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Skeptische Forscher bestätigen globale Temperaturkurve

10.11.2011 von

Vor zwei Jahren erschütterte «Climategate» die Klimawissenschaft und die Öffentlichkeit. Interessierte Kreise versuchten, anhand gehackter E-Mails führenden Klimawissenschaftlern die Manipulation von Daten vorzuwerfen. Die Sache fand schnell auch grosses Echo in den Medien. 

Mit «Climategate» sollte letztlich die Klimawissenschaft als Ganzes in Misskredit gebracht werden. Zwar fanden mehrere unabhängige Kommissionen nichts Haltbares an den Manipulationsvorwürfen, aber der Schaden war angerichtet, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Klimawissenschaft war erschüttert.

Neue, unabhängige globale Temperaturkurve erstellt

Genau in der Zeit von Climategate – Anfang 2010 – startete das «Berkeley Earth Project». Initiiert wurde das Projekt durch Richard Muller, der unter anderem bekannt ist als Kritiker der sogenannten «Hockey-Stick» Kurve, der Temperaturrekonstruktionen der letzten 1000 Jahre. Gefördert wurde das Projekt von Organisationen, welche den Klimaskeptikern nahe stehen.

Im Projekt setzte ein Team von Wissenschaftlern an, einen neuen, unabhägigen globalen Temperaturdatensatz zu erstellen. Die Wissenschaftler sammelten alle verfügbaren Rohdaten, berücksichtigen aber im Vergleich zu den bereits existierenden globalen Datenprodukten auch sehr kurze und unvollständige Reihen. Auf diese Weise flossen wesentlich mehr Stationen ein, als dies in bisherigen Datensätzen der Fall war. Die weitere Prozessierung der Daten inklusive deren Homogenisierung – der Punkt also, in welchem in den bisherigen Datensätzen Manipulation vorgeworfen wurde – wurden unabhängig durchgeführt, mit ganz anderen Ansätzen.

Finde den Unterschied!

Inzwischen wurden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse auf der Website des Berkeley Earth Projects veröffentlicht (>berkeleyearth.org). Die Arbeiten selber sind zwar noch im Begutachtungsverfahren, trotzdem lohnt sich ein Blick auf die (provisorische) globale Temperaturkurve (siehe Bild): Die «Berkeley Earth Project»-Temperaturkurve ist vor allem mit derjenigen des amerikanischen Wetterdienstes fast identisch und zeigt auch zu anderen Datensätzen kaum Unterschiede. Zwar sind mit der zusätzlichen Kurve bei weitem nicht alle Fehlerquellen ausgeschlossen. Aber einer der wichtigsten Vorwürfe der Zweifler ist damit widerlegt, nämlich dass die globale Temperaturkurve vor allem die Intentionen der Macher widerspiegelt.

Steigt Vertrauen in Klimaforschung?

Ist damit die Auseinandersetzung um die globale Temperaturkurve ein für allemal beendet? Wohl nicht, aber sie dürfte zumindest abkühlen. Somit könnte «Climategate» dem Vertrauen in die Klimaforschung langfristig mehr nützen als schaden.

Übrigens hat «Climategate» nicht nur die Skeptiker mobilisiert, sondern auch die Wetterdienste: Der nächste globale Temperaturdatensatz, initiiert vom UK Met Office und dem amerikanischen NCDC (>www.surfacetemperature.org), soll in grösstmöglicher Transparenz auf allen Ebenen – von der Partizipation bei Konzeptpapieren über den Datenzugang bis zur Homogenisierungs-Software – erarbeitet werden.

Zum Autor

Stefan Brönnimann ist Professor für Klimatologie am Oeschger Zentrum für Klimaforschung und am Geographischen Institut der Universität Bern. Persönliches Zitat und Biografie





Kommentare (20) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

Wir Skeptiker nehmen solches ideologische Gequassel, wie in diesem Artikel vorkommt, nun ganz gelassen zur Kenntnis. Es überzeugt keinem mehr.

Die Zeitgeist hat sich in den letzten Jahren wesentlich geändert. Ihnen hört keiner mehr zu. The emperor has no clothes.

