ETH-Klimablog - Energie - Genügsamkeit: Freund oder Feind?

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Genügsamkeit: Freund oder Feind?

02.02.2012 von

«Warum» der  Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft nötig ist, darüber brauchen wir keine Worte zu verlieren. «Wie» wir den Wandel anpacken könnten, davon handelt mein letzter Blogbeitrag. Heute will ich ansprechen, «wohin» es gehen soll.

In meinem letzten Blog-Beitrag «Was der Klimawandel mit Bärenpelzen und Omeletten» gemeinsam hat (>hier) habe ich die Notwendigkeit von «tiefgreifenden Instrumenten» verteidigt: Wenn wir einen radikalen Wandel herbeiführen wollen, müssen die Prozesse von Anfang an richtig gestaltet werden – das bringt weniger negative Nebenwirkungen und Reibungsverluste. Dies zum «Wie» wir den Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft anpacken können. Was ich heute ansprechen will, ist das «Wohin».

Effizient und erneuerbar

In den nächsten Jahren sollen der Ressourcenverbrauch massiv zurückgefahren und Schadstoffemissionen um ein Vielfaches verringert werden. Die «postfossile» Gesellschaft soll jedoch keinen Rückschritt betreffend Lebensqualität bedeuten. Also müssen wir verfügbare Materialien und Energie sehr geschickt einsetzen, um das Maximum aus ihnen herauszuholen. Eine um ein Vielfaches höhere Effizienz sei möglich, sagen die Leute aus der Praxis und die Wissenschaft. Zudem kann der Ersatz von nicht erneuerbaren Energieträgern einen wesentlichen Beitrag leisten. Und wenn das nicht reicht?

Ein Gespenst geht um

Es ist in vielen Bereichen wie beispielsweise der Ernährung, dem Wohnen oder der Mobilität absehbar, dass mehr Effizienz und mehr Erneuerbare Energien nicht reichen. Nicht zuletzt wegen des sogenannten «Rebound»-Effekts: Wenn etwas effizienter wird und weniger Energie verbraucht, wird es billiger. Was wiederum zu verstärkter Nachfrage führt. So führt eine 25% bessere Effizienz, nur dann zu 25% an Einsparungen, wenn die höhere Effizienz nicht neue Begehrlichkeiten weckt, wie zum Beispiel mehr Wohnfläche pro Person oder immer häufigere Flüge ins nächste Shoppingparadies.

Dieser Begehrlichkeit stellt sich ein neuer Trend entgegen: Die Idee der Suffizienz – oder Genügsamkeit – wird immer breiter diskutiert und hier und da sogar schon umgesetzt. Doch wie sollen die gängigen, auf Wachstum basierenden Geschäftsmodelle unserer Unternehmen auf diese Herausforderung reagieren?

Als Unternehmensverband wollen wir von der Öbu ergründen, welches der Business Case der Suffizienz ist.

Luxus der Verschwendung?

Ist die Vernichtung von zirka der Hälfte der produzierten Lebensmittel ein Luxus? Ginge es uns nicht besser, wenn uns der Genuss der frischen Brötchen nicht mit dem schlechten Gewissen über die unglaubliche Verschwendung vergällt würde? Schmeckt das Essen schlechter, wenn die Lampe, die uns das stimmungsvolle Licht gibt, viel weniger Energie verbraucht und die ungenutzten Kinder-, Gäste- und Badezimmer während des Essens ganz dunkel sind? Wir verschwenden heute soviel Energie und Rohstoffe, dass ohne jeglichen Verzicht schon sehr viel erreicht werden kann.

Weniger ist mehr!

Und wenn das immer noch nicht reicht: Dann gibt es noch diverse Bereiche, wo weniger tatsächlich auch mehr ist. Ein gutes Beispiel ist das Basler Architekturbüro Blaser: Die 45 dort tätigen Architekten, die vor allem städtische Projekte betreuen, sind alle mit dem Fahrrad unterwegs. Dies in erster Linie aus Effizienzgründen, da kein anderes Verkehrsmittel dieselbe Flexibilität bietet –  aber mit dem willkommenen Effekt der Nachhaltigkeit. Darüber wird Firmenchef Christian W. Blaser als Referent am «Forum Ö» vom 10. und 11. Mai in Winterthur mehr erzählen. Thema dieses von der Öbu jährlich organisierten Events ist heuer die Suffizienz als attraktives Geschäftsmodell in den verschiedensten Branchen (>mehr).

