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CO₂-Emissionen: immer höher…

17.11.2011 von

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die globalen CO₂-Emissionen sind letztes Jahr im Vergleich zu 2009 um satte 5.9% angestiegen und auf einem neuen absoluten Höchstwert von 9.1 Milliarden Tonnen Kohlenstoff (C) oder 33.5 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO₂) angelangt. Das entspricht einem jährlichen Ausstoss von 4.8 Tonnen CO₂ pro Mensch. 

Diese Zahlen zeigen, dass sich die globalen CO₂-Emissionen weiterhin auf einem Pfad entwickeln, der einem der höchst möglichen Emissionsszenarien entsprechen, die das IPCC in den 1990er Jahren aufgestellt hat. Es handelt sich dabei um das Szenario «A1F1» (siehe Figur), in dem von einem kräftigen Wachstum der Bevölkerung und der Wirtschaft ausgegangen wird und wo die Energieversorgung vor allem durch fossile Brennstoffe abgedeckt wird. Das Szenario gehört zu den «Worst-Case»-Szenarien des IPCC, den Szenarien also, bei denen wir bezüglich der zukünftigen Klimaerwärmung vom schlimmsten Fall ausgehen müssen, das heisst von einer Erwärmung bis Ende dieses Jahrhunderts von bis zu mehr als 6°C.

Mit jedem Jahr, dem wir diesem Szenario folgen, wird es schwieriger sein, auf den Pfad umzuschwenken, den wir bräuchten, um das 2ºC-Ziel zumindest mit einer Chance von 50% zu erreichen.

Die Zahlen zur CO₂-Emissionsentwicklung, die ich hier benutze, wurden vor wenigen Tagen von Wissenschaftlern des U.S. Department of Energy aufgrund ersten Hochrechnungen veröffentlicht (>cdiac.ornl.gov). Es handelt sich um vorläufige Zahlen, und wir müssen damit rechnen, dass gewisse Werte noch revidiert werden. Aber grundlegend verändern würde dies das Bild kaum.

CO₂-Emissionen stiegen stärker als Wertschöpfung

Wieso stiegen die globalen CO₂-Emissionen letztes Jahr so stark an? Ein wichtiger Treiber des Anstieges war das Ende der globalen Rezession in Folge der Finanzkrise 2009. Das globale Bruttoinlandsozialprodukt (BIP) ist im Jahre 2010 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 5% angestiegen – und höhere Wertschöpfung braucht mehr Energie. Mit der heutigen, mehrheitlich auf fossilen Energieträgern basierten Energieproduktion bedeutet das automatisch auch erhöhte CO₂-Emissionen.

Was mich aber besonders nachdenklich macht ist, dass das Wachstum der Emissionen grösser war als dasjenige der Wertschöpfung. Das bedeutet, dass 2010 mehr CO₂ emittiert wurde pro Wertschöpfung als vorher – damit hat die sogenannte CO₂-Effizienz der Wirtschaft global abgenommen. Diese Abnahme der CO₂-Effizienz verschlimmert eine seit 2003 beobachtete Tendenz: Während zwischen den 70er Jahren und dem Anfang des neuen Jahrtausends die CO₂-Effizienz der Wertschöpfung jährlich um etwa 1% gestiegen war, stagnierte diese Entwicklung ab 2003. Und nun hat sie letztes Jahr sogar abgenommen.

2°C-Ziel noch erreichbar?

Diese Trendwende ist fatal: Eigentlich bietet uns nur eine gewaltige Steigerung der CO₂-Effizienz der Wertschöpfung die Möglichkeit, einen CO₂-Emissionspfad zu erreichen, der dem 2°C-Ziel entspricht. Denn die anderen Treiber, wie zum Beispiel die Zunahme der Erdbevölkerung und der globalen Prosperität, werden die Emissionen mit guter Wahrscheinlichkeit nach oben treiben. Tatsächlich müssten die CO₂-Emissionen im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung um jährlich bis zu 5% zurückgehen, wie eine kürzlich publizierte Studie der Wirtschaftsprüfer PwC zeigt. Das heisst, dass auch die CO₂-Effizienz um fast denselben Prozentsatz zunehmen müsste, damit die 2°C-Vorgabe erreicht werden könnte.

