Sarah auf Reisen

Australia (D)

Posted by loerchs on 09.12.2008

Nach dem eher bescheidenen Wetter der letzten Tage in Neuseeland freute ich mich auf ein etwas waermeres Australien. Leider wurde ich da herb enttaeuscht und musste gar auf dem Flughafen wegen eines Hagelsturmes ueber eine Stunde auf mein Gepaeck warten (angeblich in Daumennagelgroesse). Irgendwann schaffte ich es dann auch in ein Hostel (angeblich viiiiel sauberer und billiger als das neben dran. Nun gut, ich will nicht wissen wie es dort war. In der Wand neben meinem Bett hauste auf jeden Fall ein Opossum, weiles die ganze Nacht Ratten jagte. Das klingt recht gefaehrlich. Gremlin returns oder so…). Tags darauf stand also Melbourne besichtigen auf dem Programm. Ungluecklicherweise heftete sich ein Canadier an meien Fersen und den wurde ich den restlichen Tag nicht mehr los (der war sehr durch). Wahrscheinlich gefiel mir Melbourne auch deswegen nicht so besonders. An sich wird Melbourne fuer seine Kaffeekultur hochgelobt (ja, da gibts auch viele), aber eine 3.5 Millionenstadt sollte ja noch etwas mehr zu bieten haben. Eines der Highlights aus meiner Sicht war das Ian Potter Centre, welches ein Museum und ein Filminstitut beherbergt – nicht nur wegen der Ausstellung. Allein das Gebaeude ist total aussergewoehnlich, aber seht selbst …

Abends lernte ich wieder mal eine Horde Deutscher kennen und wir schlossen uns dem Rest des Hostels an und gingen in einen Club in Strandnaehe mit Liveband. Naja, war eher anstrengend (Australier sind sehr selbstbewusste Menschen).

Tags darauf packte ich frueh meine sieben Sachen (die letzten kammen jetzt aus dem Club zurueck) und mahcte mich mit dem bus auf richtung Great Ocean Road obwohl mir gesagt wurde, dass man Ohne auto nicht viel sieht. Sehr weit kam ich eh nicht, weil die Busse nur etwa das erste Drittel am Samstag fuhren. Also suchte ich mir dort ein Hostel fuer die Nacht. Dort lernte ich wieder eine ganze Menge anderer Backpacker aus Deutschland kennen, von denen einer ein Auto hatte. Zu viert sind wir am Sonntag dann die Great Ocean road hoch gefahren (Road Trip)und konnten in aller Ruhe an die Aussichtspunkte und uns vor alle die Beruehmten Twelve Apostels ansehen. Da erst wieder am Montag ein Bus aus dem Ort nach Warrnambool fuhr blieb ich eine weitere Nacht in Apollo Bay und schloss mich fuer die Busfahrt dorthin Andreas an. In Warrnambool blieb ich erneut eine Nacht und nahm dann den Zug nach Melbourne zurueck, da ich von dort aus weiter der Kueste entlang nach Sydney hoch wollte.

In Melbourne blieb ich nochmal fuer 2 Naechte, traf ich mich wieder mit dem Amerikaner von der Faehre in Neuseeland und erledigte was noch zu erledigen war (Flug umbuchen, da mein Flug aus Bangkok bei der derzeitigen Lage eher unsicher war. Ich bleibe also 2 Tage laenger in Australien und fliege von Kambodscha aus zurueck). Frueh morgens nahm ich den Bus nach Lakes Entrance welches mir mehrfach empfohlen wurde. So unglaublich gut gefiel es mir dort allerdings auch nicht. In der Jugendherberge lernte ich aber einen Hollaender (Luke) kennen, der mit dem Auto unterwegs war und noch fuer mich Platz hatte. Nachdem ich Lakes Entrance also genuegend erkundet hatte ging es am folgenden morgen weiter nach Mallacoota und die Kueste hoch bis Eden. Unterwegs blieben wir mehrmals stehen und unternahmen kleinere Wanderungen in den zahlreich vorhandenen Nationalparks. In Eden mieteten wir uns ein Abteil in einem Trailerpark. Das war aussnahmsweise sehr ruhig, so ganz ohne 3-19 andere im Zimmer. Tags darauf ging es immer weiter Richtung Norden bis Batemans Bay, was als Ferienort von Canberra bekannt ist. Die letzte Etappe mit Luke fuehrte uns via Canberra nach Sydney. Canberra mussten wir uns als Hauptstadt Australiens natuerlich anschauen. Dies Stadt erschien uns allerdings etwas eigenartig, vor allem das Regierungsviertel. Wahrscheinlich lag es daran, dass sich Canberra ueber eine relativ grosse Flaeche ausbreitet und daher sehr leer wirkt. Am spaeten Nachmittag setzte mich Luke dann vor meinem Hostel ab, wo ich mich fuer die folgenden drei Naechte einmietete. Mein urspruengliches Vorhaben fuer zwei Naechte in die Blue Mountains raus zu fahren warf ich schnell ueber bord, weil mir Sydney so gut gefiel und weil ich mittlerweile etwas muede vom staendigen umherreisen bin. Von daher geniesse ich meine letzten 5 Tage in Australien lieber hier in Sydney. Meinen ersten Tag verbrachte ich sowieso vorwiegend im Bett, um die Erkaeltung, die ich mir in Melbourne eingefangen hatte endlich auszukurieren. Mittags konnte mich aber nichts mehr im Bett halten und ich fuhr zum Hafen hinaus um die Oper (Opera House) anzusschauen und mir bei der Gelegenheit gleich ein Ticket fuer Donnerstag abend zu kaufen. Anschliessend habe ich einen Mittagschlaf im nebenan gelegenen Botanischen Garten gemacht und bin wieder zurueck zum Hostel.

Tags darauf nahm ich wie mir empfohlen wurde die Faehre nach Manly anstadt eine Hafenrundfahrt zu machen (ist billiger). Manly liegt im Nordosten der Stadt und auf der Fahrt dorthin sieht man alle wichtigen Sehenswuerdigkeiten die der Hafen (Sydney Harbour)so zu bieten hat (Harbour bridge, Oper…). In Manly gefiel es mir so gut, dass ich gleich den ganzen Tag dort blieb (schoener Strand…). Auf der Rueckfahrt lernte ich wieder mal einen Deutschen kennen (Er: Are you a Backpacker too? Ich: Yes, and you are German too.).

Lustigerweise kommt er aus Zell im Wiesental und kennt die Haelfte meiner ehemaligen Klassenkameraden. Wir haben spaeter noch eine ganze Menge anderer Backpacker getroffen und sind am Darling Harbour essen gegangen.

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