ETH-Klimablog - Politik - Anpassung an den Klimawandel birgt Konfliktpotenzial

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Anpassung an den Klimawandel birgt Konfliktpotenzial

06.03.2012 von

Die Anpassung an den Klimawandel stellt unsere Gesellschaft vor grosse Herausforderungen, die ohne bereichsübergreifende Zusammenarbeit nicht zu meistern sind. Die Ziele und Grundsätze, die der Bundesrat letzten Freitag (2. März 2012) für die Anpassungsstrategie der Schweiz beschlossen hat, legen das Fundament.

Wenn das Wasser knapp wird

Werden die Sommer trockener und niederschlagsärmer, sinken die Pegelstände von Seen und Fliessgewässern. Gleichzeitig steigt der Bedarf nach Bewässerung und Kühlwasser. Bei einer saisonalen Verknappung muss die Gesellschaft entscheiden, wer Vorrang hat: die Landwirtschaft für die Bewässerung der Felder oder die Elektrizitätswirtschaft für die Stromproduktion? Und wie können wir diese wirtschaftlichen Interessen mit dem Gewässerschutz vereinbaren?

Der Schutzwald schützt nicht mehr

Anpassungsmassnahmen müssen weitsichtig genug ausgestaltet sein, damit wir für verschiedene Klimaszenarien gerüstet sind. Das Zeitfenster für das 2-Grad-Ziel, das für die Schweiz und andere Länder der nördlichen Hemisphäre eine wesentlich stärkere Erwärmung bedeutet, schliesst sich allmählich. Ohne griffiges internationales Klimaregime muss hierzulande gar mit einem Temperaturanstieg von bis zu 4,8 Grad gerechnet werden.

Was nach wenig klingt, hat gravierende Auswirkungen auf das Ökosystem. Die Wälder können uns nur noch ungenügend gegen Lawinen, Hangrutsche und Murgänge schützen. Sie müssten verjüngt werden mit Baumarten, die ein wärmeres und trockeneres Klima vertragen.

Grosser Investitionsbedarf

Investitionsentscheide in Millionenhöhe sind heute zu fällen, um dem Klimawandel zu begegnen. Doch wie lassen sie sich rechtfertigen, wenn das Ausmass noch nicht bekannt ist und die Veränderungen erst in weiter Zukunft eintreten? Welcher Sektor soll bei der Bewältigung der erwarteten Folgen Priorität haben?

Entscheidungen dieser Art haben Konfliktpotenzial. Daher sind alle Ebenen der Politik gefordert, sich intensiv mit den möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf all unsere Lebensbereiche auseinanderzusetzen. Schliesslich ist auch zu klären, wer in welchem Umfang wem finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, um sich gegen die Klimarisiken zu wappnen. Die Anpassung wird uns viel Geld kosten – die Folgen des Klimawandels ohne Anpassungsmassnahmen aber ungemein mehr.

Zur Autorin

Andrea Burkhardt ist Abteilungsleiterin Klima, Bundesamt für Umwelt (BAFU)

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Kommentare (40) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

Kommentar von Argjent Ramadani. 16.03.2012, 14:53

Sehr geehrter Herr Ramadani,

Danke für ihre Bemerkungen. Ich vermute allerdings, dass ihre Frage
Gibt es eine empirische Beziehung zwischen Temperaturänderungen und Wetterereignissen ? etwas missverständlich formuliert ist.

Wahrscheinlich meinen sie: Gibt es eine messtechnisch und statistisch erhärtete Beziehung zwischen Extremwetterereignissen und erhöhten Durchschnittstemperaturen.

Das wurde übrigens auch schon auf diesem Blog diskutiert. Zum Beispiel von Retto Knutti unter dem Titel neue-studie-zeigt-mensch-beeinflusst-starkniederschlage

oder auch Ändern sich mit den Durschnittstemperaturen auch die Wetterverhältnisse

Dazu hier ein Beitrag:
zwischen-flut-und-dürre

Es gibt aber noch mehr solcher Beiträge hier auf diesem Blog. Dazu müssen sie einfach die Titel aller schon geschriebenen Beiträge der 20 ProfessorInnen durchgehen, die sie unter dem Link Autorenteam finden.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Martin Holzherr

Sie haben – anscheinend- wenig mit Forschung und deren Methoden zu tun? Eine Empirische Beziehung, hier, und allgemein in die Forschung unterscheidet sich von den Alltagswahrnehmungen (Ihre Verständnis von Empirie) durch eine systematische Vorgehensweise. Ihr Verständnis und Erklärung durch eigenartiges Beispiel wie (Zitat) „Wenn sie den Mann von der Strasse fragen ob das Wetter auch von der momentanen Wärme oder Kälte abhänge so wird er das wohl bejahen“ spricht für Ihr Verständnis über die wissenschaftlicher Methoden im allgemeinen und insbesondere über die empirischen Methoden.
Bei empirischen Methoden spricht man nicht über die „Meinung eines Mannes auf die Strasse“ sondern, von Daten die gezielt und systematisch Untersucht und erhoben werden. Darüber hinaus werden dann Beziehungen zwischen verschiedene Einflussgrössen hergestellt.
Nun ich beende meinen Beitrag zur Empirie, mit dem Wunsch etwas beigetragen zu haben.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Argjent Ramadani. 15.03.2012, 20:29

Sehr geehrter Herr Ramadani,
Gibt es eine empirische Beziehung zwischen Temperaturänderungen und Wetterereignissen ?
Diese Frage könen sie Professor Knutti stellen, indem sie unter einem seiner Beiträge ihr Anliegen formulieren. Professor Knutti hat früher einige Fragen, die so gestellt wurden, beantwortet.

Aber die Fragen können sie vielleicht teilweise auch selber beantworten. Temperaturänderungen gibt es ja jedes Jahr. Im Winter ist es kälter als im Sommer und auch viele Wetterphänomene gibt es nur im Sommer oder Winter. Im Winter gibt es beispielsweise praktisch keine Gewitter und im Sommer fällt kaum je Schnee. Wenn sie den Mann von der Strasse fragen ob das Wetter auch von der momentanen Wärme oder Kälte abhänge so wird er das wohl bejahen – denn er hat es empirisch erlebt, dass es diesen Zusammenhang gibt.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 2

@Martin Holzherr

Ich habe geschieben „…die empirische Beziehung zwischen Temperaturänderungen und Wetterereignissen beschreiben“. Diese empirische Bezihung ist, weder in die Arbeiten von Prof. Knutti noch bisher andreswo nicht vorhanden.Das müssen zur Kenntniss nehmen Herr Holzer, es ist bis heute einfach so. Ich würde es mir wünschen wenn wir in der Lage sind so eine empirische Bezihung herzulestellen. Leider sind wir noch nicht so weit!!!

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@Kommentar von Argjent Ramadani. 15.03.2012, 9:49

Sehr geehrter Herr Ramdani,

Im Link Autorenteam zu diesem Klimablog liest man

Zum Autorenteam gehören 20 Professorinnen und Professoren der ETH Zürich und weiterer Universitäten aus allen klimarelevanten Fachgebieten, aber auch Studierende und Gäste aus Politik, Wirtschaft, NGOs, und Behörden.