Es geht darum, gemeinsam Wege zu finden, wie das Gespenst «Suffizienz» seinen Schrecken verliert und zu einem freundlichen Geist wird. Auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, sind herzlich eingeladen mitzudenken.

Zur Autorin

Gastautorin Gabi Hildesheimer ist Geschäftsführerin von Öbu, dem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften.

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Kommentare (20) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

Hoi Martin,

ich glaube wir verstehen uns (etwas) falsch.

„das Wachstum könne nur gewaltsam gestoppt werden“

Nein, im Prinzip und als Optimist (warum immer noch??)
glaube ich schon das es irgendwie funktionieren koennte
und wir alle einsehen .. So geht es in den Abgrund.
und dann entsprechend vorher noch umkehren.

„Von einer exponentiellen Zunahme in den 1960ern sind wir zu einer nur noch linearen Zunahme in den 2000ern gekommen.“

Na ja, ich wuerde sagen wir haben noch eine 1.1% Zunahme
statt 1.6% oder was es vor 30 Jahren war.
Absolut ist der Anstieg aber immer noch enorm.

„ Damit zusammenhängend hat die Zahl der Kriege und Gewaltakte abgenommen.“

Das haengt wohl von der Definition ab.
Aber gerade die letzten Jahre und Monate waren nicht gerade
friedlich und „wir“ befreien gerade ein Land nach dem anderen.

„ Nicht nur Steven Pinker, auch Matthew White kommt in seiner Untersuchung zu den grössten Gräueltaten in der Geschichte zum Schluss, dass die Gewalt in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat.“

Haengt wohl von dem Abschneideparameter ab.
Einen Weltkrieg hatten wir schon lange nicht mehr.

Aber 10 Millionen Menschen die jedes Jahr verhungern
und jede 4. Frau die vergewaltigt wird (oder versucht)
und jedes 10 Kind (oder so).. sprechen nicht gerade
fuer eine friedliche harmonische Gesellschaft.
Genauso wenn ich mir anschaue wie die reichen Laender
bis an die Zaehne bewaffnet sind.. da haben die armen
Schlucker Laender nicht viel Wahl.

Aber wir sind uns einig

„Eine plötzliche Rohstoffverknappung würde das allerdings sofort ändern. Darum kann man nur hoffen, dass die Menschheit einen Ausweg findet.“

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 2

@Kommentar von Michael Dittmar 06.02.2012, 12:28

Hoi Michael,
Du schreibst: hier bist du der Illusion verfallen dass es genug
gibt um das Wachstum fuer ewig lange fortzufuehren!

und du bist der Illusion verfallen, das Wachstum könne nur gewaltsam gestoppt werden, also durch äussere Umstände wie einen Peak Oil. Doch es gibt Zeichen, die einen optimistisch stimmen, wie die Rückläufigkeit des Bevölkerungswachstums: Von einer exponentiellen Zunahme in den 1960ern sind wir zu einer nur noch linearen Zunahme in den 2000ern gekommen. Damit zusammenhängend hat die Zahl der Kriege und Gewaltakte abgenommen. Nicht nur Steven Pinker, auch Matthew White kommt in seiner Untersuchung zu den grössten Gräueltaten in der Geschichte zum Schluss, dass die Gewalt in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat.

Die Welt wird also immer friedlicher. Auch weil sie wohlhabender wird, denn bei kleinerem Bevölkerungswachstum bleibt mehr für alle übrig und die übrigbleibenden haben nicht mehr Krieg im Sinn sondern ein langes Leben.

Eine plötzliche Rohstoffverknappung würde das allerdings sofort ändern. Darum kann man nur hoffen, dass die Menschheit einen Ausweg findet.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

Hoi Martin,
@Kommentar Holzherr. 06.02.2012, 12:01

„es stimmt schon dass diejenigen in den ärmeren Ländern, die bereits eine Universität hinter sich haben und von ihrer ländlichen Vergangenheit Abschied genommen haben für eine “Modernisierung” ihres Landes eintreten.“

Das haengt von der Definition Modernisierung ab!
Sagen wir die, die den Geschmack der Droge
gefunden haben werden suechtig nach mehr und mehr und mehr!

(die, die das Problem des exponentiellen Wachstums erkannt haben, mit und ohne Universitaet denken anders!)

„Mit dem Essen kommt bekanntlich der Appetit“
Interessant dabei die Frage warum archeologische
Untersuchen zur Gesundheit in den ersten sogenannten
Zivilisationen bei den Mitgliedern dieser Gruppen
eine schlechtere Gesundheit finden als bei vielen damaligen Jaeger und Sammler Kulturen.

hier bist du der Illusion verfallen dass es genug
gibt um das Wachstum fuer ewig lange fortzufuehren!