Die Trends des letztes Jahres, ja die Trends über die letzten 7 Jahre insgesamt – also die starke Zunahme der absoluten Emissionen gepaart mit der Abnahme der Effizienz – entrücken das 2°C-Ziel zunehmend. Gemäss neuesten Studien steht das Fenster für Massnahmen, die das Ziel noch erreichbar machen, im Moment noch offen – nur leider nicht mehr lange.

Figur: Vergangene und zukünftige Entwicklung der globalen CO₂-Emissionen [Raupach et al. (2007) PNAS, updated 2011]. Die schwarze Linie zeigt die Entwicklung der Emissionen von 1850 bis 2010. Die farbigen Linien zeigen verschieden Szenarien, die von IPCC in den 1990er Jahren entwickelt wurden. Das «A1FI»-Szenario, das in Bezug auf die CO₂-Emissionen zu den Worst-Case-Szenarien gehört, geht davon aus, dass die Weltbevölkerung und das globale Bruttosozialprodukt weiterhin stark wachsen, und dass der Energiebedarf vor allem mit fossilen Energieträgern gedeckt wird. Seit dem Jahre 2000 haben sich die Emissionen ähnlich diesem Szenario entwickelt. Die gestrichelten Linien geben an, wie sich die künftigen Emissionen entwickeln müssten, um eine Stabilisierung der atmosphärischen CO2-Konzentration auf 450 ppm (entspricht in etwa dem 2°C-Ziel) oder 650 ppm (entspricht einer Erwärmung von ca. 3.7°C) zu erreichen.

Literaturhinweise
Hinweis der Redaktion

Lesen Sie auch den weiterführenden Blogbeitrag «CO₂-Emissionen: klare Rahmenbedingungen schaffen» von Prof. Nicolas Gruber >hier

Zum Autor

Nicolas Gruber ist Professor für Umweltphysik an der ETH Zürich. Persönliches Zitat und Biografie





Kommentare (20) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

Hi Martin,

nicht nur wurde immer gepredigt
(knapper werdendes Oel.. kein Problem wir haben ja die Kohle)
aber

dazu kommt noch das extra co2 bei der Erzeugung
von Oel aus Tarsands und Lecks bei der Gasproducktion
und noch mehr beim shale gas ..

aber wer will das schon hoeren.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Die obige Angabe
Die globalen CO?-Emissionen sind letztes Jahr im Vergleich zu 2009 um satte 5.9% angestiegen und auf einem neuen absoluten Höchstwert von 9.1 Milliarden Tonnen Kohlenstoff (C) oder 33.5 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO?) angelangt.
scheint etwas zu tief angesetzt. Nach einer Veröffentlichung von Forschern der University of East Anglia in Nature Climate Change ergibt sich folgendes Bild:
fossil fuel emissions increased by 5.9 per cent in 2010 and by 49 per cent since 1990 – the reference year for the Kyoto protocol.
Total emissions – which combine fossil fuel combustion, cement production, deforestation and other land use emissions – reached 10 billion tonnes of carbon [entspricht 36.7 Tonnen CO2] in 2010 for the first time.
On average, fossil fuel emissions have risen by 3.1 per cent each year between 2000 and 2010 – three times the rate of increase during the 1990s.

Alarmierend scheint mir vor allem, dass die CO2-Emissionen in der jüngeren Vergangenheit 3 Mal so stark angestiegen sind pro Jahr wie in den 1990’er Jahren. Selbst wenn man die von Prof.Dr. Eberhard Jochen erwähnte mehr als 1%ige Verbesserung der CO2-Produktivität gelten lässt, so ändert das nichts am jährlichen 3.1 % Anstieg der CO2-Emission pro Jahr seit dem Jahr 2000.
Ein wichtiger Grund für diese Zunahme der CO2-Emissionen ist der steigende Anteil von Kohle an der Primärenergieerzeugung, welcher von 25% in den 1990’ern auf heute 29.6% stieg.

Die Aussage von Professor Nicolas Gruber Gemäss neuesten Studien steht das Fenster für Massnahmen, die das Ziel noch erreichbar machen, im Moment noch offen – nur leider nicht mehr lange. stimmt nur aus klimawissenschaftlicher Sicht. Ökonomisch ist das 2°C-Ziel nicht erreichbar, denn es sind ja bereits viele neue Kohlekraftwerke geplant.