Frau Burhardt gehört zu einer Behörde und benutzt unter anderem auch (Zitat)Arbeiten die wissenschaftlich fundiert sind, soweit dies eine Behörde tut.

Ihre Frage oder Festellung (Zitat) es ist mir -zumindest bisher- nicht bekannt das es eine Arbeit gibt (noch nicht), die, die empirische Beziehung zwischen Temperaturänderungen und Wetterereignissen beschrieben können hier einige Autoren kompetent beantworten. Zum Beispiel Professor Knutti. Die Liste seiner Beiträge finden sie hier.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 2

@Martin Holzherr
Ihr Kommentar dass,…“ dass Frau Burkhardt sich nicht ans wissenschaftlich interessierte Publikum richtet, sondern wohl an alle Bewohner der Schweiz insoweit sie von politischen Entscheidungen zu Umweltfragen betroffen sind“, ist nicht im Einklang mit der Zielsetzung des Klimablogs der als Ziel folgendes formuliert: „Auf dem ETH-Klimablog bietet die ETH Zürich «Wissenschaft aus erster Hand» rund um den Klimawandel – pointiert geschrieben, fachlich korrekt“. Also Herr Holzherr, wir sind „zu Wissenschaftler um hier derart Diskussionen zu führen. Ich kann Sie nicht einordnen wo Sie beruflich „ zu Hause“ sind, vermutet das sie wenig mit der Wissenschaft zu tun haben? Wie auch immer, sollten diese Beiträge dem breiteren Schweizer Publikum gerichtet werden dann ist diese Seite sicher nicht die Richtige. Ihre Bemerkung „Wenn sie Herr Ramadani und viele andere Kommentatoren hier den Klimawandel bezweifeln müssen sie sich nicht an Frau Burkhardt richten (Liebe Frau Burkhardt), sondern an Klimawissenschaftler wie Herrn Professor Knutti“ ist sehr eigenartig. Ich werde mich nicht nach Namen und Titel richten sondern nur an Arbeiten die wissenschaftlich fundiert sind. Wie Herr Czerna deutlich zum Punkt gebracht hat: es ist mir -zumindest bisher- nicht bekannt das es eine Arbeit gibt (noch nicht), die, die empirische Beziehung zwischen Temperaturänderungen und Wetterereignissen beschrieben

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

@ Peter Czerna. 13.03. 8:02

Genau, sie beschreiben 2 moegliche Betrachungsweisen.

die dritte haben Sie bewusst(?) vergessen.

a) bösewichtigen Akteure wie WWF, Greenpeace usw:

mit ein wenig Umstellung kann alles praktisch weiter wie bisher
gehen.

b) Wir „Flat Earth (Kopf in den Sand): Mathe verstehen wir eh nicht und schon gar nicht das exponentielle Wachstum,
wir (Klimaleugner sind nur ein Teil davon!) hingegen bleiben cool
und „nach uns die Sintflut“.

es gibt diese Ansichten in verschiedenen Versionen.

Lomborg et al.. CO2 Klima Problem stimmt
aber, es gibt genug von allem und mit (freier?) Energie
koennen wir wenn noetig selbst das CO2 zurueck aus der Atmosphaere bekommen.

Oel/Gas/Kohle Lobby: We rule the world.. who cares
und im Zweifel sind es die anderen die unsere Party stoeren.

Kernenergie Lobby (je nach Windrichtung) CO2 Klima Problem
stimmt, deshalb bauen wir einfach mehr KKW’s etc etc

Dann noch die brutale Variante:
Falls es tatsaechlich knapp wird mit Ressourcen dann
halten wir uns eben wieder die Sklaven vor der Haustuer!

c) die dritte Gruppe akzeptiert die Naturgesetze
und die Endlichkeit der fossilen Energieressourcen
und akzeptiert dass das „Eldorado“ der billigen
Energie sehr schnell dem Ende zugeht.
Als Folge: die Party (in den reichen Laendern) geht schnell
zu Ende. Egal ob wir das wollen oder nicht.

Es gibt keinen(!) Ersatz fuer das Oel.

Genauso leben wir in den reichen Laendern so als ob auch das natuerliche Kapital unendlich ist.
Aber wir wissen das ist nur fuer kurze Zeit moeglich.

die Folge: da die Mehrheit der Maechtigen in den reichen
Laendern und ihre braven „Soldaten“ schlafen weiter,
glauben an (a) oder (b) und wenn noetig geben wir unser
Leben damit die Reichen das Leben noch ein wenig laenger
akzeptabel haben..
Die Konsequenz: die Empire Kultur wird von fast alleine kollabieren.
Bereiten wir uns darauf vor!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Die Crux (@Bühler) für mich ist, dass wir uns auf Fantasiebasis weit im voraus kreuzigen sollen.

Durch bösewichtigen Akteure wie WWF, Greenpeace usw. wird alles nun zusammengewürfelt: Eisbären, Papierrecycling, CO2, Emissionen, Wasser…
Ist doch eine gute Sache, oder? Es schadet nicht. usw.

Das grüne Gedankengut ruht auf einen Katalog dystopischer Zukunftsvisionen:
– Die Menschen, Parasiten der Erde, vermeheren sich ungebremst.
– Die Ressorcen gehen aus, sei es Wasser, Öl, Lebensmittel, Lebensraum…
– Die Menschen versauen alles auf der Erde.
– Das ökonomische Wachstum kann nicht ewig weitergehen.
– Gaia wird sich irgendwann rächen.
Wir müssen handlen, bevor es soweit kommt.

Wie man handelt wird aus dem roten Gendankengut abgeleitet:
– Wir müssen rationieren, verwalten, das Verhalten der Leute durch Abgaben/Strafen lenken.
– Staaten sind hier untergeordnet – nur eine Weltverwaltung kann diese Problem meistern.
– Das Fussvolk (Tovarischi) muss den Hellseher, die es besser wissen, folgen.
– Propaganda, Umerziehungsmassnahmen, die edle Lüge sind hier alle berechtigt, um unser Ziel zu erreichen (Hören Sie, Herr Gleick?).
Wir retten den Planet, was könnte wichtiger sein? Alle andere Belange sind untergeordnet.

Wir Klimaleugner hingegen bleiben cool:
– CO2 ist Pflanzenfutter.
– Alles andere sind doch Zukunftsvisionen, weil sie noch gar nicht eingetreten sind. Alle bis jetzt genannten Termine für das Zugrundegehen haben sich als Fehlalarme erweisen.
– Werden irgendwann Ressorcen zu knapp, so übernimmt der Preismechanismus das Steuer. Die Leute handeln dementsprechend – sparen, finden Alternative, werden erfinderisch.
– Für solche automatischen Regelungen brauchen wir keinen vielbeschichteten, weltumspannenden Verwaltungsapparat.