„Alle Länder werden diesen Weg gehen…“

Im Gegenteil, wer genug Geld hat lebt nicht in grossen Staedten
sondern hat seine Paradies Inseln mit Stacheldraht geschuetzt..

Aber, wie du am Ende erwaehnst, nicht nur Peak Oil und das CO2 Problem verhindert es dass alle Menschen leben wie wir Schweizer/EU etc Buerger.

„Suffizienz, Genügsamkeit ..t wie zum Beispiel beim Buddhismus, wo der Abkehr von der Gier auch den Abschied vom Schmerz und der Verblendung bedeutet.“

Das ist eben die grosse Frage!

„Genügsamkeit als Lebenshaltung könnte wieder etwas nötiges und erstrebenswertes werden, wenn es tatsächlich zuwenig materielle Güter gibt – also nach einem Peak Oil, der eintritt ohne dass es Alternativen zu den fossilen Energien gibt.“

aber:
„Kaum jemand erfhofft sich so etwas.“

Frage mal die von Oelkriegen betroffenen!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hoi Michael und Herr Nauser,

es stimmt schon, dass diejenigen in den ärmeren Ländern, die bereits eine Universität hinter sich haben und von ihrer ländlichen Vergangenheit Abschied genommen haben für eine „Modernisierung“ ihres Landes eintreten. Mit dem Essen kommt bekanntlich der Appetit und diese Reichen unter den Armen erkennen die Möglichkeiten eines wohlhabenderen Lebens. Möglichkeiten, die uns hier selbstverständlich sind wie ein langes Leben, Vorsorge im Krankeits- und Altersfall, mehr Wahlmöglichkeiten im Konsum und der Art der angestrebten Arbeit.

Alle Länder werden diesen Weg gehen. Weg von der Abhängigkeit von der natürlichen (?) Umgebung, hin zur Selbstbestimmung (?) und zum Leben in grossen Städten.

Suffizienz, Genügsamkeit wird nur von wenigen angestrebt und oft in einem religiösen Kontext wie zum Beispiel beim Buddhismus, wo der Abkehr von der Gier auch den Abschied vom Schmerz und der Verblendung bedeutet.

Genügsamkeit als Lebenshaltung könnte wieder etwas nötiges und erstrebenswertes werden, wenn es tatsächlich zuwenig materielle Güter gibt – also nach einem Peak Oil, der eintritt ohne dass es Alternativen zu den fossilen Energien gibt. Kaum jemand erfhofft sich so etwas.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hoi Martin und Herr Nauser,

„Die schütteln nur den Kopf wenn sie von Wachstumsverzicht lesen oder sagen: OK verzichtet ruhig, aber lasst uns erst einmal euren Wohlstand erreichen bevor wir auch verzichten.“

Ich weiss nicht genau wo diese Aussage herkommt.
Ich wuerde sagen von den Reichen in den armen Laendern.

ich koennte Artikel und Reden in Tonnen finden
wo es genau um das Gegenteil geht.

die aermsten unter den aermsten die einen Genozid nach dem
anderen erlebt haben und taeglich erleben
Durch unseren unendlichen Wunsch nach Wachstum
zeigen immer wieder wie sie ihre und unsere Umwelt verteidigen.
zum Beispiel hier:
http://www.survivalinternational.org/news/kits/climatechange

die Geschichte der Indianerkriege um die Bisons vor dem
Aussterben zu retten ist auch nur ein weiteres Beispiel.

Es gibt eben doch nachhaltige Kulturen (small scale)
und andere nicht nachhaltige Kulturen (large scale).

Stimmt es nicht:

eine Stadt Zivilisation kann ohne das Umland
nicht leben, aber das Umland kann und konnte schon immer
ohne Staedte leben.