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@Dittmar

ich habe ja anfangs mit der Occupy-Bewegung sympathisiert. Als ich aber gesehen habe, dass sie eine Parteiversammlung der Tea Party (eine demokratische und legitime Partie) gestürmt und sabotiert haben, war klar: Das ist ein demokratiefeindlicher, totalitärer, krimineller Haufen. Ich würde noch andere Mittel als Pfefferspray gegen die einsetzen

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Herr Meiern,

ueber die anderen Punkte koennte man ja diskutieren

aber wenn sie schreiben:
beim betrachten des Videos

http://www.youtube.com/watch?v=FGf9wEIXMns

antworten

– Dejenigen die meinen, die Polizei dürfe randalierenden, undemokratischen Studenten kein Pfefferspray ins Gesicht sprayen

zeigen ihr Verstaendnis der Demokratie.

ohne Korrektur sind Sie fuer mich disqualifiziert!

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@Dittmar

Wen ich mit Gutmenschen meine:
– Diejenigen, die Atomkraftwerke für gefährlich halten, weil es SIE gefährden könnte. Die Kohlekraft mit tatsächlich vielen Toten pro Jahr halten sie für nicht gefährlich, da die Zeitung nicht über diese berichtet und ausserdem betrifft es sie nicht persönlich

– Diejenigen, die Strom brauchen, aber gegen jegliche realistische Strompolitik sind

– Dejenigen die meinen, die Polizei dürfe randalierenden, undemokratischen Studenten kein Pfefferspray ins Gesicht sprayen

-Diejenigen, die die Marktwirtschaft für die massiven Staatschulden verantwortlich machen und bei jedem Stopp beim Anwachsen der Staatsausgaben schreien sie: „Ja nicht den Staat kaputtsparen!!“

– Diejenigen, die die mühsam und teuer geschützte Landschaft mit Windrädern kaputtmachen

– Diejenigen, die Angst haben, das Klima gehe kaputt

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Lieber Herr Jochem,

Herzlichen Dank für Ihren wertvollen Kommentar. Ich will ganz
sicher keine resignative Kräfte schüren – aber es scheint mir
dennoch wichtig, dass wir von den Fakten ausgehen – und
die zeigen leider kein besonders optimistisches Bild. Dennoch,
in meinem zweiten Beitrag, der heute Dienstag aufgeschaltet wurde,
versuche ich eher Hoffnung zu geben, und die Herausforderung als
Chance für die Schweiz zu sehen.

Danke für den Hinweis auf die sektoriellen Unterschiede
und ihre CO2 Intensitäten – das kann tatsächlich ein Teil
der Entwicklung erklären. Aber wahrscheinlich nicht besonders viel,
denn die Kurve der Entwicklung der CO2 Effizienz der Wertschöpfung
(BIP/CO2 Emissionen) zeigt schon seit 2003 eine starke Verflachung,
d.h., dass der Trend weg von einer 1% Steigerung pro Jahr schon
mehrere Konjunkturzyklen alt ist und leider nicht nur ein
vorübergehendes Ereignis ist.

Es tatsächlich so, dass China sehr viel in Bezug auf erneuerbare
Energien macht, und sie mittlerweile in einigen Sektoren schon
Marktführer sind. Das ist eine sehr gute Entwicklung. Leider wird
aber ein grosser Teil der dadurch eingesparten Emissionen durch das
rasante Wachstum der kohle-basierten Strom und Güterproduktion mehr als
wettgemacht. Diese Renaissance der Kohle ist nicht auf China
beschränkt, sondern geschieht in vielen anderen Ländern auch.

Hier hätte man durch Substitution ein grosses Einsparpotential.

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Martin,

„Ein Atomkraftwerk, das nicht mehr ordentlich heruntergefahren werden kann, weil der Strom ausfällt ist falsch konzipiert und dürfte gar nie ans Netz gehen.“

Schau noch mal was bei Fukushima passiert ist.
Heruntergefahren wurde es, aber die Restwaerme
verlangt Kuehlung und zwar fuer sehr lange
(die Dieselgeneratoren hat es weggespuelt und die Batterien
waren schnell fertig..)