Es lebe die Demokratie, die Freiheit.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 3 Daumen runter 2

Peter,

@Kommentar von Peter Bühler. 12.03.2012, 13:34

„Einmal mehr das Schlagetotargument “zukuenftigen Generationen”
keine Risiken zu hinterlassen.
Gab es irgendwann in der Geschichte eine Epoche, die den folgenden Generationen keine Risiken hinterlassen hat?“

Was ist daran totschlag?
Eine Species die nicht nachhaltig lebt stirbt aus.
Meinst du das?

Geht es bei Menschen auch anders?

Klar, die Bushmen haben seit rund 40 000 Jahren unter schwierigen Bedingungen in der Wueste gelebt.

Unsere Industrie/Konsum Kultur ist ja gerade mal 100 Jahre alt
(wenn ueberhaupt).

„Wir sollten unsere Mittel deshalb auf die Lösung der Energiefrage konzentrieren“

Hast du es endlich akzeptiert (oder das Buch Grenzen des Wachsums gelesen?).

Egal, die Antwort kennen wir.
Das Oel ist die bei weitem beste Energiequelle, nur leider
sehr endlich.

Und, der Rueckgang der Foerderung nach dem Peak
(schau dir die z.B. Produktion in Norwegen und England an
und dann weisst du was uns erwartet.)

Vergleiche auch die Aussagen der Peak Oiler von vor 10 Jahren
mit denen der „no Problem Oekonomen etc“ und der Realitaet heute.

Damit loest sich das Klimaproblem ..
entweder sind wir eh schon zu spaet um noch das schlimmste
abzuwenden oder die Folgen des Peak oil decline
loesen das fuer uns.

Welche Mittel fuer die Loesung der Energiefrage?
Kostet fast nichts .. wir kennen die Loesung schon.

Sich mit weniger und weniger arrangieren.

Wenn unsere Gesellschaft/Kultur dazu nicht in der Lage ist
.. tja Pech. Dann wird es uns wie den Roemern etc gehen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 1

Dieser Beitrag von Andrea Burkhardt bereitet uns auf eine schwierige Zukunft vor – allerdings mit deutlichen Konsequenzen erst in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhundert.
Auch viele andere Beiträge hier – zum Beispiel die von Lukas Bretscher, aber auch von vielen anderen – gehen von einer kontinuierlichen Entiwcklung aus, in der die Schweiz jedes Jahr etwas an Wohlstand gewinnt und sich deshalb auch die Transformation der Gesellschaft zu einer postfossilen bis zum Jahr 2050 leisten kann.

Doch – wie ich schon mehrmals geschrieben haben – in diesem Punkt unterstütze ich Michael Dittmar: Wir werden schon lange vor 2050 Probleme erleben, die wir uns jetzt noch kaum vorstellen können und eines der Hauptprobleme wird eine starke Verteuerung von Ölprodukten sein. Meiner Ansicht nach aber nicht wegen abnehmender Förderung – im schlimmsten Fall wird wohl einfach auch in 20 Jahren noch gleich viel gefördert wie heute – sondern wegen der rapide steigenden Nachfrage aus Nicht-OECD-Ländern, vor allem aus den boomenden Ökonomien Chinas und Indiens. Eindrücklich zeigt das die erste Graphik des Artikels Oil demand shift: Asia takes over. Dieses Jahr wird der Ölbedarf der Nicht-OECD-Länder (vor allem Asiens) den Ölbedarf der OECD-Länder erreichen und da die Ölnachfrage aus Asien exponentiell wächst, wird schon im Jahr 2020 die Ölnachfrage aus den Nicht-OECD-Ländern 20% höher sein als derjenige aus den OECD-Ländern. Das wird mit Sicherheit zu Spannungen führen und möglicherweise den Fokus, was die Hauptprobleme der näheren Zukunft angeht, vollkommen verrücken.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

@ Dittmar

Einmal mehr das Schlagetotargument „zukuenftigen Generationen“
keine Risiken zu hinterlassen.

Gab es irgendwann in der Geschichte eine Epoche, die den folgenden Generationen keine Risiken hinterlassen hat?

Vielleicht denkst du mal darüber nach, wie wir derzeit zahlreichen LEBENDEN jene Risiken zumuten, die mit einem Mangel an Energie, Nahrung und anderen lebenswichtigen Gütern verbunden sind.

Ein Mangel, den u. a. die Massnahmen zur „Klimarettung“ direkt und indirekt bewirken.

Temperaturen: „das gaengige CO2 Model und die Vorhersage“ der IPCC-Modelle scheitern an den Realitäten. Der prognostizierte lineare Temperaturanstieg bei steigenden CO2-Emissionen ist nicht zu beobachten …

http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/last:120/plot/uah/last:120/plot/rss/last:120/plot/gistemp/last:120

Was das Klima anbelangt, stehen Menschen und Natur auf unseren Breiten seit jeher vor der Herausforderung, mit saisonalen Temperaturschwankungen zwischen ca. -20 bis +40 ° C klarzukommen.
Eine Herausforderung, der die Natur mit Anpassung oder temporärem Stillstand begegnet, der Mensch mit Anpassung und dem Einsatz von Energie.

Dass wir von der Letzteren zu viel verschwenden, dass sie teuer ist und – weil zum grössten Teil importiert – aus unterschiedlichen Gründen knapp werden kann, ist unbestritten.

Wir sollten unsere Mittel deshalb auf die Lösung der Energiefrage konzentrieren, statt sie für die Verfolgung illusionärer 2°-Ziele einzusetzen. Wenn die Lösung(en) gleichzeitig für eine geringere Luftverschmutzung sorgen, um so besser.

Die nachkommenden Generationen (CH) wären uns dafür bestimmt weit dankbarer als für einen mit Mia-Summen erkauften, aber rein hypothetischen Beitrag zur Senkung der mittleren Globaltemperatur irgendwo im Bereich der dritten Stelle hinter dem Komma.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 2 Daumen runter 2

Na prima, jetzt haben wir es auch in der NZZ
schwarz auf weiss:
(und schon ist es vorbei mit den schoenen UN
Parolen von letzter Woche!)

(sda/ afp) Die Menschheit kann sich die Vergeudung von Trinkwasser nicht weiter leisten. Darauf weist die Uno in ihrem vierten Welt-Wasser-Bericht hin, der zu der am Montag beginnenden Wasserkonferenz im südfranzösischen Marseille erscheint.

http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/vergeudung_von_trinkwasser_wird_fuer_menschheit_bedrohlich_1.15684175.html

uebrigens fuer alle die gerne an Erhaltungssaetze glauben..

die NZZ macht es besser:

da wird
a) Trinkwasser
b) Grundwasser

definiert!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

Herr Palmer,

wie in meiner Antwort auf Herrn Meier geschrieben.
Ich stimme ihnen zu.

Aber..