Herr Nauser:
„ Wenn ich richtig verstehe, dann nützt alles eh nichts, weil der Rebound-Effekt unerbittlich zuschlägt“

Nein, ich wuerde sagen das Jevons Paradox kann man durch
Steuern umgehen. Einsparungen bei x von y%
werden durch hoehere Steuern (die z.B. fuer eine Umstellung
sagen wir der intensiven Landwirtschaft in Bioanbau und Permakultur genutzt werden) ausgeglichen.

aber, Peak Oil wird die Zeiten der billigen Energien eh
beenden und damit stellt sich dann eine ganz andere
Frage: Rationieren fuer das Noetigste oder
die Reicheren koennen noch ein paar Jahre weiter wursteln
wie bisher.. so wie damals die Adligen in Frankreich..
und das Resultat hat manche Leute um den Kopf gebracht!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

@Markus Nauser
Suffizienz ist nur eine Lösung für das CO2-Problem, also das Problem, dass fossile Energiequellen tendenziell Billigenergien sind (weil man sie nur schürfen muss), wenn die ganze Menschheit genügsam lebt.
Doch die meisten Menschen sind bitterarm. Es bräuchte 70 Mal soviele Rohstoffe und Güter damit alle 7 Milliarden Menschen wie US-Bürger leben könnten. Dieses unlösbare Problem wird auch im Beitrag von Professor Spreng Zur Rolle Indiens in internationalen Klimaverhandlungen sichtbar, wo er sich der armen und auch CO2-armen Inder erbarmt.

Wir alle wissen doch, wenn wir ehrlich sind, dass es nur zwei Lösungen gibt um auf Kohl, Öl und Erdgas zu verzichten: Entweder wir verzichten freiwillig darauf, einfach darum, weil es inzwischen oder schon bald billigere und bessere Energieformen gibt oder aber es gibt ein bindendes internationals Abkommen und eine Behörde ähnlich der heutigen International Atomic Energy Agency, die anhand von CO2-Monitoring jeden CO2-Sünder ertappt und abstraft.
Vielleicht braucht es sogar beides. Dass beides noch nicht vorstellbar ist, bedeutet eben, dass wir noch nicht bereit sind, die Klimaerwärmung durch anthropogenes CO2 als entscheidende Zukunftsfrage zu sehen.

Das Problem vor allem als politisches und Systemproblem zu sehen, wie sie das machen (Zitat: Diskussion über unbegrenztes Wirtschaftswachstum in einer begrenzten Welt bzw. über Sinn und Unsinn …), bedeutet das Problem verkennen. Es ist kein Zufall, dass der grosse CO2-Zuwachs eben gerade nicht aus den übersättigten Industrieländern kommt, sondern aus den Schwellenländern. Die schütteln nur den Kopf wenn sie von Wachstumsverzicht lesen oder sagen: OK verzichtet ruhig, aber lasst uns erst einmal euren Wohlstand erreichen bevor wir auch verzichten.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Martin Holzherr
Wenn ich richtig verstehe, dann nützt alles eh nichts, weil der Rebound-Effekt unerbittlich zuschlägt (eben: das ideale Killerargument…). Am Schluss bleibt dann die starke Hand / der wohlwollende Diktator, die uns für den guten Zweck Rationierung bzw. Tabus verordnen, womit das Zeitalter der Aufklärung zu einem würdigen Ende käme.
Angesichts dieser Perspektive stellt sich für mich halt doch die Frage, ob wir es uns leisten können, die Frage nach der Suffizienz/Genügsamkeit NICHT zu stellen. Was passende Geschäftsmodelle betrifft, ist das m.E. eine Bringschuld der Ökonomen, auf deren Einlösung ich gerne warte. Allerdings fühle ich mich als Konsument und Stimmbürger damit nicht aus der Verantwortung entlassen. Solange die Diskussion über unbegrenztes Wirtschaftswachstum in einer begrenzten Welt bzw. über Sinn und Unsinn der Mehrung materiellen Wohlstands geführt wird, besteht immerhin Hoffnung, dass wir politischen Rahmenbedingungen für einen langfristig tragfähigen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen auf demokratischem Weg näher kommen. Wenn die eine oder andere Naturkatastrophe (oder der nächste Krieg über knapper werdende Ressourcen?) Anschubhilfe leisten muss, ist das zwar bedauerlich aber vielleicht auch notwendig zur Relativierung all der vermeintlichen Sachzwänge, die uns umgeben.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Das Buch von Marcel Hänggi, Wir Schwätzer im Treibhaus hat eine gut passende Passage zum hier verhandelten Thema.