In ein paar Jahren können wir den ehrwürdigen Professoren ihren Quatsch von heute wieder auftischen.

Nur abwarten, Palmer; nur abwarten!

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Hallo

„Mir ging es in meinen Kommentaren auch um etwas ganz anderes,“

kam nicht gerade rueber.
Aber bitte, ich bin nicht die richtige Adresse.
Ich habe sogar unseren Peter Buehler bei Gelegenheit
verteidigt.

aber egal..
kommen Sie zu der Filmvorfuehrung
A call of life am 1.12 um 17:30

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Herr Dittmar, bleiben wir wissenschaftlich:
Wie definieren Sie abnormal und wie normal?

Ich empfehle Ihnen, nachzulesen, mit welchen Vorbehalten Richard Muller seine eigene Arbeit vor dem Congress präsentiert hat. Und Muller ist entgegen der in diesem Artikel vermittelten Ansicht immer noch ein Skeptiker, und ich beglückwünsche in dazu. Nur aufgrund seiner Skepsis hat er sich überhaupt dazu entschlossen, die ganze Rekonstruktion noch einmal zu versuchen.
Aber Muller ist noch mehr: er ist ein ehrlicher Wissenschaftler, der auch die Grenzen seiner Erkenntnisse einsieht. Er weigert sich standhaft, einen anthropogenen Einfluss in die Ergebnisse hinein zu interpretieren, weil das seine Untersuchung ganz einfach nicht hergibt.

Mir ging es in meinen Kommentaren auch um etwas ganz anderes, nämlich dass man einen vorher ausgestossenen Skeptiker herzlich an die Brust drückt, sobald er das „erwünschte“ Ergebnis produziert. Und das obwohl er sich von einer Organisation finanzieren lässt, die ölverschmierte Hände hat.

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Herr Palmer
ps

„Aber als Wissenschaftler müssten Sie eigentlich in der Lage sein, Ihre Meinung auch ohne ad hominem Argumente zu vertreten.“

Auch als Wissenschaftler darf man Gleiches mit Gleichem beantworten!

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Herr Palmer,

na prima dann haben wir ja das erste Problem geloest.

Dann schlage ich vor als naechstes den abnormalen Temperaturanstieg der letzen 30-40 Jahre zu untersuchen und
zu akzeptieren.

Ja, und meinetwegen auch zu untersuchen warum es es in den letzten 5-10(?) Jahren nicht jedes Jahr warmer geworden ist.

Aber als Fakt koennte man akzeptieren dass die letzten 10 Jahre
zusammen alle deutlich waermer waren als alle anderen
10 Jahres Perioden.

einverstanden?

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@M. Dittmar: Sie haben natürlich das unbestrittene Recht auf Ihre eigene Meinung. Aber als Wissenschaftler (ich nehme jedenfalls an, dass Sie dass Sie es sind) müssten Sie eigentlich in der Lage sein, Ihre Meinung auch ohne ad hominem Argumente zu vertreten.

Um Ihre Fragen zu beantworten: Ich weiss, dass die Temperaturen seit der kleinen Eiszeit zunehmen und dass der (die) Meeresspiegel ebenfalls steigt (steigen). In dieser langen Zeit hat sich vieles verändert …

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Och ne Herr Palmer,

die verbliebenen Kritiker akzeptieren inzwischen die
Erwaermung, zweifeln aber (noch) die Korrelation mit dem CO2
Anstieg an.

Koennten Sie sich nicht auch dazu bereit erklaeren?

(aber vielleicht meinten Sie den link ja nur als
Witz .. auf die ewig gestrigen.. )

Die naechste Stufe im Denial ist uebrigens
weit verbreitet..:

Alles halb so schlimm! Und macht nichts wenn es in der Schweiz
etwas „waermer“ wird. Wer braucht schon Gletscher, Schnee
und etc..

und was macht es schon wenn der Meeresspiegel um einen Meter
in den naechsten 50 Jahren oder so steigt?

etc etc..

Danach kommt dann „wir koennen ja in der kleinen Schweiz eh
nichts aendern“

und dann demnaechst

Pech jetzt ist es zu spaet.. aber egal wir muessen sowie so alle
sterben..