Der neue Report in Frankreich hat gerade bemaengelt
das die Dieselgeneratoren nicht sicher sind!

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/frankreich_muss_atomkraftwerke_nachruesten_1.13342288.html

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@Kommentar von Michael Dittmar. 21.11.2011, 23:25
Hoi Michael,
jetzt gehst du aber zuweit, wenn du schreibst Nuklear Power plants brauchen ein stabiles E-Netz um sicher zu funktionieren.

Ein Atomkraftwerk, das nicht mehr ordentlich heruntergefahren werden kann, weil der Strom ausfällt ist falsch konzipiert und dürfte gar nie ans Netz gehen. Nach IEAEA gilt folgendes Sicherheitsziel:
The fundamental safety objective is to protect people and the environment from harmful effects of ionizing radiation.

Um dies zu erreichen muss unter Punkt b) folgendes gewährleistet sein:
(b) to restrict the likelihood of events that might lead to a loss of control over a nuclear reactor core, nuclear chain reaction, radioactive source or any other source of radiation;

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

SHOOT THE PIANO PLAYER(S)

„Auf die Fakten eingehen“
Tu ich doch gern und wünschte, das geschähe genau so mit Blick auf die hier diskutierten Modelle, die IPCC-Szenarien und das unselige 2°-Ziel.

Hier eine Wortmeldung aus berufenem Mund, über die sich auch an der ETH nachzudenken lohnte.

Richard Betts ist Atmosphärenphysiker und Leiter der Abteilung „Climate change impacts“ am britischen Met Office,
daneben wirkte er u. a. als Lead Author, IPCC 4th Assessment Report (Working Group 1), Contributing Author, IPCC 4th Assessment Report (Working Group 2), Lead Author, Millennium Ecosystem Assessment, Scientific Advisory Committee Member, European Research Course on Atmospheres …

Kurz, Betts entspricht nicht dem oft bemühten, angeblich von Tabak-/Ölindustrie gesponserten Typus des Zweckskeptikers.

Textauszug: „Ich ziehe es vor, zu unterscheiden zwischen „Klima-Wissenschaftlern“ (meist Atmosphärenphysiker) und „Klimawandel-Wissenschaftlern“, zu denen beinahe jeder in der Naturwissenschaft oder in den Sozialwissenschaften zu zählen scheint, der beschlossen hat rauszufinden, was Klimawandel für sein spezielles Wissensgebiet bedeutet. Während viele dieser Leute über eine gute Vorstellung von Klimawissenschaft (Atmosphärenphysik) und den Unsicherheiten bei der Verknüpfung von vergangenen Ereignissen und Zukunftsvorhersagen verfügen, gilt das für manche leider nicht.
„Klimawandel-Wissenschaft“ ist bedauerlicherweise ein Feld eher unzusammenhängender Disziplinen, in dem die einen die anderen nicht verstehen – betrachtet man z. B. die Ungereimtheiten zwischen WG1 and WG2 im IPCC-Report AR4. Wir arbeiten hart daran, diese Barrieren zu überwinden, aber da liegt (noch) ein langer Weg vor uns.“

Lesenswert und in voller Länge …
http://bishophill.squarespace.com/blog/2011/11/9/dangerous-climate-change.html

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Hi Peter,

ganz im Gegenteil,

Das Schweigen und wegschauen zu realen Problemen
hat schon oft ins Chaos gefuehrt.

Das aufzeigen der Unmoeglichkeit des Plan A
ist etwas anderes als dafuer verantwortlich zu sein!

Shoot the message!

Aber, ja geh doch lieber auf die Fakten ein und wie deine
Hyothesen eine nach der anderen sich als falsch heraus gestellt
haben.

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Herr Meier,

Die Antwort ist einfach:

Nuklear Power plants brauchen ein stabiles E-Netz um sicher zu funktionieren. Wer das noch nicht wusste konnte es bei den
Fukushima Explosionen praktisch „life“ beobachten.

Finanziell bankrotte Gesellschaften / Laender bieten nicht die
Garantie eines stabilen E-Netzes
(war eigentlich ein Wunder dass die russischen KKW’s
den Kollaps der SU so gut ueberlebt haben.