Rebound, Backfire
Im TR-Artikel Das Problem mit dem Rebound
unterscheidet Marcel Hänggi folgende Formen des Rebound, also des Mehrkonsums in der Folge von Effizienzverbesserungen:
– Direkter Rebound: z.B. 1) Effizientere Glühbirne leitet Siegeszug der el. Beleuchtung ein. 2) Effizientere und schnellere Personal Computer bewirken, dass jeder Haushalt einen anschafft.
– Indirekter Rebound A (Produkt wird aufgepimpt): z.B. 1) Automotren sind heute 40% spriteffizienter, dafür sind die Autos schwerer und stärker motorisiert
– Indirekter Rebound B (Gesellschaft wird von Produkt abhängig): z.B. 1) Der zu Fuss erreichbare Quartierladen wird durch ein Einkaufszentrum im Grünen ersetzt (Auto nötig)
– Indirekter Rebound C (Durch billigeres Produkt eingespartes Geld wird anderswo ausgegeben (z.B: Flug in die Karibik)

Suffizienz als Lifestyle genügt nicht
Auch Suffizienz, also Minderverbrauch eines Gutes durch genügsame Menschen führt zu Rebound: Was ich spare, verbraucht ein anderer. Bei begrenzenten Gütern wie Öl, Kohle, Gas bewirkt mein Minderkonsum sogar, dass der Preis sinkt, so dass es sich die anderen (Inder, Chinesen) nun erst so richtig leisten können.

EE als Substitut führt auch zu Rebound
Erneuerbare machen Öl, Kohle, Gas billiger => Es wird mehr verbraucht.

Lösung: Suffizienz für alle und Fossilität als Tabu
Es gibt nur einen todsicher funktionierenden Weg um von Öl, Gas, Kohle wegzukommen: Man lässt die Finger davon. Wie man im Museum Bilder nur anschauen aber nicht berühren dar, sollte man Öl, Gas und Kohle nicht mehr verwenden dürfen – und das weltweit.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

@ Martin Holzherr
Selbstverständlich stelle ich den Rebound-Effekt als solchen nicht in Abrede. Ich bin aber überzeugt, dass seine Funktionsweise grob missvertstanden wird und darum falsche Schlüsse gezogen werden, was das Potenzial von Effizienzstrategien betrifft. Es existiert keine kausale Beziehung zwischen Einsparung und Mehrkonsum. Dass eine Einsparung am Ort X den Spielraum für Mehrausgaben am Ort Y vergrössert, ist trivial. Jedoch bleibt völlig offen, ob und in welcher Weise die zusätzlich verfügbaren Mittel eingesetzt werden. Entscheidend ist für mich, dass Effiziensteigerungen Spielräume mit sich bringen für eine Dematerialisierung der Gesellschaft oder auch für eine Ökologisierung der Wirtschaft. Ohne die Bereitschaft der Politik, diese Spielräume zu nutzen, kommen wir allerdings zugegebenermassn nicht vom Fleck. Solange die unheilige Allianz von Produktions- und Konsumwachstum bestehen bleibt, dürfte sich daran auch nicht viel ändern.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Hatten wir zwar alles schon mehrmals.
Aber bitte, nennen wir die Dinge doch beim richtigen Namen.
Ehre wem Ehre gebuert .. als das Jevon’s Paradox und nicht
Rebound Effekt.

Die Preisfrage: Wie laesst sich dieses Paradox austricksen
bzw.. welchen Ratschlag wuerden Sie einem Minister geben
der aus welchen Gruenden auch immer „weniger“ Verbrauch an
Strom, Oel, Gas oder aehnliches sehen moechte?
(wenn durch technologische Entwicklungen man auf einmal
weniger xx braucht um yy zu bekommen)

die radikale Methode natuerlich ausgeklammert.
(da wir sogar Herr Meier anfangen an den unendlichen Ressourcen
zu zweifeln.. smile
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,813206,00.html

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Fr. Hildesheimer

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese mit ihren Buchhaltern Händchen haltend im Kreis sitzen und zusammen die Bilanzen „gschpüren“.“
Richtig. Das sind rationale Buchhalter und wissen genau, dass mit dem Öko/Entschleunigungs/Nachhaltigskeits-Trip viel $$ zu machen ist.

„Wäre schön, wenn Ihre Ratio Sie noch zum positiven Mitstreiter machen würde.“
Sowieso. Ich versuche in meinen Projekten mit meiner Ratio Resources sparsam einzusetzen, jeden Tag (und zwar nicht im sinnlosen Ausknipsen von 20 W Glühbirnen, sonder einige Grössenordnungen grösser). Aber ich muss deshalb keine kollektivistischen postmaterialistischen Zwangsneurosen entwickeln und verbreiten

„Habe kein Auto, aber Mobility. Fliege nie privat“
Mobility-Autos stossen ja kein CO2 aus, genau so wie geschäftliche Flüge

