ETH-Klimablog - Klimawissen - Energie - Energieverbrauch

ETH life zum Thema

Welternährung: «Ein nahrhafter Denkanstoss» (17.10.13)
Klimaforschung: «Klimaforschung im Dialog» (4.10.13)
Klimaforschung: «Emissionen verpflichten uns langfristig» (27.9.13)
Energieforschung: «Der Asket unter den Motoren» (12.9.13 )

Blog-Schwerpunkte

Die Beiträge geordnet nach Wissensgebieten rund um den Klimawandel:
>Klimaforschung
>Umweltfolgen
>Energie
>Mobilität
>Wirtschaft
>Politik
>Stadtentwicklung
>Welternährung
>Nord-Süd

Archive

Energieverbrauch

Verschiedene Energiequellen können genutzt werden, um den Bedarf an Strom, Treibstoff und Heizenergie zu decken. Der Gesamt-Energieverbrauch hat in den letzten Jahrzehnten sprunghaft zugenommen.

 

Tagtäglich brauchen wir grosse Mengen an Energie, sei es für Verkehrsmittel, Gebäudeheizungen oder für Maschinen. Diese Energie lässt sich aus verschiedenen Energieträgern (Energiequellen) gewinnen:

  • Fossile Energieträger z.B. Erdöl, Kohle oder Erdgas: Sie wurden vor sehr langer Zeit gebildet und unter der Erdoberfläche abgelagert. Bei ihrer Verbrennung entstehende Energie kann für Heizungen oder zum Antrieb von Motoren genutzt werden. (>fossile Energiequellen)
  • Nukleare Energieträger z.B. Uran: Bei der Spaltung von Uran oder Plutonium wird Wärmeenergie und radioaktive Strahlung frei. Die Wärmenergie wird genutzt, um Strom zu erzeugen (>Atomenergie)
  • Erneuerbare Energieträger z.B. Sonnenstrahlung, Wasserkraft, Windkraft, Erdwärme oder Biomasse: Bei der Nutzung von erneuerbaren Energien wird Strahlungs- oder Bewegungsenergie direkt genutzt und in Strom oder Wärmeenergie umgewandelt. (>erneuerbare Energiequellen)

Verkehr ist grösster Energieverbraucher

Am meisten Energie benötigt der Verkehr: Er konsumiert 35 % der gesamten verbrauchten Energie in der Schweiz. Die Haushalte nutzen knapp 30 % der gesamten Energie. Die Industrie verbraucht 19% der Energie, für Dienstleistungen werden 16 % der Energie verwendet (Stand 2009).

Um ihren Energiebedarf abzudecken, ist die Schweiz auf Energieimporte angewiesen. So werden Heizöl, Benzin und Diesel wie auch Brennstäbe für die Stromgewinnung in Kernkraftwerken importiert. Damit werden in der Schweiz etwa 80% des Energiebedarfs mit importierten Energieträgern gedeckt, vorwiegend mit nicht erneuerbaren Energieträgern.

Im Jahr 2009 wurde die in fossilen, nuklearen und erneuerbaren Energieträgern enthaltene Energie wie folgt verwendet:

  • 33 % in Form von Treibstoffen
  • 24% in Form von Elektrizität
  • 22 % in Form von Erdölbrennstoffen
  • 12 % in Form von Gas
  • 9 % in Form anderer Energieformen

Energieverbrauch nimmt stetig zu

Mit dem zunehmenden Strassen- und Flugverkehr, den Heizungen und Klimaanlagen wie auch der steigenden Nutzung von elektrischen Geräten hat in den letzten 50 Jahren der Bedarf an Strom und Wärmeenergie (die so genannte Endenergie) sprunghaft zugenommen.

In der Schweiz wird heute im Vergleich zu den 50er Jahren ungefähr 4-Mal mehr Energie verbraucht (siehe Grafik 1).

Aufgrund des steigenden Energieverbrauchs bei zunehmender Verknappung der fossilen Energieträger (>fossile Energiequellen)  wird es immer dringender, möglichst erneuerbare Energiequellen zu nutzen (>erneuerbare Energiequellen) und diese Energie möglichst effizient und zielgerichtet einzusetzen. Im Jahr 2010 betrug der gesamte erneuerbare Anteil am schweizerischen Endenergieverbrauch erst 19.4 %.

Abbildung 1: Endenergieverbrauch nach Energieträgern, 1910 – 2010

Quelle: Bundesamt für Energie: Schweizerische Gesamtenergiestatistik 2010 (pdf, 1 MB, download >hier)

top
 
FireStats icon Powered by FireStats