Im Dschungelbuch (D)
Posted by loerchs on 24.12.2008
Also, hier erst mal noch ein paar Fotos von der Bootsfahrt.
In Siem Reap angekommen wurde ich erst mal von der Masse an Touristen erschlagen. Ich war ja schon erstaunt wie viele in Phnom Penh waren, aber in Siem Reap war es schon richtig gehender Massentourismus. Ich hatte definitiv etwas anderes erwartet. Naja, mein tuk-tuk Fahrer brachte mich wenigstens in ein Hotel etwas am Stadtrand was gleich mehrere Vorteile hatte. Erstens nicht ganz so viele Touristen und zweitens war es etwas ruhiger, den die Strassen Kambodschas sind ziemlich belebt, sodass der Laerm Tag und Nacht andauert (obwohl es wischen 11 und 5 etwas leiser wird, aber bisher wurde ich regelmaessig spaetestens um 5 wach. Eigentlich waere ich ganz gerne zum Sonnenuntergang schon nach Angkor aber ich war doch recht muede, sodass ich mir lieber Siem Reap angeschaut habe und dort zu Abend gegessen habe (nachdem ich schon 8 h lang auf dem Schiff nichts zu Essen hatte). Aber Tags darauf wollte ich wenigstens den Sonnenaufgang bei Angkor anschauen. Dies ist allerdings besonders beliebt (bietet sich beid er Westausrichtung auch gut an den Sonnenaufgang dort anzuschauen), sodas ich im Strom der Schaulustigen nach zum Angkor Wat gefahren bin (morgens um 5, freiwillig) und dort die Sonne NICHT aufgehen sah, da (wie eigentlich jeden Morgen, wenn ich es mir so recht ueberlege) der Himmel etwas dunstig war.
Dennoch war der Anblick des groessten religioesen Bauwerkes der Welt sehr beeindruckend. Den Rest des Tages bin ich mit einem Basler, den ich am Morgen (um 5) im Hotel getroffen habe weitere Tempelanlagen und andere Bauwerke rund um Angkor Wat anschauen gegangen. Danach folgten einige, die dem Namen nach zwar nicht so bekannt sind, aber vielen dennoch bekannt vorkommen warden wie z.B. Ta Prohm (aus Tomb Raider) oder auch die Tempel von Bayon, mit den riesigen in Stein gehauenen Gesichtern, die in den Urwald hinaus blicken. Gegen Mittag wurde es auch etwas ruhiger, insbesondere an den weniger beruehmten Bauwerken (die haeufig jedoch nicht weniger beeindruckend waren).
Am Nachmittag bin ich kurz zurueck nach Siem Reap (Batterie aufladen, ich hatte ernsthaft vergessen das vorher zu tun, sodas ich nach ein paar Fotos eine leere Batterie hatte, was doch einigermassen aergerlich war) und habe mir dort gleich noch ein Fahrrad geliehen um damit zurueck zu den Tempeln zu fahren.
Meinen letzten vollen Tag ich Kambodscha verbrachte ich erneut mit der Inspektion von Steinen. Nachdem ich aber Tags zuvor knapp 20 km gelaufen war zog ich es wieder vor ein Fahrrad zu leihen (vor allem, weil ich auch die grosse Runde machen wollte, die vom Tempel aus 28 km Sind und bis dorthin waren es Hin und zurueck noch einmal knapp ueber 30). Den Sonnenaufgang sparte ich mir dismal auch und so fuhr ich gegen 7 los und versuchte entgegegesetzt der Touristenstroeme die Tempel zu besichtigen. Dies stellte sich als gute Idee heraus, den ich war an einigen nahezu allein, was das Dschungelfeeling eindeutig intensivierte.
Stellenweise kam ich mir auch tatsaechlich wie im Dschungelbuch vor. Mal ernsthaft, die Aehnlichkeit ist doch nicht zu leugnen!
Nach zwei Tagen Tempelbesichtigung war es dann aber auch genug und ich nutzte daher den spaeten Nachmittag und Abend zum entspannen (meine Fuesse….) und zum Weihnachtsgeschenke kaufen. Am Abend ging ich essen und der Restaurantbesitzer war total begeistert, weil ich mit ihm franzoesisch reden konnte. Franzosen sind hier wieder mal nicht besonders beliebt. Einige der Alteren koennen jedoch noch franzoesisch, aber kein englisch und freuen sich daher, wenn jemand franzoesisch kann, aber kein Franzose ist (kompliziert…). Er machte bei mir auch gleich Werbung fuer ein Hilfsprojekt welches er hier in den Doerfern in Kambodscha hat, fuer welches er haefig Volontaere aus dem Ausland hat (also, falls jemand Interesse hat…). Als ich auf dem Rueckweg ins Hotel war traf ich erneut zwei Deutsche, mit denen ich spontan ein letztes Bier/letzten Cocktail am Fluss trinken gegangen bin. Am folgenden Tag ging mein Flug bereits am Mittag nach Singapur, das heist nach dem Fruehstuck (ein letztes Mal gebratenen Reis mit Gemuese und Huhn) und letztem Weihnachtsgeschenke-shopping flog ich nach Singapur). In deinem Hostel dort (vorgebucht und mit Kreditkarte bezahlt, ausserdem genug Cash in der Tasche um auch vom Flughafen dort hin zu kommen, es konnte also gar nichts schief gehen) lernte ich zwei Indonesier kennen mit denen ich an der Riverside zum Abendessen ging. Singaporian Chilli Crab. Das laesst sich nicht wirklich anstaendig essen (schmeckt aber schon gut) und danach gings noch ins Kino (the Day the earth stood still – auch Keanu Reaves kann den Film nicht mehr retten. Definitiv nicht empfehlenswert!).
Quizfrage: Was ist das?
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