„Klein Hänschen kann ich beruhigen: Das Wasser für die Kühlung von Kraftwerken wird dem Fluss entnommen und einige Meter weiter wieder dem Fluss zurückgegeben.“

Sie vergessen die erhoehte Temperatur und die Folgen
fuer andere Lebewesen im Fluss.
Aber, kein Problem, Gesetze die das regeln gibt es.
(und auch die Ausnahmen dazu..!)

http://www.rp-online.de/wissen/akw-duerfen-warmes-kuehlwasser-in-fluesse-leiten-1.2597879

Kuehtuerme sind auch interessant und sehr teuer.
(Wissen Sie warum man in der Schweiz Kuehltuerme fuer die
AKS’s bauen musste?)

„Wenn ich eine ausgiebige Dusche nehme, dann verschwindet zwar das Wasser in einem Loch in der Dusche aber es kommt in der nächsten Kläranlage schwuppdiwupp wieder an die Oberfläche.“

Genau, in der Klaeranlage und nicht wieder in das Rohr fuer die
naechste Dusche.

„ Selbst wenn ich keine Dusche nehme, kommt das eingesparte Wasser keinem Bewohner Afrikas zu gute.“

Auch richtig.
Aber, wie ist es wenn wir Rohstoffe (z.B Uran?) oder
Blumen fuer den Valentinstag oder den Frauentag oder
was immer in Afrika pflanzen und dann nach Europa importieren?
Das Wasser wird in Afrika verdreckt und wir „duschen“
dank des Urans warm.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

Zum Artikel in Spiegel Online (Verweis vonMichael Dittmar. 09.03.2012, 17:13): Ich habe selten so heftig und gleichzeitig gelacht (wie klein Hänschen sich die Welt vorstellt) und geweint (das man so etwas publizieren darf).
Klein Hänschen kann ich beruhigen: Das Wasser für die Kühlung von Kraftwerken wird dem Fluss entnommen und einige Meter weiter wieder dem Fluss zurückgegeben. Wenn ich eine ausgiebige Dusche nehme, dann verschwindet zwar das Wasser in einem Loch in der Dusche aber es kommt in der nächsten Kläranlage schwuppdiwupp wieder an die Oberfläche. Selbst wenn ich keine Dusche nehme, kommt das eingesparte Wasser keinem Bewohner Afrikas zu gute.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

@Kommentar von Roger Meier. 09.03.2012, 18:38

„Danke für den Link von Spargel Online.“

Der neue Name gefaellt mir.
(haetten sie lieber die NZZ als Beweis fuer den double speak
bei der UNO.. nur darum ging es, nicht ob Spargel oder
sonst wer Bloedsinn schreibt. smile)

zu:
„Noch so eine Frage, die kein Wissenschafter beantworten kann: Wenn das Wasser “verbraucht” ist, wohin verschwindet es dann? Wieso hört es auf zu exisitieren?“

Wieso niemand auf diese interessante Frage antworten will..
verstehe ich nicht.
Aber hier meine Antwort:

Wasser hoert nicht auf zu existieren.
Nur das Problem um das es geht..

Wasser ist ein gutes Loesungsmittel fuer alle moeglichen
Stoffe.

Salzgehalt, PH Wert etc..
toxische Stoffe usw..

darum geht es letztlich und sie haben einen guten Punkt wenn
in der populaerwissenschaft einfach nur von Wasser geredet
wird.

Aber, da sie dass in Wirklichkeit selber sehr gut verstehen
wollen sie vermutlich nur provozieren?
Taeusche ich mich?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Peter,
„Malthus etc. sind off topic, OK, aber du hast Garrett eingeführt.“

Warum ist das off topic? Ganz im Gegenteil!

„Letztlich fügt sich der Einwurf zu der insgesamt negativen Gesamtbetrachtung auch hinsichtlich der Klimafrage. Peter Czerna verweist in diesem Zusammenhang zurecht auf die vielen Unsicherheiten.“

ja genau, das Leben ist voller Unsicherheiten.
Wie gehen wir damit um?
Wie gehst du damit um?
Welches Risiko akzeptierst du persoenlich beim Autofahren?
Was sollte man gegen kriminelle Raser
(sagen wir die doppelt so schnell wie erlaubt fahren?)
oder gegen Alkohol am Steuer?

Ist es eine (Oeko?) Verkehrs-Diktatur solche Leute zu bestrafen?

Also, mit welcher Wahrscheinlichkeit stimmt das gaengige
CO2 Model und die Vorhersage von plus 6 Grad
(5% oder so nach dem UNO Modell oder dem Knuti Model).
Nach deinem Model (oder dem von deinen Bloggern?)
nur 1%? oder 0.1% oder was?

Egal, findest du es akzeptabel den zukuenftigen Generationen
dieses Risiko zu geben (ohne selbst zur Rechenschaft gezogen zu
werden?

„Die Anpassungsfrage plus die von dir aufgebrachten Themen auf eine reine Auseinandersetzung zwischen einer optimistischen und einer pessimistischen Weltbetrachtung zu reduzieren, griffe zu kurz.“

Unsinn, es geht um Realismus (was ist die Wahrscheinlichkeit ..)
optimistisch oder pessimistisch hat mit Wissenschaft gar nichts zu tun!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Dittmar

Malthus etc. sind off topic, OK, aber du hast Garrett eingeführt.

Letztlich fügt sich der Einwurf zu der insgesamt negativen Gesamtbetrachtung auch hinsichtlich der Klimafrage. Peter Czerna verweist in diesem Zusammenhang zurecht auf die vielen Unsicherheiten.

Die Anpassungsfrage plus die von dir aufgebrachten Themen auf eine reine Auseinandersetzung zwischen einer optimistischen und einer pessimistischen Weltbetrachtung zu reduzieren, griffe zu kurz.

Entscheidungen und Anpassungsmassnahmen der geforderten Tragweite bedürfen rationaler und glaubwürdiger Grundlagen für ihre politische Durchsetzung – und bestimmt keine „Ökodiktatur“ unter der Herrschaft von Umweltaktivisten und Bürokraten.

Das „2°-Ziel“ und ein „griffiges internationales Klimaregime“ stehen nicht auf diesem Boden. Sie stellen die Sache vielmehr von den Füssen auf den Kopf, indem politische Zielsetzungen die angeblich rationale Basis diktieren, die aber in Wahrheit geschuldet bleibt. In einer Art Umkehrung der Beweislast: nun muss bewiesen werden, dass keine Risiken bestehen. Gleichzeitig sollen Mia teure Massnahmen ergriffen werden, bevor feststeht, was sie bewirken und in welchem Umfang eine Bedrohung existiert.

Die Crux im Zusammenhang mit Klimarisiken besteht darin, dass diese Gefahren zweifellos vorhanden sind, immer vorhanden waren und sein werden.

Die in den letzten Jahren üblich gewordene, automatische Zuordnung beinahe sämtlicher Naturereignisse zu einem von Menschen verursachten Klimawandel, gar die politisch motivierte Besetzung dieses Begriffs mit „Klimawandel“ an sich, muss einer nüchternen Betrachtung weichen.

