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Heute: ETH-Energiegespräch

02.09.2011 von

Ist der vom Bundesrat im Mai 2011 beschlossene schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie unter wissenschaftlichen und technischen Aspekten realistisch und wie stellen wir eine nachhaltige gestaltete Energieversorgung sicher? Diese und weitere Fragen rund um die Energiezukunft der Schweiz diskutieren heute hochkarätige Energiefachleute im Rahmen des öffentlichen ETH-Energiegesprächs (>zum Livestream ab 15 Uhr)

Das öffentliche Interesse am ETH-Energiegespräch «Die Energiezukunft nachhaltig gestalten – Chancen und Herausforderungen für die Schweiz» ist riesig: Das freut uns und zeigt wie wichtig es ist, dass unsere Wissenschaft nicht nur im Elfenbeinturm stattfindet, sondern auch einen Beitrag zur Versachlichung laufender gesellschaftlicher Debatten beiträgt.

Forscherinnen und Forscher des Energy Science Centers beschäftigten sich in den letzten Monaten intensiv mit der Frage, wie der Umbau unseres Energiesystems bis zum Jahr 2050 aussehen könnte. Im Zentrum stand dabei die Frage, ob der Beschuss des Bundesrates zum schrittweisen Atomausstieg technisch möglich und aus wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht realistisch ist.

Die Ergebnisse ihrer Untersuchung, verschiedene Szenarien und sieben Thesen, stellen sie am heutigen Energiegespräch der Öffentlichkeit vor. Im ersten Teil der Veranstaltung (Beginn 15 Uhr) präsentieren drei ETH-Professoren verschiedene Szenarien und Handlungsoptionen einer nachhaltig gestalteten Energiezukunft für die Schweiz (Hintergrundinformationen zum ETH-Energiegespräch >hier, Thesen zur Energiezukunft Schweiz aus Sicht der Wissenschaft >hier). In einem direkt daran anschliessenden Podiumsgespräch werden die formulierten Thesen der ETH-Forscher diskutiert.

Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Wir freuen uns ganz besonders, dass wir für den zweiten Teil der Veranstaltung Frau Bundesrätin Doris Leuthard als Hauptrednerin gewinnen konnten. Sie wird ab 18.30 Uhr über die Politik der Schweiz für eine nachhaltig gestaltete Energiezukunft referieren.

Am ETH-Energiegespräch soll auch der kritische Dialog nicht fehlen. Ein Podiumsgespräch mit ausgewählten Persönlichkeiten der schweizerischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie eine Publikumsdebatte öffnen den Raum für die Diskussion zwischen den verschiedenen Akteuren im Bereich Energie.

Livestream ab 15 Uhr verfügbar

Aufgrund der vielen Anmeldungen zum ETH-Energiegespräch übertragen wir das ETH-Energiegespräch live im Internet. Die Vorträge und Diskussionen können ab 15 Uhr verfolgt werden >Link

Das ETH-Energiegespräch ist eine gemeinsame Veranstaltung von ETH Sustainability, dem Energy Science Center, dem The Sustainability Forum Zürich und dem CCES.

  • Zur Webseite des ETH-Energiegesprächs >hier
  • Zum detaillierten Programm (pdf) >hier
Zur Autorin

Dr. Christine Bratrich ist Geschäftsführerin von ETH-Sustainability und Mitorganisatorin des ETH-Energiegesprächs.

 





Kommentare (3) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

@Kommentar von Prof. Konstantinos Boulouchos, ETH Zürich. @05.09.2011, 19:09
@Michael Dittmar :
@Nun, das war offenbar missverständlich formuliert.

ok

@Die Aussage soll sein: im Jahr 2020 soll der pro Kopf und Jahr @CO2-Ausstoss in der Schweiz und weltweit etwa auf den gleichen @Wert konvergieren ( nämlich auf gut 4tCO2 ), danach im gleichen @Tempo für die Schweiz und die Welt sinken und zwar auf knapp @3tCO2 im Jahr 2035 und auf weniger als 2tCO2 im Jahr 2050.

Verstehe, also von heute 5(?) Tonnen/Kopf
auf 4 Tonnen/Kopf in 9 Jahren?

Wie soll das funktionieren,
ich vermute die Idee ist ohne (Peak Oel/Finanz) Krise/Kollapse?

Also 20% weniger fuers Autofahren und 20% weniger fuer
Heizung und Industriewaerme?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Michael Dittmar :
Nun, das war offenbar missverständlich formuliert. Die Aussage soll sein: im Jahr 2020 soll der pro Kopf und Jahr CO2-Ausstoss in der Schweiz und weltweit etwa auf den gleichen Wert konvergieren ( nämlich auf gut 4tCO2 ), danach im gleichen Tempo für die Schweiz und die Welt sinken und zwar auf knapp 3tCO2 im Jahr 2035 und auf weniger als 2tCO2 im Jahr 2050.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Noch ein Nachtrag

Im Dokument
http://www.cces.ethz.ch/energiegespraech/ETH-Energiegesprach_2011_Hintergrund.pdf
steht

„Wenn plausible Werte für die Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz und weltweit zugrunde gelegt werden, ergibt sich ab zirka 2020 ein in etwa gleicher pro Kopf CO2-Ausstosses.“

also druecken wir es doch direkt aus:
Die Studie geht von einem Wachstum bei CO2 aus!

bis 2020 1% Wachstum der Bevoelkerung pro Jahr
also rund 10% mehr Menschen und damit
10% mehr CO2 aus der Schweiz!

Keine Reduzierung also!
Ist das etwa die Message der „ETH-Studiengruppe“
um das Co2 Problem zu loesen?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

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