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Skeptische Forscher bezweifeln, dass mit BEST alles bestens ist.

„He [Richard Muller] emphasizes that the analysis is based only on land data, covering less than 30% of the earth’s surface and housing recording stations that are poorly distributed, mainly in the U.S. and Western Europe. In addition, he admits that 70% of U.S. stations are badly sited and don’t meet the standards set by government; the rest of the world is probably worse. He disclaims to know the cause of the warming found by BEST and favors naturally caused oscillations of the atmosphere-ocean system that no climate model has yet simulated or explained.“
„But remember — there is no evidence at all for significant future warming. BEST is a valuable effort, but it does not settle the climate debate.“

http://climaterealists.com/index.php?id=8671

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Kommentar von Martin Holzherr. 13.11.2011, 19:18

Lieber Herr Holzherr,
Ihre Aussage, dass höhere (global oder regional?) Temperaturen (wir sprechen von Zehntelsgraden) zu mehr und extremeren Wetterereignissen führen, habe ich Berichten über die Wetterereignisse während der kleinen Eiszeit gegenübergestellt. Offensichtlich liegen Sie falsch. Sie liegen offensichtlich auch falsch, wenn Sie die kleine Eiszeit nur in Europa orten: http://www.worldclimatereport.com/index.php/2008/04/21/little-ice-age-in-southern-south-america/

Wenn es wider Erwarten zu einer weiteren kleinen Eiszeit käme (oder können das die Klimamodelle mit Sicherheit ausschliessen?), glauben Sie, dass die Afrikaner bereit wären, die Russen aufzunehmen und zu ernähren?

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@Kommentar von Ben Palmer. 12.11.2011, 22:56
Sehr geehrter Herr Palmer,
jede markante Klimaänderung eines Regionalklimas, sei es nun einen Abkühlung oder Erwärmung, kann das Leben dort erschweren, vor allem dann, wenn bestimmte Vitalfaktoren tangiert werden wie die Länge der Vegetationsperiode oder die Häufigkeit von Erneausfällen.

Die kleine Eiszeit hatte vor allem in Nordeuropa und Island negative Auswirkungen, denn dort war es schon vorher kühl und eine weitere Abkühlung konnte zu Missernten und extrem kalten Wintern und damit zu Kältetoten führen.

Die gegenwärtige globale Erwärmung wird in grossen Teilen des nördlichen Russlands wohl als Beginn einer besseren Zeit erlebt werden, doch ich bezweifle, dass die Russen bereit wären Millionen von Afrikanern aufzunehmen, die aus ihrer immer mehr von Dürre betroffenen Heimat fliehen.

Tatsache ist, dass die Menschen, die an einem bestimmten Ort leben sich an das Klima adaptiert haben und dass jedes Klima eine bestimmte Carrying Capacity (maximale Anzahl Leute, die sich von der Scholle ernähren können) mit sich bringt. Ändert sich das Klima allzu stark, kann das mit Migration, heute aber auch mit Nahrungsmittelimporten ausgeglichen werden. Jedenfalls kann sich das Leben durch eine globale Klimaänderung in einigen Regionen verbesseren, jedoch auch in vielen Regionen massiv verschlechtern.

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Martin Holzherr. 11.11.2011, 9:29
Herr Holzherr, Ihr Verweis auf Wikipedia ist leider nicht überzeugend. Modellstudien sind eben nur Modellstudien. Selbst in der dort erwähnten Studie von Knutson scheinen Zweifel durch.

Aber es gibt ja noch die guten traditionellen Observationen:

„It was not only the cold that was a problem during the Little Ice Age.Throughout Europe, the years 1560-1600 were cooler and stormier, with late wine harvests and considerably stronger winds than those of the 20th Century. Storm activity increased by 85% in the second half of the 16th Century and the incidence of severe storms rose by 400%.“

und

„Perhaps the most infamous of these storms was the All Saints Flood in November 1570, which worked its way northeast up the North Sea.The storm brought enormous sea surges ashore in the Low Countries, flooding most of Rotterdam, Amsterdam, Dordrecht and other cities and drowning at least 100,000 people. In the River Ems further north in Germany, sea levels rose an incredible four and a half meters above normal.“
http://wattsupwiththat.com/2011/11/11/without-energy-life-is-brutal-and-short/