Apodiktische Aussagen wie „Die Anpassung wird uns viel Geld kosten – die Folgen des Klimawandels ohne Anpassungsmassnahmen aber ungemein mehr“ sind unsinnig, wenn über Ursachen und Folgen weithin Unklarheit besteht.

Weniger als die Schliessung des „Zeitfensters“ droht eine Preisgabe der Vernunft.

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@Kommentar von Argjent Ramadani. 06.03.2012, 17:36

Sie schreiben an Frau Burkhardt gerichtet: Aus diesem Grund, Ihre Abhandlung ist sehr politisch; demzufolge, wie üblich sehr spekulativ somit für das wissenschaftliche Publikum, nicht von grossem Interese.

Dazu möchte ich anmerken, dass Frau Burkhardt sich nicht ans wissenschaftlich interessierte Publikum richtet, sondern wohl an alle Bewohner der Schweiz insoweit sie von politischen Entscheidungen zu Umweltfragen betroffen sind. Dass es eine globale Erwärmung gibt, die in der Schweiz in den nächsten Jahrzehnten zu einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur von mehreren Grad Celsius führt, wurde nicht von Frau Burkhardt postuliert oder wie sie schreiben spekuliert, sondern es sind Klimawissenschaftler aus aller Welt die zu diesem Schluss gekommen sind. Länder, die sich dem Kyoto-Protokoll angeschlossen haben wie die Schweiz wollen dieser Erkenntnis der Klimawissenschaft Rechnung tragen und Frau Burkhardt ist nun zuständig für entsprechende klimabezogene Massnahmen in der Schweiz.

Wenn sie Herr Ramadani und viele andere Kommentatoren hier den Klimawandel bezweifeln müssen sie sich nicht an Frau Burkhardt richten (Liebe Frau Burkhardt), sondern an Klimawissenschaftler wie Herrn Professor Knutti, der hier einige Beiträge geschrieben hat.

Der folgende Textschnipsel aus einem Kommentar Peter Bühlers passt dagegen zum Thema:

Amtlich und im Sinne des Vorsorgeprinzips noch nicht oder nur ungenügend bewirtschaftet sind Erdbeben, Meteoriteneinschläge, Vulkanausbrüche. Folgt bald der Erdbeben-Rappen?

Teilweise stimme ich mit diesem Kommentar zu:
Meiner Ansicht nach sollten der Staat tatsächlich nur Aufgaben übernehmen, die andere (also z.B. das gemeine Volk) nicht übernehmen können. Und anstatt alles zu Gestalten (ein Lieblingswort der Politiker) sollten Politiker möglichst wenig gestalten, das Wenige aber möglichst gut.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

@Dittmar
Danke für den Link von Spargel Online. Eine weitere Perle des Journalismus, ein heisser Kandidat für den Pulitzer-Preis. Da stehen Sachen drin wie:

„Bis zu 70 Prozent des in Deutschland genutzten Süßwassers brauchen wir allein für die Kühlung von Kraftwerken“

und gleichzeitig verdurstet der Afrikaner! Skandal!

Und was machen wir mit dem Strom, der so viele Leben kostet?

„Mehr als 20 Prozent des so erzeugten Stroms ist nicht lebensnotwendig, sondern versorgt unsere Unterhaltungselektronik“

Wir verschwenden in gedankenlos und betreiben ein Radio damit! Lange kann dieses sündhafte Tun nicht mehr toleriert werden!

Übrigens denselben Quatsch in der letzten ETH-Postille.

Noch so eine Frage, die kein Wissenschafter beantworten kann: Wenn das Wasser „verbraucht“ ist, wohin verschwindet es dann? Wieso hört es auf zu exisitieren?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

und noch was zum Wasser und Luegen mit Statistik
(oder will man sagen wer Geld hat kann sich die Nestle
bottled Flaschen kaufen?)

vor ein paar Monaten hat die UNO noch ganz andere Zahlen
verbreitet

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,793784,00.html

oder auch gleich selber bei der ARD ..
(wenn die eine Hand nicht wissen will was die andere mach?)
http://www.ard.de/mensch-alltag/wasserknappheit/-/id=1373128/l86u9o/index.html

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

Peter,
du scheinst beeindruckt zu sein.
Sonst wuerdest du vermutlich nicht diesen Link bringen
http://www.tagesschau.de/ausland/interviewbirg100.html
Wenn Birg schreibt

„Auch ein Ressourcenproblem gibt es nicht, denn die wichtigste Energiequelle, die Kohle, ist noch in relativ großem Ausmaß vorhanden.

dann zeigt er wie wenig Ahnung er hat und wie wenig er
sich mit der Realitaet auseinandersetzt.
Schau einfach mal bei der IEA (oder Wikipedia)
oder einfach mal hier
http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/Bern22022012.pdf

und na da wird er ganz crazy..
(selbst Ziegler schafft nur 12 Milliarden)
„Und ein Ernährungsproblem haben wir ebenfalls nicht, weil die Produktivität der landwirtschaftlichen Flächen ausreicht, um das Siebenfache der jetzt lebenden Menschenzahl zu ernähren. Dazu müsste man aber die Ernte nicht an Vieh verfüttern, sondern auf tierische Eiweiße verzichten.“

„Nein, Platzmangel gibt es nicht. Man könnte die gesamte Menschen auf der Insel Mallorca in sitzender Stellung unterbringen, wo ist da ein Platzmangel?“

Was fuer ein Irrer kann so eine Aussage machen?

Aber erklaere mir einfach mal die Situation in der Schweiz
(Mallorca = 3640 km2 mit 7 Milliarden Menschen???
und die Schweiz 41 000 km2 mit 7.9 Millionen Menschen
und schon da muessen 50% und mehr der Nahrungsmittel
importiert werden..)

Selbst Ziegler (sicher nicht gerade unser gemeinsamer Held) schweigt dazu.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Oh Peter,

das kann doch wohl nicht dein Ernst sein.

Sonst bist du bei allem was von der UNO kommt
ein kritischer Denker (oder versuchst es zumindest).

Aber wenn die UNO Politiker etwas sagen was deinem
Wunschdenken in den Kram passt vergisst du alles!

Aber, gerne diskutieren wir
a) ueber die Milleniumsgoals der UNO
(dein link und dann links oben)
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/immer-mehr-menschen-haben-sauberes-wasser/326911.213121.hintergrund-die-millenniumsziele-der-uno.html
b) Garret Hardin insgesamt oder nur ueber den sehr lesenswerten Artikel
c) Malthus
d) die reale Situation auf unserem Planeten
e) Leute die mit Statistiken alles beweisen wollen
(Professor em. Herwig Birg..???)
f) wie schaffen wir es in der Schweiz 8 Millionen Menschen
ohne Importe von Nahrungsmitteln zu ernaehren?
nur zu..
fangen wir mal an… nur schade der Blog Frame hier ist nicht
gerade dazu gedacht.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Dittmar

Du steckst immer noch tief in den 60er und 70er, was deine Lieblingslektüre angeht.

