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Ambitiöses Ziel versus realpolitische Zwänge

15.11.2011 von

Nur wenige Wochen trennen uns von der nächsten Klimakonferenz in Durban und der Verabschiedung des CO₂-Gesetzes durch das Parlament. Beide Ereignisse dürften medial als Erfolge gefeiert werden. Zu recht? 

Ich finde nicht: Der multilaterale Ansatz, versinnbildlicht durch das Kyoto-Protokoll, ist klinisch tot. Der CO₂-Preis ist im Keller. Die anthropogenen Treibhausgas-Emissionen werden in den nächsten Jahrzehnten weiter steigen, das 2-Grad-Ziel ist auf sehr lange Zeit hin Illusion. Die grossen Energieverbraucher östlich von Suez und in Nordamerika werden rechtlich verbindlichen Emissionsbegrenzungen nicht zustimmen. Selbst die EU buchstabiert zurück: Auch für sie figuriert neuestens «Wirtschaft» wieder vor «Klima». In den Prioritäten der Weltpolitik rangiert das Klima unter «ferner liefen».

Taugt das schweizerische CO₂-Gesetz mit seinem rein nationalen Ansatz deshalb mehr? Dieser besticht vordergründig durch die Idee, das eigene Haus zu bestellen, egal was international läuft (oder nicht läuft). Indes steckt auch dieses Gesetz in der durch die Verwischung von Anspruch und Wirklichkeit erzeugten Konstruktionsfalle. Nämlich einer ambitiösen, scharfen Zielvorgabe (minus 20% Emissionen 1990-2020, allein durch Inlandmassnahmen) einerseits und einem wegen der viel realpolitischen Zwänge bescheiden bestückten «Werkzeugkasten» anderseits. So bleibt der Benzinpreis – notabene mit der Zustimmung von links/grün – ein klimapolitisches Tabu, trotz allem was uns in den letzten 30 Jahren von jener Seite zum Thema «Internalisierung externer Kosten» doziert worden ist. Die Furcht vor einer weiteren Desindustrialisierung der Schweiz («Leakage») wird zudem die Gross-Emittenten auf dem Pfad des «business as usual» belassen.

Im helvetischen Werkzeugkasten verbleiben somit Subventionen unter verschiedenen Titeln (Inlandkompensation, Gebäudeprogramm, Innovationsfonds), die wohl kurzfristig politisch akzeptabel erscheinen, weil damit viele Empfänger bedient werden können. Sie stehen aber unter dem Generalverdacht, dass damit bloss der normale Lauf der Dinge mitfinanziert wird (Mitnahme-Effekte) und sie letztlich somit wenig bis nichts bewirken. Tatsache ist: Die CO₂-Emissionen zeigen in den letzten Jahren eine leicht sinkende Tendenz – die politische Frage müsste heute lauten, wieviel staatliche Verwaltung und Umverteilung diesen Prozess begleiten muss. Stellt sie noch jemand in Bern?

Zum Autor

Gastautor Rolf Hartl ist Präsident der Erdöl-Vereinigung.





Kommentare (14) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

Hallo Herr Hartl,

vielen Dank fuer die Antwort(en)
(Sie sind leider eine Ausnahme auf diesem Blog!).

Ich stimme Ihnen zu:

„Wir führen den Ausstiegs- und Dekarboniserungs-Diskurs aus einer Position vollkommender Satt- und Saturiertheit….“

Aber, und das ist das erstaunliche was ich immer wieder
festgestellt habe. Menschen die es nie geschafft haben
in diese „Suechtigkeit“ zu kommen, verstehen die Problematik
viel schneller als die Suechtigen.
(und nicht erst seit „heute“.. denken wir an die Gandhis, Mandelas
etc .. die liegen uns vermutlich naeher,
als sagen wir diese Menschen:

http://www.survivalinternational.org/goodnews
und „and now the good news“.

und ja, vielleicht sollte uns die Nachricht von Chief Joseph
an unsere Verantwortung (als Berfuehrer seine Gruppe
im Sturm sicher ins Tal zu bringen) erinnern.

I have heard talking and talking and nothing is being done..
http://www.youtube.com/watch?v=Ufvox0T9K_w

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

Wenn ich schon persönlich angesprochen werde, dann:

@Thomas Blaser: Klar, unsere Nachkommen werden in 300 oder so Jahren auf unsere Zeit (1900 – ?) als die Epoche des Öls oder der Fossilen zurückblicken. Natürlich entwickeln sich die Energiesysteme weiter – in Zukunft, so wie sie es auch in der Vergangenheit getan haben. Aber das wird viel mehr Zeit brauchen als es unsere subito-Mentalität wahrhaben will. Es wird ein langsamer, gradueller Prozess sein. Kurzfristig werden wir alle Energieträger weiterentwicklen müssen – auch die klassischen -, nur schon um den rieisigen Energiemehrbedarf, der auf uns zukommt zu decken.