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 2 Daumen runter 1

@Markus Nauser

Sie bezweifeln wie viele den „Rebound“-Effekt. Dieser Effekt ist aber sehr real, wobei man ihn nicht immer klar vom Wohlstandseffekt abgrenzen kann. Der Wohlstandseffekt bedeutet sich mehr zu leisten, wenn man mehr hat: Also eine doppelt so grosse Wohnung oder gar ein Haus mit Umwschwung und Swimmingpool, wenn man mehr verdient. Der Rebound-Effekt ist stärker an eine bestimmte Technologie gebunden. Vor 2 Jahren habe ich beispielsweise meinen alten Röhrenfernseher durch einen LCD-Bildschirm ersetzt, der mindestens die doppelte Bildschirmfläche hat. Suffizienz würde bedeuten, den Röhrenbildschirm durch einen gleich grossen LCD-Bildschirm zu ersetzen. Doch so etwas macht wohl niemand. Er würde sich dem Gespött aussetzen.
Selbstgenügsamkeit oder eben Suffizienz ist eine Haltung, die schwierig zu erreichen ist, denn was man liebt und mag, von dem möchte man meistens noch mehr.
Materielle Suffizienz kann man vielleicht am ehesten erreichen, wenn man seine Unersättlichkeit auf andere, nicht materielle Dinge verlegt, also mehr Sein als Haben und mehr Werden als man gerade ist. Auch nicht einfach.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Der Rebound-Effekt wird völlig überschätzt, er wird in der Regel auch nicht verstanden und missinterpretiert. Denn bei effizienteren Lösungen zählen nicht nur die vermiedenen Energiekosten, sondern die Summe aus vermiedenen Energiekosten und zusätzlichen Kapitalkosten. Die netto eingesparten Kosten einer effizienten Energiedienstleistung sind sehr klein im geringen Promille-Bereich des Einkommens eines Haushaltes.
Aber das ProKopf-Einkommen wächst pro Jahr um 1 bis 2 %, d.h. um rd. 400 bis 800 CHF Jahr für Jahr. Damit lassen sich größere Autos fahren, die Beleuchtung in allen Zimmer leuchten lassen, am Wochenende in die Berge zum Skilaufen und in den Ferien in die Maladiven fahren und die Zimmer bei wohligen 24°C beheizen. Diese energieintensiven Dienstleistungen nimmt man nicht in Anspruch, weil man zuvor energieeffizienter investiert hätte. Wir haben die Brieftaschen und Kontos gefüllt, um die energieinteisiven Dienstleistugnen locker finanzieen zu können.
Man sollte also nicht den Rebound-Effekt mit dem Einkommenssteigerungs-Effekt verwecheln. Der erste ist ein Mäuslein, der zweite ein Elefant. Diesen letzteren sinnvoll und verantwortungsbewußt zu lenken, heisst Suffizienz.

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@Roger Meier Kommentar vom 02.02.2012, 14:02

In vielem was sie schreiben muss ich ihnen recht geben und es muss sich erst noch erweisen, dass das Konzept Nachhaltigkeit nachhaltig wirkt.

Nachhaltigkeit im Sinne von „Für-Lange-Zeit-Erhalten-Wollen“ macht ja auch nur Sinn für wertvolle Sachen und was wertvoll ist, darüber streiten sich die Menschen. Dass Kohle, Öl und Gas schliesslich alle sind kann man vielleicht noch verkraften, zumal diese Dinge ja vor ihrem Gebrauch von niemandem genutzt wurden.

Man sollte Nachhaltigkeit nicht als Konservation eines Zustandes auffassen, sondern als Bewahrung zukünftiger Chancen. Verschlechtern sich die Zukunftsaussichten der nächsten Generation durch unser jetztiges Handeln, dann verstossen wir gegen das Nachhaltigkeitsprinzip, aber in vielen anderen Fällen kann man sich darüber streiten, ob es nachhaltig einen besimmten Zustand aufrechtzuerhalten gilt wie beispielsweise eine bestimmte maximale Bevölkerungszahl in der Schweiz.

Sie lassen in ihrem Kommentar immer wieder einen starken Glauben an neue Technologien anklingen. Diesen Glauben braucht es tatsächlich, denn wie wollen wir ohne neue, noch zu entwickelnde Technologien 9 Milliarden Menschen in Wohlstand auf der Erde leben lassen. Doch Technologie kann vor allem neues ermöglichen, Schäden zu reparieren ist schon viel schwieriger. Wenn die Meere ausgefischt sind und die letzten Wälder gefällt, dann haben wir die Welt nachhaltig zum Schlechteren geändert.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 2 Daumen runter 1

@Roger Meier – Ihre Erfahrungen mit „Leuten, die Nachhaltigkeit predigen“ scheinen doch etwas eng. Und Ihre verunglimpfenden Verallgemeinerungen zeugen nicht gerade von einem rationalen Denkansatz.