Was die „Gutmenschen“ betrifft, sie meinen die
world leaders die den Rest der Menschheit entweder fuer dumm
verkaufen koennen (oder deren Polizisten die Studenten
Pepper Spray ins Gesicht und ohne jeden Grund spruehen?)

oder die die fuer den finanziellen Collaps und Diebstahl
an den verbleibenden Rentenfonds (und anderen Fonds)
reich werden..?

Oder sprechen sie von sich selber?

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@Dittmar

„Fukushima und die vielen anderen Schritte die uns dichter an den Abgrund gebracht haben“

Inwiefern hat uns Fukushima dichter an den Abgrund gebracht?
Ausser den zahlreichen Bergleuten in Kohleminen, die jetzt zahlreicher draufgehen (erhöhte Nachfrage nach Kohle) sind jetzt die postmaterialistischen Gutmenschen alle in Sicherheit (jedenfalls sobald dann alle AKWs abgeschaltet sind)

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

Hi Michael,

„ALLES VIEL SCHLIMMER“?!

Du läufst offenbar immer noch in diesem düsteren Malthusianer-Kostüm durch die Gegend und verschreckst die Kinder ; -)

Man muss dich wohl zu dieser besonderen Spezies von Erste-Klasse-Passagieren zählen, die den Untergang der Titanic kaum erwarten können. Self-fulfilling oder self-defeating prophecies?
Während in den unteren Decks die meisten noch auf ein besseres Leben hoffen und nicht länger nur die Nase an den Fenstern der luxuriösen Salons platt drücken möchten.

Möglicherweise unterschätzt du den Überlebenswillen, die Anpassungsfähigkeit und den Erfindungsgeist der Menschen, gerade unter schwierigen Bedingungen. Auch möglich, dass diese Fähigkeiten oder der Glaube daran, einer dekadenten westlichen Elite abhanden gekommen sind, die an allen Enden den Weltuntergang beschwört, während sie in Wahrheit nur um die Privilegien fürchtet, die ihr eine wachsende Zahl von Nachrückenden streitig zu machen droht.

Immerhin, ganz allein bist du nicht mit deinen Menetekel-Rufen, nur scheint sich die Wirklichkeit hartnäckig ihrer Erfüllung zu widersetzen …

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-81302990.html

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Hallo Peter,

welcome back!
(mit fast 2 ppm CO2 mehr in der Luft, Fukushima und die vielen anderen Schritte die uns dichter an den Abgrund gebracht haben (fuer den Moment „nur“ beim Finanzhimmel..))

Die IEA hat auf deinen Rat gebaut und das 3.5 Grad und mehr als
neue Richtung ausgegeben.

Das IPCC geht mit geheimen Dokumenten an die Medien
(extrem Wetter und Klimaerwaermung) die erst nach dem
naechsten Rummel Meeting veroeffentlicht werden sollen
und niemand regt sich darueber auf..
(komische Wissenschaftler egal ob pro oder contra Co2 Problem.. )

Die arktische Eisbedeckung war entgegen deiner(?) Vorhersage
auch dieses Jahr extrem tief, in etwa wie im Rekord Jahr 2007

Deine Fragen zu dem vermeintlichen Abflachen der Erwaermung
wurden erhoert und beantwortet ..
http://www.bbc.co.uk/sn/tvradio/programmes/horizon/dimming_qa.shtml

Nur Pech, leider alles viel schlimmer!

nur bei

„An diesem Mix wird sich auf absehbare Zeit und trotz milliardenteurer Investitionen in untaugliche Technologien wenig ändern.“

hast du einen Punkt..
In der Tat wenn wir sogenannte Zivilisierte koennten wie wir
glauben zu wollen dann wird sich dieser Mix nicht wesentlich
veraendern.

Aber, Dank Mutter Natur sind gerade die abbau-wuerdigen
Oelvorkommen begrenzt und inzwischen pfeifen das Wort
Peak Oil die Spatzen und die IEA von den Daechern..

Die Wirtschaftskrise wird ein weiteres tun um zu zeigen
wie wenig der Plan A funktioniert!