@Martin Holzherr: Wenn wirs global anschauen, brauchen wir wirklich alle Energieträger. Diversifizierung ist „key“. Weniger aus Gründen der Dekarbonisierung/Klimapolitik, sondern um die neue Nachfrage, v.a. die aus Schwellenländern, befriedigen zu können.

@ Michael Dittmar (a.A.): Immerhin ist beizufügen (und einzuwenden), dass die fossile Energiegesellschaft, in der wir leben (die drei fossilen E’träger decken rund 88% des globalen Primärenergiemixes), uns (im Norden jedenfalls) einen in der Geschichte der Menschheit beispiellosen Wohlstand und Komfort mit-erschaffen hat. Wir führen den Ausstiegs- und Dekarboniserungs-Diskurs aus einer Position vollkommender Satt- und Saturiertheit….

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

Herr Palmer,

„Nichts gefunden das mich konstruktiv inspiriert. Und da Sie von (Energie) Süchtigen sprechen, fühle ich mich auch nicht angesprochen.“

Tja, so ist das mit „Suechtigen“.. in der Denial Phase.

Aber, trotzdem antworten Sie.

Natuerlich braucht es fuer all die „angenehmen Dinge“
unseres taeglichen Lebens jede Menge Oel.
Das ist ja das Problem .. selbst hypothetisch laesst sich ein PC
nicht so richtig mit Uran bauen..

aber jetzt wird es spannend:

„In Ihren Beiträgen ziehen Sie immer wieder Katastrophenszenarien an“

Ich spreche nur davon wohin uns der Plan A, oder das BAU
Scenario bringt! (Sie kennen das Beispiel.. mit den Seerosen
die sich jeden Tag verdoppeln und der Teich ist erst halb voll?)

„wohl in der Hoffnung (und Angst), dass Sie nicht als erster und einziger den Sprung in die energiearme Zukunft wagen müssen“

Wer spricht von Angst? Nicht ich! Ich spreche von
dem was inzwischen schon die „Spatzen“ (F. Birol von der IEA)
vom Dach pfeifen.

„Irgend jemand muss einmal anfangen, das Rad zurückzudrehen. Warum nicht Sie?“

Genau! Deshalb gibt es regelmaessige treffen bei den anonymen
Energiesysuchtigen ..

Das „Rad“ ist allerdings zu gross um es so einfach zu stoppen.

Aber der erste Schritt ist es sich mit der Realitaet
der begrenzten Erde zu beschaeftigen..

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Herr Dittmar, in Ihren letzten Beiträgen habe ich nichts ausmachen können, das mich konstruktiv inspiriert. Und da Sie von Süchtigen sprechen, fühle ich mich auch nicht angesprochen.

Behaupten Sie allen Ernstes, dass Ihr(e) PC(s) ohne einen Tropfen Erdöl produziert und transportiert wurde(n). Und die vielen PCs, die in Serverfarmen Ihr surfen erst ermöglichen?

In Ihren Beiträgen ziehen Sie immer wieder Katastrophenszenarien an, wohl in der Hoffnung (und Angst), dass Sie nicht als erster und einziger den Sprung in die energiearme Zukunft wagen müssen, wenn nur Sie nur genügend Andere in Angst und Schrecken versetzen. Irgendjemand muss einmal anfangen, das Rad zurückzudrehen. Warum nicht Sie?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 1

1880 war der Höhepunkt einer der damals grössten Industrien in den USA, der Eisindustrie – damals merkte das aber niemand, alle glaubten an eine blühende Zukunft. Die Industrieprofis sowie von der Regierung angeforderte Gutachten zeigten eins ums andere Mal eindeutig: die neuen Kühlmaschinen sind viel zu teuer, keine Alternative zu den Eisblöcken. Erst kurz vor ihrem Untergang fand die Eisindustrie noch eine Verwendung. Diese komischen Aggregate konnte man zum Kühlen der Eisblöcke beim Transport in den Süden doch noch brauchen.
Daran musste ich denken, als ich im neuesten Economist las, dass die Bergbaufirmen wie BHP Billiton und Rio Tinto ihre abgelegenen Förderanlagen für u.a. fossile Energierohstoffe mit Strom aus Solarpanels betreiben.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 2

Sehr geehrter Herr Hartl

Besten Dank für Ihren Beitrag.

Wir als Öl-Konsumenten und -Produzenten müssen das Klimaproblem in den Griff bekommen. Die Wissenschaft wird uns dabei unterstützen.

