ETH-Klimablog - Klimawissen - Energie - Fossile Energie

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Fossile Energiequellen

Als Energiequellen wurden bisher vor allem Kohle und Erdöl genutzt. Diese gehören zu den fossilen Energiequellen. Bei ihrer Verbrennung werden CO₂ und andere Treibhausgase freigesetzt, die Nutzung fossiler Energiequellen ist deshalb einder Hauptursachen für den Klimawandel.

Die heute genutzten fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas, Kohle, Ölsande und Ölschiefer sind Gemische von Kohlenwasserstoffen, die sich aus abgestorbenem, organischem Material gebildet haben. Diese Umwandlungsprozesse nahmen Millionen von Jahren in Anspruch. In den für uns Menschen relevanten Zeiträumen können deshalb keine neuen fossilen Energien mehr entstehen – fossile Energieträger sind deshalb nicht erneuerbar. Heute geht man davon aus, dass die Reichweite des Erdöls bei gleichbleibendem Verbrauch noch rund 40 bis 50 Jahre beträgt, diejenige von Erdgas rund 70 Jahre. Die Kohlereserven hingegen reichen noch für ungefähr 200 Jahre.

Verantwortlich für den Klimawandel

Bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehen Kohlendioxid (CO₂) und andere Gase, die dann in die Atmosphäre gelangen. Da in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu früheren Jahrhunderten viel mehr fossile Energieträger verbrannt wurden, hat auch die Konzentration an CO₂ und weiteren Gasen in der Atmosphäre stark zugenommen. Dadurch wird das von der Erde reflektierte Sonnenlicht stärker als zuvor wieder auf die Erde zurückgeworfen, was zur Klimaerwärmung beiträgt.

Für diese Klimaerwärmung sind insbesondere die Gase CO₂, Methan und Lachgas verantwortlich. Das wichtigste davon ist CO₂, weil dieses bei Verbrennungen fossiler Stoffe in grossen Mengen freigesetzt wird. Aber auch Änderungen bei der Nutzung von Land führen zu einer Erhöhung der CO₂-Konzentration, zum Beispiel die Abholzung der Wälder. Diese menschlichen Aktivitäten sind der Hauptgrund dafür, dass die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre von einem vorindustriellen Wert von etwa 280 ppm1 im Jahr 1750 auf über 390 ppm im Jahre 2010 anstieg.

Die heutige CO₂-Konzentration in der Atmosphäre übertrifft die Werte der letzten 600’000 Jahre (180 bis 300 ppm, aus Eiskernbohrungen bestimmt) bei weitem. Deshalb muss davon ausgegangen werden, dass die hohe CO₂-Konzentration in der Atmosphäre auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist. Dies wird auch unterstützt durch Berechnungen die zeigen, dass bis jetzt die CO₂-Konzentration noch nie so rasch angestiegen ist wie in den letzten 50 Jahren.

Wechsel auf erneuerbaren Energien nötig

Um die CO₂-Konzentrationen nicht länger ansteigen zu lassen, ist es deshalb nötig, die Verbrennung fossiler Energieträger zu reduzieren. Mittel- bis langfristig müssen deshalb so weit als möglich erneuerbare Energiequellen genutzt werden.

1 1 ppm = 1 Teil pro 1 Million = 0,0001 %

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