Nun auch noch Garrett Hardin, der eine Ökodiktatur forderte und hinter dem wieder mal der olle Malthus aus dem Vorhang linst.

Dabei gibt es nicht einfach nur negative Entwicklungen, wie ihr misanthropen Malthusianer sie immer wieder und fälschlicherweise vorausgesagt habt. Weder beim Klima noch in Sachen „commons“.

http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/326911.immer-mehr-menschen-haben-sauberes-wasser.html

http://www.tagesschau.de/ausland/interviewbirg100.html

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 2 Daumen runter 2

@Holzherr

Nehmen Sie es bitte nicht übel, Herr Holzherr, dass ich auf Ihre Argumentationen erst gar nicht eingehen.

Aus meiner Sicht entbehrt die Grundlagen bzw. Annahmen Ihrer Aussagen jeder Realität.

a) Niemand – soweit ich es weiss – kann eine empirisch fundierte Aussage zu der Auswirkung einer bestimmten CO2-Konzentration auf atmosphärische Temperaturen. Eigentlich könnte ich meine Aussage hier beenden, da mangels a) is der Rest reine Spekulation. Aber spassen wir weiter:

b) Niemand – soweit ich es weiss – kann eine empirische Beziehung zwischen wechselnden Temperaturanomalien und Wetterereignissen darlegen. Die Atmosphäre ist einfach für das zu komplex.

Vergessen wir einmal Streite über die dahinterliegende Theorie.
Lassen wir, um diesen gordischen Knoten durchzuschneiden, historische Temperaturtrends ausrechnen (das Wort ‚ausrechnen‘ setze ich hier absichtlich ein): Unter das Signalrauschen der letzten Jahrtausende sehen wir keinen auffallenden bzw. besorgniserregenden Trend.

Die Anzahl der Extremwetterereignisse weltweit zeigt auch, nüchtern betrachtet, keinen Trend.

Sie sind ziemlich sicher, dass wenn es in Zukunft regnet, so würde es öfteres und zunehmend massiv und destruktiv regnen. Wenn es einmal nicht regnet, gibt’s öfteres und zunehmend Wasserknappheit. Hauptsache, alles wird schlechter und wir müssen uns dringend jetzt auf zukünftige Gefahren vorbereiten.
Für diese Sicherheit gibt es keinen Grund – es ist ein Luftschloss ersten Grades.

Auch die nette Dame von dem BAFU ist skeptisch genug, wie @Ramadani schon gemerkt hat, sich reichlich des Konditionalis zu bedienen. Sie hat anscheinend auch das Gefühl bekommen, dass das gemeine Volk, jetzt dass es um diese enormen Geldmengen geht, schnell mürrisch wird.

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Herr Meier,

sie sprechen genau das Problem
„the tragedy of the commons“ an
http://www.garretthardinsociety.org/articles/art_tragedy_of_the_commons.html
viel Spass beim lesen

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@Kommentar von Peter Czerna. 07.03.2012, 11:40

Sehr geerhter Herr Czerna,

Sie schreiben ironisch gebrochen Gemäss dem Motto Holzherrs sollten wir uns vor Dürre oder Überschwemmungen schützen? Oder beide?

Beides – Dürre und Überschwemmungen – können tatsächlich im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung zunehmen. Insgesamt weniger Niederschläge schliessen kurzfristige Starkniederschläge in keiner Weise aus, und Extremwetterereignisse haben in den letzten 20 Jahren zugenommen.

Das bedeutet aber nicht, dass man für alles vorsorgen muss. Eine Vorsorge ist nur dann sinnvoll, wenn die Investionssumme kleiner ist als der wahrscheinliche Schaden – und das muss von Fall zu Fall entschieden werden.

Hier eine Abschätzung für die Stadt Zürich:
Das Sachschadenpotenzial [durch Hochwasser] in der Stadt Zürich wird auf drei bis fünf Milliarden Franken geschätzt. 2005 war die bisher letzte gefährliche Situation und deshalb wurde 2008 ein Vorhersagesystem für die örtlichen Abflussmengen eingerichtet. Dadurch können die Pegel von Sihlsee und Zürichsee vorsorglich und koordiniert abgesenkt werden.
Möglicherweise genügt das bereits und kostet dementsprechend fast nichts.

Natürlich gibt es auch kommerzielle Interessen an einer möglichst breiten und teuren Vorsorge für alle denkbaren Schadensfälle.
Wenn im von Michael Dittmar verlinkten Artikel „Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz – Ziele, Herausforderungen und Handlungsfelder“ steht:
dem steigenden Strombedarf für Raumkühlung [soll mit] Anreizen für Solaranlagen auf Dächern (CO2-freie Energiegewin-nung bei gleichzeitiger Reduktion der Wärmeeinstrahlung) entgegengewirkt werden so ist das natürlich im Interesse der Solarbranche. Viel effektiver als Fotovoltaikanlagen wären aber saisonale Wärme-/Kältespeicher.

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“kann man die so genannten Klimaskeptiker oder CO2 Produzenten haftbar machen, da sie dazu beigetragen haben?”

Oh ja, man sollte die konterrevolutionären Klimaketzer haftbar machen. Als erstes wäre es von Vorteil, festzulegen, für was man sie verantwortlich macht. Mal ist eine grosse Trockenheit vom Klimawandel verursacht (letzten Herbst), mal eine Flut. Mal ist eine Hitzwelle vom CO2 verursacht, mal eine Kältwelle (diesen Februar). Ein pragmatischer Ansatz wäre, sie für alle klimatisch bedingten Schäden verantwortlich zu machen.

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Peter,

ja genau!

„Man muss das Magazin keinesfalls mögen, um sich der Gefahren bewusst zu sein, die hinter solchen Bemühungen stecken.“

Aber schlimmer ist immer noch die Zensur beim
Peer Review System.

Oder direkt das System wie Foerdergelder (nicht nur aus der Industrie) an die Forschung vergeben werden.

Und, solange es trotzdem einigermassen gut funktioniert,
wie in der Schweiz, sind wir alle zufrieden.

Falls dann hin und wieder mal unangenehme Erkenntnisse
gewonnen werden raet man den Wissenschaftlern und auf die
freundliche Art sich doch „ruhig“ zu verhalten und einfach noch
viel genauer zu forschen. Manche werden mit Preisen ueberhaeuft
und damit ruhig gestellt.

In anderen Laendern sieht das schon heute ganz anders aus.
Und ja, direkte Drohungen sind z.B. in den USA auch nicht mehr gerade selten.
(Von China und Russland brauchen wir gar nicht erst zu sprechen).

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@ Dittmar

In der Tat bedenklich und kein Einzelfall.

Auch in Australien, ebenfalls ein vermeintlicher Hort der Freiheit, soll die Redefreiheit eingeschränkt werden …

http://afr.com/p/opinion/finkelstein_report_threatens_to_KuZ3KVqlRRBvxyUm4iEzbK

Und in der Schweiz wird offen über eine „Lex Weltwoche “ nachgedacht.
Man muss das Magazin keinesfalls mögen, um sich der Gefahren bewusst zu sein, die hinter solchen Bemühungen stecken.