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Sehr geehrter Herr Palmer,
zunehmende Temperaturen bedeuten mehr Wärme, also mehr Energie, die für das Wettergeschehen zur Verfügung steht. Nicht umsonst sind tropische Wirbelstürme besonders intensiv, weil in den Tropen sehr viel Wärmeenergie in die Verdunstung von Wasser, die Bildung von Windsystemen und so weiter investiert werden kann.
Am stärksten wirkst sich Wärmeenergie allerdings beim Aufeinandertreffen von warmen und kalten Luftmassen aus und die Abschwächung der äquatorial-polaren Temperaturunterschiede durch die globale Erwärmung könnte dies seltener machen. Trotzdem sind mehr Dürren, Fluten, intensivere Hurrikane, mehr Hitezewellen und mehr Feuersbrünste zu erwarten. Es gibt auch Szenarien, die den Kurzfristeffekt der globalen Erwärmung vor allem durch die Ausdehnung der Dürrezonen und die Zunahme von Dürren sehen, denn Wenn es wärmer wird, verdunstet mehr Wasser, allerdings nicht gleichmäßig: Die Ozeane verteilen zusätzliche Wärmeenergie in ihrem enormen Volumen, während das Land nur an seiner Oberfläche heißer wird. Und damit verlieren die für das Pflanzenwachstum entscheidenden Oberböden überproportional viel Wasser. Ein guter Einstieg für das Studium extremer Wetterereignisse ist der Wikipedia-Artikel Extreme Weather

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Herr Holzherr, zeigen Sie uns doch einmal, dass Extremwetterereignisse in den letzten Jahrzehnten nachweislich zugenommen haben.

Die Behauptung, dass zunehmende Temperaturen zu mehr und extremeren Wetterereignissen führen, lässt sich leicht ad absurdum führen: Die Temperaturen nehmen seit der kleinen Eiszeit kontinuierlich zu. Wenn man also von einem Zusammenhang zwischen Temperatur und Wetterextremen ausgeht, müsste man durch rückwärtige Extrapolation zum Schluss kommen, dass es während und kurz nach dieser kleinen Eiszeit faktisch keine Extremereignisse gab. Wie extrem ist denn so eine Eiszeit?

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Und noch was brandaktuelles bezgl. Temperaturkurven und anderen Hockeystecken:

http://wattsupwiththat.com/2011/11/10/new-study-shows-temperature-in-greenland-significantly-warmer-than-present-several-times-in-the-last-4000-years/

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Jetzt wird aber was durcheinandergebracht, wahrscheinlich sogar absichtlich.

Die berühmte Hockeystick-Kurve (nicht nicht mal mehr AGW-Fanatiker verteidigen) zeigte einen Temperaturverlauf der letzten ca. 2000 Jahre.

Die hier gezeigte Kurve einfach die letzten 130 Jahre. Dass es seit der kleinen Eiszeit wärmer geworden ist, bestreitet wohl niemand.

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Sehr geehrter Herr Blaser,
die häufigeren Extremwetterereignisse in den letzten Jahren passen zur globalen Erwärmung. Kürzlich hat Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung die Wahrscheinlichkeit auf 80% berechnet, dass die Hitzewelle mit Waldbränden in Russland 2010 eine Folge des Klimawandels ist. Allerdings sind das immer noch nur Wahrscheinlichkeiten, keine Sicherheiten und Roger Pielke junior hält die Studie von Rahmstorf sogar für einen Fall von Rosinenpickerei

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„Zwar fanden mehrere unabhängige Kommissionen nichts Haltbares an den Manipulationsvorwürfen …“. … weil eben der Vorwurf der „Datenmanipulation“ gar nicht im Zentrum der Kritiken stand. Aufmerksamen Beobachtern der Kommissionsarbeit kann es aber nicht entgangen sein, dass die Kommissionen, von „Amateuren“ geleitet, den grundlegenden und unbequemen Sachfragen aus dem Weg gegangen sind.
Ich empfehle Ihnen dringend, die kritischen Anmerkungen hierzu bei http://climateaudit.org/ und http://www.bishop-hill.net/ (mit Skepsis!) nachzulesen.