Welcome auf der unsinkbaren Titanic..
(100 Jahre im naechsten April )

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 3

Seltsam, mit welcher Unbekümmertheit hier weiterhin fragwürdige Szenarien präsentiert werden. Ben Palmer fragt zurecht nach der globalen Temperaturentwicklung, denn die zeigt nicht den laut IPCC-Szenarien zu erwartenden Anstieg, sondern eine anhaltende Stagnation. Die Modelle haben offensichtlich versagt. Weshalb sie dennoch immer wieder in die Debatte geworfen werden, bleibt vor dem Hintergrund der tatsächlich beobachteten Klimaentwicklung rätselhaft. Interessante Teil-Debatte dazu …

http://pielkeclimatesci.wordpress.com/2011/11/20/tamino-disparages-bob-tisdales-analysis-of-model-predicted-trends-in-ssts/

Energiefrage: http://www.bp.com/sectionbodycopy.do?categoryId=7500&contentId=7068481

Die weltweite Energieversorgung teilt sich demnach wie folgt auf: Öl 34% / Kohle 30% / Erdgas 24% / Wasserkraft 6% / Nuklear 5% / Erneuerbare 1.3%

An diesem Mix wird sich auf absehbare Zeit und trotz milliardenteurer Investitionen in untaugliche Technologien wenig ändern. Reines Wunschdenken, das an der Realität des enormen weltweiten Energiebedarfs und der verfügbaren Mittel scheitert.
Die in Europa verteuerte Energie und die z. T. kaum erfüllbaren Emissions-Auflagen sorgen stattdessen für die Vernichtung und den Export von Arbeitsplätzen nach Fernost, wo unter bedenklichen Umwelt- und Sozialbedingungen die Waren hergestellt werden, deren Produktion wir in Europa erschweren, die wir aber – bei erheblicher Verschlechterung der CO2-Bilanz – in großem Umfang importieren, Solarpanels inkl. Wahnsinn mit System?

Weit klüger und wirtschaftlicher wäre es, von illusionären 2°-Zielen Abschied zu nehmen, die reale, regionale Klimaentwicklung zu beobachten und bei Bedarf Anpassungsstrategien zu entwickeln.
Klimawandel bildet eine ständige und natürliche Herausforderung, zu bedeutend und zu komplex, um ihr allein mit den Rezepten der AGW-Apologeten zu begegnen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 6 Daumen runter 1

Der Pro-Kopf-CO2-Austoss weltweit beträgt nach obigem Beitrag heute 4.8 Tonnen CO2. Das liegt nahe am aktuellen Pro-Kopf-Ausstoss der Schweiz (5.6 Tonnen), von Frankreich (6.2 Tonnen), China (4.6 Tonnen) und Bulgarien (6.3 Tonne), von Ländern also mit ganz unterschiedlichem ökonomischen Emtwicklungsstand, was aufzeigt, dass die Energierzeugungstechnologie einen grossen Unterschied ausmachen kann, auch wenn man die neuen erneuerbaren Energien gar nicht berücksichtigt. Länder mit sehr grossem CO2-Ausstoss pro Kopf wie die USA (19 Tonnen), Deutschland (9.7 Tonnen), Japan (10.1 Tonnen) oder Polen (8.3 Tonnen) verdanken dies der Kombination von hohem Pro-Kopf-Energieverbrauch und einem grossen Anteil von Kohle oder Öl bei der Energieerzeugung. Um das schlimmste CO2-Szenario – das A1F1-Szenario also – zu verhindern und insgesamt unter einer Erwärmung von 3°C zu bleiben genügt es also schon, Abschied von der Kohle und dem Öl zu nehmen. So gesehen sollte man alle Energieerzeugungstechnolgien fördern, die weniger CO2 verursachen als Kohle und Öl.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 2 Daumen runter 1

Jährliche Veränderungen der CO2-Emissionen muss man an ihren Ursachen erklären; anderfalls gelangt man schnell zu nicht richtigen Schlussfolgerungen für eine mittlere Sicht dieses Jahrzehnts und verstärkt resignative Kräfte.