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Peter,

in der Realitaet werden die „Galileo’s“ heute und in
sogeannnten zivilisierten Laendern nicht mehr
gefoltert sondern „entlassen“, ignoriert, Karriere beendet
etc etc. oder einfach nur nicht peer reviewed.
Brauchst du Beispiele aus eigener Erfahrung
wenn man dem Establishment widerspricht?
(keine Angst in Wirklichkeit sind es bei uns nur Drohungen!)

aber die letzten Meldungen aus Kanada
(vom Land der Freiheit ganz zu schweigen)
sind erschreckend. Und dort sind es die, die Physik des
CO2 verstehen ..

Canadian government is ‚muzzling its scientists‘
http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-16861468

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@ Rhode

Sie finden sich mit Ihrer Forderung in prominenter Gesellschaft.
Auch Prinz Charles möchte „Klimawandel-Skeptiker“ schwer bestrafen.

http://www.youtube.com/watch?v=drPkBdFdlnE

Probleme bestehen bei der Definition.

Was ist eigentlich zu verstehen unter einem „Klimaleugner“, „Klimaskeptiker“, „Klimawandelskeptiker“?

Leute, welche die Existenz eines Klimas generell leugnen, oder die dessen Wandel bestreiten bzw. sich dazu skeptisch äussern?

Zählen auch jene dazu, die den natürlichen Klimawandel ganz oder teilweise leugnen, weil sie allein menschliche Ursachen am Wirken sehen?

Ihre Idee, „Klimaskeptiker oder CO2 Produzenten haftbar zu machen“, wird schwierig umzusetzen sein.

Ausserdem droht die Sache Sie selber zu treffen, outen Sie sich doch mit jedem Atemzug als CO2-Produzent …

Bei einer Anzeige könnten Sie natürlich wie Bill Clinton seinerzeit erklären: Sie hätten nicht inhaliert …

Aber ob Sie damit durchkämen?

Neben dem Wunsch nach einer juristischen Verfolgung von Häretikern wurde übrigens auch schon die Forderung nach einer Psychiatrisierung oder die Einweisung in Erziehungslager erhoben.

Erinnert vielleicht unangenehm an die Methoden totalitärer Systeme, aber wenn’s der Katastrophenabwehr dient …

Früher war man da weniger zimperlich …

http://www.swissinfo.ch/ger/specials/die_schweiz_der_rekorde/europa_rekorde/Hexen_in_der_Schweiz_ein_truebes_Kapitel.html?cid=7462548

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,531502,00.html

Falls Sie sich mehr für heutiges Recht interessieren …

http://www.helbing.ch/detail/ISBN-9783719012861/Petitpierre-Daniel-Dr.-iur./Zivilrechtliche-Haftpflicht-für-Umweltschädigungen-nach-schweizerischem-Recht

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Peter,
(auch das hatten wir schon mal!)

aber a) hast du Beweise fuer die Aussage der
Korrelation von „Verstädterung rund um die Mess-Stationen“
(wenn ich mich recht erinnere hast du mal die Qualitaet
der Schweizer Messungen akzeptiert!).
Falls du keine Beweise hast solltest du dich
als normaler Spekulant, den Fakten nicht interessieren, zu erkennen geben.

b) Welche natuerlichen Klimazyklen haben einen Einfluss auf die
Schweiz??? (deine eigene Theorie oder wie oder was?)
und in welchem Zusammenhang stehen deine beiden
Behauptungen?

Allerdings sorgte nicht CO2 für höhere Durchschnittstemperaturen in der Schweiz, sondern die fortschreitende Verstädterung rund um die Mess-Stationen zusammen mit der Wirkung natürlicher Klimazyklen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Holzherr
„Man muss nach dem Motto Nützt nichts, so schadet es wenigstens nicht und hilft vielleicht in jedem Fall vorgehen“

Die vorgeshenen ‚Anpassungen‘ sind mit schwindelerregenden Kosten und viel ‚Social Engineering‘ verbunden. Die kommen nicht zum Nulltariff.

Das Geld könnte viel besser ausgegeben werden – oder noch besser, vom Staat erst gar nicht eingetrieben werden.

@Ramadani
Gute Frage! und in Australien sogar sehr aktuell:

http://blogs.news.com.au/heraldsun/andrewbolt/index.php/heraldsun/comments/the_quotes_that_warmists_claim_dont_exist/

Gemäss dem Motto Holzherrs sollten wir uns vor Dürre oder Überschwemmungen schützen? Oder beide?
Hauptsache: Es wird irgendwie schlimmer und ich und meine alten Glühbirnen sind schuld.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

„Ich bin kein Jurist, aber mir scheint, dass das Thema juristische Haftung und Klimawandel bislang gemieden wird“

Wieso dieses Thema gemieden wird ist klar: Stellen Sie sich vor, das Ganze stellt sich als falscher Alarm heraus! Z.B. gibt es ein Restrisiko, dass die Wissenschafter Recht haben, die eine Abkühlung in den nächsten Jahren wegen verminderter Sonnenaktivität prognostizieren. Oder es ist rein theoretisch möglich dass die Prognosen bezgl. Klimaentwicklung falsch sind (wenn auch sehr unwahrscheinlich, da Prognosen komplexer und chaotischer Systeme fast immer zutreffen).
Dann brauchen die Klimawissenschafter einen sehr sehr guten Anwalt, wenn sie dann nicht für den Milliardenschaden zahlen wollen (alleine De hat in den letzten 100 Milliarden für Solarpanels deswegen ausgegeben)

@Hr. Bühler
„Amtlich und im Sinne des Vorsorgeprinzips noch nicht oder nur ungenügend bewirtschaftet sind Erdbeben, Meteoriteneinschläge, Vulkanausbrüche.“
Oder eine Feinstoffplakette für Vulkane wäre ein guter Anfang. Wichtig beim Vorsorgeprinzip ist auf jedenfall der Ausbau einer gut ausgestatteten Bürokratie. Ein griffiges „Klimaregime“ erfordert mindestens 5’000 UNO-Funktionäre und 10’000 EU-Bürokraten, damit die Normen und Erlasse bezgl. Temperatur, Niederschlag, Orkane und Meereisbedeckung zügig ausgearbeitet werden können.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 5 Daumen runter 2

Wenn es um das Thema Anpassung geht, stelle ich mir immer wieder die Frage, inwieweit eigentlich die Gemeinden (Anpassung ist ja meist auf lokaler Ebene umzusetzen) juristisch haftbar sind, wenn sie nicht rechtzeitig in Anpassungsmassnahmen investieren?