Die Werte, die wir aus den Ölvorkommen schöpfen, finden sich grösstenteils, abzüglich der natürlichen CO2-Absorption, früher oder später als CO2 in der Atmosphäre wieder.

Als Individuen und Gruppen müssen wir eng mit der Wirtschaft kommunizieren und zusammenarbeiten. Die Wirtschaft muss Massnahmen für die Schaffung einer CO2-freien Gesellschaft festlegen und implementieren. Dabei wird sie von der Politik unterstützt. Weiter muss eine nachhaltige Wirtschaft, nachhaltig im Sinne der „Triple Bottom Line“ Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt unsere Lebensgrundlage auch für zukünftige Generationen sichern und garantieren.

Welches sind die Lösungen für eine CO2-freie Gesellschaft und nachhaltige Entwicklung unseres Planeten, welche seitens Ihrer Erdöl-Vereinigung vorgeschlagen werden?

Freundliche Grüsse
Thomas Blaser

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

Herr Palmer,

ich haette eigentlich was konstruktiveres von Ihnen
erwartet (smile).

Aber wenn Sie nicht anders koennen..

Wie waere es wenn wir uns ab und zu bei den
„Anonymen Energie Suechtigen“ treffen?

Vielleicht tun wir es ja schon.

Aber mal ehrlich, liege ich richtig
im Gegensatz zu mir glauben sie ja gar nicht suechtig zu sein.

oder?

Gut, und jetzt mal ernsthaft.
Verstehen Sie das Problem mit den endlichen Ressourcen
gerade beim Oel?

Und wenn ja, wie schaffen „wir“ es die Abhaengigkeit der
Schweiz von diesem sehr endlichen Rohstoff zu reduzieren?
(das Internet braucht praktisch kein Oel.. smile)

Sicher nicht in dem Sie oder ich von einem Tag auf den anderen
auf das Oel verzichten damit andere um so mehr verbrauchen koennen.

Dagegen, wie waere es wenn die Regierung mit Unterstuetzung
von Herrn Hartl und anderen alleine das kleine Video
von F. Birol (2 min) regelmaessig zur besten Sendezeit
als Einfuehrung in eine Erklaerung der Regierung zum
Energieproblem sendet.
Schauen Sie es sich mal an:
http://www.dubaichronicle.com/2011/11/05/the-end-of-cheap-oil/

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

„wie bringt man den Suechtigen weg von der Spritze oder von der Flasche?“

Herr Dittmar, gehen Sie mit dem Beispiel voran. Schalten Sie Ihren PC aus und kappen Sie die Verbindung zum Internet.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

Hallo Martin,

du hast Punkt 4) vergessen.
frei nach Birol:
Wir werden uns vom Oel verabschieden sobald es uns verlaesst!
Aber wir sollten jetzt beginnen uns auf die Zeit nach dem Peak
vorzubereiten!

hier was Birol jetzt dazu und unseren Leadern auf dem G20 sagte:
2 Minuten!

http://www.dubaichronicle.com/2011/11/05/the-end-of-cheap-oil/

damit brauchen wir uns ueber die 3 anderen Punkte eigentlich
keine Gedanken mehr zu machen.
(wie schon gefragt wie bringt man den Suechtigen weg von der
Spritze oder von der Flasche?)

„Es wird also nicht einfach sich von Kohle, Öl und Gas zu verabschieden und es wird erst geschehen, wenn 1) die negativen Folgen der globalen Erwärmung unbestritten sind 2) ein weiteres Zuwarten nicht mehr in Frage kommt und 3) kostengünstige Alternativen zu den fossilen Treib- und Brennstoffen zur Verfügung stehen, denn der Ausstieg aus den fossilen Energien darf nicht das Hobby einiger wohlhabender Länder bleiben, wenn er global erfolgreich sein soll.“

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Sehr geehrter Herr Hartl,
ihre Beiträge werden immer kürzer und prägnanter.
Das liegt wohl an der Sache selbst, der Klimapolitik also.
Im Rückblick wird man wohl von der Kyoto-Phase der Klimapolitik sprechen und damit eine Zeit des Idealismus und Illusionismus meinen.
Idealismus, weil alle Vereinbarungen auf freiwilligen Verpflichtungen beruhten und Staaten, die auf den Zuschauerrängen verblieben, von den Kasteiungen, die sich die anderen auferlegten, sogar profitierten.
Illusionismus weil vom Ziel – der völligen Dekarbonisierung aller Wirtschafts- und Lebensbereiche – behauptet wurde, es lasse sich mit dem Einsatz von 1 bis 3 Prozenten des Weltbruttoinlandprodukts errreichen. Doch allein schon der Anstieg des Ölpreises um 50 Dollar pro Barrel kostet die Weltwirtschaft 3 Prozent des Welt-BIP und diesen Preisanstieg haben wir schon hinter uns ohne dass sich die Leute vom Öl abgewendet hätten.