Im Unterschied zu Ihnen habe ich mit Unternehmern und Unternehmerinnen zu tun, unter anderem aus exportorientierten KMU oder global tätigen Firmen, die (auch) dank ökologischem und sozial verantwortlichem Handeln wirtschaftlichen Erfolg haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese mit ihren Buchhaltern Händchen haltend im Kreis sitzen und zusammen die Bilanzen „gschpüren“.

Nachhaltigkeit ist ein ganz zentrales Thema unserer Zeit und es gibt noch sehr viel zu tun. Wäre schön, wenn Ihre Ratio Sie noch zum positiven Mitstreiter machen würde.

Besten Dank, GH-

PS: Habe kein Auto, aber Mobility. Fliege nie privat. Wochenende am liebsten zuhause. Und immer lichterlöschend hinter den Kindern her.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 6 Daumen runter 2

A propos „Rebound“-Effekt: Dieser scheint mir zu einem beliebten Killerargument geworden zu sein. Ich habe ziemliche Mühe mit dieser mechanistischen Vorstellung von Mensch, der von neuen Begehrlichkeiten gejuckt wird, kaum hat er mehr in der Tasche. Man kann solche Dinge auch herbeireden.
Vielleicht sollten wir uns vielmehr fragen, woher wir denn wissen, dass wir nur dann zufrieden sind, wenn wir immer mehr von möglichst allem haben. Seit mir das Argument um die Ohren geschlagen wir, dass ich der Wirtschaft schade und Arbeitsplätze bedrohe, wenn ich mein Geld nicht verpulvere, weiss ich eh nicht mehr, ob ich jetzt drinnen oder draussen bin im Irrenhaus.
Insofern scheint es mir wichtig, dass die Diskussion über Suffizienz geführt wird, auch wenn sie nicht in die Wachstumslogik der gängigen Wirtschaftsmodelle passt. Ich stelle mir unter Suffizienz vor, dass sich mehr und mehr Leute den Traum erfüllen, zurückzuschrauben und auszuloten, was ihnen wichtiger ist: Ein Burnout bei prallem Portemonnaie oder ein etwas lockerer Alltag mit mehr Sein als Haben.
Forderungen nach Arbeitszeitreduktion bei gleichem Lohn u.dergl. passen natürlich schlecht in diese Landschaft – da wird letztlich nur an der Produktivitätsschraube gedreht und Konsum als Stresskompensation ist programmiert (was wiederum die Wachstumsfetischisten freut). Wenn ich über den Tellerrand – d.h. die Landesgrenzen – hinausschaue, habe ich den Eindruck, dass immer noch auf sehr hohem Niveau gejammert wird, und der Blick aufs Ganze, d.h. ein Lebensstil, der dem Raumschiff angepasst ist, fehlt.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 4 Daumen runter 1

Alles irgendwie nicht rational.

„saubere Energiequellen“: Das ist eine Definitionssache. CO2 ist für die einen Dreck und für die anderen eine natürliche Luftkomponente und Pflanzennahrung.
Was ist schon Nachhaltigkeit? Wenn jedes Jahr die Bevölkerung in der Schweiz zunimmt ist das völlig OK für die einen, für die anderen ist das nicht nachhaltig.
Wenn wir Atommüll kilometertief in der Erde vergraben ist das quasi eine Veränderung zum Zustand vorher, aber z.B. mir egal. Wenn einer in 10’000 Jahren unbedingt dort ein Loch graben will, dann ist es mir egal. Unsere Kinder werden evtl. kein Benzin mehr zum Autofahren haben, unsere Enkel werden evtl. im höheren Alter kein Erdgas zum Autofahren haben. Und einige Generationen später hat es keine Kohle mehr. So what? Dafür werden sie die Kernfusion haben!
Die Menschen verursachen irreversible Änderungen auf der Erde, das ist so, so what. Wenn Leute am Pandabären hangen, sollen sie halt Pandabären schützen, aber das Nachhaltigkeitsgeschwurbel ist irrational.
„Entschleunigung, Entflechtung, Entkommerzialisierung und Entrümpelung“ ist ein Gegner der Effizienz und führt immer zu Mehrverbrauch an Ressourcen und wo selbstgenügsame Städte ihr Brot her haben, ist mir unklar.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 6