Hierzu ist kein wirklicher Anlass: Im Jahre 2009 war einer der schwersten Depressionen in fast allen Ländern der Welt. Konjunkturell erholten sich sehr schnell die Schwellenländer in 2010 und auch ein Teil der Industrieländer. Bekannter Weise wachsen die energie- und CO2-intensiven Grundstoff-Industrien zu Beginn eines Konjunkturzyklus am deutlichsten, um die in der Depression abgebauten Materiallager wieder zu füllen. So stieg die Stahlerzeugung in 2010 weitaus schneller mit 7,8% als das Welt-Bruttosozialprodukt. Ein vergleichbares Muster gab es auch im Jahre 2003, wie auch aus der Graphik hervorgeht.

So sehe ich derzeit keinen anderen Trend als die 1%ige Verbesserung der CO2-Produktivität. Aber selbst wenn die Menschheit sich nicht auf dem A1F1-Szenariopfad bewegt, so befindet sie sich bei weitem auch nicht auf dem 2°C-Pfad. China ist wie kaum ein Land bemüht, die Energieeffizienz in allen Bereich der Wirtschaft zu steigern, die erneuerbaren Energien zu fördern und die Kernenergie zu nutzen. Wenn die Staaten Nord- und Süd-Amerikas, indien und der mittlere Osten diesem Beispiel folgen würden und die Europäer sich nicht von den Lobbyisten der fossilen Energieträger verunsichern liessen, wäre die Menschheit schon gut unterwegs auf dem Weg zwischen dem 2°C- und 3°C-Szenario.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 3 Daumen runter 2

Herr Gruber, es wäre interessant, hier auch den Verlauf der globalen Temperatur parallel zu den CO2-Emissionen aufzuzeichnen.

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Hoi Martin,

„die schnell wachsenden Schwellenländern bei denen der Grossteil des Zubaus an Energieerzeugung stattfindet, auf Kohle setzen.“

Nein, Sie wuerden ja viel lieber Oel und Gas nutzen
nur.. das einzige was sie selber haben ist Kohle!
(uebrigens interessant welche Laender noch alle viel
Kohle (pro Kopf) nutzen, egal ob reich oder arm..).
Die Laender in denen es (noch!) viel Kohle gibt.

„Die Industrieländer könnten China und Indien aufzeigen wie man ohne Kohle die benötigte Energie erzeugt.“

Wie machen wir das denn bei uns?

King Oil! 55% am Energiemix der Schweiz.
Gute Idee, erlauben wir dem Rest der Welt das Oel
zu nutzen wie wir,
oder

wir beschraenken uns alle auf den gleichen pro Kopf Verbrauch
von 86 mill Barrel/Tag –> im Mittel rund 1.3 Liter pro Kopf
und Tag… und nach dem Peak (jetzt?)
dann jedes Jahr noch mal 3% oder so weniger.

Heute braucht man in der Schweiz und pro Kopf im Mittel
rund 6 liter..

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

Sehr geehrter Herr Professor Gruber,
die CO2-Effizienz der Wirtschaft nimmt global ab, weil die schnell wachsenden Schwellenländern bei denen der Grossteil des Zubaus an Energieerzeugung stattfindet, auf Kohle setzen. Der Anteil von Kohle an der Primärenergieerzeugung stieg von 25% um 1990 auf heute 29.6%. Der Artikel The Triumph of King Coal: Hardening Our Coal Addiction bringt es mit folgenden Sätzen auf den Punkt:

The world is in the middle of a coal rush. That is why last year — despite much political posturing about curbing greenhouse gas emissions — the 5.8-percent rise in global energy-related CO2 emissions marginally exceeded the global rise in energy consumption. Thanks to coal, the world’s economy is becoming more carbon intensive.

Wie kann dieser Trend durchbrochen werden? Die Industrieländer könnten China und Indien aufzeigen wie man ohne Kohle die benötigte Energie erzeugt. Überhaupt müsste es eine UNO-Behörde – jedenfalls eine globale Behörde – geben, die den Ausstieg aus der Kohle orchestriert und begleitet.

Wenn immer wieder behauptet wird die Technologie für den Ausstieg aus den fossilen Energien existiere, so wurde einfach der Realtitätstest nicht bestanden. Ein paar Windräder aufstellen liefert China und Indien eben nicht den nötigen Zubau und eine Verdoppelung der Energieproduktion wie sie China in 8 Jahren und Indien in 12 Jahren geschafft hat, wäre ohne Kohle gar nicht möglich.

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