„… aber der Schaden war angerichtet, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Klimawissenschaft war erschüttert.“ Verwechseln Sie hier nicht Ursache und Wirkung. Das Vertrauen wurde erschüttert, weil bekannt wurde, dass ein kleines aber sehr einflussreiches Team verursacht hatte, die absolute Kontrolle über ein Wissenschaftsgebiet zu beanspruchen. Hätten Sie im Falle von Watergate auch bedauernd gesagt, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Politik durch die Veröffentlichungen erschüttert wurde?

„Somit könnte «Climategate» dem Vertrauen in die Klimaforschung langfristig mehr nützen als schaden.“ Da gehe ich mit Ihnen völlig einig.

Sie überschreiben den Artikel mit „Skeptische Forscher bestätigen globale Temperaturkurve“. Weshalb ist Ihnen das Attribut „skeptisch“ so wichtig? Wollen Sie damit sagen, dass Skeptizismus diese Forscher in die Irre geführt hatte, dass sie sich jetzt wieder auf dem richtigen Weg befinden und dass man ihnen in diesem Falle verzeihen kann, dass sie Geld aus „unreinen“ Quellen entgegengenommen haben?

Dass die Temperaturen seit der kleinen Eiszeit zugenommen haben, bestreitet wohl niemand. Die Frage, die uns ganz besonders beschäftigt, nämlich was die Ursachen für diese Erwärmung sind, beantwortet die Studie aber nicht.

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Sehr geehrter Herr Brönimann
Damit beweisen Sie, dass die 150 jährige Zeitreihe der Temperatur bereits eine hohe Signifikanz hat. Damit beweisen Sie aber nicht, dass das räumliche und zeitliche Verteilungsmuster sowie deren Extreme von Niederschlägen sich auf lokaler, regionaler, kontinentaler und globaler Ebene als Funktion des Mensch gemachten CO2 Einflusses verändert hat.

Auf Ihre Antwort bin ich gespannt.
Freundliche Grüsse
Peter Greminger

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Lieber Stefan
Wieweit können wir die heftigen Niederschläge und Umweltkatastrophe der letzten Tage in Italien mit dem Klimawandel in Verbindung bringen? Gibt es diesbezüglich heute schon Möglichkeiten?
Freundliche Grüsse
Thomas

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Aus Wikipedia:
„Skeptizismus ist ein moderner Begriff zur Bezeichnung der philosophischen Richtungen, die den Zweifel zum Prinzip des Denkens erheben und die Möglichkeit einer gesicherten, nachweisbaren Erkenntnis von Wirklichkeit und Wahrheit in Frage stellen oder prinzipiell ausschließen. Der Skeptizismus steht im Gegensatz zum Dogmatismus.“
„Der Skeptizismus vertritt den Standpunkt, dass zum Beweis einer Hypothese stets Annahmen vorausgesetzt werden müssen, deren Richtigkeit erst zu beweisen wäre.“

@Stefan Brönnimann: Ihr Artikel ist ein Frontalangriff auf den wissenschaftlichen Skeptizismus und Sie verwenden diesen Begriff leider mit einer negativen Konnotation. Dabei ist auch gegenüber Ihren Aussagen Skeptizismus angebracht.

Woher haben Sie die Gewissheit, dass mit Climategate die Klimawissenschaft als Ganzes in Misskredit gebracht werden sollte? Man weiss noch nicht einmal, wer auf welche Weise an die E-mails herangekommen ist. Aber Sie weisen scheinen die Motive des oder der Unbekannten zu kennen!

Von ernsthaften Kritikern wurde auch nicht der Vorwurf der Datenmanipulation erhoben, sondern es wurden
– die unkritische Übernahme von Daten (Baumringe als Thermometer (ein bisher nicht erbrachter Beweis!),
– die Verwendung von Ablagerungssegmenten (die nachweislich durch menschliche Einflussnahme verfälscht worden waren),
– die fragliche Wahl der statistischen Methoden,
– der Versuch, unbequeme Publikationen zu verhindern, sowie
– das Übergehen unbequemer Evidenz („hide the decline“)
kritisiert.

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