@Roger Meier
Sie schreiben: Nachhaltigkeit ist ein Konzept von Leuten, die nicht rational denken, sondern ihren “Gschpürschmi”-Trip ausleben

Wer heute über Nachhaltigkeit redet hat oft ein Luxusproblem, da gebe ich ihnen recht. Ursprünglich wurde der Begriff aber in der Forstwirtschaft erfunden um Wälder als nachwachsenden Rohstoff zu sichern. Vielleicht sollten wir nahe beim ursprünglich beabsichtigten Begriff bleiben und Nachhaltikgeit nicht als Lifestyle betrachten, der jetzt gerade in ist, sondern als Notwendigkeit um einem System eine lange Lebensdauer zu geben. Natürlich gibt es immer wieder Dinge, die einfach verbraucht sind und die man darum nur noch wegwerfen kann (ihr Beispiel mit den verdorbenen Lebensmitteln, die es übrigens nicht nur hier sondern auch in armen Ländern gibt, passt da gut. Dort – in den armen Länder muss man Lebensmittel z.b wegen dem Fehlen von Kühlschränken wegwerfen).
Weniger günstig für unsere Zukunft wäre allerdings, wenn einmal die Erde einfach verbraucht wäre und man sie nur noch wegwerfen könnte. Ein nachhaltiges Wirtschaften will genau dies vermeiden.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Meine Erfahrung mit Leuten, die „Nachhaltigkeit“ predigen:
– Die leben in Wohlstand, mit Haus, Vermögen, Pension gesichert, mind. ein Auto
– Mindestens einmal pro Jahr müssen sie unbedingt an’s andere Ende der Welt in die Ferien
– Das Wochenende müssen sie meist am anderen Ende der Schweiz verbringen
– Ihr Beitrag zur Nachhaltigkeit beschränkt sich auf TV nicht im Standby lassen und das Licht in unbenutzten Räumen löschen

„Ist die Vernichtung von zirka der Hälfte der produzierten Lebensmittel ein Luxus?“
Nein. Ausser Sie erfinden Brote, die ein Monat haltbar sind (richtige Brote, nicht Knäckebrot) und Salat, der ein Monat haltbar ist. Aber es ist alles Ansichtssache. In der Natur verrotten 99.9% aller Früchte „sinnlos“, wenn wir 50% der geernteten Äpfel essen, dann ist das doch eine gute Quote. Aber eben, Nachhaltigkeit ist ein Konzept von Leuten, die nicht rational denken, sondern ihren „Gschpürschmi“-Trip ausleben.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 3 Daumen runter 4

Suffizienz als Entschleunigung, Entflechtung, Entkommerzialisierung und Entrümpelung führt zu einer
Lebens- und Wirtschaftsweise, die dem übermäßigen Verbrauch von Gütern und damit Stoffen und Energie ein Ende setzt.

Dies scheint tatsächlich nötig um das Ziel der Nachhaltigkeit zu erreichen, denn Effizienzeinsparungen werden bei unverändertem Wachstum früher oder später wieder „annulliert“: Würden alle Menschen den Lebensstil eines durchschnittlichen US-Bürgers geniessen, wären weltweit 70 Mal mehr Güter und Rohstoffe nötig als heute produziert und gefördert werden.

Wie die Autorin andeutet, kann Suffizienz nur dann ein erfolgreiches Programm sein, wenn sie die Lebensqualität nicht vermindert. Es gibt Trends, die Suffizienz in bestimmten Bereichen realisierbar erscheinen lassen. So geht die Verstädterung, Urbanisation überall weiter, besonders aber in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Sie ist sogar der Motor der Modernisierung. Dies könnte eine Chance sein, genügsamer mit Raum umzugehen. Der städtische, urbane Raum sollte alle Bedürfnisse inklusive der Nahrungsmittelproduktion abdecken durch Entwicklung von nachhaltigen, selbstgenügsamen Städten. Das umgebende, von den landflüchtigen ehemaligen Bewohnern verlassene Land könnte dann wieder der Natur übergeben werden.

Letztlich kommt eine Menschheit in Überzahl nicht darum herum, ihren Impact auf die umgebende Lebenswelt zu reduzieren. Das wichtigste Mittel dazu sind geschlossene Stoffkreisläufe und saubere Energiequellen. Der zukünftige Mensch muss sich also mit nur einem Teil der Erde begnügen. Dieser Teil wird die Welt der Städte sein in denen er lebt wie Mondkolonisten auf dem Mond leben würden. Uns steht also eine Raumschiffökonomie bevor oder aber the great decline

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 1

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