Ich bin kein Jurist, aber mir scheint, dass das Thema juristische Haftung und Klimawandel bislang gemieden wird. Was waere wenn es in einer Schweizer Gemeinde durch Extremwetterereignisse wie Ueberschwemmungen, Hangrutsche etc. zu Schaeden oder gar Toten kaeme weil besagte Gemeinde zwar fuer die bisherige Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse vorgesorgt hatte, aber nicht fuer die infolge des Klimawandels zu erwartende Haeufung solcher Ereignisse? Ist dann die Gemeinde haftbar oder bleiben die Geschaedigten auf ihrem Schaden sitzen, kann man die so genannten Klimaskeptiker oder CO2 Produzenten haftbar machen, da sie dazu beigetragen haben?

Ich weiss es nicht, waere aber froh um jede Antwort oder gar einen Artikel zu diesem Thema durch eine juristisch kundige Person.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 3

Richard Lindzen, MIT, in seinem Plädoyer gegen voreilige Klima-Massnahmen:

„Die Interessen der Umweltbewegung an mehr Macht, Einfluss und Spenden liegen auf der Hand.
Dasselbe gilt für die Interessen der Bürokraten, für die mit der CO2-Kontrolle ein Traum wahr wird.“

„Die Verschwendung von Ressourcen auf die symbolische Bekämpfung eines immer existierenden Klimawandels ist kein Ersatz für Klugheit. So wenig wie die Annahme, das Erdklima habe in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts einen Punkt der Perfektion erreicht, ein Zeichen von Intelligenz darstellt.“

http://thegwpf.org/opinion-pros-a-cons/2229-richard-lindzen-a-case-against-precipitous-climate-action.html

Die Bürokratie mag sich trotz des über 12 Jahre dauernden (globalen) Erwärmungsstillstands von ihrem Traum nicht trennen.

Muss sie auch nicht, denn ein Teil der Voraussagen trifft zu, -irgendwie Klimawandel ist immer.

Allerdings sorgte nicht CO2 für höhere Durchschnittstemperaturen in der Schweiz, sondern die fortschreitende Verstädterung rund um die Mess-Stationen zusammen mit der Wirkung natürlicher Klimazyklen. Zyklen, die auch die Ursache für saisonal höhere Niederschlagsmengen und für Überschwemmungen bildeten.

Der gegenwärtige AMO-Trend ist negativ. Es wäre interessant zu erfahren, ob beim BAFU auch Szenarien einer Klimaabkühlung und Massnahmenkataloge für den Fall ihres Eintretens existieren.

Amtlich und im Sinne des Vorsorgeprinzips noch nicht oder nur ungenügend bewirtschaftet sind Erdbeben, Meteoriteneinschläge, Vulkanausbrüche. Folgt bald der Erdbeben-Rappen?

Inzwischen brummt das Versicherungsgeschäft, das mit dem behördlich verordneten Alarmismus bestens zurechtkommt, aber gern noch mehr Unterstützung hätte.

Leseempfehlung: „Über die unerschöpfliche Quelle von Unsinn betr. Katastrophen und Klimawandel“ …

http://rogerpielkejr.blogspot.com/2012/03/embarassment-of-riches.html

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Seher geehrte Faru Burkhard
Sie schreiben “ Werden die Sommer trockener und niederschlagsärmer, sinken die Pegelstände von Seen und Fliessgewässern“. Ist das eine Frage oder eine Fesstellung? Genau das ist die grosse Frage, denn es ist noch kein Nachweiss hier das, die Niederschläge wie Sie es bezeichnen „ärmer“ werden. Aus diesem Grund, Ihre Abhandlung ist sehr politisch; demzufolge, wie üblich sehr spekulativ somit für das wissenschaftliche Publikum, nicht von grossem Interese.

Liebe Grüsse

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„Die Anpassung an den Klimawandel stellt unsere Gesellschaft vor grosse Herausforderungen“

Definitiv. Jetzt hat in den 80er Jahren das Klima nach vielen Millionen Jahren endlich den für Mensch, Tier und Fauna den perfekten Zustand gefunden und wollte sich nicht mehr ändern, da kommt der Mensch und beginnt das Klima zu ändern. Das wird kritisch!

„Ohne griffiges internationales Klimaregime muss hierzulande gar mit einem Temperaturanstieg von bis zu 4,8 Grad gerechnet werden“

Auf jeden Fall. Die Zeiten, als das Klima einfach so ohne Regelungen, Vorschriften, Politik vor sich hin werkelte, sind zum Glück endgültig vorbei. Ich bin sehr erleichtert.
Was würden wir nur ohne den Staat machen!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 8 Daumen runter 0

Sehr geehrte Frau Burkhardt,

Sie stellen die Frage: Wie lassen sich klimabezogene Investitionsentscheide in Millionenhöhe rechtfertigen, wenn das Ausmass des zukünftigen Klimawandels noch gar nicht bekannt ist.

Die Antwort ist naheliegend und wurde auch schon in anderen Beiträgen zum Klimablog gegeben: Man muss nach dem Motto Nützt nichts, so schadet es wenigstens nicht und hilft vielleicht in jedem Fall vorgehen, was Professor Harald Bugmann im hier verlinkten Beitrag als No Regret-Massnahmen bezeichnet hat. Um ein Beispiel zu geben: Hochwasserschutz der zukünftige Hochwasser überschätzt kostet zwar mehr, bietet aber auch mehr Sicherheit.

Der Klimawandel wird zudem nur langsam voranschreiten. Die grössten Änderungen sind erst in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts zu gewärtigen. Dies legt ein etappiertes Vorgehen nahe. Bauliche Massnahmen oder Landnutzungsänderungen müssen also so angelegt sein, dass sie später bezüglich Klimaanpassung noch weiter verbessert werden können.

Nur wirklich langlebige Infrastruktur/Bauten, die eine Lebenszeit von deutlich mehr als 50 Jahre haben benötigen einen klimatischen Weitblick. Gebäude beispielsweise sollten nicht nur geheizt, sondern auch gekühlt werden können (in der Sommerhitze) und zudem sollten weder beim Heizen noch beim Kühlen fossile Energien nötig sein. Damit werden gewisse Systeme vor anderen begünstigt. Erdwärmepumpen können bei entsprechender Auslegung z.B. im Sommer auch zum Kühlen verwendet werden. Aber auch andere Formen der saisonalen Wärmepseicherung sind gut geeignet für diese doppelte Anforderung im Winter Wärme zu liefern und im Sommer Wärme abzuführen.

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Guten Tag,

Das Dokument vom Bundesrat sollte wohl jeder Schweizer kennen der sich eine Meinung zum Thema bilden will ..)

Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz – Ziele, Herausforderungen und Handlungsfelder
1. Teil der Strategie des Bundesrates
http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/26140.pdf

Interessant wie gering die Rolle der Informationspolitik zum
Thema ist:

„Information/Sensibilisierung
– Sensibilisierung sowie Aus- und Weiterbildung von Stakeholdern im Gebäudebereich (E1)
– Förderung der Bekanntheit der bestehenden Energieetikette (E1)
– Sensibilisierung der Betreiber von Transportinfrastrukturen für neue Risiken (E4)“

Warum ist das so? Wie sollen die Kosten gerechtfertigt werden
wenn die Grundlagen nicht im grossen Umfang diskutiert werden?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

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