotel und wurden von einem Fahrer abgehohlt, der uns zum Ausgangspunkt in Kinigi brachte. Schon unterwegs hatten wir eine atemberaubende Aussicht über die Hochebene auf die Virunga-Vulkane.

Dort angekommen wurden wir mit drei anderen Teilnehmern einem Guide zugewiesen und erhielten ein kurzes Briefing und dann ging es auch schon weiter mit dem Jeep etwa eine halbe Stunde bis an die Waldgrenze. Von dort aus ging es zu Fuss durch den dichten Dschungel weiter, bis wir nach einer Stunde die 16 Gorillas erreichten mit welchen wir eine Stunde verbringen durften, bevor wir uns wieder auf den Abstieg machen mussten.

Richtige Maenner !?Virunga Volcanoes

 

 Gorillababy 2Gorillababy

 

 Silverback

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