Es wird also nicht einfach sich von Kohle, Öl und Gas zu verabschieden und es wird erst geschehen, wenn 1) die negativen Folgen der globalen Erwärmung unbestritten sind 2) ein weiteres Zuwarten nicht mehr in Frage kommt und 3) kostengünstige Alternativen zu den fossilen Treib- und Brennstoffen zur Verfügung stehen, denn der Ausstieg aus den fossilen Energien darf nicht das Hobby einiger wohlhabender Länder bleiben, wenn er global erfolgreich sein soll.

Trotzdem ist eine Dekarbonisierung beispielsweise des Gebäudeparks für die Schweiz jetzt schon sinnvoll, denn so etwas dauert ohnehin Jahrzehnte und die resultierende Öl- und Gasunabhängigkeit mindert die Folgen eines denkbaren Lieferstopps von Öl oder Gas.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

„Die anthropogenen Treibhausgas-Emissionen werden in den nächsten Jahrzehnten weiter steigen, das 2-Grad-Ziel ist auf sehr lange Zeit hin Illusion.“
Woher wollen Sie das wissen? Aus Modellberechnungen? Selbst eingefleischte AGW-ler haben da ihre Zweifel, wie Kevin Trenberth in seinem Blog Juni 2007:

“In fact there are no predictions by IPCC at all. And there never have been. The IPCC instead proffers “what if” projections of future climate that correspond to certain emissions scenarios. There are a number of assumptions that go into these emissions scenarios. They are intended to cover a range of possible self consistent “story lines” that then provide decision makers with information about which paths might be more desirable. But they do not consider many things like the recovery of the ozone layer, for instance, or observed trends in forcing agents. There is no estimate, even probabilistically, as to the likelihood of any emissions scenario and no best guess.“

Und warten sie den AR5 des IPCC ab, bevor Sie sich festlegen!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 3

„Weil der Preis vom Markt kontrolliert steigt, und nicht durch die Politik. Darum geht es nämlich.“

Den Nagel auf den Kopf getroffen, Roger Meier. Wir hatten schon noch höhere Preise, auf den Konsum hatte das wenige Einfluss.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 3 Daumen runter 2

„die politische Frage müsste heute lauten, wieviel staatliche Verwaltung und Umverteilung diesen Prozess begleiten muss. Stellt sie noch jemand in Bern?“

Genau, gute Frage. Die Grünen (auch die sog. „liberalen“) wollen ja einen möglichst hohen Benzin/Diesel/Heizöl-Preis. Angeblich damit „das Klima nicht kaputtgeht“ oder „wegen dem Waldsterben“ oder was gerade Hype de jour ist.
Interessanterweise steigt der Ölpreis auch so, wohl weil wir uns Peak Oil nähern. Man könnte jetzt meinen, die Grünen sind zufrieden (Preis steigt), aber nein, sie sind nicht zufrieden. Weil der Preis vom Markt kontrolliert steigt, und nicht durch die Politik. Darum geht es nämlich.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 4 Daumen runter 3

Hallo Herr Hartl,

Im Grossen und Ganzen kann ich Ihnen nur zustimmen.
Eine gute und traurige Beschreibung der Realitaet.

Mit anderen Worten der Suechtige (die Gemeinschaft)
glaubt nicht suechtig zu sein und ignoriert die moeglichen
Gesundheitsschaeden (den Selbstmord auf Zeit).

Es braucht sicher mehr als nur die Flasche mit dem
Alkohol zu zerschlagen um einen Alkoholiker gesund zu machen.
Nur was braucht es eigentlich?
Einen Club der anonymen Energie-Junkies?

Aber all das mal beiseite..

In der Naturwissenschaft versucht man gerne das „Experiment“
„die Zukunft unserer Zivilisation“ von aussen zu betrachten.

Das Ergebnis: Eine Zivilisation die von nicht erneuerbaren
Energiequellen abhaengig ist (und die erneuerbaren
schneller abholzt als sie genutzt werden) kann unmoeglich
nachhaltig sein. Egal mit welch schoenen Worten man das beschreiben moechte.

Nehmen wir an, (a) unser Ziel ist es eine nachhaltige Zivilisation
zu bekommen und (b) man koennte entsprechend
Massnahmen durchfuehren die in diese Richtung gehen..

Was wuerden Sie theoretisch vorschlagen um den Selbstmord
zu verhindern?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 3 Daumen runter 1

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